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Negative Kalorien

G=iObNiWchtxAuf hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Negative Kalorien stecken in Lebensmitteln, dessen Energiedichte niedriger ist als die Energie, die der Körper benötigt, um das Lebensmittel zu verdauen. Sprich ein Stück Gurke hat 10 kcal, verbraucht bei der Verdauung aber 12 kcal. Folglich hat man ein Kaloriendefizit, obwohl man was gegessen hat.

Mit negativen Kalorien meine ich nicht, dass man zwei Schnitzel mit Pommes isst, sich dann eine Gurke als Fettfresser reinschiebt und dann glaubt auch noch abzunehmen. Ich bin auch nicht 14 Jahre und möchte anfangen zu hungern oder sowas.

Mich interessiert hier vielmehr eine wissenschaftliche Betrachtung.

Für mich ist es soweit logisch:

Man isst etwas. Dieses Lebensmittel führt dem Körper Energie zu.

Der Körper verdaut. Dieser Vorgang verbraucht Energie.

Was ich nicht weiß: Wie viel Energie verbraucht der Verdauungsvorgang? Ist das nicht auch individuell von Person zu Person unterschiedlich?

Antworten
GdiCbNich"tAxuf


Quelle: [[http://www.suite101.de/content/negative-kalorien-gibt-es-sie-wirklich-a64244]]

Die Wahrheit ist: Es existiert kein Lebensmittel, das dem Körper Null Kalorien bringt und dafür noch ein paar verbraucht. Denn der Kaloriengehalt eines Lebensmittels wird so berechnet, dass die für die Verdauung nötige Thermogenese, also der Aufwand, den der Körper für die Verdauung braucht, bereits mit einberechnet wurde. Tatsache ist also, dass eine Stange Sellerie, die etwa 10 Kalorien hat, 2 Kalorien braucht, um verdaut zu werden und somit nur noch 8 Kalorien übrig bleiben, die der Körper verwerten kann.

Für die Thermogenese werden ungefähr 10% der Kalorien eines Lebensmittels verbraucht, manchmal sogar bis zu 20%, wie bei unserem Beispiel, dem Sellerie. Aber ein Lebensmittel, und sei es noch so gesund oder habe es einen noch so hohen Wasseranteil, verbraucht niemals 100% (oder mehr) der Kalorien, die es dem Körper gibt. Negative Kalorien sind also ein Mythos, erschaffen von der Diätindustrie

Ok, laut dieser Quelle heißt es also, dass die festgelegte Energiedichte der Lebensmittel so bestimmt wurde, dass schon mit einberechnet ist, wie viel der Körper bei der Verdauung für dieses Lebensmittel braucht.

Stimmt das denn? ":/ Warum sollte man das denn von vornherein abziehen, zumal doch individuell verdaut wird.

Die Kaloriendichte von Lebensmitteln wird doch so bestimmt (oder nicht). Zusammensetzung des Lebenmittels wird entschlüsselt. Fett hat ca. 9,1kcal, Kohlenhydrate ca. 4kcal usw... Das wird alles zusammengerechnet und dann weißt du, dass xx gramm eines Lebensmittel xx kcal hat. Wo wird da denn die Thermogenese abgezogen?

Guän~seblü'mxlein


Fett hat ca. 9,1kcal, Kohlenhydrate ca. 4kcal usw... Das wird alles zusammengerechnet und dann weißt du, dass xx gramm eines Lebensmittel xx kcal hat

Selbst berechnet man das aber eigentlich nie. Und in den Nachschlagewerken weißt du ja nicht ob davon etwas abgezogen wurde

GjibN"i)chtAuf


Ja, aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass die Wissenschaftler irgendeinen festen Energiewert für die Verdauung abziehen. ":/

cglIaiWret


Vielleicht hilft dir das weiter:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Physiologischer_Brennwert]]

Besonders der letzte Paragraph.

G@ibNic^htAuxf


Danke für den Link @:)

Tatsächlich bleibt aber der Aufwand, den der Körper für die Nahrungsaufnahme und deren Verwertung betreiben muss, bei der Angabe von physiologischen Brennwerten definitionsgemäß völlig unberücksichtigt

Das widerspricht dann dem ersten Link. Wenn eine Karotte 15kcal, dann ist davon also noch nicht abgezogen wie viel der Körper für das verdauen des Lebensmittel braucht.

