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Problem nach Ernährungsumstellung

M?ich~a19 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

mit großem Interesse verfolgte ich viele der bisherigen Beiträge vor allem hinsichtlich Ernährung und bin positiv davon angetan, mit wie viel Toleranz dieses Thema hier im Forum überwiegend diskutiert wird.

Viel zu oft erlebe ich das Gegenteil, nämlich Scheuklappendenken wenn es darum geht, daß eine bestimmte Ernährungsweise (z.B. vegan, vegetarisch, Vollwertkost, Rohkost etc.) mit missionarischem Eifer an den Mann gebracht werden soll.

Aber das nur am Rande.

Mein Hintergrund ist der, daß ich nach vielen Jahren gesundheitlicher Unannehmlichkeiten (z.B. Gastritis, Refluxerkrankung, Migräne, Benommenheit, rheumaähnliche Beschwerden, Schuppenflechte.........) meine Ernährung zu Jahresbeginn mit durchschlagendem gesundheitlichem Erfolg vollkommen umgekrempelt habe.

Heute sieht das ungefähr so aus: < 5% tierische Produkte (Schabefleisch, Räucherfisch, Butter, Rohmilchkäse...); ca. 10% selbst zubereitetes Vollkorngetreide bzw. Pseudogetreide (erhitzt: Dinkel, Kamut, Hafer, Amaranth, Quinoa, Reis; roh: Haferflocken); ca. 5% erhitzte Hirse; < 5% Kartoffeln; sehr viel Gemüse und Blattsalate, überwiegend roh; viel Obst, fast immer roh; diverse Keimlinge; selten erhitzte Hülsenfrüchte; Wildkräuter mal mehr mal weniger; moderat Nüsse und Trockenfrüchte hauptsächlich in Rohkostqualität; kalt gepreßte Pflanzenöle quer Beet. Alles so weit möglich in Bioqualität.

Wenn ich das Ergebnis dieser Zusammensetzung an meiner Verdauung bewerte, kann ich jedoch nicht zufrieden sein. Aus häufigen Verdauungsgeräuschen und Winden, sowie wenig geformten und überwiegend breiigem, gelegentlich auch fast flüssigem Stuhl 2x täglich, ergibt sich nach meinem Kenntnisstand unbedingt noch Änderungsbedarf. Die Einnahme von Flohsamen verbessert zwar diese Situation etwas, doch ist das sicher keine Dauerlösung. Zumal diese um Frühjahr schon einmal fast optimal war.

Wer kann mir da weiterhelfen? Müsste sich der Verdauungstrakt nach fast einem Jahr nicht angepaßt haben? Ist vielleicht eine Darmreinigung notwendig? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ein weiteres Anliegen ist es herauszufinden, wie "schädlich" erhitzte Nahrung denn nun wirklich ist. Diese Frage muß sicherlich auch differenziert beantwortet werden, wenn man u.a. z.B. Dünsten und Braten vergleicht und welches Nahrungsmittel erhitz wird, doch wäre mir Eure Meinung zu diesem Thema sehr viel wert. Eingefleischte Rohköstler wollen einem ja immer einreden, daß die Vorteile der Rohkost nicht nur im Wert der rohen Nahrung bestehen, sonder vor allem auch in der Vermeidung der schädigenden, krankmachenden Koch-/ "Schlechtkost".

Momentan fahre ich mit meinen ca. 80% Rohkost recht gut, mal abgesehen von den noch vorhandenen Verdauungsproblemen.

Welche Meinung habt Ihr dazu: Wie schädlich ist erhitzte Nahrung in langfristiger Sicht tatsächlich zu bewerten?

Für einige Anworten wäre ich sehr dankbar!

Mit besten Grüßen

Micha19

Antworten
g0reatfSenris


Nun, ich denk mir immer, dass es von Lebensmittel zu Lebensmittel unterschiedlich ist, ob Kochen eher negative oder positive Effekte ausübt. Eine relevante Auswirkung auf alle Lebensmittel ist mir aber nicht bekannt. Also eine dermassen starke Veränderung an Enzymen und Co.

