» »

Erfahrungsberichte Vollwertkost

AKnonyxma1


jn

Ganz davon abgesehen, dass ich gerade bezüglich der "Heilung" von Allergien durch Vollwert eine andere Erfahrung habe (zumindest bei wirklichen Allergien, bei irgendwelchen "Unverträglichkeiten" ist das vielleicht was anderes): Wie erklärst Du Dir, dass manche Menschen trotz relativ gesunder Ernährung Allergiker sind, andere selbst bei völlig ungesunder Ernährung nicht?

Und dieses von Dir oft vorgebrachte Argument, dass es bereits an der Ernährung der Vorfahren liegt, überzeugt mich da auch nicht. Denn bis vor ca. einer Generation war das Nahrungsangebot überhaupt nicht so vielfältig. In der Kriegszeit und direkten Nachkriegszeit (Generation meiner Eltern) und auch davor haben die Menschen das gegessen, was es gab. Vegetarier oder Vollwertköstler gab es da wohl nur in äußerst geringen Zahlen. D.h. die Ernährung der Menschen vor 3 oder 4 Generationen war wohl nicht von Person zu Person so unterschiedlich, dass sich damit begründen ließe, dass meinetwegen ich eine Allergie habe, weil meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern sich nicht vollwertig ernährt hat. Und meine Familie mütterlicherseits kommt sogar aus einer ländlichen Region (hat sich z.T. aus eigener Produktion ernährt) - und trotzdem sind auch dort zahlreiche Allergiker.

Genausowenig überzeugen mich die Thesen, dass die Ernährung auch an "Auto-Immunerkrankungen" (von entzündlichen Darmerkrankungen bis Rheuma) die Ursache sein soll. Auch hier stellt sich die Frage: Warum bekommen nur einige wenige Menschen diese Krankheiten, und nicht alle, die sich nicht vollwertig ernähren? Wobei ich nicht ausschließe, dass da dabei auch die Ernährung eine Rolle spielt. Aber ohne irgendeine Veranlagung oder sonstige "äußere Faktoren" (genetische Veränderungen, Viren oder sonstige Erreger, Schadstoffe....) kannst Du das meiner Meinung nach nicht erklären.

Oder auch das schon an anderer Stelle angeführte Argument: Unsere "Vorfahren" haben sich definitiv nicht "vollwertig" im Sinne von Bruker ernährt. Es gab zwar keine "industriell verarbeiteten" Nahrungsmittel (vor allem keine x chemischen Zusätze....), aber Frischkornbrei haben sie sicher auch nicht gegessen. Genausowenig wie das ganze Jahr reichlich Frischkost. Denn Obst und Gemüse gab es in unseren Breiten früher nicht den ganzen Winter (und wenn, dann nur in irgendwie eingemachter Form). Und Nüsse, Saaten, kaltgepresstes Olivenöl waren sicher auch nicht die Alltagsernährung.....

Und das (und noch andere Punkte, muss nur langsam arbeiten anfangen....) sind einfach Punkte, die mich an der Vollwerternährung und der dahinter stehenden "Theorie / Philosophie" (vor allem in puncto "ernährungsbedingte Krankheiten" bzw. deren Verhinderung durch Vollwert) nicht überzeugen.

Was nichts daran ändert, dass ich Vollwert als eine gesunde Ernährung betrachte, die sich sicherlich positiv auf die Gesundheit auswirkt, und mich auch weitgehend daran halte.

j{n


@Anonyma1

> Wie erklärst Du Dir, dass manche Menschen trotz relativ

> gesunder Ernährung Allergiker sind, andere selbst bei völlig

> ungesunder Ernährung nicht?

Aufgrund der unterschiedlichen ererbten Konstitution hat jeder die schwächste Stelle seines Organismus an anderer Stelle. Die Fehlernährung der vorangehenden Generationen und die eigene wirken sich daher bei jedem unterschiedlich aus. Zudem haben diese Krankheiten Entstehungzeiten von mehreren Jahrzehnten - jeweils abhängig von Konstitution und eigener Ernährung. Das führt dazu, daß jeder 'seine' Krankheiten entwickelt. Derjenige, der sich heute ungesund ernährt und keine Allergie hat, kann entweder einer der wenigen sein, die das Glück haben, eine hervorragende Konstitution mitbekommen zu haban - oder er kann einer sein, bei dem sich die Allergie nur noch nicht in Symptomen zeigt - oder er kann einer sein, der nie eine Allergie bekommen wird, weil seine konstitutionellen Schwächen bspw. eher im Kohlenhydratstoffwechsel liegen und er gerade eine Arteriosklerose entwickelt, die sich ja dummerweise erst dann zeigt, wenn es zu spät ist.

