Ernährung bei Insulinresistenz

08.07.10  09:36

Vor ca 5 Wochen hat mir mein Arzt mitgeteilt, dass ich eine Insulinresistenz entwickelt habe. Ich versuche mich nun so zu ernähren, dass ich sehr viele Kohlenhydrate einspare. Ich esse am Morgen ein selbst gemischtes Vollkornmüsli, danach bis zum Abend eigentlich nur frisches Gemüse ( bis zu 600 Gramm) , mal einen Naturjoghurt, ein Stück Käse wenn ich richtigen Hunger bekomme und am Abend dann eine Schüssel Salat und ein oder zwei Steaks, oder ein Päckchen Quark etc. Oder eine Scheibe Vollkornbrot. Halt viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate. Seit dieser Zeit fluppt das mit dem Abnehmen richtig gut. Bisher habe ich vier Kilo abgenommen. Hungern tue ich nicht, was ich sehr sympatisch finde.

Einen Tag in der Woche darf ich ganz normal essen, am Sonntag. Was mir allerdings echt abgeht, ist das geliebte Obst. Ich darf so gut wie kein Obst essen, weil es kaum Obst ohne Zucker gibt. Und wer isst schon gerne Zitronen? Inzwischen esse ich wenigstens Wassermelone, weil die relativ wenig Kohlehydrate hat.

Wie macht Ihr das?

Und was esst Ihr sonst so? Langsam gehen mir die Ideen aus. Leider bin ich nicht so der Fleischesser. Aber von irgendwas muss ich ja satt werden.

BFette

08.07.10  10:55

Beeren haben nur sehr wenig Zucker. Am wenigsten haben Himbeeren.

DQers kleine+ Prixnz

08.07.10  17:21

Hallo Bette,

daß Sie mit Fleisch, Wurst und Käse in Ihrer Situation glücklich werden, ist füglich zu bezweifeln.

Ich rate Ihnen, sich kundiger zu machen. Denn allgemein wird bestenfalls fettarmes Fleisch, Fisch- und Milchprodukte empfohlen, nicht jedoch Fettreiches.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

F-orOger/oxn

08.07.10  18:32

Hallo Bette,

lass dir nix erzählen. Wenn du sehr kohlenhydratreduziert isst, was bei deiner Insulinresistenz sehr empfehlenswert ist, musst du den Energiebedarf über das Fett decken. Also, immer Vollmichprodukte nehmen, mit Butterschmalz braten, und normal mit Fettadern durchzogenes Fleisch nehmen. Nicht extra fettbetont essen, das wäre vielleicht zuviel, aber auf jeden Fall nicht fettreduzierte Fleisch- oder Milchprodukte nehmen!

Dcer k/leinOe QPrinxz

10.07.10  11:14

Hallo "Kleiner Prinz"! Danke für die Antworten. Ebenso an Herrn Schmidt!

Momentan handhabe ich es genauso, dass ich weniger aufs Fett achte als auf stringente Reduzierung der Kohlehydrate. So hat es mir mein Hausarzt auch empfohlen. Natürlich trinke ich nun nicht gerade einen Becher Schlagsahne aus, aber ich merke schon, dass ich von Gemüse allein niemals satt werde. Das würde am Ende eines Tages bedeuten, dass ich vor Hunger nicht einschlafe kann und dann schwach würde dann "irgendwas" zu essen - was wohlmöglich nicht sonderlich nützlich wäre.

Was ich gut finde, ist der Vorschlag meines HA (Hausarztes) in regelmäßigen Abständen die Blutwerte zu checken, so dass ich dann auch erfahren werde, wenn sich mit meinen Blutfettwerten was zum Negativen wendet...

Hy Kurt, wenn ich Dich so anreden darf! Was schlägst Du vor, was ich essen soll? Wie meinst Du, das im ALLGEMEINEN fettarmes Fleisch empfohlen wird? Was ist ALLGEMEIN? Und- vielleicht hast Du ja ein paar Ideen, was es denn sonst auf den Teller darf?

Vielen Dank schon mal vorab für alle hilfreichen Tips!

B*ettHe

10.07.10  11:15

Danke nochmals für den Tip mit den Beeren. Ich werd das nochmal in meiner Nährwert Tabelle nachprüfen und dann kanns ja los gehen mit der Beerenpflückerei. :-)

BXeKtyte

10.07.10  11:47

Bette,

ich empfehle dir dringend ein Buch, damit du nicht auf die unsäglichen "Empfehlungen" der DGE angewiesen bist. Diese sind nämlich für Gesunde schon fragwürdig, für Diabetiker bzw. Insulinresistente geradezu hahnebüchen. Sich nach den DGE-Empfehlungen zu richten ist genau so, wie wenn man dir als Nussalergikerin Nüsse empfiehlt. Nicht etwa mit den Ziel einer sukzessiven Desensibilisierung sondern als grundsätzliche Ernährungsform.

