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Diplomarbeit zum Essverhalten

L<eXwqian


Ach so, noch vergessen: Meine Interpretation dieser Koppelaussagen wie z.B. "Ich treibe viel Sport, um gesund zu bleiben" oder mit "weil" ist, dass sich die Antwort tatsaechlich auch auf die Kopplung beziehen soll. Das heisst, wenn ich viel Sport betreibe, aber nicht aus dem genannten Grund, werde ich diese Frage ablehnend beantworten. Genauso, wenn ich viel tue, um gesund zu bleiben, aber kaum Sport treibe. Logisch gesehen finde ich daran eigentlich nichts auszusetzen, auch wenn psychologisch bekannt ist, dass solche Fragen von gewissen Leuten leicht missverstanden werden. Ob man bezueglich des detaillierten (und uns nicht bekannten) Zieles der Autorin um dieses Problem allerdings irgendwie herumkaeme, weiss ich nicht.

LKewiaxn


a.fish

Ich mag 4-Punkt-Skalen zwar auch nicht sonderlich, aber muss zugeben, dass man diese in mancher Fachliteratur auch propagiert findet.

Uns wurden ungerade Zahlen strengstens veboten. ;-D "Da klicken alle nur die Mitte! Ihr müsst sie zu Tendenzen zwingen!" – na Gott sei Dank musste ich nur einmal wirklich eine Umfrage machen.

Ja, so wird argumentiert. Mir hat aber noch nie jemand ueberzeugend begruenden koennen, warum die Antworten so informativ waeren, die Leute bloss geben, weil man ihnen dass, was sie eigentlich antworten wollen wuerden (falls das die Mitte ist) nicht anbietet.

L9olaXx5


also ich finde es nicht argumentierbar, dass es irgendwie sinnvoll sein soll, dass man zwischen selten und oft keine Antwortmöglichkeit bekommt. :|N Wenn ich etwas manchmal mache ist das weder selten noch oft.

Ich kreuze bei Befragungen häufig die Extreme an, wenn ich sie zutreffend finde, aber wenn die einzig korrekte Antwort teils-teils ist, dann will ich diese Option auch im Fragebogen vorfinden. Ich sehe es nicht ein, die Befragung so anzulegen, dass man nacher möglichst einfach zu interpretierende Ergebnisse bekommt. :-/

Ach so, noch vergessen: Meine Interpretation dieser Koppelaussagen wie z.B. "Ich treibe viel Sport, um gesund zu bleiben" oder mit "weil" ist, dass sich die Antwort tatsaechlich auch auf die Kopplung beziehen soll. Das heisst, wenn ich viel Sport betreibe, aber nicht aus dem genannten Grund, werde ich diese Frage ablehnend beantworten.

Soetwas müsste als Erläuterung m.E. unbedingt im Fagebogen aufscheinen. Sonst antwortet ein Teil aus einem Verständnis der Frage heraus und der andere antwortet nur auf den ersten Teil, weil ihm/ihr der Grund für die Handlung weniger wichtig erscheint.

ai.fXisxh


Ich sehe es nicht ein, die Befragung so anzulegen, dass man nacher möglichst einfach zu interpretierende Ergebnisse bekommt.

Ach Mensch, denk doch mal an die armen Studis, die sich dann mit SPSS rumschlagen müssen. ;-)

Ja, ich finde ungerade Skalen auch "sympathischer", weils eben manchmal einfach den Fall "mal so, mal so" gibt und das muss ein Fragebogen dann mE auch abbilden.

L6ewi8axn


Soetwas müsste als Erläuterung m.E. unbedingt im Fagebogen aufscheinen.

Waer schon gut... mit dem Wort "unbedingt" waere ich insofern vorsichtig, als dass so etwas auch in professionellem Kontext fast nie passiert (auch wenn wir auf diesen speziellen Punkt gekommen sind, ist es ein Ding der Unmoeglichkeit, alle moeglichen Missverstaendnisse zu antizipieren). Da darf man von armen kleinen Diplomstudenten 8-) nicht allzuviel mehr erwarten.

