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Appettitlosigkeit, Barriere trotz Hunger

zGwieJbelx1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

so, das ist mein erster Versuch mich mit diesem Problem auseinanderzusetzen, ich war noch bei keinem Arzt, habe noch mit niemandem darüber geredet und habe da auch eine sehr hohe Hemmschwelle, weil ich mir denke, dass ich mir vielleicht das alles nur einbilde und ja eh keine körperlichen Schäden habe |-o

Aber seit einigen Jahren leide ich an Appettitlosigkeit, die immer schlimmer wird. Davor hatte ich immer einen guten Appettit, habe gern gegessen.

Im Moment komme ich wenn ich ehrlich bin wahrscheinlich auf gerademal eine Mahlzeit am Tag.

Diese Appetitlosigkeit ist ganz komisch. Ich versuche es so zu erklären:

Wenn ich Hunger habe ist es, als würde das Essen dagegen garnichts helfen. Wenn ich hungrig bin fühle ich mich als hätte ich ein schmerzendes, brennendes Loch im Magen, das Übelkeit verursacht, ich muss mich also wirklich zwingen, etwas zu essen. Das Essen scheint sich dann allerdings irgendwo unter meinem Rachen zu "stauen", so fühlt sich das an. Nach ein paar Bissen bringe ich beim besten Willen nix mehr rein, während weiter unten in meinem Magen immernoch das brennende Loch ist.

Es ist frustrierend zu essen, und der Hunger wird nicht weniger.

Ich versuche den Hunger dann immer mit gehaltvollen Getränken zu bekämpfen- also Fruchtsäfte, Milchgetränke, Tee mit Milch und Zucker, und das empfinde ich als total angenehm, denn im Gegensatz zu fester Nahrung "rutschen" Getränke tatsächlich durch bis zum Magen, nichts "staut" sich, das Loch im Magen bekommt endlich ein bisschen Fülle.

Ich tu mir überhaupt mit Trinken viel leichter als mit Essen, ich habe ein ausgeprägtes Durstgefühl, trinke literweise Säfte und so Zeug, es ist mittlerweile wohl ein bisschen ein Ersatz fürs essen.

Ich habe mir auch durch die Appettitlosigkeit angewöhnt, besonders geschmacksintensive, fett- oder zuckerhaltige Sachen zu essen, damit mein Körper wenigstens ein bisschen Energie bekommt. Am Anfang hat das auch geholfen, weil die ein bisschen meinen Appettit anregen konnten, aber es werden immer weniger Nahrungsmittel, die mich wirklich begeistern.. und meistens ist eben der Hunger schon so schmerzvoll, dass ich garnichts mehr zu mir nehmen mag :-|

Besonders schwer tue ich mir mit warmen Speisen. Ich muss dazusagen, ich war immerschon ein Mensch der die Zwischenmahlzeiten lieber mochte als die Hauptmahlzeiten.

Wenn eine große Schüssel warmes, dampfendes Essen vor mir steht, macht mein Magen sofort "zu".

Ich trickse mich damit aus, dass ich das Essen abkühlen lasse und mir nur Miniportionen auf den Teller tu. Bei einer großen Portion fühle ich mich überfordert.

Meistens esse ich sehr kleine, kalte Mahlzeiten wie Käsebrot, Müsli, Schoko, etc.

Essen hat bei mir scheinbar auch mit Druck zu tun. In Situationen wo ich denke dass ich jetzt (viel) essen MUSS, macht mein Magen komplett zu. Immerwieder dieselben Situationen: Ich gehe mit Mordshunger ins Restaurant, alles riecht nach Essen, die ganze Karte ist voll Essen, ich muss mir was aussuchen... mir wird dann richtig heiß und mein Magen macht oben komplett zu, ich bringe vielleicht grade 2 Bissen rein, obwohl mein Magen spürbar leer ist.

Es ist fast ein Gefühl der Panik, ich habe sofort das Bedürfnis total viel kaltes Zeug zu trinken, ob diese "Hitze" abzukühlen.

