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Milch gesund - ungesund?

SIilve%r_2F0 hat die Diskussion gestartet


Hi!

Hab mal eine Frage zum Thema Milch.

Kann zu viel Milch ungesund sein ???

Ich trinke täglich ca. 1 Liter über den Tag verteilt. Will zunehmen und trinke deshalb Proteinshakes (dafür die Milch) und trainiere jeden 2. bis 3. Tag.

Jetzt hab ich einmak gehört das kalte Milch schlecht für den Magen ist. Stimmt das ???

Ich wäre die Milch immer auf, ist das dann auch noch ungesund ???

Ist fettarme Milch gesünder ???

Ich persönlich habe sehr wenig Körperfett und hätte auch nichts gegen ein bischen fett (nehme sehr schwer zu).

Danke im voraus

Antworten
SLalxome


Re: Milch

Du schneidest hier ein Thema an, welches gleichermaßen in der Laien- wie Fachwelt kontrovers "gehandelt" wird.

Meine persönliche Meinung darüber lautet wie folgt:

Kuhmilch (darum geht es wohl?) ist nicht so gesund wie uns die Werbung immer einzureden versucht. Sprüche wie: "Was für Kinder gut ist, kann für Erwachsene nicht schlecht sein" sind zudem nichts als rhetorische Taschenspielertricks, um die Nachfrage an michlhaltigen Produkten (auch Schokolade zählt ja dazu) künstlich anzuheben. Milch wird hier fälschlicherweise als Synonym für "gesunde Ernährung" missbraucht.

Kuhmilch ist gut für das Kalb und Muttermilch gut für das Kind im Säuglingsalter. Ich habe meine Tochter (inzwischen ist sie 13 Jahre alt) lange Zeit gestillt, was meiner "Figur" übrigens in keiner Weise geschadet hat, denn meine Tittis stehen nach wie vor wie eine Eins - und das ganz ohne Silikon. ;-)

Nach der Stillzeit hat meine Tochter jahrelang keine Milch getrunken, weil ich ihr keine gekauft habe und sie auch nie das Verlangen danach geäußert hatte. Erst im Schulalter ist sie damit in Berührung gekommen. Sie war bis dato immer kerngesund, bekam aber davon leichte Ausschläge und fühlte sich nicht wohl. Da mich eine gewisse Vorahnung beschlich, habe ich ihr probeweise "Vorzugsmilch" (diese ist weder pasteurisiert noch homogenisiert und stammt aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft) gegeben. Diese Milch hat sie vergleichsweise gut vertragen. Wir hatten das Glück, einen Bauern zu kennen, der uns diese Milch im frischen Zustand (!!!) zur Verfügung stellt.

Er hält die erforderlichen Hygienebestimmungen peinlichst genau ein und unterzieht sein Produkt einer täglichen Kontrolle. Über die Präsenz pathogener Keime brauchten wir uns also keine Sorgen zu machen. Ich habe die Milch selbst probiert. Es ist die einzige Milch, die ich seither trinke und je getrunken habe. Ich kenne allerdings auch Menschen im näheren und ferneren Bekanntenkreis, welche die gleiche Milch in pasteurisierter Form trinken. Das ist meiner Meinung nach gerade noch vertretbar. Weiter unten möchte ich die Messlatte nicht ansetzen.

Auf gar keinen Fall würde ich anraten Milch zu trinken, die homogenisiert wurde, aus konventioneller Landwirtschaft stammt und last but not least ultrahocherhitzt wurde. Wer das gewohnheitsmäßig tut, braucht sich darüber hinaus um "ungesunde Ernährungsweise" keine Gedanken zu machen, denn dieser Frevel ist schwer zu toppen. In dieser Hinsicht muss ich Dr. Bruker in vollem Umfang zustimmen, auch wenn ich ansonsten nicht jede seiner Ansichten teile.

Kann zu viel Milch ungesund sein

Die quantitativen Verträglichkeiten sind von Mensch zu Mensch verschieden. Es ist hier (siehe oben) vor allem auf Qualität zu achten. Ein Erwachsener, der täglich viel Milch trinkt, lebt m. E. eher ungesund.

