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Veganer

_^PaurAvawtix_


@ patience

Und als allerletzte fachliche Klugscheißerei: Auch Nüsse enthalten in geringen Mengen B12.

Nein. Kein Pflanzliches Produkt enthält B12. Wenn dann ist es nur analoges B12. Aber das kann vom Körper nicht verwertet werden. Kurz gefasst: Es ist nutzlos.

Wenn man als Veganer B12 aufnehmen möchte, dann geht das eigentlich nur über Tabletten/Spritzen oder indem man verunreinigte Pflanzen isst.

@ Morella

Ich bin 22 und habe noch nie Fleisch gegessen, lebe also streng vegetarisch. Meine Mutter isst seit 30 Jahren vegan, auch während ihrer Schwangerschaften.

Isst du und deine Mutter nur kein Fleisch oder auch keine sonstigen tierischen Produkte wie Käse, Milch, Eier etc.?

_=Tsunnamxi_


Blöde Frage aber dürfen Veganer eigentlich Sperma schlucken?

Ja, weil (menschliches) Sperma kein tierisches Produkt ist. Größere Mengen könnten jedoch ungesund sein. ;-)

E~qui=lizexr


MrTarSpo

Und ich glaube nicht, dass Veganer Mangelerscheinungen haben.

Dass sehe ich etwas anders: Veganische Ernährung ist aus medizinischer Sicht höchst umstritten und schon garnicht für jeden Menschen geeignet. Mangelerscheinungen können dabei sehr wohl auftreten.

H*anNselinxe


Ich muß es jetzt und hier mal loswerden: Es geht mir unglaublich auf die Nerven, immer wieder solche Dinge lesen zu müssen wie "eine vegetarische"vegane Ernährung KANN unbedenklich/gesund sein, wenn sie gut geplant ist" oder auch "bei vegetarischer/veganer Ernährung kann es zu Mangelerscheinungen kommen". Ja NATÜRLICH ist das so – allerdings wird eine schlecht "geplante" Ernährung nicht plötzlich gesund, nur weil man Fleisch hinzufügt; und die meisten Menschen mit Mangelerscheinungen ernähren sich weder vegan noch vegetarisch.

Das nur mal als allgemeiner Hinweis.

GKalaMxxi


und die meisten Menschen mit Mangelerscheinungen ernähren sich weder vegan noch vegetarisch.

ja das stimmt da gebe ich dir recht!!! ich esse fast alles, ausgewogen achte auf meinen Ernährung und doch habe ich eine Mangelerscheinung da ich nicht alles vom Körper aufnehmen kann..

_{Tsunafmxi_


Die Sache ist die, dass die ungesündesten Sachen tatsächlich am besten schmecken. ;-)

HXan9selxine


Zu den Eingangsfragen: Ich ernähre mich ohne Fleisch, Milch(produkte) und Eier. Bei den letzteren gibt es Ausnahmen, wenn ich eingeladen werde und es nicht statthaft wäre, Sonderwünsche zu äußern; da das aber von der Menge her insgesamt nur Spuren sind, fällt das zwar ethisch ins Gewicht, ernährungsphysiologisch aber mit Sicherheit nicht.

Jetzt wird es ausführlich und lang, ich teile daher in "Gründe" und "Gesundheit".

Meine Gründe: Vor 16 Jahren habe ich aufgehört, Fleisch zu essen. Aus Tierschutzgründen UND weil ich zu der Zeit in einem Land lebte, wo es üblich war, dreimal am Tag warm zu essen, jeweils mit Fleisch als Hauptbestandteil. Das fand ich widerlich dekadent – seit meiner Heimkehr damals habe ich kein Fleisch mehr gegessen. (In der ganzen Zeit gab es drei Ausnahmen, und zwar war einmal auf einer mehrwöchigen Wanderung der Proviant alle und es gab im Übernachtungsort kein Geschäft, dafür ein einziges Lokal. Dort gab es ausschließlich Fleisch zu essen. In einem deutschen Restaurant hätte ich die Beilagen gegessen und fertig bzw. hätte gefragt, ob man mir einen Gemüseteller machen kann. Dort sprach ich die Sprache nicht und außerdem gab es kaum Beilagen, eigentlich nur als Deko. Ich hätte am nächsten Tag nicht weitergekonnt, wenn ich nichts gegessen hätte. – Das andere Mal hatte mein Vater, von einem Schlaganfall gezeichnet, sich die Mühe gemacht, zum Einkaufen zu kriechen und mit seinen gelähmten Händen sowie fast blind extra für mich Bratwurst zu braten (die ich als Kind so gern gegessen hatte). Ich KONNTE ihm nicht sagen "das esse ich nicht", mein Vater war mir wichtiger als das Schwein.. Das dritte Mal war wieder im Ausland in einer SItuation, wo ich eingeladen war und ein Ausschlagen des Gebotenen nicht in Frage kam.)

