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Folgeschäden für Vegetarier?

S'ibi6ripen hat die Diskussion gestartet


Stimmt es, dass Vegetarier unter Mangelerscheinung leiden und verschiedensten Nährstoffe nicht bekommen, nur weil sie kein Fleisch essen?

Man versucht dauernd, mir das einzureden. Ich ernähre mich sonst relativ ausgewogen und vollwertig, außerdem bin ich ja nur Ovo-Lacto-Vegetarierin, Fisch esse ich auch.

Gruß,

Sibiria

Antworten
C=hxe


Hallo,

ich hab, bis ich 19 war keinen Bissen Fleisch zu mir genommen, auch heute sehr sehr selten (Wochenende aller 2 Wochen), esse aber ausgiebig Milchprodukte. Fühle mich kerngesund. Wie es (ohne Fisch) mit Jod aussieht und mit Vitamin D - da weiß ich nicht genau bescheid. Fleisch soll einiges haben, was woanders Mangelware ist.

Laß dir nichts einreden. Im Zweifelsfall frag einen seriösen Arzt oder eine Ernährungsberatung - google hilft da sicher auch.

Hauptsache, Du fühlst Dich gut !

Gruß

PAersxer


Wenn du keine besonderen Sportarten ausführst, die dem Körper stark an die Ressourcen gehen oder ähnliches, kannst du ruhig als Vegetarier weiterleben, was du jedoch tun solltest, wären Vitamin-Mineral-Tabletten, zB. bei Aldi gibt es sowas, halt die "Verarsche" von "A-Zink".

Denn Vegetarier kommen an einige Stoffe wirklich nicht so leicht ran wie Allesesser.

Besonders L-Carnitin fehlt Vegetariern, da dieses Transportprotein nur durch Fleisch einzunehmen ist bzw. heutzutage durch verschiedene Instantdrinks und Co.

-]jjZdx-


Perser liegt da richtig.

Wenn du nicht gerade passionierter Sportler bist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du Mangelzustände erleidest, relativ gering. Ovo-Lacto-Vegetarier haben da sowieso im Vergleich zu Veganern ein geringeres Risiko.

Wenn du auf Nummer-Sicher gehen willst, ist ein Mineralsupplement sicher nicht falsch. Perser hat hier auch recht: Aldi mag sonst sehr preiswert sein, aber die Mineral/Vitaminklamotten da sind der letzte Mist.

Aber nebenbei: Wenn du Fisch isst, bist du KEIN Vegetarier! Es gibt ja auch kein "bisschen schwanger", oder ;-D ?

-ljjxd-


Perser liegt da richtig.

Wenn du nicht gerade passionierter Sportler bist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du Mangelzustände erleidest, relativ gering. Ovo-Lacto-Vegetarier haben da sowieso im Vergleich zu Veganern ein geringeres Risiko.

Wenn du auf Nummer-Sicher gehen willst, ist ein Mineralsupplement sicher nicht falsch. Perser hat hier auch recht: Aldi mag sonst sehr preiswert sein, aber die Mineral/Vitaminklamotten da sind der letzte Mist.

Aber nebenbei: Wenn du Fisch isst, bist du KEIN Vegetarier! Es gibt ja auch kein "bisschen schwanger", oder ;-D ?

Sfabexth


Märchen

Dass Vegetarier sogar gesünder leben als Omnivore haben uns doch schon so viele Studien gezeigt (z.B. Gießener Studie, China Osteoporosis Report usw.). Alles was in tierlichen Produkten enthalten ist, kann durch pflanzliches abgedeckt werden.

So ist z.B: Jod in einer wahnsinns Menge in Algen enthalten,

Vitamin D kann der Körper durch Sonneneinstrahlung selber bilden

die immer wieder erwähnten Omega 3 Fettsäuren sind in Leinsamen/Leinöl enthalten, dazu braucht man also auch keinen Fisch,

Carnitin: Wird in ausreichender Menge vom Körper selbst hergestellt (habt ihr euch schon mal überlegt, wo z.B. Kühe als reine Pflanzenfresser ihr Carnitin herbekommen?), es ist kein Carnitinmangel jemals bei Vegetariern oder Veganern aufgetaucht. Carnitin bastelt sich der Körper aus den Aminosäuren Lysin und Methionin. Beide sind in vegetarischer oder veganer Ernährung ausreichend enthalten.

Eisen ist in pflanzlichen Lebensmitteln genügend enthalten, es wird zwar schlechter resorbiert als tierisches, dafür steigert Vitamin C die Aufnahme von Eisen. Da Vegetarier eh mehr Obst und Gemüse als Omnivore zu sichnehmen, nehmen sie automatisch mehr Vitamin C auf, so dass das Eisen gut verwertet werden kann. Man muss außerdem noch wissen, dass tierliche Produkte (Milch etc) die Aufnahme von Eisen wiederum hemmen. Dies erklärt, warum Vegetrarier eher von Eisenmangel betroffen sind als Veganer. Übrigens: Viele Omnivore Menschen haben auch Eisenmangel, da sind die Zahlen sogar höher als bei veganen Menschen.

Calcium: hier ist das Problem für Vegetarier das Gleiche wie für Omnivore: Tierliches Eiweiß führt zu einer Übersäuerung des Stoffwechsels, die dann mit Mineralien (die dann teilweise aus dem Knochenstoffwechsel entnommen werden) abgepuffert werden muss (Quellen: dazu: Ortho press 3/02, S.17; [[http://www.newcenturynutrition.com/public_html/webzine/archives/breaking.shtml]] ; [[http://www.newcenturynutrition.com/public_html/webzine/archives/milk_myth.shtml]] ; [[http://www.newcenturynutrition.com/public_html/webzine/archives/osteoporosis.shtml]] ; : [[http://www.milch-den-kuehen.de/pcrm.html]] ; [[http://www.notmilk.com/]]

[[http://www.geocities.com/glutenfreetoronto/milk.html]]

[[http://www.pcrm.org/health/Info_on_Veg_Diets/dairy.html]]

Deshalb empfiehlt sich, nicht nur aus ethischen Gründen, auf alle tierlichen Produkte zu verzichten.

