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Wer hat Erfahrung mit Vollwertkost fürs Baby?

jTn


@grashüpfer

> Du scheinst Dich ja gut auszukennen.

Naja, wir haben auch zwei Kinder, die mittlerweile sieben und neun Jahre als sind und beide sind vollwertig großgeworden. Bei unserem Älteren haben wir in Unkenntnis damals am Anfang auch noch Gläschen verwendet, aber die Jüngere hat so etwas noch nie bekommen. Bei ihr haben wir das Stillen gleich mit vollwertiger Ernährung fortgesetzt. So gesehen haben wir da schon einiges an einschlägiger Erfahrung.

> Das von Dir empfohlene Buch habe ich auch noch. Das Problem

> ist nur, dass für "Flaschenkinder" es genaue Anweisungen in

> den Büchern gibt, aber wie man vom Stillen umstellt nicht, d.h.

> welche Mahlzeit ersetzt man zuerst durch was (Frischkornbrei

> oder Obstbrei, oder rohes Gemüse oder was..) und wie lange

> macht man das bis man dann weitere Mahlzeiten ersetzt und

> welche genau durch was, steht da leider nicht.

Ja, das stimmt. Das liegt daran, daß die Umstellung von Flaschenkindern ungleich schwieriger ist, weil die Kinder an den süßen einheitlichen Fabrikgeschmack gewöhnt sind und man so einer unsicheren Mutter genauere Anleitungen an die Hand geben muß.

Bei Stillkindern ist das viel problemloser und man muß sich da auch keine so großen Gedanken machen. Um die Kinderernährung wird - auch bedingt durch die Medien und die Werbung - ein derartiges Brimborium veranstaltet, daß jeder unsicher werden muß, obwohl das gar nicht nötig ist.

Dabei ist es doch ganz einfach, wenn man bei der Kinderernährung auch darauf achtet, daß die Ernährung so natürlich und gering verarbeitet wie möglich ist. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, daß man auch bei der Auswahl der Lebensmittel nicht viel beachten muß - unsere Kinder haben so ziemlich alles im Brei gehabt, was nicht bei Drei auf dem Baum war. ;-) Wir haben auch nur am Anfang extra Breie gemacht, sind aber bald darauf übergegangen, einfach unsere Gerichte für sie mit zu pürieren. Natürlich sollte man mit scharfen Gewürzen erst einmal vorsichtig sein und darauf achten, daß man das Gemüse nicht im Fett zubereitet hat, aber ansonsten hatten wir da keine Hemmungen. ;-) Letztendlich hat sich das ausgezahlt - unsere Kinder sind weit weniger mäkelig und wählerisch, was das Essen angeht, als ihre Altersgenossen.

> Vielleicht hast Du da ja ein paar Anregungen...

Wenn du in mein Profil schaust, findest du dort einen Link zum Vollwertforum. Dort könntest du auch mal nachfragen, da sind auch einige Muttis mit einschlägiger Erfahrung dabei.

> Gibt es denn auch von der GGB Berater die man anrufen und

> fragen kann. Auf der Internetseite der GGB habe ich

> diesbezüglich nichts gefunden.

Ja, das sind die dort ausgebildeten Gesundheitsberater GGB zu denen ich ja auch gehöre. Du könntest bei der GGB anrufen und dir einen Gesundheitsberater in deiner Nähe nennen lassen, der dir dann gezielt vor Ort Tipps gibt und dir das dann alles sogar praktisch zeigen kann.

Aber du bringst mich gerade auf eine Idee - vielleicht sollte man mal einen Kochkurs für stillende Mütter organisieren.. :-)

Sa.T. `Du5pont


Bitte beachten:

[[http://www.oekotest.de/cgi/vb/vbgs.cgi?frage=3726]]

Amaranth, Buchweizen, Hirse und Quinoa haben eines gemeinsam: Sie enthalten Substanzen, die für Erwachsene zwar ungefährlich sind, von Kleinkindern vor dem zweiten Lebensjahr aber nicht gegessen werden sollten. Das rät das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund.

S!.^T.& DBup+ont


Nachtrag: Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand die Fruchtschale des Buchweizens mitessen würde...

jOn


> Sie enthalten Substanzen, die für Erwachsene zwar

> ungefährlich sind, von Kleinkindern vor dem zweiten

> Lebensjahr aber nicht gegessen werden sollten.

Zu solchen Aussagen kommt es, wenn man aus Laborversuchen auf die Wirkung im lebenden Organismus schließt. Ähnliche Meldungen gab es bspw. auch schon zu den Phytinen im Getreide.

Auch die Aussage im verlinkten Text, daß Kinder unter zwei Jahren noch kein ausgereiftes Verdauungssystem haben, ist blanker Unsinn. Wäre dem so, könnten sie auch die Muttermilch nicht verdauen. Kinder kommen mit einem voll funktionsfähigen Verdauungssystem zur Welt, lediglich die Darmflora entwickelt sich entsprechend der Nahrung.

Wem nützen wohl solche Meldungen?

Sk.T. VDupoxnt


Kleinkinder haben eine durchlässigere Darmwand, weshalb sie auch keine Erdbeeren essen sollen. Es gibt also doch Unterschiede.