> Und dieses von Dir oft vorgebrachte Argument, dass es bereits an

> der Ernährung der Vorfahren liegt, überzeugt mich da auch nicht.

Das wurde schon vor Jahrzehnten von Bernasek nachgewiesen und weltweit von Weston Price beobachtet und dokumentiert (Buchtipp: "Gefährdete Menschheit", Albert v. Haller)

> Denn bis vor ca. einer Generation war das Nahrungsangebot

> überhaupt nicht so vielfältig.

Es geht auch gar nicht um ein vielfältiges Nahrungsangebot. Tatsächlich haben viele Naturvölker sogar ein sehr begrenztes Nahrunsgangebot, sind aber dennoch frei von unseren Zivilisationskrankheiten. Der Unterschied liegt darin, daß sie die wenige Nahrung traditionell sehr naturbelassen verzehren, während wir das vielfältige Nahrungsangebot erstmal fabrikatorisch stark verarbeiten, präparieren und konservieren. Dabei werden die meisten Vitalstoffe zerstört und das ist Ursache der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten - nicht das knappe Nahrungsangebot.

> In der Kriegszeit und direkten Nachkriegszeit (Generation

> meiner Eltern) und auch davor haben die Menschen das

> gegessen, was es gab. Vegetarier oder Vollwertköstler gab es

> da wohl nur in äußerst geringen Zahlen.

Die gab es da zwangsweise, denn Fleisch war sehr selten und teuer. Aber Vegetarismus ist nicht der Kern des Problems.

> Und meine Familie mütterlicherseits kommt sogar aus einer

> ländlichen Region (hat sich z.T. aus eigener Produktion

> ernährt) - und trotzdem sind auch dort zahlreiche Allergiker.

Das mag schon sein. Hauptursache der Allergien ist der Verzehr von artfremdem tierischen Eiweiß. Du kannst ja mal die Ernährung deiner Familie näher untersuchen. Du wirst sicher ebenso tierisches Eiweiß finden wie Fabrikzucker, Auszugsmehle und Fabrikfette.

> Genausowenig überzeugen mich die Thesen, dass die

> Ernährung auch an "Auto-Immunerkrankungen" (von

> entzündlichen Darmerkrankungen bis Rheuma) die Ursache

> sein soll.

Nunja, das ist langjährige ärztliche Erfahrung. Und ich kenne bspw. etliche Menschen, die heute keine rheumatischen Erkrankungen mehr haben und keine Medikamente mehr benötigen, nachdem sie ihre Ernährung entsprechend umgestellt haben. Und das, obwohl rheumatische Erkrankungen in der Schulmedizin als unheilbar mit unbekannter Ursache gelten...

> Unsere "Vorfahren" haben sich definitiv nicht "vollwertig" im

> Sinne von Bruker ernährt. Es gab zwar keine "industriell

> verarbeiteten" Nahrungsmittel (vor allem keine x chemischen

> Zusätze... ), aber Frischkornbrei haben sie sicher auch nicht

> gegessen.

Bis vor etwa 120 Jahren gab es die Hauptursachen der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten praktisch nicht: Den Fabrikzucker und das Auszugsmehl. Danach begann die Ernährung nach und nach schlechter zu werden, je mehr sich Konserven und Präparate durchsetzten. Diese Krankheiten entwickeln sich wie gesagt sehr langsam. Wenn du es historisch betrachtest, wirst du auch feststellen, daß diese Krankheiten früher nur sehr spät im Alter auftraten. Mit jeder Generation traten sie dann früher auf und mittlerweile sind bereits die Kinder betroffen. Dafür treten im Alter immer mehr Krankheiten gleichzeitig auf - einfach, weil immer mehr Stoffwechselbereiche betroffen sind.

> Und das (und noch andere Punkte, muss nur langsam arbeiten

> anfangen... ) sind einfach Punkte, die mich an der

> Vollwerternährung und der dahinter stehenden "Theorie /

> Philosophie" (vor allem in puncto "ernährungsbedingte

> Krankheiten" bzw. deren Verhinderung durch Vollwert) nicht

> überzeugen.

Das ist ja ok so, ich finde es gut, daß du nicht alles gleich glaubst, sondern kritisch hinterfragst. :-) Hast du mal Brukers "Unsere Nahrung, unser Schicksal" gelesen?