Guter Literaturtipp: Vegane Ernährung von Gill Langley

Wichtig ist halt, dass man sich abwechslungsreich und gesund (wenig Zucker, viel Vollkornprodukte usw.) ernährt.

Das einzige was bei veganer Ernährung kritisch werden kann ist Vitamin B12. Dies ist jedoch in so vielen Lebensmitteln zugesetzt (Multivitaminsäfte, Cornflakes usw.), dass auch das kein Problem ist. Zudem ist sich die Wissenschaft darüber noch gar nicht im klaren, ob Vitamin B12 nicht im Darm des Menschen selbst gebildet werden kann. Zur Vorsicht empfiehlt es sich trotzdem, B12 zu supplimieren.

Ach ja, und ich selbst lebe seit meinem 12. Lebensjahr vegetarisch, seit fast 2Jahren vegan. Und ich bin gesund und munter!

SYalLome


So ist es

Ich ernähre mich seit 15 Jahren vegetarisch, treibe viel Sport und lasse jedes Jahr Blutwerte, Knochendichete etc. checken. Alles liegt im Referenzbereich. Krankheiten -gleich welcher Art- kenne ich nicht. Vitamin B 12 ist in ausreichendem Maße in der Spirulina- Alge enthalten. Bei einen BMI - Wert von 19 brauche ich mir über Fettverbrennung keine Gedanken zu machen. Ich bin auf kein (in der Nahrung enthaltenes) L-Carnitin angewiesen.

Allerdings ernähre ich mich sehr ausgewogen und bewusst. Ich vermeide Produkte aus konventioneller Landwirtschaft ebenso wie Konservennahrung oder Süßigkeiten (süße Früchte natürlich nicht inbegriffen). Und allen Skeptikern zum Trotz: Ich habe NICHT das Gefühl, schlimmen Verzicht zu üben. Ich genieße mein Essen und es schmeckt mir einfach. Mc. Donalds und Co. lassen mich kalt.

S$azbetxh


Spirulina

Vorsicht! Das in Spirulina und milchsauer vergorenem (z.B. Sauerkraut) enthaltene Vitamin B12 ist ein sogenanntes B12 Analoga. Das bedeutet, dass es in den herkömmlichen B12 Tests als B12 getestet wird, jedoch im Körper nicht aktiv wirken kann. Nach herkömmlichen B12 Tests beim Arzt werden Analoga mitgemessen. Daher kann man zwar beim Test gut abgeschnitten haben, jedoch in Wirklichkeit doch einen Mangel an aktivem B12 haben. Nachzulesen ist dies ausführlich in Gill Langley, Vegane Ernährung. Deshalb sollte man sich nicht auf Spirulina und Co. verlassen.

j8n


Folgeschäden

Hallo Sibiria,

> Stimmt es, dass Vegetarier unter Mangelerscheinung leiden und

> verschiedensten Nährstoffe nicht bekommen, nur weil sie kein

> Fleisch essen?

Nein. Der einzige Stoff, der sich in Diskussion befindet ist Vitamin B12, aber auch hier treten Mangelerscheinungen bei Vegetarieren bzw. Veganern nicht häufiger auf als bei Fleischessern, so daß der Schluß naheliegt, daß hier andere Ursachen verarntwortlich sind.

Der angesprochene Carnitin Mangel ist Unsinn. Auch wenn Vegetarier eine signifikant niedrigere Carnitinzufuhr haben (2mg/d statt 32mg/d), sollte man bedenken, daß im Körper sehr wohl eine Carnitin-Biosynthese stattfindet (ca. 16mg täglich) und Carnitin beim Fettsäruentransport nicht verbraucht wird. Der Körper speichert etwa 250mg/kg Körpergewicht und die Resortionsrate liegt bei ca. 90%. Mangelerscheinungen treten daher bei Vegetariern nicht auf.

Übrigens ist aus den genannten Gründen auch eine erhöhte Zufuhr von Carnitin sinnlos - weder wirkt es leistungssteigernd noch beschleunigt es den Fettabbau, da eine Umsatzsteigerung des Stoffwechsels nicht zu einem erhöhten Bedarf führt.

Carnitin Mangelerscheinungen treten nur bei pathologischen Fällen auf - bspw. bei vorliegenden Funktionsstörungen der Leber, chronische Niereninsuffizienz, etc.

> Man versucht dauernd, mir das einzureden. Ich ernähre mich

> sonst relativ ausgewogen und vollwertig, außerdem bin ich ja nur

> Ovo-Lacto-Vegetarierin, Fisch esse ich auch.

Wenn du Fisch ist, bist du prinzipiell ein Fleischesser, kein Vegetarier. Eine wirklich vollwertige Ernährung (Kein Fabrikzucker, Vollkornprodukte, naturbelassene Fette, Frischkost) schließt Mangelerscheinungen aus, so daß ich mir da keine Gedanken machen würde.

Nahrungsergänzungen bieten im Grunde nur Nachteile, da sie prinzipiell zu einem Ungleichgewicht und Mangelzuständen an anderen Wirkstoffen führen. Eine vollwertige, naturbelassene Ernährung sollte der Weg der Wahl sein.

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