Ich trinke täglich ca. 1 Liter über den Tag verteilt. Will zunehmen und trinke deshalb Proteinshakes (dafür die Milch) und trainiere jeden 2. bis 3. Tag.

Trainieren ist schon mal nicht schlecht. Ich trainiere täglich MINDESTENS drei Stunden, aber das möchte ich nicht zum Maßstab erheben. Ein kleiner Tipp von mir: Nehme eine Stunde vor dem Shake proteolytische Enzyme ein. Die sorgen u.a. für eine bessere Verwertung der zugeführten Eiweiße. Esse Kartoffeln und Ei zusammen, da erhältst Du ein gutes Aminosäureprofil. Wenn Du das beachtest, brauchst Du weniger Milch und erzielst dennoch bessere Resultate. ;-)

Jetzt hab ich einmal gehört das kalte Milch schlecht für den Magen ist. Stimmt das

Ja, dass stimmt. Wird aber leideroft missachtet.

Ich wärme die Milch immer auf, ist das dann auch noch ungesund

Nicht mehr so ungesund wie (sehr) kalte Milch. Allerdings solltest Du die Milch nicht zum Kochen bringen, sondern nur leicht anwärmen, sonst zerstörst Du damit die Proteinstruktur. Bei ultrahocherhitzter Milch (die solltest Du meiden, wie der Teufel das Weihwasser) ist's aber eh' Wurscht. 8-)

Ist fettarme Milch gesünder

Das wird oft behauptet, stimmt aber nicht. Fettarme Milch ist nur kalorienärmer, was in Deinem Fall ohne jede Bedeutung ist.

Gruß

mlaxipee


Hallo Silver,

gesättigte Fette behindern die Aufnahme von Aminosäuren. Deshalb steht auch auf jedem Proteinpulver, daß man es mit fettarmer Milch mischen soll.

T?eryraCnexr


Re:

Das ist richtig. Die mittelkettigen Triglyceride heben diese Hemmwirkung jedoch weitgehend auf, da sie ihrerseits die Resorption von Aminosäuren, Kalzium und Magnesium fördern.

Ich halte daher die Frage, ob man sich für Vollmilch oder für fettreduzierte Milch entscheidet , so gesehen für weniger wichtig.

Der Genuss homogenisierter Milch kann sich hingegen sehr nachteilig auswirken. Beim Homogenisieren presst man die Milch unter hohem Druck durch einen Spalt, wobei die Fettkugeln zerschlagen werden. Da die Anzahl der kugeln dadurch steigt, wird die Fläche der Membran, die die Kugel umschließt, sechs bis sieben mal größer. In dieser Membran sammelt sich das Enzym Xanthinoxydase. Wenn die Fettkugeln kleiner werden, wird die biologische Zugänglichkeit der Xanthinoxydase also erhöht und richtet auf folgende Weise Schaden an: Normal bildet der Körper selber dieses Enzym. Es kommt reichlich in der Schleimhaut des Dünndarms und in der Leber vor, aber an Gefäßwänden und in der Herzmuskulatur hat es nichts zu suchen. Dort befindet sich dagegen ein Fettstoff, Plasmologen, der die Aufgabe hat, die Gefäßwände elastisch zu halten.

Wenn jetzt die Xanthinoxydase sozusagen aus Versehen in den Blutkreislauf gerät, reagiert sie mit dem Plasmologen, oxydiert es und fällt zusammen mit ihm als oxydiertes Fettaldehyd aus. So entsteht Mangel an Plasmologen, das ja die Gefäßwände elastisch halten soll. Um die empfindlichen Gefäßwände zu schützen, entstehen zuerst Fettstreifen, die man schon bei jungen Menschen entdecken kann. Später folgt dann die Ablagerung des Cholesterins und eine Gefäßverfettung anstelle des Plasmologens - also eine Art Pflaster. Das geschieht auch in den Arterien der Herzmuskulatur. Ein klassisches Bild beginnender Arterienverkalkung.

Fplum-ml


Also Vollmilch oder Bio-Milch ist auf alle Fälle gesünder, da diese nicht erhitzt wurden und so noch alle Vitamine haben! Aber aufgewärmte Milch ist gesund! Kannst sie ohne Bedenken trinken!

M.f.G. Flummi

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