Aononxyma1


Aufgrund der unterschiedlichen ererbten Konstitution hat jeder die schwächste Stelle seines Organismus an anderer Stelle. Die Fehlernährung der vorangehenden Generationen und die eigene wirken sich daher bei jedem unterschiedlich aus. Zudem haben diese Krankheiten Entstehungzeiten von mehreren Jahrzehnten - jeweils abhängig von Konstitution und eigener Ernährung. Das führt dazu, daß jeder 'seine' Krankheiten entwickelt.

Aber gerade das zeigt doch, dass eben auch die "Veranlagung" oder in Deinen Worten "Konstitution" eine Rolle spielt.

Und daran kann auch meine gesunde Ernährung nichts ändern. Denn wenn die Menschen von ihren Genen oder ihrer Veranlagung oder Konstitution oder wie Du es bezeichnen willst her "einheitlich" wären, dürfte es solche unterschiedlichen Auswirkungen nicht geben. Und wie schon geschrieben, unsere Vorfahren in Europa vor 100 Jahren haben sich nicht so unterschiedlich ernährt (weil es damals überhaupt kein derart unterschiedliches Angebot gab, wie heute), dass sich alleine daraus eine derart unterschiedliche Konstitution der heutigen europäischen Bevölkerung begründen ließe.

Der Unterschied liegt darin, daß sie die wenige Nahrung traditionell sehr naturbelassen verzehren, während wir das vielfältige Nahrungsangebot erstmal fabrikatorisch stark verarbeiten, präparieren und konservieren. Dabei werden die meisten Vitalstoffe zerstört und das ist Ursache der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten - nicht das knappe Nahrungsangebot

Dem stimme ich völlig zu. Nur ändert das nichts daran, dass genau die Dinge, die von der heutigen Vollwertkost als am wichtigsten betrachtet werden (FKB, frisches Obst und Gemüse, Saaten, Nüsse, hochwertige Öle) auch nicht den Haupt-Speiseplan bildeten. Na ja, und genauso zweifele ich daran, dass das Mehl direkt vor jedem Backen gemahlen wurde (wenn auch sicherlich nicht Monate im Voraus....).

Auch ich lege daher ja Wert auf eine möglichst naturbelassene Ernährung (Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, natürliche Öle...).

Das mag schon sein. Hauptursache der Allergien ist der Verzehr von artfremdem tierischen Eiweiß. Du kannst ja mal die Ernährung deiner Familie näher untersuchen.

Ich esse seit fast 15 Jahren so gut wie kein tierisches Eiweiß (u.a. weil ich gerade auf Kasein und somit alle Milchprodukte allergisch bin und Fleisch nicht wirklich mag) und auch kaum Soja (als ich mich streng vollwertig ernährte überhaupt keins)....

Ganz davon abgesehen scheinen doch gerade bei Allergien zahlreiche Faktoren eine Rolle zu spielen, von Luftverschmutzung, chemischen Substanzen bis hin zu "übertriebener Hygiene"....

Ich denke, da macht man es sich zu leicht, die Ursachen ausschließlich in der Ernährung zu suchen (auch wenn ich einen Einfluss der Ernährung auf das Immunsystem und somit auch auf Allergien nicht grundsätzlich anzweifele).

b1ernie1-a7x4


ALLE Ursachen der Ernährung zuzuspielen ist sicherlich falsch.

Die 80% die JN genannt hat, sind aber von der Größenordnung her sicherlich richtig. Vielleicht ist es in Wirklichkeit ein bischen weniger, vielleicht ein bischen mehr. So genau werden wir es nie wissen.

Beispielhaft zu "meiner" Geschichte:

Bei mir waren sicherlich 2 Dinge schuld an meinen Beschwerden:

1. Antibiotika

2. Ernährung

Im Nachhinein kann ich nicht genau sagen, was davon mehr ursächlichen Anteil an meinen Beschwerden hatte.

Jedenfalls bin ich mit der Ernährungsumstellung, meine Probleme dauerhaft losgeworden.

Meine Beschwerden waren:

seborrhoisches Ekzem

chron. Durchfälle

Müdigkeit/Abgeschlagenheit/depr. Verstimmungen

unverträglichkeit v. Alkohol

regelrechte "Sucht" nach Süßem

Gelekschmerzen

Vergesslichkeit

Herzrythmusstörungen

Es sind Beschwerden di man in der Aternativmedizin einer gestörten Darmflora (Darmpilze) zuordnet.