Lustigerweise ist es oft so, dass ich von einem Restaurantbesuch wo ich 2h hinter meinem vollen Teller gelitten habe, heimkomme, mich total befreit fühle, und mir erstmal belegte Brote mach.

Auch wenn ich mit anderen Leuten essen bin und selbst nichts nehme, dann koste ich oft mit großem Appettit von den anderen, wenn ich aber selber was habe was ich nun essen MUSS geht garnix.

Aber das ist nicht das einzige Problem, ich habe meistens auch keinen Appettit wenn ich alleine zuhause bin und garkein "Zwang" besteht.

Wenn ich mir überlege dass ich eigentlich täglich 3 Mahlzeiten essen sollte, fühle ich mich komplett überfordert. 3x jeden Tag, das kommt mir wie Hochleistungssport vor. :-(

Neben solchen "Tricks" wie das Essen kalt werden lassen und nur Miniportionen auf den Teller geben, gibt es auch Nahrungsmittel, die ich leichter "runterkriege". Also wie gesagt alles flüssige, oft gehen Sachen mit breiiger oder "schleimiger" Konsistenz und/oder intensivem Geschmack (wie Camembert, Räucherlachs, Erdbeeren- alles auch ziemlich teuer ;-) etc), trockene Sachen mit wenig Geschmack gehen meist garnicht (an einem Stück Brot ohne Aufstrich könnt ich 2h kauen bevor ich es runterbringe). Was dazu führt dass ich mich in meiner Not oft ganze Tage lang von Saft, Wassereis und ein paar Nougatpralinen "ernähre".

(Das einzige, was *wirklich* hilft, aber natürlich keine Dauerlösung darstellt, ist wenn ich etwas geraucht habe |-o Dann kann es sein, dass ich plötzlich wieder ganz normalen Appettit bekomme, so wie früher, ob mit oder ohne Hunger, und komplett ohne dieser "Barriere", dann kann ich locker auf einmal einen Topf Nudeln aufessen, auch wenn die mir garnicht soo wahnsinnig schmecken, und es landet alles im Magen und nichts "staut" sich! Das sind aber auch die einzigen Situationen wo ich ganz normal und mit Appettit essen kann)

Körperliche Ursachen schließe ich aus, ich glaube dass es ein psychisches Ding ist (es ist auch bedeutend schlimmer, wenn ich gerade unglücklich bin).

Es gab aber in meiner Kindheit keinerlei Druck mit Essen, ich hatte nie Esstörungen, als Jugendliche habe ich wie alle Mädchen zeitweise versucht auf meine Figur zu achten und mir daher einige Lebensmittel "verboten", was mich aber nur noch gieriger darauf machte. Ich hatte immer einen guten Appettit und Hunger führte bei mir dazu, dass ich noch gieriger aufs Essen wurde und unwählerischer.

Heute ist es komplett umgekehrt. Je größer der Hunger, desto kleiner die Auswahl an infragekommenden Nahrungsmitteln, bis irgendwann nur mehr Fruchtsaft übrigbleibt.

Was ich mit diesem Thread erreichen möchte ist:

-Meinungen von Leuten hören, denen es evtl ähnlich geht/ging (mich würde ja interessieren, ob mein Problem häufiger vorkommt!)

-und mich zu zwingen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen um mir in weiterer Folge "fachliche" Hilfe zu holen

(Sorry dass es so lang geworden ist, ich wollte nichts auslassen...)

*:)

Antworten
P7e>ddi


Ist nicht schlimm, dass es so lang geworden ist. Für mich sehr interessant, denn Du schreibst sehr gut, so dass ich das und vielleicht auch dich verstehn kann. Dafür mal danke, denn ich habe eine kleine Tochter, die wegen einer Herzerkrankung sich so verhält, wie du, und ähnliches beschreibt. Es gibt derzeit sehr sehr wenig, was sie wirklich mag.