Eier und Milch habe ich in der Zeit zwar verzehrt, aber nicht allzuviel, da mir beides nicht so gut bekommt und die meisten Käsesorten und Joghurt mir auch nicht schmecken. Aber ich habe schon mal Milchreis oder Grießbrei gekocht und sehr gerne Pfannkuchen (Eierkuchen) gemacht.

Vor 6 Jahren habe ich meinen Mann kennengelernt, der sich aus Gesundheitsgründen ebenso "inkonsequent vegan" ernährte wie ich jetzt. Da ich aus Effizienzgründen nicht verschiedene Gerichte für uns beide kochen wollte und auch nicht Dinge kaufen wollte, die dann nur von mir verzehrt worden wären, habe ich das von Anfang an weitgehend mitgemacht, aber nicht ganz.D.h. ich habe Sahne auf den Kuchen getan oder mal Pudding (mit Kuhmilch) gekocht.

Vor 2,5 Jahren wurde meine Tochter geboren. Ich habe sie gestillt. Ich vermute, daß das für einige lächerlich klingt, aber egal: Mir wurde dadurch schlagartig deutlich, wie extrem Milchkühe gequält werden, körperlich und psychisch. Milchkonsum ist ethisch gesehen vielleicht noch schlimmer als Fleischverzehr. Bioproduktion mildert das geringfügig ab, löst das Problem aber nicht. Von da an habe ich mich vor Kuhmilch und Milchprodukten geekelt. Zugleich wurde mir klar, daß Kuhmilch für Kälber gedacht ist und nicht für menschliche Kinder, schon gar nicht für Erwachsene.

Auf Eier habe ich eh noch nie Wert gelegt. Wenn überhaupt, würde ich ausschließlich Bioeier essen, weil da wenigstens die Haltung an sich o.k. ist. Dennoch wird das Leben der Tiere vorzeitig beendet. Das will ich nicht unterstützen.

H~ansellin!e


Zur Gesundheit:

Als Kind und Jugendliche habe ich alle gängigen tierischen Produkte regelmäßig verzehrt, jedoch nicht im Übermaß. Ich aß so etwa das, was man sich unter "ausgewogener Mischkost" vorstellt (also Tierisches regelmäßig, aber nicht im Übermaß, viel Gemüse, Getreideprodukte überwiegend aus Weißmehl, aber gelegentlich auch Vollkorn, Süßigkeiten auch, aber nicht viel).

Ich hatte:

- Eisenmangel (als Kind, es hatte also nichts mit der Menstruation zu tun)

- chronische Bronchitis

- ab 16 ging die weg, dafür bekam ich ab 20 chronische Mandelentzündung, gegen die nichts half (auch nicht Entfernung der Mandeln)

- Mindestens 6 Erkältungen pro Jahr, jede davon sehr stark, Dauer je 2 Wochen.

Als Vegetarierin ging es mir nicht besser.

Vor 6 Jahren lernte ich wie gesagt meinen Mann kennen und daher auch meine Schwiegermutter. Ich erzählte ihr von den Erkältungen und Halsproblemen. Sie riet mir, kein Weißmehl (also ausgemahlenes Weizenmehl) mehr zu essen. (Ich möchte betonen, daß dies nicht mit einem Heilsversprechen verbunden war und ich nur dachte "na schaden kann es ja nicht", während ich zuvor bei der Tonsilektomie sicher gewesen war, daß diese helfen würde; ein Placeboeffekt kommt also kaum in Frage.)

Ich verzehrte also fortan kein Weißmehl mehr, nur noch Vollkornmehl oder andere Getreidesorten (Roggen, Dinkel).

Beeinflußt durch meinen Mann, verzehrte ich kaum noch Milch(produkte), Eier ja sowieso kaum.

Ich hatte vorher zwar auch immer selber gekocht, aber häufig unter Verwendung fertiger Bestandteile (also z.B. Tomatensauce aus der Tüte). Wir stellten uns aber auf Bio um, soweit uns das finanziell möglich war/ist – und da Bio-Fertigprodukte sehr, sehr teuer sind, frisches Biogemüse hingegen nicht, koche ich seitdem fast alles selber (gelegentlich verwende ich Konserven, darin ist dann aber nur das betr. Gemüse mit Wasser und evtl. Salz, meistens ist das Grünkohl).

Zusammenfassend kann man sagen: Es handelte sich und handelt sich noch immer um vegane Vollwertkost, wobei "vegan" im ethischen Sinne nicht zutrifft, bezogen auf ernährungsmäßig relevante Mengen und Häufigkeiten aber schon.

Ich habe:

- KEINE Mangelerscheinungen (ausweislich des großen Blutbildes, das vor nicht allzu langer Zeit gemacht wurde, und der vielen HB-Tests in der Schwangerschaft. Den Konsum eisenhaltiger Nahrungsmittel mußte ich sogar reduzieren). – Ich nehme keine Nahrungsergänzungsmittel, allerdings essen wir manche Dinge, die nicht jeder als normales Lebensmittel empfindet (Brennesseln – mit denen ich aber aufhören mußte – und gelegentlich sind mal kleine Mengen von Algen im Gemüse, sowie Bierhefe (ein sehr leckeres Würzmittel)).

- Ein bis zwei Erkältungen pro Jahr, seit der Geburt meiner Tochter auch mal drei; sie dauern einen bis drei Tage, im Gegensatz zu früher mit Fieber, daher schneller wieder vorbei.

- Ohne Mandeln keine Mandelentzündung – aber die ewige Halsentzündung ist auch komplett weg.

Alles gesundheitlichen Beschwerden, die ich sonst noch so habe, hatte ich auch als Kind schon, sie können also nichts mit dem Weglassen tierischer Produkte zu tun haben.

Ich habe mich in der Schwangerschaft und Stillzeit erst weitgehend, dann weitestgehend (siehe oben) vegan ernährt. Meine Tochter hat noch nie Kuhmilchprodukte getrunken oder gegessen und noch nie Fleisch verzehrt. Sie ist gesünder als alle anderen Kinder aus ihrer Krabbelgruppe, motorisch durchschnittlich und sprachlich recht weit entwickelt. Rotwangig und sehr, sehr lebhaft. Ich habe dennoch den Kinderarzt (der gravierende Mangelerscheinungen insbes. an Eisen prophezeit hatte, ich MÜSSE unbedingt Fleisch füttern – drei verschiedene Hebammen waren aber anderer Meinung, das nur nebenbei) um Bluttests wg. Eisen und Vit. B12 gebeten. Da ich Kinder kenne, die einen Mangel an B12 haben – und das ist wirklich etwas Schlimmes bei Babies und Kleinkindern. Er meinte: "Wenn Sie das unbedingt wollen, kann ich es machen – aber von mir aus würde ich es nicht tun, es ist offensichtlich, daß kein Mangel vorliegt."

Vegetarier(innen), die unter Eisenmangel leiden, sollten dies nicht auf ihren Vegetarismus zurückführen. Erstens gibt es sehr viele VegetarierInnen OHNE Eisenmangel; zweitens gibt es sehr viele Menschen, die Fleisch verzehren, MIT Eisenmangel.

Hsans)eliAnxe


Schließlich und endlich: Das Kochen.

Für mich ist das völlig unproblematisch: Ich habe sowieso noch nie nach Kochbuch gekocht und interessiere mich nicht für klassische "Gerichte"; also auch nicht dafür, vegetarischen Gänsebraten zu kreieren oder so. Ich weiß die verschiedensten Gemüsesorten sowie Kartoffeln, Reis, Vollkornnudeln, Hirse, Buchweizen... zu garen und stelle sie so, so oder so zusammen.

Das einzige, woraus ich tatsächlich ungern verzichte, ist creme fraiche. Ich verwende sie dennoch nicht – und daher gibt es nun sehr häufig Tomaten sauce (das ist meistens einfach erhitzte Passata). Neulich habe ich aber herausgefunden, daß feingemahlene weiße Mandeln eingerührt werden können, das ergibt dann etwas milchig-Sämiges und schmeckt auch ganz gut. Ich habe aber meistens keine Lust zu dem Aufwand.

Wenn ich hingegen mal Lust habe, Aufwand zu treiben, mache ich Pizza, das geht vegan-vollwertig sehr gut. OHNE "Käseersatz" – wer mal in Italien war, weiß, daß Pizza nicht immer Käse enthält.

Tofu und "Fleischersatzprodukte" kommen bei uns nicht auf den Tisch. Ehrlich gesagt habe ich persönlich noch NIE Vegetarier oder Veganer getroffen, die so etwas regelmäßig selber essen. Man kauft das, wenn Besuch kommt, der unbedingt etwas fleischähnlich Aussehendes auf dem teller haben muß. Es schmeckt nicht so toll, es ist teuer, es ist nicht sehr gesund – also wozu...

Einzige Ausnahme: Gelegentlich gibt es Lopino-Würstchen, weil sie unserer Tochter so einmalig gut schmecken.

Und sie trinkt sehr gerne Hafer – oder Reismilch. Die verwende ich gelegentlich auch beim Kochen (wenn der Besuch Pudding bekommen soll).

H$ansexline


Ein langer Text bietet die Gelegenheit zu vielen Tippfehlern.

_,Tsun amix_


Extensive Beschäftigung mit gesunder Ernährung für einen selbst und das Kind. :)= :)^

pVateiencxe


@ schnattergusche

Ahhh! Du hast das böse Wort mit S verwendet Schlacke ;-D

Ich denke, wer sich mit dem Thema Ernährung beschäftigt wird schnell feststellen, dass es nicht nur hundert Meinungen dazu gibt, sondern dass auch entsprechende Studien unglaublich vielfältig ausfallen. Deswegen kann ich natürlich nicht behaupten, dass meine Meinung die einzig richtige ist.

Aber rein vom logischen her: Menschen sind im Grunde genommen ja Tiere. Wieso sollten nur z.B. 'schweinische' Bakterien B12 produzieren, das resorbiert werden kann, obwohl der Darm fast baugleich ist?

Wie gesagt, das ist das, was ich für mich mitgenommen habe, am Ende hat es für mich keine Rolle gespielt, da ich auch in meiner veganen Zeit kein Problem damit hatte.

@ Parvati

Auch zu den Nüssen liest man Unterschiedliches. Hab gerade mal gegoogelt, aber keine Struktur für analoges B12 gefunden. Kannst du mir da weiter helfen? *:)

_DPa-rYvati_


und die meisten Menschen mit Mangelerscheinungen ernähren sich weder vegan noch vegetarisch.

Ein Mangel hat auch nicht zwingend etwas mit der Ernährung zu tun. Es sei denn, man ernährt sich unausgewogen, egal ob man da jetzt nun Veganer, Vegetarier oder Fleischesser ist. Bei veganer Ernähung ist es aber Fakt, dass man nun mal nicht alle nötigen Nährstoffe über die Ernährung zuführen kann die der Körper benötigt. Wenn man hier nicht B12-Tableten oder Produkte mit angereicherten B12 zu sich nimmt, wird es über kurz oder lang zu einem Mangel kommen. Bei B12 ist auch das Gefährliche, dass da der Mangel sehr schleichend kommt. Es kann hier bis zu über 20(!) Jahre dauern, bis sich ein Mangel einstellt. Es sei denn, man gehört zu den sehr wenigen Glücklichen, die B12 selbst im Darm durch Darmbakterien produzieren und auch resorbieren können. Man sollte zumindest regelmäßige Blutkontrollen beim Arzt durchführen lassen um auf Nummer sicher zu gehen. Es sollte aber auch beachtet werden, dass das B12 im Blutserum nicht aussagekräftig genug ist. Hier kann trotz Normalwerte einen Mangel vorliegen. Daher ist ein Holo-TC oder Methylmalonsäuretest sicherer. Ist jedoch keine Kassenleistung.

_EParv\atxi_


Auch zu den Nüssen liest man Unterschiedliches. Hab gerade mal gegoogelt, aber keine Struktur für analoges B12 gefunden. Kannst du mir da weiter helfen? *:)

Es gibt, soviel ich weiß, mehrere Strukturen. Aber ich bin jetzt kein Chemie-Fachmensch. Google vielleicht nochmal unter "cobalamin analoga".

Aber vielleicht hilft dir auch schon die Seite weiter: [[http://www.vebu.de/gesundheit/naehrstoffe/vitamin-b12]]

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