Das Buch: Stopp Diabetes! Raus aus der Insulinfalle.

Katja Richert und Ulrike Gonder

Systemed Verlag

ISBN 978 3 927372 56 6

D.er klPeine 5Prixnz

10.07.10  12:24

Hallo Prinz! DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung ??? Die woher auch die Nähwerttabelle kommt?

Danke für den Buchtip. Werd ich gleich mal bei Amazon nachschauen/ bestellen .Warum kennst Du Dich mit diesem Thema aus? Bist Du persönlich betroffen?Oder irgendwie beruflich gut darüber informiert?

Buette

10.07.10  12:30

Darf ich fragen ob du noch andere Krankheiten und/oder Übergewicht hast?

G\änsebFlümlein

10.07.10  12:47

Ja, übergewichtig bin ich. Wegen der Geschichte mit dem Insulin ist mir aber inzwischen klar, warum das Abnehmen immer so schwierig war.

B.ette

10.07.10  12:48

Oft hilft schon eine Gewichtsabname von 5kg die Insulinsensitivität im Gewebe zu verbessern.

Bekommst du Medikamente?

Gdänseb{lüml^eixn

10.07.10  13:16

Schacka!!! Das hört sich doch gut an! Nein, Medikamente brauche ich zur Zeit nicht.

Ich habe auch schon mal überlegt, dass sich die Situation vielleicht wieder entspannt, wenn ich jetzt gut damit klarkomme, meine Ernährung nach den Vorschlägen meines Arztes um zu stellen. Dann kann ich vielleicht an zwei Tagen in der Woche wieder normal essen, ich meine auch mal Obst zwischendurch oder Pasta oder Kartoffeln. Meinst Du, das wäre vielleicht möglich? Das wäre toll!

Byettxe

10.07.10  13:35

Ja, DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Ich kenne mich mit der Thematik aus, weil ich Betroffener bin. Aber ich habe meine Probleme alleine über die Ernährung in den Griff bekommen, brauche keine Medis.

Ich weiß ja nicht, was dir dein Arzt vorgeschlagen hat, aber ich kann dir sagen, dass eine Einsparung von Kohlehydraten Wunder wirkt. Nicht kohlehydratfrei, das geht auch kaum, weil KH natürlich in Lebensmitteln drin sind, die man einfach braucht. Aber kohlehydratarm, das ist schon mal super. Vielleicht kannst du mehr oder weniger auf Getreideprodukte und dessen Derivate verzichten, dann hast du mit deiner Insulinresistenz schon so gut wie gewonnen.

Daneben: du kannst auch ohne weiteres mal ein Stück Kuchen essen oder auch zwei oder eine Portion Eis, Pasta, Kartoffeln, oder so was. Miss eine und zwei Stunden nach dem Essen deinen BZ um zu sehen, wie dein Körper auf bestimmtes Essen reagiert. Wenn du merkst, dass deine BZ-Werte über 160 (nach einer Stunde) oder über 140 (nach zwei Stunden), dann weißt du für die Zukunft, dass du bei diesen Dingen aufpassen musst. Das heißt aber nicht, dass du sie nicht essen darfst, sondern dass du sie durchaus essen darfst aber nach dem Essen 30 bis 45 Minuten stramm gehen solltest. Dieses Gehen bringt deinen BZ-Wert SOFORT um 20, 30 Punkte runter, ohne dass du spritzen oder Medis nehmen musst. Bewegung ist, neben der Verbannung von Getreideprodukten, das A und O.

D^er kPleine} Prixnz

10.07.10  14:19

Gut! Aber ich habe leider kein BZ Meßgerät. Hast Du sowas von Deinem Arzt bekommen?

Mit dem Kuchen oder so habe ich momentan Angst, dass ich dann wieder schwach würde und wieder solchen Jieper auf Süßes entwickele. Sonntag darf ich ja, aber ich hab immer wieder Sorge, dass die alten Eßgwohnheiten sich dann am Montag auch nicht wieder zügeln lassen.

Wie ist es Dir damit ergangen? Und wie lange lebst Du schon so?

B/ett!e

10.07.10  14:19

Vollkornprodukte oder KH-haltige Lebensmittel in Verbindung mit Fett lassen den BZ Spiegel langsamer ansteigen.

Vollkornbrot, statt Weißmehlprodukten

Sahneeis, statt Wassereis

Es gilt vorallem die freie Glucose zu verhindern. Kohlenhydrate in gebundener Form sehe ich als weniger problematisch an!

G^änsebc5mleixn

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