Darum frage ich mal, hattest Du eine Grippe oder eine Erkrankung, die den Appetit hemmt?? Magen, Darm, schnupfen? Gab es einen Auslöser und mag er noch so klein oder unwarscheinlich sein? Oder unwirklich, oder so, dass Du meinst, das versteht niemand??

Meine Tochter isst gern Himbeeren, die tau ich immer in der Mikrowelle auf. Sie will essen, hat Hunger, aber kann nicht. Dazu kommt, dass sie durch ihre Erkrankung Magenschmerzen hat. (Rückstau durch das Herz)

Gaaanz wichtig Zwiebel, ich will Deine Eßstörung nicht runterspielen, denn sie ist genauso schlimm, wie die Eßstörung meiner Tochter, wird wohl aber einen anderen Auslöser haben.. jaaaaa :)_ Also nimm sie bitte ernst. Vielleicht können wir zwei uns gegenseitig helfen?

Meine Tochter sagt, wenn sie selbstgemachtes Eis (aus 100% Apfelsaft und nur der) isst, dann wird das mit dem Öffnen des Magens besser. Auch muß ich lernen, sie nicht zu sehr zu bedrängen (was echt schwierig ist, wegen der vielen Medis täglich) und ich muß lernen, andererseits ein wenig mehr strukturierter Essen anzubieten. Was auch immer hilft, wenn sie mir beim Kochen helfen darf.

Die Portionen sind klein, die sie ißt. und nur wenige, und wenn es so weiter geht, mache ich mit ihr irgendwo eine Eßtherapie.

Ja, vielleicht helfen Dir meine Erfahrungen ein wenig, und vielleicht lerne ich von Dir, wie ich meiner Kleinen helfen kann. Auf jeden Fall kann ich Dich sehr verstehen.

GLG

z>w%ieb6el1


Hallo und danke für die schnelle Antwort :)

Nein, ich kann mir keine (körperliche) Ursache vorstellen, begonnen hat es (allerdings sehr schleichend) als ich vor ca. 8 Jahren von Zuhause auszog.

Ich habe zuerst genossen, dass ich jetzt essen konnte, wann und was ich wollte. Daheim gabs halt feste Essenszeiten, wenn auch überhaupt keine strengen.

Als Kind hatte ich allerdings keinerlei Probleme mit dem Essen. Außer wie gesagt dass mir immer die Nachspeisen und Zwischenmahlzeiten lieber waren und mich das "Erwachsenenessen" (=Fleisch und Gemüse) sehr gelangweilt hat. Aber ansonsten hatte ich immer einen gesunden Appettit.

Es gab auch in meiner Familie keinerlei Druck mit Essen. Ich wurde nicht "gezwungen" Gemüse zu essen weils so gesung ist, oder den Teller leerzumachen wenn ich nicht mehr konnte, ich musste keine Medis nehmen, ich musste nicht zu- oder abnehmen.

Wie deiner Tochter fallen mir auch Dinge wie (fruchtiges) Wassereis, süßes Obst, Cremiges wie Pudding oder Cremeschnitten (leider mag ich kein Joghurt), oder Sachen mit sehr intensivem Geschmack aber weicher Konsistenz (Schimmelkäse, Lachs), etc. Beim Kochen zusehen ist bei mir aber kontraproduktiv: Ich "übersättige" mich total schnell an Gerüchen, im Restaurant bin ich oft schon von den Gerüchen satt, genauso wenn ich selbst koche oder dem der kocht zusehe. Der Geruch und die Hitze... da macht mein Magen wieder "zu". :-/

Deine Tochter hat eine Herzkrankheit, hat denn ein Arzt ihren mangelnden Appettit schonmal irgendwie erklärt, hängt das mit der Herzkrankheit zusammen? Wie alt ist sie denn?

Lg, zwiebel

AznshUaxry


hmm Also ganz sowie bei dir ist es bei mir nicht, aber auf eine gewisse Art und Weise kenne ich das was du hier so ausfürhlich beschrieben hast auch.