L0ewixan


also ich finde es nicht argumentierbar, dass es irgendwie sinnvoll sein soll, dass man zwischen selten und oft keine Antwortmöglichkeit bekommt.

Ich will das jetzt nicht fuer diesen speziellen Fall im Einzelnen vertreten, aber ganz allgemein kann es nicht das Ziel einer solchen Skala sein, die Realitaet der moeglichen Antworten originalgetreu abzubilden. Eindimensionale Skalen vereinfachen immer, damit muss man leben. Es funktioniert nicht, zu fordern, dass alles angeboten wird, was moeglicherweise irgendjemand wuerde antworten wollen. Man kann allenfalls darueber diskutieren, wie radikal man vereinfachen will und warum.

L;olaxX5


Ich will das jetzt nicht fuer diesen speziellen Fall im Einzelnen vertreten, aber ganz allgemein kann es nicht das Ziel einer solchen Skala sein, die Realitaet der moeglichen Antworten originalgetreu abzubilden. Eindimensionale Skalen vereinfachen immer, damit muss man leben.

Aber es sollte doch zumindest auf der angebotenen Skala halbwegs gleiche Intervalle zwischen den Antwortmöglichkeiten liegen oder? Es wäre ja schon deutlich besser, wenn man die mittleren Kategorien als "manchmal" und "häufig" bezeichnen würde. Aber zwischen "selten" und "oft" klafft für mein Empfinden einfach eine viel zu große Lücke.

LUeNwiaxn


Lola

Meiner Meinung nach sollte man solche Sachen mit ein paar (hoffentlich gut ausgeaehlten) Testern vorher im Detail besprechen und sich eine Vorstellung davon verschaffen, mit was fuer Verstaendnisproblemen oder fehlenden "noetigen" Antworten man es so zu tun haben wird, die man dann im endgueltigen Fragebogen hoffentlich beruecksichtigt. D.h. der Umstand, dass du das so sagst, waere an sich schon ein Argument, deinen Vorstellungen nachzukommen (man muss dann halt immer noch ueberlegen, wie "repraesentativ" man die Rueckmeldungen im Einzelnen findet, aber was du hier schreibst, erscheint mir keinesfalls kryptisch – andererseits sieht es ganz offensichtlich nicht jeder so, jedenfalls nicht die Fragebogenautorin, sonst gaebe es dieses Problem ja gar nicht). Jedenfalls kann man sowas nicht rein "theoretisch" angehen, man braucht Testleser, weil, wie zuvor gesagt, man nicht das moegliche (Miss-)Verstaendnis aller moeglichen Leute von vornherein antizipieren kann. Und leider liegt es in der Natur einer Diplomarbeit, dass man nicht hunderte davon bekommt. Das heisst, es ist immer ein wenig Glueckssache, was rechtzeitig jemandem auffaellt und was nicht.

LVewaiaxn


Als "Botschaft" fuer diejenigen, die sowas in einer Diplomarbeit auch mal machen muessen, folgt daraus: "Zeige den Fragebogen so vielen Leuten wie moeglich vorher, und frage nach detailliertem Feedback, wenn moeglich ueber jede einzelne Frage. 5 sind besser als 2, 10 sind besser als 5.

Wenn du das Gefuehl hast, das kannst du den Leuten nicht zumuten, ist vermutlich der Fragebogen zu lang." ;-)

L<olAajXx5


@ Lewian

Jedenfalls kann man sowas nicht rein "theoretisch" angehen, man braucht Testleser,

Ja, das sehe ich ganz genauso. Deswegen habe ich in meinem ersten Beitrag hier geschrieben, dass ich den Eindruck habe, dass der Fragebogen keine Testphase durchlaufen hat. :-/

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