Vollkommen langfristig kann sich die Darmflora nur durch gesunde Ernährung wieder einpendeln.

Ich bin das lebendige Beispiel, dass dies funktioniert hat.

j-n


@Anonyma1

> Aber gerade das zeigt doch, dass eben auch die "Veranlagung"

> oder in Deinen Worten "Konstitution" eine Rolle spielt.

Natürlich. Aber nicht im Sinne einer ererbten Krankheit, die dann zwangsläufig unheilbar wäre, sondern eben nur im Sinne einer ererbten Konstitution, einer Vorbelastung. Die prägt zwar die Schwächen des Stoffwechsels, bedeutet aber nicht, daß man sich schicksalsergeben der Krankheit beugen muß.

> Und daran kann auch meine gesunde Ernährung nichts ändern.

Doch, das kann sie. Pottenger hat das damals in Fütterungsversuchen an Katzen gezeigt und Price hat das ebenfalls immer wieder weltweit beobachtet. Sobald die Menschen wieder zu ihrer traditionellen Ernährung zurückkehren, verschwinden auch die Krankheiten. Du solltest "Gefährdete Menschheit" wirklich mal lesen...

> Und wie schon geschrieben, unsere Vorfahren in Europa vor

> 100 Jahren haben sich nicht so unterschiedlich ernährt (weil

> es damals überhaupt kein derart unterschiedliches Angebot gab

> , wie heute), dass sich alleine daraus eine derart

> unterschiedliche Konstitution der heutigen europäischen

> Bevölkerung begründen ließe.

Oh doch. Die Verbreitung von raffinierten Kohlenhydraten und Fabriknahrung erfolgt ja nicht gleichzeitig und überall, sondern zunächst in den wohlhabenden Schichten, dann in den Städten und erst sehr spät auf dem Land. Der Zahnarzt Alfred Roos hat das bspw. im Gomser Tal sehr gut beobachtet und dokumentiert.

> Dem stimme ich völlig zu. Nur ändert das nichts daran, dass

> genau die Dinge, die von der heutigen Vollwertkost als am

> wichtigsten betrachtet werden (FKB, frisches Obst und Gemüse,

> Saaten, Nüsse, hochwertige Öle) auch nicht den Haupt-

> Speiseplan bildeten.

Es gab bis vor rund 120 Jahren nichts anderes. Es gab weder Fabrikzucker noch Auszugsmehle noch Fabrikfette noch Konserven oder Präparate. Die Menschen ernährten sich traditionell von dem, was der Acker hervorbrachte und sie sammeln konnten.

> Na ja, und genauso zweifele ich daran, dass das Mehl direkt

> vor jedem Backen gemahlen wurde (wenn auch sicherlich nicht

> Monate im Voraus... ).

Bis vor rund 120 Jahren war es technisch gar nicht möglich, ein Auszugsmehl herzustellen. Natürlich konnte man Getreide auf Vorrat mahlen, aber das machte niemand, weil es sehr schnell ranzig wurde. Du darfst nicht davon ausgehen, daß damals so gebacken wurde wie heute - nach Lust und Laune. Damals wurden in größeren Zeitabständen Backtage eingelegt, an denen das Brot für den gesamten Monat (oder sogar mehrere Monate) gebacken wurde. Das Mehl wurde dabei von der nächsten Mühle bezogen, die damals noch weit verbreitet waren. Viele Dörfer hatten ja eigene Mühlen.

> Ich esse seit fast 15 Jahren so gut wie kein tierisches Eiweiß

> (u.a. weil ich gerade auf Kasein und somit alle Milchprodukte

> allergisch bin und Fleisch nicht wirklich mag) und auch kaum

> Soja (als ich mich streng vollwertig ernährte überhaupt keins)...

Das kann ich nicht beurteilen, weil ich deine Ernährung ja nicht kennt, aber 'so gut wie keins' kann je nach Situation schon zuviel sein. In sehr hartnäckigen Fällen ist oft auch eine Umstimmungsbehandlung nötig, bspw. eine Fastenkur, nach der dann auf eine möglichst konsequent naturbelassene Ernährung übergegangen wird. Aber das sind Dinge, die du mit einem Arzt besprechen solltest, der sich damit auskennt.

> Ganz davon abgesehen scheinen doch gerade bei Allergien

> zahlreiche Faktoren eine Rolle zu spielen, von

> Luftverschmutzung, chemischen Substanzen bis hin

> zu "übertriebener Hygiene"...