Ob es beim Eiweiss nicht wirklich besser ist, dieses so wenig wie möglich erhitzt zu verzehren, wäre da ein anderes Thema.

Ich kann mir gut vorstellen, dass wir mitlerweile sehr gute Verdaubarkeit von "erwärmten" Lebensmitteln zu unseren Fähigkeiten zählen können. Solange es keine deutlichen Beweise dafür gibt, würde ich es nicht zu dogmatisch sehen. Was nicht heissen soll, dass eine starke Einbeziehung nicht-gekochter Nahrungsmittel nicht seine postiven Effekte auf die Gesundheit hat/haben kann.

WEasseHronkexl


Hallo Micha, was heißt das?

>ca. 10% selbst zubereitetes Vollkorngetreide bzw. Pseudogetreide (erhitzt: Dinkel, Kamut, Hafer, Amaranth, Quinoa, Reis; roh: Haferflocken);<

selbst zubereitet?, selbst gemahlen? für was erhitzt?

>Wenn ich das Ergebnis dieser Zusammensetzung an meiner Verdauung bewerte, kann ich jedoch nicht zufrieden sein. Aus häufigen Verdauungsgeräuschen und Winden, sowie wenig geformten und überwiegend breiigem, gelegentlich auch fast flüssigem Stuhl 2x täglich, ergibt sich nach meinem Kenntnisstand unbedingt noch Änderungsbedarf.<

Es ist auch mal normal wenn man fast flüssigen Stuhlgang hat wenn man sich mit Rohkost ernährt, gerade bei Obst kann es schnell mal auftreten ist unbedenklich.

Winde, Blähungen werden meist durch Fleisch verursacht.

Ein gibt gute Bücher die Deine Nahrungszunahme beinhalten, darf sie leider nicht nennen wenn ich nicht gesperrt werden will. Gruß Wasseronkel

mCeaN culpxa


Winde, Blähungen werden meist durch Fleisch verursacht.

sicher? in zeiten wo ich viel fleisch gegessen hab, hatte ich keine. bei viel vollkornzeugs und wenig fleisch dagegen ständig...

abgesehn davon sollen ja äpfel auch starke einflüsse darauf haben - bei verkehrszählungen im auto futtert eine freundin ständig äpfel und es wird RICHTIG übel. ;-)

W}asQseDronkexl


Hallo Mea,

>sicher? in zeiten wo ich viel fleisch gegessen hab, hatte ich keine. bei viel vollkornzeugs und wenig fleisch dagegen ständig... <

Hierbei gebe ich Dir vollkommen recht, nur war mit Fleischgenuss ein Stuhlgang alle Tage einmal oder nur nach zwei Tagen dafür waren die Krankheitstagen regelmäßig. Jetzt mit vollwertiger Nahrung täglich zwei bis dreimal und Krankheit, was ist das?.

Äpfel könnte ich nichts nachteiliges sagen, wenn Deine Freundin Zucker ist, wie Schokolade dann ist es klar damit. Gruß Wasseronkel

mneya cul2pa


Hierbei gebe ich Dir vollkommen recht, nur war mit Fleischgenuss ein Stuhlgang alle Tage einmal oder nur nach zwei Tagen dafür waren die Krankheitstagen regelmäßig. Jetzt mit vollwertiger Nahrung täglich zwei bis dreimal und Krankheit, was ist das?.

ich war zuletzt vor 3 jahren krank (davor kann ichs garnet benennen), da hätte andere ernährung aber höchstwahrscheinlich nichts dran geändert. mag sein, dass es bei chronisch kranken einen unterschied macht, aber beim durchschnittsbürger halt ich so einen unterschied für stark übertrieben.

Äpfel könnte ich nichts nachteiliges sagen, wenn Deine Freundin Zucker ist, wie Schokolade dann ist es klar damit.

zucker gar nicht, paar sachen allerdings mit süßstoff (sie hat dazu eben eine andere meinung wie ich)... aber auch den nicht regelmäßig. ich konnte eine derartige wirkung bei mir selbst aber nie austesten, da mir schon nach einem größeren apfel komisch wird und ich keinen zweiten mehr runter krieg.