Insofern können keine negativen Brennwerte auftreten,

das ist klar, eine Karotte kann nicht -10kcal haben

selbst wenn der energetische Nutzen für den Körper im Einzelfall negativ sein sollte.

Das meinte ich! Heißt also, negative Kalorien existieren, im Sinne von, der Körper nimmt Energie in Form von Nahrung zu sich, verbraucht aber mehr Energie bei der Verdauung der Nahrung.

l.e san9g@ rexal


Ja, bei Wasser zum Beispiel. Wasser selbst hat keine Kalorien, aber da es kalt ist, wird es vom Körper erwärmt, was einen Kalorienverbrauch nach sich zieht.

GXänse/blNümlxein


Das passiert aber mit allem kalten, das hat mit Wasser nichts zu tun ;-)

l~e& sang xreal


Ja, das stimmt. Aber Wasser selbst hat keine Kalorien, darum gings mir.

pgeacfe.axndi


Naja, in diesem Link, den du gepostet hast, geht es eigentlich ausschließlich um die Verdauung. In dieser Hinsicht gibt es verständlicherweise keine negativen Kalorien.

Aber hierbei wurde etwas vergessen: Nämlich das Zum-Kühlschrank-Gehen, Kühlschrank-Öffnen, Gurke-Rausnehmen, Kühlschrank-Schließen, Gurke-in-den-Mund-Stecken, Gurke-Kauen und Gurke-Runterschlucken. Das verbraucht ja schließlich auch einige Kalorien! ;-D

Wenn man das miteinbezieht, kommt man meines Erachtens sehr wohl auf negative Kalorien. :)z

GGibNi`chtxAuf


Das mit dem kalten Wasser bzw. Eiswürfeln kannte ich schon. Habe aber eben gelesen, dass der Körper die kalten Lebensmittel nur bedingt aus eigener Kraft erwärmen muss- meist nimmt er dafür Umgebunswärme. Ich glaub, da müsste man schon literweise Eiswürfel lutschen, bis das wirklich einen Effekt hat.

@ peace.andi

Nämlich das Zum-Kühlschrank-Gehen, Kühlschrank-Öffnen, Gurke-Rausnehmen, Kühlschrank-Schließen, Gurke-in-den-Mund-Stecken, Gurke-Kauen und Gurke-Runterschlucken. Das verbraucht ja schließlich auch einige Kalorien

:)^ ;-D

GJänseCblümlTein


Ich glaub, da müsste man schon literweise Eiswürfel lutschen, bis das wirklich einen Effekt hat

Und genauso denke ich, dass die Verdauung nicht den nennenswerten Beitrag leistet. Der Körper wäre ja blöd, wenn er dafür viel Energie verschwendet, schließlich möchte er aus der Nahrung Energie gewinnen

HQefrzhtaUftxer


Vielleicht gilt ja auch alles, was zur Verdauung mehr Energie benötigt, als es freisetzt, per definitionem nicht als Lebensmittel ;-)

c$lair9ext


Heißt also, negative Kalorien existieren, im Sinne von, der Körper nimmt Energie in Form von Nahrung zu sich, verbraucht aber mehr Energie bei der Verdauung der Nahrung.

Diese Schlußfolgerung würde ich jetzt nicht unbedingt ziehen.

Hier ist ein Artikel aus der Zeit, da ist die Rede von ca. 10% Verdauungskosten.

[[http://www.zeit.de/stimmts/1999/199948_stimmts_minuskal1]]

Ich denke, das ist sehr schwer zu messen. Wenn man eine Versuchsperson nur Gurke oder Sellerie essen läßt ist ja klar, dass die abnimmt, davon wird kein Mensch satt. Aber wenn man andere Sachen dazu ißt verändert das wahrscheinlich die Energiekosten der Verdauung. Und die Verdauung läuft ja sowieso, ob man ißt oder nicht.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass dieser Effekt (sollte er existieren) irgendeine Bedeutung für das Abnehmen hat. Dafür wäre er zu mickrig.

lme sKang 'reaxl


Anstatt negative Kalorien zu suchen, sollte man lieber die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen.

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