Wie du richtig sagst, sie "scheinen" einen Rolle zu spielen. Tatsächlich wirkt sich natürlich alles aus, was in irgendeiner Form das Immunsystem und den Eiweißstoffwechsel betrifft. Diese Faktoren sind aber nicht ursächlich, sie verstärken oder lindern lediglich die Symptomatik.

> Ich denke, da macht man es sich zu leicht, die Ursachen

> ausschließlich in der Ernährung zu suchen

Ich möchte gar nicht ausschließen, daß man sein Immunsystem auch durch andere Maßnahmen in einen Zustand versetzen kann, in dem sich allergische Reaktionen zeigen - Impfungen fallen mir da bspw. spontan ein. Die ärztliche Praxis zeigt aber, daß das - wenn überhaupt - sehr seltene Ausnahmen sein müssen.

wx85


Juhu, hab einen Bio-Bäcker gefunden der täglich sein Mehl frisch mahlt und kein Zucker im Teig verwendet :-)

Jetzt muß ich nur noch Vorzugsmilch und Käse aus Rohmilch finden :-)

Heute mein erster Tag ohne Zucker!!!

wO85


Ich fühl mich hier irgendwie überlesen :-(

Hab noch eine Frage, was ist Ferment? Ist das in der VWK okay?

Und was zählt alles zu weißmehlprodukten? Nur Weizen?

bjeHrnieC-a7x4


Hab noch eine Frage, was ist Ferment? Ist das in der VWK okay?

Ja ist, (warte aber noch was JN dazu sagt). Versuche auch Brot dem NUR reiner Natursauerteig zugesetzt ist. (Keine Hefe zugesetzt)

Und was zählt alles zu weißmehlprodukten? Nur Weizen?

WEISSmehl. Das Wort ist unglücklich gewählt. Auszugsmehl wäre der bessere Ausdruck. Die Farbe eines Mehles sagt nichts über die Wertigkeit des Mehles aus. Roggenmehl ist immer dunkel, Weizen und auch Dinkel ist immer eher hell.

Es muss ich um Vollkornmehl handeln, dann ist immer alles o.K. Ich bevorzuge den Dinkel, bekommt mir am besten, schmeckt am besten und ist vielleicht auch gesünder. Weizen wird erst die letzen 100 Jahre verwendet, Dinkel seit Beginn des Ackerbaues.

mZuckGelbixene


> Dem stimme ich völlig zu. Nur ändert das nichts daran, dass

> genau die Dinge, die von der heutigen Vollwertkost als am

> wichtigsten betrachtet werden (FKB, frisches Obst und Gemüse,

> Saaten, Nüsse, hochwertige Öle) auch nicht den Haupt-

> Speiseplan bildeten.

Es gab bis vor rund 120 Jahren nichts anderes. Es gab weder Fabrikzucker noch Auszugsmehle noch Fabrikfette noch Konserven oder Präparate. Die Menschen ernährten sich traditionell von dem, was der Acker hervorbrachte und sie sammeln konnten.

Im europäischen Raum, dürfte frisches Obst und Gemüse zu bestimmten Jahreszeiten sehr rar gewesen sein... Fleisch, Milch und Käse und Getreide gehörten da wohl noch zu den Lebensmitteln, die am konstantesten zu haben waren. Ansonsten wurde sicherlich auf alle verfügbaren Methoden der Haltbarmachung zurückgegriffen, die es gab. Zudem würde ich behaupten, dass ein Großteil der Nahrung gekocht oder anderweitig erhitzt wurde vor dem Verzehr. Ich würde sogar vermuten, dass Getreide so gut wie nie in roher Form (also FKB-like) gegessen wurde. Eher schon als Getreidebrei mit Milch oder Wasser gekocht (Hafergrütze)...

mb

jxn


@w85

> Juhu, hab einen Bio-Bäcker gefunden der täglich sein Mehl

> frisch mahlt und kein Zucker im Teig verwendet

Super! :-)

> Jetzt muß ich nur noch Vorzugsmilch und Käse aus

> Rohmilch finden

Käse aus Rohmilch gibt es in vielen Bioläden und teilweise auch in normalen Läden. Bestimmte Käsesorten, bspw. Emmentaler, müsssen sogar generell aus Rohmilch hergestellt sein. Rohmilch selbst bekommt man nur auf dem Bauernhof, Vorzugsmilch kann der Bioladen auch oft bestellen, selbst wenn er nicht im normalen Sortiment ist.