HJar>ry, FxM


Hallo Micha19,

vielleicht liegen deine (Verdauungs-)Probleme darin begründet, dass Du die (rohen) Nahrungsmittel bei deinen Mahlzeiten ungünstig kombinierst (z.B. sind Nüsse + Getreide ungünstig oder tierisches + Früchte innerhalb einer Mahlzeit megaunverträglich).

Ein anderer Grund könnte natürlich auch sein, dass sich die erhitzten Sachen mit dem hohen Rohkostanteil nicht vertragen (z.B. rohe Sachen immer vor den gekochten Sachen essen innerhalb einer Mahlzeit, oder auch Getreide + Fruchtsäuren [z.B. Zitrusfrüchte] vertragen sich nicht so besonders etc.). Sind Dir z.B. die Trennkostregeln nach Müller-Burzler bekannt ([[http://www.mueller-burzler.de/art_gesund_ernaehren.html)]] ?

Liebe Grüsse, Harry

PS: praktiziere seit ca. 5 Jahren eine annähernde 100% Rohkost

MSicSha19


Danke an Alle!

....und sorry für meine späte Antwort. Leider haben mich einige "Ereignisse" der letzten Wochen etwas überrannt. Dazu zählt das Wiederaufflammen meiner rheumatischen Beschwerden. So massiv hatte ich es seit Jahren nicht mehr. Eigentlich verband ich mit der Ernährungsumstellung die Hoffnung, diese Sorgen auch noch in den Griff zu bekommen. Und nun das. Neben eindeutigen Erfolgen (Magenproblematik, Migräne) erlebe ich gegenwärtig rheumaartige Schübe, wie selten zuvor.

Das läuft bei mir immer so ab, daß eng begrenzte Gelenkregionen innerhalb einiger Stunden anschwellen und wahnsinnig zu schmerzen beginnen, dieser Zustand einige Stunden anhält und sich danach innerhalb von 1-2 Tagen vollkommen zurückbildet. Die letzten Jahre hatte ich eigentlich in dieser Hinsicht wenig Sorgen, was ich auf meinen regelmäßigen Freizeitsport zurückgeführt habe. Und nun ausgerechnet rund ein Jahr nach einer eigentlich doch potentiell positiven Veränderung der Ernährung so ein Rückschlag - zum Verzeweifeln ist das. Dazu kommt noch (subjektiv eingeschätzt) eine leichte Zunahme meiner Schuppenflechte, die sich bei mir fast ausschließlich im Gesicht ausbreitet.

Wer hat einen Rat für mich? Könnten die Probleme mit dem Darm zusammenhängen? Könnte eine Darmreinigung Entlastung bringen?

Ach übrigens, um noch mal auf die bisherigen Beiträge zurückzukommen: An Ernährungsbüchern habe ich schon ne Menge gelesen und ich glaube, diesbezüglich ganz gut informiert zu sein.

Getreide wird erhitzt in Form von Backen, mit frisch gemahlenem Dinkel, Kamut etc. oder Kochen von z.B. Hirse, Quinoa. Kombinationsregeln nach z.B. HMB beachte ich weitestgehend auch. Was mich etwas verwundert ist die Aussage, daß ein fast flüssiger Stuhl nach Obstverzehr durchaus normal wäre. Besonders aus der Rohkostszene habe ich immer wieder gelesen, daß sich bei guter Ernährung und richtiger Verdauung ein gut geformter, wenig riechender Stuhl ohne nennenswerte abwischbare Rückstände ergeben sollte.

Viele liebe Grüße

Micha19

dBrzxz


Hast du beim Arzt abgeklärt, ob das wirklich Rheuma ist? Klingt fast nach Gicht. Wie sind denn deine Harnsäurewerte? Wie alt bist du?

MTifchia1x9


Bin 39, Harnsäurewerte waren bisher immer i.O.. Nur in den Akutphasen waren die Entzündungswerte leicht erhöht. Darüber hinaus gab es keine Befunde, die eine sichere Interpretation erlauben. Röntgen ergab keine bleibenden Veränderungen. Auch eine Leberbiopsie brachte nichts. Diese rheumaähnlichen Erscheinungen kenne ich übrigens seit mindestens 20 Jahren.