Allerdings wird mir dann immer schlecht, wenn ich etwas esse. Trinken geht dann auch, oder Johurt essen. Aber alles andere rühr ich dann nicht an. Hab zwar Hunger ohne Ende aber außer Joghurt oder Saft bekomme ich nichts runter. Und wenn doch (hab mich mal gezwungen weil ich dachte, dass das alles nicht sein kann) dann übergeb ich mich.

Vorzugsweise habe ich das, wenn es mir nicht gut geht.

Eine andere form davon ist, dass ich zwar Hunger habe, aber mich alles nicht anspricht. Saft, Brot, Nudeln, Reis, Joghurt, Pizza, etc pp. alles nichts. Ich bekomm dann nur Wasser runter. Umgekehrt habe ich an anderen Tagen heißhunger und esse zu viel:(.

Vielleicht würde es dir helfen, dich mal einem Therapeuten anzuvertrauen? Seit ich regelmäßig zu einer Therapeutin gehe (wegen anderen Problemen) reduziert sich das alles. Der Heißhunger wird weniger, das zu viel essen ebenso wie das nichts runterbringen auch.

Liebe grüße

Pved.di


Hallo Zwiebel,

ja, der mangelnde Appetiet hängt mit der Herzerkrankung zusammen. Sie hat von Natur aus immer Übelkeit und morgens magenschmerzen. Sie ist 11 Jahre alt.

Derzeit ist aber der Schwerpunkt auf der Eßstörung, weil sie auch dann nicht essen kann, wenn sie wirklich Hunger hat. Sie wird immer schwächer und dünner. Und sie quält sich auch selber, weil sie ja essen will und nichtkann. Vom Magen her. Oder nur sehr sehr wenige Mengen. Und am liebsten Säfte oder Obstbreie oder Eis aus Saft. Dann wieder mag sie sehr würzige Chips. Ich als Mama hab das zunächst auch zugelassen, damit sie überhaupt was ißt. Nun versuche ich, dass eben Chips nur nach den Mahlzeite und in geringen Mengen erlaubt sind, das ist für uns beide schwer. Aber ich habe mit ihr darüber gesprochen, dass sie sich so selber schadet.

Heute abend hat sie ein wenig Mozarellakäse genascht und aber eine ganze scheibe weiches.Toastbrot gegessen, das sie vorher in die Balsamicosoße gedippt hatte. Das ging sehr gut, damit bin ich zufrieden, und hab ihr dann ganz doll gelobt.

Zwiebel, kann es sein, dass das Ausziehen zu Hause ein großer Schritt für Dich war?? Du schreibst, ab da ging es milde los??

Anshary, die Idee mit dem Therapeuten ist sehr gut, und die wollen wir auch umsetzten

zVwie\bel1


Hallo Anshary,

Eine andere form davon ist, dass ich zwar Hunger habe, aber mich alles nicht anspricht. Saft, Brot, Nudeln, Reis, Joghurt, Pizza, etc pp. alles nichts. Ich bekomm dann nur Wasser runter.

Jup, kenn ich nur zu gut. Ich mag mich dann auch garnimmer drum kümmern, irgendwas zu essen aufzutreiben, einzukaufen, etc. Spätestens nach den ersten Bissens lass ichs liegen.

Das liegt aber auch daran dass Essen eben bei mir kein angenehmes Sättigungsgefühl bewirkt, sondern der Hunger und die Übelkeit fast noch mehr schmerzen.

Dabei esse ich dann garnicht soo wenig. Heute bsp. bin ich mit Mordshunger aufgewacht, habe es zuerst mit 1,5 Scheiben brot mit Camembert versucht- Hunger und brennendes Gefühl sind geblieben.

Danach mit 3 Marillenknödel mit Semmelbrösel- selbes Ergebnis.

Das ist so frustrierend! Auch bei wenig essen müsste der Hunger doch ein bisschen besser werden. Aber es ist, als würde nichts außer Flüssigkeit überhaupt da "runter" kommen, selbst wenn ich es schlucke.

Ich mag nichts essen wenn ich so ein brennendes Loch im Magen hab :-(

Umgekehrt habe ich an anderen Tagen heißhunger und esse zu viel:(.

Das habe ich nur gaanz selten, bzw. wie gesagt nur wenn ich was rauche, aber dann genieße ich es eigentlich total, ich finde es toll mit Appettit zu essen und davon satt zu werden!

Therapie, nunja... wenn es nur das Problem ist? ":/

Wo vermutest du/dein Therapeut denn den Grund deiner Essstörung?

*:) zwiebel

z'wiekbewl1


@ Peddi:

Zwiebel, kann es sein, dass das Ausziehen zu Hause ein großer Schritt für Dich war?? Du schreibst, ab da ging es milde los??

Hm, nicht im negativen. Gerade im Bezug aufs Essen habe ich mich erstmal gefreut dass ich nun komplett selbst bestimmen konnte, wann und was ich esse. Ich war noch nie ein Fan von allzu geregelten Ess- und Schlafenszeiten etc.

Nunja, ich bin ein wenig ratlos. Ich wünsche dir und deiner Tochter jedenfalls viel Erfolg und freue mich dass sie kleine Fortschritte macht! *:)

AxnshCarxy


"Jup, kenn ich nur zu gut. Ich mag mich dann auch garnimmer drum kümmern, irgendwas zu essen aufzutreiben, einzukaufen, etc."

Kenn ich auch. Ich hab zwar immer was zu essen da, aber ich geh dann nur in die Küche um mir Wasser zu holen oder den Katzen ihr Futter zu machen. Allein schon beim Gedanken was zu essen wird mir dann schlecht.

Von den "nichts essen können" weiß meine Theapeutin noch gar nichts.

Weißt du... dein Essproblem kann eine ganz andere Ursache haben, die sich einfach dadurch offenbar, dass du nichts runterbekommst. Das Problem als solches muss dir gar nicht bewusst sein, kann auch schon ewig zurückliegen und du sogar denken, dass du das schon vor Jahren verabreitete/überwunden hast.

Ich z.B. habe eine sich ständig verschlechternde Polineurophatie, wegen der ich primär zur Therapeutin gegangen bin. Mit dieser Phatie einher geht, hohe Aggressivätä/Reizbarkeit, aufgrund der in der Jungend gemachten Erfahrungen+ Elternhaus ein mangelnedes Selbstwertgefühl, Unsicherheiten im Umgange mit Menschen, temporärer Selbsthass etc pp. Dieses "Essproblem" primär das zuviel essen (darüber habe ich schon mit der Theapeutein gesprochen, dass nichts esseen können habe ich weggelessen, weil für mich das im Grunde kein Problem sonderen eine Wohltat in gewisser Weise ist) hängt mit all dem zusammen. Ich praktiziere mit diesem zuviel essen die umgangsprachliche Äußerung "die frisst alles in sich rein und redet nicht über ihre Probleme" Warum ich in anderen Situationen dann eben gar nichts essen kann, weil mein Magen einfach zu macht, weiß ich nicht. Da es sich aber seitdem ich in Therapie bin alles bessert gehe ich stark davon aus, dass das auch irgendwas mit meiner Psyche zu hat.

Pcetxia


Hallo zusammen,

Ich geselle mich mal hinzu. Ich hab ungefähr so geguckt: :-o , als ich gesehen habe, dass es Menschen gibt, denen es genauso geht wie mir. Auch ich kenne dieses "Ich kann nichts essen, habe aber eigentlich Hunger" nur zu gut und es nervt mich ganz furchtbar.

Ich muss dazu sagen, dass ich vor vier Jahren an Anorexie gelitten habe, diese aber schon lange überwunden habe (mit Normalgewicht, ohne verbotene Lebensmittel, ohne übertriebenen Sport, kurz, in der Hinsicht bin ich gesund).

