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Wer hat Erfahrung mit Vollwertkost fürs Baby?

jxn


@cosima

> Acht Stunden einweichen sind sicherlich unnötig, wenn das

> Getreide noch gekocht wird. Nur wenn als FKB es roh verzehrt

> wird muss man das natürlich einhalten.

Auch dann nicht. Das Einweichen ist eigentlich nur ein Zugeständnis an den desolaten Gebißzustand der Bevölkerung. Im Grunde könnte man die Getreidekörner auch so kauen oder das Schrot gleich essen. Bei einem Säugling, der ja sowieso noch keine (Backen)zähne zum Kauen des Getreides hat, ist das Einweichen natürlich in jedem Fall sinnvoll.

b"ern(ie-a7x4


Entsteht durch das Einweichen nicht zusätzliches Vitamin B1? Ähnlich wie beim Ankeimen?

j'n


> Entsteht durch das Einweichen nicht zusätzliches Vitamin B1?

Das wäre schön, aber leider nein. Eventuell entsteht aber bei längerem Einweichen B12, das von Mikroorganismen gebildet wird.

A|idaTaxra


@ grashuepfer1 *:)

Schön, dich als Gleichgesinnte willkommen zu heißen!

Also: Unsere Beikosteinführung klappt bis jetzt super. Wir haben allerdings erst die Mittagsstillmahlzeit ersetzt. Aber meine Kleine ist ja jetzt auch erst 7 1/2 Monate alt, und ich habe noch keine Eile, das Stillen komplett aufzugeben...

Am liebsten mag sie Hirsebrei mit Apfel und Birne. Da schafft sie mittlerweile schon zwei Löffel Hirse (eingeweicht und anschließend 10 Minuten gekocht) mit einem halben Apfel u. einer halben Birne.

Die "deftige" Variante (Karotte, Kohlrabi u. Kartoffel) schmeckt ihr bis jetzt nicht sehr, so dass ich darauf nur zurückgreife, wenn kein Obst mehr im Haus ist. ;-D Ich hoffe, dass sie mit der Zeit auch an Gemüse Gefallen finden wird! Aber sie ist durch die Muttermilch eben den süßlichen Geschmack gewohnt, denke ich mir.

@ jn

Ich habe einmal das Getreide nicht eingeweicht, sondern nur gekocht. Da hatte meine Tochter prompt üble Verstopfung. Die Ärmste, hat sich richtig gequält.

Jetzt weiche ich die Hirse wieder ein, so ca. 5 Stunden, ich denke das reicht?

Wie ist das eigentlich mit dem Einfrieren? Kann man fertig zubereitetes Getreide ohne weiteres einfrieren, ohne dass es an Nährstoffen und Qualität verliert?

jxn


> Ich habe einmal das Getreide nicht eingeweicht, sondern nur

> gekocht. Da hatte meine Tochter prompt üble Verstopfung.

Hmm, das erscheint mir sehr ungewöhnlich. Ich habe noch nie gehört, daß man nicht eingeweichter Hirse Verstopfung bekommen kann. Eine Alternative wäre, die Hirse vorher fein zu mahlen, dann ist der Brei auch viel schneller fertig.

Generell wäre ich aber mit Hirse ein wenig zurückhaltend, sie enthält relativ hohe Mengen Fluorid. Es gibt ja auch noch viele andere Getreidearten, die du verwenden kannst.

> Wie ist das eigentlich mit dem Einfrieren? Kann man fertig

> zubereitetes Getreide ohne weiteres einfrieren, ohne dass es

> an Nährstoffen und Qualität verliert?

Das Einfrieren ist problemlos. Die Verluste treten dann aber beim Wiedererwärmen auf, es wird ja dann ein zweites mal erhitzt.

cyosim9a83


Hallo! *:)

es wird ja dann ein zweites mal erhitzt.

Es hat dann aber wahrscheinlich immernoch mehr Vitalstoffe als eine Fertigmahlzeit aus Gläschen oder Packung, denn die werden im laufe des Produktionsprozesses und der Zubereitung bis zu 5, 6 Mal erhitzt. Für den Notfall kannst du ja einen kleinen Vorrat an Breimahlzeiten einfreiern, aber generell gesehen ist es schon besser, wenn du die Brei immer frisch zubereitest.

Wenn es dir zu nervig ist, immer diese kleinen Portiönchen zu kochen, dann koche doch für dich mit! ICH mag den Getreideobstbrei jedenfalls sehr gerne! ;-D Gibts oft zum Frühstück! Für stillende Mütter ist er eigentlich eine optimale Mahlzeit, da er ja fast die selben Inhaltsstoffe hat wie die traditionellen Stillkugeln. Deiner Portion kannst du ja ein bischen Zimt oder Vanillemark zufügen, sowie Saaten, Nüsse und Sahne. *jam*

Ich hoffe, dass sie mit der Zeit auch an Gemüse Gefallen finden wird!

Du kannst Gemüse ja auch als Fingerfood einführen, also z.B. ein Stück Kartoffel oder gedünstete Karotte auf die Hand zum lutschen und probieren. Gurke und Zuchini kannst du auch roh geben. Wenn die Kleinen die neuen Geschmacksrichtungen in einer zwanglosen Athmosphäre kennenlernen, gewöhnen sie sich oft schneller und nachhaltiger dran!

Ansonsten besteht ja, solange du weiter stillst, keinerlei Eile! Am ehesten wird sie wiegesagt, wohl die Sorten und Gerichte annehmen, die du selbst am liebsten magst und am häufigsten zu dir nimmst!

Liebe Grüße!

jxn


> Wenn es dir zu nervig ist, immer diese kleinen Portiönchen zu

> kochen, dann koche doch für dich mit!

Wir haben das eher umgekehrt gemacht. Wir haben für uns gekocht und für die Kleinen wurde einfach eine Portion davon durchpüriert. Und da waren durchaus auch Zwiebeln, Knoblauch, Kohl und sonstiges dabei. Dadurch haben die Kinder schon früh unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennengelernt.

g8ras`huexpfer1


@ Aida Tara

Mein Kleines ist jetzt 6 Monate und 2 Wochen alt. Ich bin auf der Suche nach Alternativen zur üblichen Gläschen und Flaschenernährung nach dem Stillen auf ein Buch von Dr. Bruker gestossen: Biologischer Ratgeber für Mutter und Kind und ein Buch von Helga Danner: Biokost für mein Kind. Ich möchte nun mein Kind und auch mich :-) nach Vollwertkost ernähren. Bis jetzt stille ich voll und habe angefangen mittags püriertes rohes Obst zuzufüttern (Banane mit Apfel, Karotte, Birne und aprikosen gab es schon.

Woher hast Du denn deine Informationen ?

Das Problem ist das die Bücher nur Ratschläge bzw. Beispielernährungspläne geben für Kinder die nicht gestillt werden. Wie man aber von Stillen langsam auf Vollwertbeikost umstellt ist leider nicht beschrieben.

Wie bist Du denn vorgegangen ?

Bis bald Grashuepfer1

j[n


Hallo Grashüpfer,

Da hast du das wichtigste Buch ja schon gelesen. :-) Es gibt im biologischen Ratgeber ein Kapitel "Rezepte für das Kleinkind". Die kannst du alle verwenden. Auch die Rezepte, die bei der Ernährung von nicht gestillten Kindern beschrieben sind, sind natürlich geeignet.

Eine gute Ergänzung zu deinen zwei Büchern wäre "Iß, mein Kind! - Vollwertkost vom Stillen bis zum Pausenbrot" von Ilse Gutjahr.

Wir haben bei unserer Tochter beim Abstillen zuerst eine Mahlzeit durch einen (pürierten) Frischkornbrei ersetzt, dann kamen Obst- Getreide und Gemüsebreie dazu, die alle immer einen Anteil Frischkost enthielten. Entweder indem pürierte Früchte oder fein geriebenes Gemüse unter den lauwarm abgekühlten Brei gezogen wurden. Natürlich gab es auch Breie nur aus Frischkost.

cho~sima8x3


Alternativen zur üblichen Gläschen und Flaschenernährung

Ich wollt nur anmerken, dass ich es soooooo traurig finde, dass Gläschen und Fläschchen heutzutage erste Wahl sind.... :°(

Mama und Papa ernähren sich doch auch nich fast ausschließlich von Gemüsekonserven und Kaffeweißer... %-| >:(

Nachdenkliche Grüße:

jyn


Hallo Cosima,

> Ich wollt nur anmerken, dass ich es soooooo traurig finde,

> dass Gläschen und Fläschchen heutzutage erste Wahl sind...

Da hast du Recht. Die Eltern wissen gar nicht, was sie ihren Kindern damit für Probleme mit auf den Weg geben. Und dann wundern sie sich, wenn plötzlich Allergien, Neurodermitis, Übergewicht und was noch alles auftreten...

> Mama und Papa ernähren sich doch auch nich fast

> ausschließlich von Gemüsekonserven und Kaffeweißer...

Tja, aber die Gläschen sind eben sehr bequem. Und schadstoffkontrolliert. Und die Werbung sagt auch, daß die gut sind. Und auch Stiftung Warentest und Ökotest sagen das.

Daß die Schadstofffreiheit zwar nicht unwichtig ist, daß aber der hohe Verarbeitungsgrad viel schlimmer ist, sagt den Eltern leider niemand. Und wenn man es ihnen sagt, will es keiner hören - da siegt dann wieder die Bequemlichkeit. "Wie? Selbst kochen? So schlimm können die Gläschen doch nicht sein."

Aber jeder geht nunmal seinen eigenen Weg...

cXosi>ma83


Hi! *:)

Wie? Selbst kochen?

Ja, das kenn ich.

Und dazu kommt die Sorge, dass in Selbstgekochtem nicht genügend Vitamine drin sind, weil ja nichts zugesetzt ist... :-/

Wenn man sich mal im Babyregal umsieht, wird man so Einiges fragwürdiges finden:

- Früh-Karotte fürs Fläschchen (hab noch nie ne Mami gesehen, die Karotten-Mumi gibt...)

- Gezuckerte Kekse ab dem fünften Monat (zum Dauerlutschen...)

- Folgemilch mit synthetischem Bananengeschmack

- Abendbreie auf Keks-Basis...

- Hochverarbeitetes Getreide, das als "speziell fürs Baby aufbereitet" deklariert ist

%-|

Und die Mamis sagen: Kann nicht schlecht sein, sonst würden die Firmen es ja nicht anbieten.

Dann immer wieder die Frage: Kann man mit Beikost auch schon vor dem 5. Monat anfangen? Klar, hat man doch früher auch so gemacht.....früher hat man so Einiges gemacht....

Naja, wir wissen und machen es besser! ;-)

Liebe Grüße!

A idaTkara


Ich wollt nur anmerken, dass ich es soooooo traurig finde, dass Gläschen und Fläschchen heutzutage erste Wahl sind...

Es ist eben für viele Mütter leider der einfachste Weg... Kritisch zu sein, sich aufzuklären und nebenbei noch in der Küche zu stehen... das schaffen viele nicht.

Außerdem ist es ja auch so, dass man schon komisch angesehen wird, wenn man eben nicht zur Fertignahrung greift. Meine Schwiegermutter z.b. fragt stets, ob ich denn etwa immer noch stille, und wann die Kleine denn endlich einmal etwas "Vernünftiges" bekäme. Dann würde sie wahrscheinlich auch endlich durchschlafen. Ist doch unglaublich, oder?

@grashuepfer1

Dieses Buch von Bruker habe ich auch. Aber du hast recht, soo aufschlussreich fand ich es auch nicht, besonders wenn man von Vollwerternährung überhaupt keine Ahnung hat. So wie es bei mir am Anfang meiner Schwangerschaft auch war. Viel mehr profitiert habe ich von einer Freundin, die ihre ganze Erfahrung seit langem in Lahnstein sammelt . Ihr Ältester ist mittlerweile zwei Jahre alt und wurde auch von Anfang an vollwertig ernährt. Da kann ich mir einiges abschauen. Leider wohnt sie 600 km entfernt von uns..

Bis jetzt mache ich es aber wie du, ich gebe meiner Kleinen puriertes Obst, mittlerweile als Getreidebrei. Bis jetzt habe ich nur Hafer und Hirse versucht, was ihr aber sehr gut zu schmecken scheint.

Mal sehen, wann ich die nächste Mahlzeit einführe. Ich habe da noch keine Eile, so lange das mit dem Stillen noch so funktioniert...

;-D

g$ras<h{uepfSer1


@ Aida Tara

Danke für die Antwort. Ich stille auch erstmal weiter (ist ja auch so bequem und kuschelig ;-) ). Eine ganze Mahlzeit habe ich noch nicht ersetzt, da sie nur ca. 6-8 Löffel von dem püriertem Obst nimmt und dann auf ihre Brust wartet...

Ich habe mit Einführung der Beikost am Mittag begonnen und Du ?? In welcher Form tust Du denn das Getreide zum püriertem Obst (gekocht oder eingeweicht oder wie) ?

Ich denke auch wenn man selbst keine ahnung von Vollwertkost hat ist es etwas schwieriger. Ernährst Du Dich denn selbst ganz vollwertig ??

g5rashauepferx1


@ jn

Du scheinst Dich ja gut auszukennen. Das von Dir empfohlene Buch habe ich auch noch. Das Problem ist nur, dass für "Flaschenkinder" es genaue Anweisungen in den Büchern gibt, aber wie man vom Stillen umstellt nicht , d.h. welche Mahlzeit ersetzt man zuerst durch was (Frischkornbrei oder Obstbrei, oder rohes Gemüse oder was..) und wie lange macht man das bis man dann weitere Mahlzeiten ersetzt und welche genau durch was, steht da leider nicht. Vielleicht hast Du da ja ein paar Anregungen...

Gibt es denn auch von der GGB Berater die man anrufen und fragen kann. Auf der Internetseite der GGB habe ich diesbezüglich nichts gefunden.

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