HYar#ry8 FxM


Hallo Micha,

... Was mich etwas verwundert ist die Aussage, daß ein fast flüssiger Stuhl nach Obstverzehr durchaus normal wäre. Besonders aus der Rohkostszene habe ich immer wieder gelesen, daß sich bei guter Ernährung und richtiger Verdauung ein gut geformter, wenig riechender Stuhl ohne nennenswerte abwischbare Rückstände ergeben sollte.

ich bin seit einigen Jahren (100%-)Rohköstler. Der Stuhlgang sollte sich bei konsequenter Rohernährung tatsächlich normalisieren in Richtung gut geformt, geruchlos (bzw. -arm) und Reduzierung vom Klopapierverbrauch.

Es sollte klar sein, dass man zu/nach Früchten nichts trinkt. Davon gehe ich mal aus.

Allerdings ist es auch so, dass Du Deinem Körper durch die hochwertige Nahrung die Möglichkeit gibst, intensiv zu entgiften. Dies kann - je nach Vorerkrankungen - mehr oder weniger heftig der Fall sein.

Wenn Du dann in einer akuten Entgiftungsphase steckst, kannst Du quasi essen was Du willst: es wird allerhand zuvor im Körper abgelagerter "Dreck" ausgeschieden, was mehr oder weniger starken (z.T. übelriechenden) Durchfall bedeuten kann. Diese Durchfallphase(n) sollten natürlich nicht permanent andauern, höchstens phasenweise.

So hatte ich in den ersten 2-3 Jahren Rohkost manchmal diese Phasen.

Ansonsten verschlechtert sich mein Stuhlgang in Richtung flüsisg nur noch, wenn ich es im Sommer mit Obst übertreibe, sozusagen eine 100%-Früchterohkost betreibe (was aus vielerlei Gründen nicht ratsam ist - besser ist langristig gesehen ein hoher Gemüseanteil), so zuletzt passiert im letzten Urlaub als ich mal zwei-drei tage lang nur von frischen Charentaismelonen (so ca. 5-6 St. täglich), frischen Feigen vom Baum und Zitrusfrüchten ernährte.

Zu HMB-Kombis (bin auch ein Fan davon):

diese können Unverträglichkeiten (auch in Form von schlechtem Stuhlgang) auslösen wenn man die Wartezéiten bei rohen Nüssen und rohem Getreide nicht einhält bzw wenn man die Sperren nicht einhält und sich daran "überfrisst".

Bei rheumatische Problemen (ich selbst war mal ein Gichtkandidat, zudem kaputte Wirbelsäule) ist es sicherlich gut, erhitztes Fleiasch zu meiden. Besser kann es allerdings sein, rohes Feisch und Fisch (allerdings nur in einwandfreier Qualität - möglichst von Wildtieren!) zu probieren. Rohe tierische Produkte können radikal entgiften, gerade bei vorhandenen Eiweissspeicherkrankheiten.

Gute Besserung,

LG, Harry

Mlichax19


Hallo Harry,

danke für Deine Hinweise. In der Tat ist es so, daß die Stuhlkonsistenz kurz bis mittelfristig schwankt, gut geformt aber eine Seltenheit ist. Ich werde das mal näher "analysieren" und versuchen, Zusammenhänge zu finden.

Allerdings stellt sich mir die Frage: Läuft denn schon eine Entgiftung an bei nur teilweiser Rohkost? Aus Beiträgen von Rohköstlern habe ich immer geschlußfolgert, daß man nur bei annähernd 100% Rohkost entgiftet.

Viele Grüße

Micha

dMrzz


Was heißt "entgiften"? Isst du toxische Substanzen?

H8arzry FM


Hallo drzz,

Was heißt "entgiften"? Isst du toxische Substanzen?

jetzt nicht mehr ;-) ;-D ]:D

wenn Du Dich zum Thema aufschlauen möchtest, les mal hier nach:

[[http://wiki.allesroh.de/wiki/Entgiftung_und_Heilung]]

Liebe Grüsse, Harry

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