Außerdem kann es durchaus sein, dass diese Meldung stimmt. Auch wenn einige damit ihr Einkommen verteidigen wollen. Die Frage ist, ob die Untersuchung gut ist, die zu diesem Ergebnis kommt.

vVifzaxck


War schon mal jemand in Indien? Davon mal abgesehen, dass es in der armen Landbevölkerung gar kein Geld für Breichen und Gläser mit

Nahrung gibt - aber die Lütten kriegen da schon als Babys die scharfen

Gewürze mit ins zerdrückte Essen (dass derErwachsenen). Offenbar hat es die Millionenzahl der Inder noch nicht dezimiert....

Und die Generation der Menschen des Krieges hier in Deutschland oder kurz danach - da wurde mit der Gabel zerdrückt, was man hatte...

Allergien, Neurodermitis, sonstige jetzt fast schon "üblichen" Krankheiten - damals fast unbekannt...

vifzack

mmephis'tos tbraxut


Allergien, Neurodermitis, sonstige jetzt fast schon "üblichen" Krankheiten - damals fast unbekannt...

unbekannt - aber das heisst nicht , dass die krankheiten damals nicht existent waren....

weil die Kinder an den süßen einheitlichen Fabrikgeschmack

muttermilch schmeckt ebenfalls süß.

m;ephPisteos braiut


Ich wollt nur anmerken, dass ich es soooooo traurig finde, dass Gläschen und Fläschchen heutzutage erste Wahl sind...

na o ich jetzt rindfleisch , möhre und kartoffel ausm glas füttere oder das selbst koche ist wurscht.

und man möge auch bedenken wie anstrengend stillen ist...würde ich nicht machen wollen.-....

bRer[nixe-a74


weshalb sie auch keine Erdbeeren essen sollen.

unserer (14 Monate) hat gestern im Bio-Erdbeerland ca. 1/2 kg verdrückt. Es geht ihm ganz gut.

@ Dupont:

Zu deiner verlinkten Seite, das sind Hypothesen, es gibt keine evidenzbasierende Daten, nicht mal Einzellfallberichte.

@ mephistos braut:

Weißt du wie anstrengend Fläschenkochen ist? Hast du Kinder?

muttermilch schmeckt ebenfalls süß

...koste mal.

jxn


@S.T.Dupont

> Kleinkinder haben eine durchlässigere Darmwand, weshalb sie

> auch keine Erdbeeren essen sollen.

Wer hat dir denn das erzählt?

j"n


@mephistos braut

> unbekannt - aber das heisst nicht, dass die krankheiten damals

> nicht existent waren...

Tatsache ist, daß diese Krankheiten in allen 'zivilisierten' Ländern massiv zunehmen. Sie lassen sich erfahrungsgemäß durch eine naturbelassene Ernährung und den Verzicht auf Fertignahrungsmittel verhüten und auch heilen.

>>weil die Kinder an den süßen einheitlichen Fabrikgeschmack

> muttermilch schmeckt ebenfalls süß.

Es geht um den einheitichen Fabrikgeschmack. Fertignahrungsmittel schmecken immer gleich. Die Muttermilch dagegen spiegelt geschmacklich das wider, was die Mutter gegessen hat und verändert sich daher ständig.

b/eTrnie-"ak74


Die Amis leiden zu 60% an Allergein. Vielleicht schffen wir das auch noch?

jsn


@mephistos braut

> na o ich jetzt rindfleisch, möhre und kartoffel ausm glas füttere

> oder das selbst koche ist wurscht.

Das darf dir ja auch wurscht sein. Aus Qualitativer Sicht ist es ein Unterschied, ob man eine Mahlzeit frisch zubereitet oder eine Konserve verfüttert.

> und man möge auch bedenken wie anstrengend stillen ist...

> würde ich nicht machen wollen.-...

Auch das ist deine persönliche Entscheidung. Die du dann aber auf dem Rücken deiner Kinder austrägst...

Ich schließe aus deiner Aussage, daß du noch keine Erfahrungen im Stillen hast, sonst wüßtest du, daß das nicht anstrengend, sondern sogar sehr bequem und praktisch ist.

c<os)ima8x3


Hallo! *:)

muttermilch schmeckt ebenfalls süß.

Ja, tut sie. Aber sie schmeckt alles andere als einheitlich. Sie schmeckt immer ein bischen nach dem, was die Mama kurz vorher gegessen hat, weil sich die ätherischen Öle aus Obst, Gemüse, Gewürzen, Kräutern und co. im Fett der MuMi lösen. Daher essen die Babys in Indien oder anderen Ländern in dennen allgemein eher scharf gewürzt wird, meist problemlos das zerstampfte Essen der Eltern: Sie kennen Den Geschmack schon von Geburt an!

Flaschenmilch schmeckt immer gleich, jeden Tag.... *gähn* Und die Gläschen sind auch im wahrsten Sinne des Wortes "Einheitsbrei".

