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Alkohol - Pro und Contra

DXeDeusSAantxos


Weil sie schwach sind :=o

Seh ich ein, aber trotzdem macht man es wegen der positiven Effekte. Dass die nur von kurzer Dauer sind und von den vielfachen weit übertroffen werden, steht auf einem anderen Blatt.

Und ich kann eines sagen, wer an jedem Wochende Alk trinkt - weil es da ja "dazu gehört" - die meisten trinken dann auch alleine weiter. Das ist so.

Also, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sicher nicht, bis auf ein, zwei Ausnahmen. Du generalisierst ein bisschen stark.

Eigentlich sollte man neben dem Rauch-Verbot auch Alkohol in Kneipen verbieten, das wäre konsequent.

Der Unterschied ist: Beim Rauchen schädigst du nicht nur dich selber, sondern auch die Leute in deiner Umgebung. Beim Saufen nicht. Es sei denn natürlich, du fängst an aggro zu werden, aber das ist kein zwingend folgender Effekt, und selbst wenn - dann gibts Türsteher.

Ich bin froh, daß ich inzwischen einen Führerschein habe. Das ist eine (die einzige?) akzeptierte Begründung, Alkohol abzulehnen.

Stimmt, wenn du sagst ich muss fahren lassen dich die Leute in Ruhe mit "Och komm, trink doch einen mit". Das nervt mich auch tierisch, wenn ich keinen Bock auf Alkohol hab und das auch klar mitgeteilt hab und dann versucht jeder zweite dir was anzudrehen.

Menschen nehmen keine Drogen weil sie schwach sind. Sie nehmen vielmehr Drogen weil sie von unserer modernen Gesellschaft dazu gebracht werden. Dabei können sie überhaupt nichts dafür, jedenfalls nicht mehr als jeder andere, drogenfrei lebende Mensch.

Und Menschen, die irgendetwas machen, weil die Gesellschaft es vorschreibt, sind nicht schwach? Wenn ich nur trinke weil es andere auch tun, ist das nicht schon irgendwie schwach? Und es gibt auch genug Leute die nicht trinken, wieso werden die von der modernen Gesellschaft nicht dazu gebracht?

Und du denkst, ich kann nichts dafür wenn ich saufe/rauche/kiffe/fixe? Wieso?

Ich habs mir so gedacht: Eine Party und die eigene Stimmung wird nicht mit Alkohol gut oder besser. Wenn die Laune stimmt, ich mich freue Leute zu treffen, die ich kenne, mal wieder zu sehen, zu tanzen, ausgelassen sein. Dann ist Alkohol ein nettes accessoir, wovon ich auch nicht viel brauche, wenn ich überhaupt von "brauchen" in dem Fall reden kann. Es macht noch ein bisschen offener und leichter, und in Maßen macht es dann auch Spaß.

Widerspricht sich, oder? Die eigene Stimmung wird nicht besser, aber man wird offener und leichter.

Das problem unserer gesellschaft ist, dass wir verdrängen und uns mit drogen betäuben und uns damit der möglichkeit berauben glück zu erleben.

Wie in meinem Erster-Kuss-Beispiel zum Beispiel.

S2our2icxeau


Irgendwie setzen hier die meisten Menschen Alkoholkonsum einem Vollrausch gleich...

Ich stehe zu meinem Radler im Biergarten, zu einem Glas Wein, wenn ich mit meinem Mann essen gehe oder mal einen Schnaps nach dem Essen.

Und nicht weils mich lustig macht, sondern weils schmeckt!;-D

szilmPixe


also ist jetzt nicht so, dass ich nicht auch schon meinen vollrausch mit allem drum und dran hatte, es gab einige Abstürze- aber ich habe eben daraus gelernt...Nur durch probieren findet man seine Grenzen

LYouiEsxM


Und Menschen, die irgendetwas machen, weil die Gesellschaft es vorschreibt, sind nicht schwach? Wenn ich nur trinke weil es andere auch tun, ist das nicht schon irgendwie schwach? Und es gibt auch genug Leute die nicht trinken, wieso werden die von der modernen Gesellschaft nicht dazu gebracht?

Und du denkst, ich kann nichts dafür wenn ich saufe/rauche/kiffe/fixe? Wieso?

Das habe ich so nicht gemeint. Mit "die Gesellschaft bringt uns dazu" meinte ich nicht, dass sie es vorschreibt, sondern, dass durch die heute vorherrschenden Tugenden der Gesellschaft (Geld, Macht, Leistung, Erfolg durch das Kollektiv etc.) der Einzelne, das Individuum nicht genügend Beachtung findet und deshalb Drogen konsumiert, um sich weg vom Kollektivdenken in Richtung sich selbst zu bewegen. Er nimmt Drogen, um dem Werteschema der heutigen Gesellschaft zu entfliehen und um sich selbst, was in diesem Falle sein "Es" ist (um es nach Sigmund Freud auszudrücken), zu finden. Kleine Anmerkung: Das "Es" ist jene Persönlichkeitsstruktur der menschlichen Psyche, in der sich Triebe, Emotionen, Gefühle wiederfinden, eben jene Dinge, die von der Leistungsgesellschaft ausgeblendet werden...

Ich hoffe ich konnte das einigermaßen verständlich erläutern.

Und um deine Frage zu beantworten: Ich persönlich kann es niemandem verübeln, aus diesem Grund Drogen zu nehmen, da dem nicht die persönliche Schwäche, sondern eine Schwäche im System zugrunde liegt. So gesehen können die Menschen also wirklich nichts dafür, sie können schließlich nichts gegen die Gesellschaft, in die sie hineingeboren wurden, unternehmen...

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