> Heute mein erster Tag ohne Zucker!!!

Gratuliere! :-)

> Hab noch eine Frage, was ist Ferment? Ist das in der VWK okay?

Ja, absolut. Das ist ein Triebmittel wie Sauerteig oder Hefe, das aber auf Basis von Honig und Hülsenfrüchten hergestellt wird. Damit kann man auch Hirse oder Gerste in ein brauchbares Brot verwandeln, was mit Sauerteig und Hefe nicht geht. Schau mal hier, da steht noch etwas dazu: [[http://de.wikipedia.org/wiki/Backferment]]

> Und was zählt alles zu weißmehlprodukten? Nur Weizen?

Wie Bernie schon erklärt hat, ist der Begriff eigentlich mißverständlich. Man bezeichnet als Weißmehl eigentlich die hellen, mit Graumehl die dunklen Mehlsorten. Beides können aber sowohl Vollkorn- als auch Auszugsmehle sein. Wichtig ist, ob es sich um ein Auszugsmehl handelt oder um ein echtes Vollkornmehl und da gibt es eine einfach Regel: Alles, was frisch gemahlen und vollständig verwendet wird, ist ein echtes Vollkornmehl. Alles andere ist im Grunde ein Auszugsmehl oder damit vergleichbar.

L_ittkl0eAngel&-86


Die 80% die JN genannt hat, sind aber von der Größenordnung her sicherlich richtig. Vielleicht ist es in Wirklichkeit ein bischen weniger, vielleicht ein bischen mehr. So genau werden wir es nie wissen.

Mit Sicherheit nicht...80% der allgemeinen Krankheiten im Volk vielleicht (Diab. Typ 2, ÜG, etc) aber nicht 80% aller überhaupt irgendwie bekannten Krankheiten...davon sind nämlich die meisten genetisch, bakteriell oder viral bedingt.

wa8x5


Wichtig ist, ob es sich um ein Auszugsmehl handelt oder um ein echtes Vollkornmehl und da gibt es eine einfach Regel: Alles, was frisch gemahlen und vollständig verwendet wird, ist ein echtes Vollkornmehl. Alles andere ist im Grunde ein Auszugsmehl oder damit vergleichbar.

Also kann Weizen z.B. auch Vollkorn sein, wenn das ganze Korn frisch gemahlen wurde? Hab ich das richtig verstanden? ;-)

Wenn das so wäre, muß man also nicht auf "Weißmehl" verzichten?!

Weiß jemand welches Getreide glutenfrei ist??!

b~er*nie-Aa7x4


Also kann Weizen z.B. auch Vollkorn sein, wenn das ganze Korn frisch gemahlen wurde? Hab ich das richtig verstanden?

Genau.

Weiß jemand welches Getreide glutenfrei ist??!

Buchweizen. Warum möchtest du dich glutenfrei ernähren?

@little angel

80% der allgemeinen Krankheiten im Volk vielleicht (Diab. Typ 2, ÜG, etc) aber nicht 80% aller überhaupt irgendwie bekannten Krankheiten...

Da hast du natürlich recht.

D?ieM\ela\nie


w85, jedes Getreidemehl ist vollwertig, wenn du es frisch mahlst ;-) Weissmehl heisst ja nur, dass der KEim und die Randschichten entfernt wurden. Amaranth, Hirse und Quinoa sind auch glutenfrei, Mais glaube ich auch.

*:)

jxn


> Mit Sicherheit nicht... 80% der allgemeinen Krankheiten im

> Volk vielleicht (Diab. Typ 2, ÜG, etc)

Rund 80% der heute üblichen Krankheiten sind ernährungsbedingt. Die Liste der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten kennst du?

> davon sind nämlich die meisten genetisch, bakteriell oder

> viral bedingt.

Tatsächlich genetisch bedingte Krankheiten, wie bspw. das Down-Syndrom sind weit seltener als die typischen Krankheiten.

Bei Infektionskrankheiten liegen die tatsächlichen Ursachen nicht in der Existenz der Viren oder Bakterien (die sind immer da), sondern darin, daß diese Erreger ein passendes Milieu vorfinden. Die Ursachen liegen also tatsächlich in der Milieuveränderung bzw. in dem, was diese Milieuveränderung verursacht. Womit wir wieder bei Ernährung, Schadstoffen, Lebensumständen wären... ;-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH