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"Iss deinen Teller leer! "

_>Sinix_


Hallo *:)

Ich musste damals auch immer den Teller leer essen.

Wenn wir damals schon vorher satt waren, sagte man uns "Wenn man nicht aufisst, regnet es morgen". Oder so Ähnlich.

Und die Teller waren schon großzügig voll gepackt, der zweite zwar nicht so voll, aber die gleiche Regel "Aufessen".

Heute merke ich davon immer noch was, denn ich könnte manchmal echt viel Essen. Muss mich dann zwingen weniger zu Essen. :°(

Ich und mein Mann würden das unseren Kindern später auch nicht antun.

VLG Sini

R@onyrasBuebelexin


Ich musste früher auch immer alles aufessen.

Wir waren mal auf einer Feier, da war ich ca. 7 Jahre alt, den Teller musste man ja schön aufessen, man ist ja gut erzogen... . Das Ende vom Lied war, dass mir total elend war und ich mich übergeben musste. Was hat das mit guter Erziehung zu tun? Ich esse leider heute immer noch über den hunger, ich denke man ist das von klein auf gewöhnt, nicht auf das Sättigungsgefühl zu hören! Leider!

Mein Kind muss sein Teller nicht aufessen. Wenn er satt ist, warum sollte ich ihm das Essen rein schaufeln bis es ihm aus den Ohren rauskommt?

tbutti_sfruttxi


Und die Teller waren schon großzügig voll gepackt, der zweite zwar nicht so voll, aber die gleiche Regel "Aufessen".

Warum hat man sich denn dann noch einen zweiten Teller geben lassen?

Aufessen musste ich als Kind nicht und ich hab eigentlich auch immer nur einen Teller gegessen (der nicht übermäßig befüllt war) und nicht nachgeholt - die Angewohnheit hab ich heute noch, dass ich mir einen Teller hole und danach eigentlich nicht noch einen.

H;el1lkjxe


Ich wurde zwar als Kind nicht "gezwungen" meinen Teller leer zu essen, wurde aber auch stndig damit genervt, dass ich das gefälligst machen solle. Aber nachdem ich mich dann noch am Tisch übergeben musste, war zumindest damit Schluß. Danach kamen sie mir dann nüber die Psychoschiene: "Guck mal, es ist soviel übrig geblieben und das nur weil DU zuwenig gegessen hast!". Ist auch nicht wirklich besser, das den ganzen Tag zu hören :-/ Dieses ganze einreden von Shculdgefühlen hat im Endeffekt dazu geführt, dass ich sofort, wenn in der Schule einer (und sei es mehrere Meter entfernt) hingefallen ist, ich hingerannt bin und mich entschuldigt habe. Weil, ich war ja schließlich Schuld! :(v UNd was das Essen angeht haben sie bei mir das totale Gegenteil erreicht. Ich habe es gehasst mit meinen Eltern am Tisch zu sitzen und habe nur soviel gegessen, wie ich unbedingt musste, um nicht vor Hunger umzukommen, damit ich so schnell wie möglich wieder weg konnte. Auswirkungen auf mein momentanes Übergewicht hatte das ganze nicht, die Ursache dafür liegt im Medizinschrank, aber sie haben immerhin erreicht, dass ich sie absolut nicht mag... :=o

k(atharRina5-die-kgrLogsxse


Huhu,

ich musste früher auch aufessen und oft dann auch solange sitzen bleiben, bis ich aufgegessen hatte... Irgendwann hatte meine Mutter dann zwar doch ein Erbarmen, aber so manches mal saß ich da schon ne ganze Weile alleine rum...

Ich musste auch oft Sachen essen, die ich nicht essen wollte, z.B. Gulasch. Ich ekel mich massiv vor Fett und Knorpeln in Fleisch und bekomm da echt heut noch nen Brechreiz von... Aber ausspucken durft ichs dann meistens nicht, also hab ich einiges runtergeschluckt... Immerhin kann ich heutzutage Tabletten in allen Größen und Formen schlucken, das kommt bestimmt daher ;-)

Der Effekt des immer aufessen müssens ist ne Essstörung. Nix schlimmes, aber eine Störung ist es wohl trotzdem... Ich kann im Normalfall nicht aufessen und lasse immer was über. Und wenn es nur ne halbe Katoffel ist, aber ganz leer ist mein Teller nie. Zudem esse ich sehr langsam, aber wenn jemand da nen Spruch zu macht, hör ich sofort auf zu essen. Ich hab dann einfach keinen Hunger mehr, mir wird sogar schlecht.

Den Spruch mit den armen Kindern in Afrika, die hungern müssen, während ich mein essen wegwerfe, fand ich als Kind schon scheiße, die haben immerhin auch nix davon, wenn ich aufess...

G8rinsweKatexr


Wir mußten als Kinder in der Regel unseren Teller aufessen aber ich habe davon keinesfalls irgendwelche Spätfolgen "erlitten". Im Gegenteil. Man lernt dadurch den vernünftigen und verantwortungsvollen Umgang mit Essen: nimm dir nur soviel wie du auch wirklich essen kannst und willst. Ich könnte jedesmal echt kotzen wenn ich Kinder (und auch Erwachsene) sehe, die sich riesige Berge auf ihre Teller häufen und dann lustlos an einem Würstchen rumnagen um am Ende den dreiviertel Teller in den Müll zu werfen. Da bekomm ich echt so eine Wut... Die halbe Welt hat nicht genug zu essen, aber in den Entwicklungsländern werden statt Nahrung für die eigenen Leute Futtermittel für die Industrienationen hergestellt, weil wir den Hals nicht voll bekommen können und zusätzlich mit unserem Essen umgehen, als wäre es vollkommen wertlos....

Ich halte auch nichts von bescheuerter Prinzipienreiterei beim Aufessen. Aber ich finde es sehr wichtig, den Respekt vor dem Essen beigebracht zu bekommen. Und dazu gehört für mich absolut, sparsam damit umzugehen, sich also wirklich nur so viel zu nehmen, wie man auch wirklich essen will/kann. Und das lernt man meiner Meinung nach am besten wirklich dadurch, daß man beigebracht bekommt, eben seinen Teller leerzuessen. Klar sind solche Aktionen wie das Kind einzusperren, bis der Riesenteller mit 5 Schnitzeln leer ist bescheuert, aber da sind meistens die Eltern dran schuld, wenn sie nicht schon im Vorfeld drauf achten, wie viel sich ihre Kinder nehmen. Bei uns hieß es immer ziemlich schnell "halt, iss erstmal das, was du schon auf dem Teller hast und wenn du dann noch Hunger hast, nimm dir ein zweites Mal". Das funktioniert wunderbar, aber die Eltern müssen dabei eben mitdenken....leider oft nicht der Fall.

Genauso der Grundsatz "Gegessen wird was auf den Tisch kommt". Ich habe auch darunter "gelitten", aber ich finde ihn trotzdem -vernünftig angewandt- vollkommen positiv. Bei uns wars so, daß jeder von jeder Zutat wenigstens ein kleines bisschen nehmen mußte auch wenn er sie nicht mochte. Ich erinnere mich noch mit Grausen :-D an (zum Glück sehr seltene) Tage, als es bei uns gebratene Leber mit Kartoffelpüree gab (meine Eltern und ein Geschwister mochten die total gerne, ich find sie heute noch gruselig). Da war es so, daß zwar respektiert wurde, daß manche das nicht mochten, aber trotzdem jeder zumindest ein winziges Stückchen auf den Teller nehmen und mitessen mußte. Gebackene Leber ist vielleicht ein Extrembeispiel aber man kann sowas genauso auf Erbsen, Sellerie oder was weiß ich übertragen. Ein Löffelchen Erbsengemüse haben noch niemandem geschadet und wenn ich es trotzdem zumindest symbolisch mit allen am Tisch mitesse, erweise ich z.B. auch der Person, die das Essen zubereitet hat einen gewissen Respekt. Außerdem glaube ich, daß man dadurch ganz allgemein nicht so "etepetete" im Bezug auf Essen wird. Es gibt viel zu viele verwöhnte Leute a la "ach nein, das mag ich nicht, und dies auch nicht und ach nee, das da kann ich auch nicht essen..."

Im Leben ist eben nicht alles nur Schokopudding und es gibt mehr als genügend Situationen, in denen man auch mal eine Suppe auslöffeln muß, die einem nicht schmeckt....und beim Essen kann man schon mal im Kleinen üben, wie man mit solchen Situationen klarkommt...

APdFia\phHorxa


Das mit dem Teller leeressen kenne ich nur von meinen Großeltern. Meine Eltern haben nur darauf geachtet, das ich grundsätzlich alles probiere und vor allem nicht das Gemüse liegen lasse.

Es wurde auch immer akzeptiert wenn ich was nicht mochte.

Ich erinnere mich noch mit grausen daran, das ich als Kind mal Linsensuppe bei denen essen musste. Meine Ma hat meine Oma extra gebeten mir nur ganz wenig zu geben, weil ich Linsen überhaupt nicht mochte. Ein bisschen wäre gar kein Problem gewesen aber am Ende hatte ich einen riesigen Suppenteller randvoll. {:(

Die Masse wäre mir selbst heute bei meinem Lieblingsgericht zuviel. Naja ... ich hab halt soviel gegessen wie ich konnte und mochte und meinte dann das ich meinen Part erfüllt habe.

Denkste ...

Mein Opa fing an rumzubrüllen wie sonstwas und ich musste auf biegen und brechen leeressen. Mir war schlecht und ich durfte nicht aufstehen um auf die Toilette zu gehen. Mein Magen hat nämlich bereits angekündigt, das alles wieder rauskommen wird. Nichts half ich musste sitzen bleiben und essen.

Am Ende hat mein Magen gewonnen und aus dem schönen Familienessen wurde ein ziemliche Sauerei. :=o

Das war übrigens das letzte Mal das wir bei meinen Großeltern zum Essen waren. ;-D

Meine Eltern wollten mir dies nie wieder zutrauen.

Heute lasse ich immer einen kleinen Rest übrig ... ist irgendwie eine Macke von mir. Trotzdem achte ich darauf, das ich mir immer nur soviel nehme, wie ich auch aufesse. Wenn ich irgendwo zu Gast bin esse ich grundsätzlich von allem ein bisschen ... egal ob ich es mag oder nicht. Finde ich einfach den Gastgebern höflich gegenüber.

tduttei_fSrutti


Man lernt dadurch den vernünftigen und verantwortungsvollen Umgang mit Essen: nimm dir nur soviel wie du auch wirklich essen kannst und willst.

Und das lernt man meiner Meinung nach am besten wirklich dadurch, daß man beigebracht bekommt, eben seinen Teller leerzuessen.

Das funktioniert aber nur, wenn die Kinder sich auch wirklich selbst nehmen dürfen und nicht schon den vollen Teller vorgesetzt bekommen und auch die Eltern ihren Teller leer essen und es nicht vor den Augen der Kinder in den Müll kippen...

Bei uns wars so, daß jeder von jeder Zutat wenigstens ein kleines bisschen nehmen mußte auch wenn er sie nicht mochte.

"ach nein, das mag ich nicht, und dies auch nicht und ach nee, das da kann ich auch nicht essen..."

Ich bin froh, dass es bei uns nicht so war, dass man von allem etwas nehmen musste. Ich kann zB keine Tomaten essen und das wurde respektiert, ebenso wie respektiert wurde, dass meine Schwester anderes Gemüse nicht mag.

Ich kann auch heute noch keine rohe Tomate essen - ich würde mich wohl übergeben, einfach weil der Ekel davor (hat Gründe) zu groß ist. Ich bin schon froh, dass ich mit den Jahren wieder soweit gekommen bin, dass ich Tomatensauce und Tomatensuppe essen kann, ohne es "runterwürgen" zu müssen. ;-)

tQuvttiE_frluxtti


Heute lasse ich immer einen kleinen Rest übrig ... ist irgendwie eine Macke von mir. Trotzdem achte ich darauf, das ich mir immer nur soviel nehme, wie ich auch aufesse. Wenn ich irgendwo zu Gast bin esse ich grundsätzlich von allem ein bisschen ... egal ob ich es mag oder nicht. Finde ich einfach den Gastgebern höflich gegenüber.

Ich lasse immer in einem Glas einen kleinen Schluck übrig - ist auch so ne Macke. ;-D

Es ist natürlich den Gastgebern gegenüber höflich von allem ein bisschen zu nehmen, aber wenn man bei guten Bekannten essen ist, sehe ich da kein Problem darin, es höflich abzulehnen anstatt widerwillig im Essen rumzustochern.