Ich hab noch keine Kinder, aber ich kann mir gut vorstellen meine wenns so weit ist mindestens 6 Monate, eher noch etwas länger voll zu stillen, je nachdem wie weit sie in ihrer Entwicklung sind, und dann nach und nach die Familienkost einzuführen (Babyportion vorm Würzen abgetrennt), also nie wirklich seperat für das Kind zu kochen. Wir essen eh schon jetzt kindertauglich. So erspart man sich glaub ich viel Arbeit und Stress. So gehörts, wie oben ja schon jemand sagte, in vielen Ländern zum Alltag.

und man möge auch bedenken wie anstrengend stillen ist... würde ich nicht machen wollen.-...

:-o %-| :-/

Wer so was sagt, sollte ernsthaft mal drüber nachdenken, ob er reif genug ist um Kinder zu bekommen...

Ich find es schrecklich das Industrie und Werbung die Mütter heutzutage soweit bekommen haben, dass sie denken, diese Pulvernmilch wäre eine echte Alternative zur Muttermilch. Das ist sie definitiv NICHT! So wussten die Wissenschaftler bis vor wenigen Jahren nicht, wie wichtig die Immunstoffe der Mumi sind, und bis heute ist die genaue Zusammensetzung immernoch nicht geklärt. Man findet in einer Flüssigkeit immer nur die Stoffe, die man sucht. Es kann also sein, das Stoffe oder Immunstrukturen in der MuMi sind, die wir noch nicht kennen oder dort nicht vermuten. Daher können wir MuMi auch nicht 1:1 nachbauen. Sie ist viel, viel zu komplex und ändert sich im Laufe der Stillzeit ständig. Wenn die Mutter z.B. krank ist, gehen Antikörper in die MuMi üder und das Kind wird so vor einer Ansteckung geschütz, bzw. helfen die mütterlichen Antikörper bei der Genesung des Kindes. Ich habe mal gelesen, dass Muttermilch (bzw. Säugetriermilch allgemein) primär entstanden ist um das Immunsystem des Nachwuchses aufzubauen (vgl. Kolostrum) Die nährende Eigenschaft soll erst sekündar entstanden sein, als die Säugetiere im Laufe der Evolution immer komplexer wurden und daher immer länger zum Erwachsenwerden brauchten.

Muttermilch ist ein Erfolgmodel der Natur. Wir alle saufen die MuMi einer anderen Art "weil sie ja so gesund ist" *würg*, aber enthalten unserem eigenen Nachwuchs unsere arteigen MuMi vor.... *tztztz*

Ich würde sie meinen Kindern nie vorenhalten. Sie haben es VERDIENT nur das Allerbeste zu bekommen, nämlich genau das, was die Natur für sie vorgesehen hat!

aber das heisst nicht, dass die krankheiten damals nicht existent waren...

In Entwicklungsländern, also dort, wo sich die Eltern nur Muttermilch und ihr eigenes Essen für ihren Nachwuchs leisten können, sind Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten tatsächlich kaum vorhanden. (sagt meine Professorin, eine Immunologin und Toxikologin).

Allergien und Unverträglichkeiten entstehen dann, wenn einem unreifen Organismus zu früh zuviel zugemutet wird und ihm der wichtigste Faktor zum Aufbau eines gesunden Immunsystems, namentlich die Muttermilch, vorbehalten oder nur zu kurz gegeben wird. Außerdem kann ein Immunsystem nur dann gut funktionieren, wenn genügend Vitamine, Aminosäuren, Enzyme, usw. zur Verfügung stehen. Also ist möglichst naturbelassene Nahrung, nach mind. 6 Monaten VOLLstillen nach und nach eingeführt die beste Wahl.

na o ich jetzt rindfleisch, möhre und kartoffel ausm glas füttere oder das selbst koche ist wurscht.

Glaubst du das ehrlich?!? :-o

Ersteres ist nichts weiter als eine sterile, mehrfach erhitze Konserve, hochverarbeitet. Beim Selbstkochen kannst du selbst entscheiden wie stark die Lebensmittel verarbeitest. Du kannst das Gemüse vitaminschonend Dämpfen, Reis, oder Getreide allgmein, nach der Vollwertmethode garen etc. Wer nur ein wenig Ahnung vom gesunden kochen hat, der bekommt Babynahrung hin, die den Gläschenkonserven meilenweit voraus ist! :-)

Wichtig sind gute Ausgangstoffe. Kochts du selbst, weißt du genau, was drin ist, kannst du sicher sein, dass das Gemüse frisch ist, das Öl nativ, das Fleisch von Tieren aus guter Haltung. Bei Gläschen musst du auf diesen Grinse-Opa (Klaus Hipp) aus dem Fernsehen vertrauen, der, und das musst du dir immer ins Bewusstsein rufen, kein selbstloser Weltverbesserer, sondern ein Großindustrieller mit finanziellen Interessen ist!

Liebe Grüße! @:)

jtn


@bernie

> Die Amis leiden zu 60% an Allergein. Vielleicht schffen wir

> das auch noch?

Seltsam, nicht wahr? Und das trotz der ganzen tollen hypoallergenen Fertignahrung...

Die Leute wissen gar nicht, wie sie damit über's Ohr gehauen werden.

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