Am Ende hat mein Magen gewonnen und aus dem schönen Familienessen wurde ein ziemliche Sauerei.

Eigentlich sind solche Reaktionen (auch, wenns ziemlich unangenehm ist) genau das richtige, um den Leuten klar zu machen, dass man andere (insbesondere Kinder) nicht zwingen sollte aufzuessen oder sie nicht aufs Klo gehen lassen... %-|

GerinseKDate4r


Das funktioniert aber nur, wenn die Kinder sich auch wirklich selbst nehmen dürfen und nicht schon den vollen Teller vorgesetzt bekommen und auch die Eltern ihren Teller leer essen und es nicht vor den Augen der Kinder in den Müll kippen...

Natürlich, da stimme ich dir absolut zu.

Ich kann auch heute noch keine rohe Tomate essen - ich würde mich wohl übergeben, einfach weil der Ekel davor (hat Gründe) zu groß ist.

Wenn jemand etwas hat, was er wirklich beim allerbesten Willen nicht runterkriegt, dann finde ich auch in Ordnung, wenn er das nicht isst/ablehnt. Ich meinte eher diese "Prinzessin-auf-der-Erbse-Mentalität", daß man alles, was vielleicht nicht 150%ig dem eigenen Geschmack entspricht liegen lässt...

tMutti!_fruttxi


Ich meinte eher diese "Prinzessin-auf-der-Erbse-Mentalität", daß man alles, was vielleicht nicht 150%ig dem eigenen Geschmack entspricht liegen lässt...

"Alles was nicht von Mama gekocht wurde, wird nicht gegessen"? ;-D Davon kenn' ich einige...

GTrinsBeKxater


Na viele machen ja sogar bei von Mama Gekochtem Theater... ;-)

W,eiaden8fee


"Alles was nicht von Mama gekocht wurde, wird nicht gegessen"?

Ich war da als Kind ja ganz anders :=o

Ich war auswärts immer ein richtig guter Esser - und daheim hab ich rumgemäkelt ;-D |-o

sHymbo<licxas


Hm, mir wurde das leider auch so suggeriert, den Teller leer zu essen, sonst würde die Sonne ja nicht scheinen oder man wird doof angeguckt, weil man vorher so einen Hunger hatte, Mutti viel gekocht hat, und dann so viel übrig lässt.

Durch so eine "Erziehung" überfrisst man sich irgendwann nur, weil "es leer gemacht werden muss". Man hat einfach kein Gefühl für Mengen.

Ich bin auch sehr mäkelig und bei vielen Sachen kam irgendwann nur noch "ich koch nicht mehr für dich". Schön wärs gewesen. ;-)

Ich halte es für besser und richtig, wenn man dann aufhört, wenn man satt ist. Zwar setzt das Gefühl erst etwas später ein, aber man merkt ja selbst, ob man noch extremen Hunger hat oder ob die Menge ausreichend war.

Wenn ich aber für mich alleine koche, dann nur ausreichende Portionen und dann mach ich wirklich Schluss, wenn es reicht.

Leider ist es bei mir aber manchmal immernoch die Gier (wenn ich z. B. woanders esse), alles aufzuessen, weil es z. B. sooo gut schmeckt und es, um das auszudrücken, "leer gemacht werden muss".

Schrecklich.

Ich hoffe, dass ich, wenn ich mal Kinder haben sollte, bei ihnen das so gut es geht "besser machen" kann.

N,ac*h t-haxse


ich musste immer aufessen, wenn ich mir selber genommen hatte. das finde ich auch richtig, denn man sollte ein gefühl für die menge bekommen, die man schafft...

ansonsten war es schon gern gesehen, wenn der teller leer wurde... ich durfte zum beispiel auch nicht nur die würstchen aus der kartoffelsuppe fischen und den rest übrig lassen ;-)

insgesamt haben meine eltern das ganz gut gemacht ;-)

was ich bei meinen kindern nicht tolerieren würde, wäre beim essen rumhampeln, mäkeln, keinen hunger haben und nach dem abräumen wieder angeschlichen kommen und dann was anderes oder süßigkeiten bekommen wollen... :(v

es kann immer mal sein, dass man keinen hunger hat, aber dann hat man den auch nicht 5 min später und glaubt daran einzugehen... %-|

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