Letztes Jahr war diese Appetitlosigkeit bei mir ganz schlimm; ich habe manchmal tagelang so gut wie nichts essen können. Einmal war es ganz schlimm, ich hatte Hunger, aber konnte halt nichts essen (ich habe da immer das Gefühl, dass sich mein Hals und Magen zusammenziehen und es würgt mich schon fast, kennt Ihr sicher auch). Ich bin also, ohne etwas gegessen haben, zu Freunden von mir gefahren, um mit ihnen zu lernen und irgendwann wurde mir schwindelig vor Hunger. Sie haben dann rasch Nudeln warmgemacht, aber ich konnte einfach nicht mehr als zwei Gabeln voll essen; ich hatte wirklich das Gefühl, wenn ich noch einen esse, muss ich brechen. Erstaunlicherweise "flutschen" bei mir in solchen Phasen manche Sachen leichter als andere, v.a. alles mit intensivem Geschmack (süß, sauer oder salzig). Daher gönne ich mir, wenn ich aus welchem Grund auch immer mal wieder nicht essen kann, auch öfter etwas Süßes. Was auch immer gut geht, sind pürreeartige Sachen, wie z.B. Rote Grütze oder auch mal Babynahrung (die nehme ich auch, wenn ich wieder Magenprobleme habe).

Interessanterweise vertrage ich auch Milchprodukte in solchen Zeiten sehr gut, obwohl ich laktoseintolerant bin (kann aber dank Lactase-Enzymen trotzdem alles essen).

Ich schiebe diese Ess-Unfähigkeit eigtl. immer auf Uni-/Prüfungsstress (da ist es manchmal auch besonders schlimm, manchmal aber auch ohne... schon wieder unklar :-/). Manchmal ist sie aber auch so da. Besonders schlimm ist es für mich auch, wie zwiebel schon schrieb, in Gesellschaft. Ich bin nämlich auch immer sehr schnell satt bzw. fühle mich voll (habe dann aber 5 Min. später wieder Hunger %-|) und muss mir regelmäßig von meinen Kommilitonen sagen lassen, dass es schlecht ist, Essen wegzuwerfen (ich würde es auch selber gerne essen, aber nicht mit dem Gefühl in der Speiseröhre)... Also eigentlich habe ich dann auch nicht wirklich Ahnung, woher das kommt. ":/

Aber schön zu wissen, dass man nicht alleine ist! :)_ Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid. :)z

z]w`iebexl1


Hallo!

oder auch mal Babynahrung

Oh ja, Babynahrung ist auch immer bei den Sachen die ich noch essen kann wenn nix mehr geht.

Seltsamerweise habe ich aber keine vergleichbaren psychischen Probleme, war auch nie magersüchtig und habe auch nicht mehr Stress als sonst, im Gegenteil. Also die Beschwerden sind zwar schlimmer wenn es mir psychisch schlecht geht, aber auch wenn ich glücklich bin sind sie da.

Kommt euch, Anshary und Petia, auch manchmal vor dass ihr übersäuert seid? Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte zuviel Magensäure (aber vielleicht auch nur vom Hunger) und ich leide auch oft unter Durchfall.

Ich ernähre mich aber auch sehr schlecht, das ist irgendwie ein Teufelskreis. Ich krieg nichts gesundes runter, aber durch den ganzen Müll den ich esse, gehts meinem Magen sicher noch schlechter :/

P4e7t/ixa


Hm... ich frage mich auch manchmal, ob ich zu viel Magensäure bilde. Dann hab ich manchmal aber auch wieder das Gefühl, es sei zu wenig (auch das gibts ja). Und ich muss auch in den letzten Jahren viel öfter aufstoßen, als früher (kam auch nach der blöden Essstörung). Durchfall habe ich zum Glück nie.

Ich ernähre mich aber auch sehr schlecht, das ist irgendwie ein Teufelskreis. Ich krieg nichts gesundes runter, aber durch den ganzen Müll den ich esse, gehts meinem Magen sicher noch schlechter

Oh, wie gut ich das kenne :°_ ... wobei ich es in letztes Zeit wirklich versuche, mich besser zu ernähren und es klappt eigentlich ganz gut.

Ich weiß aber auch, dass bei mir eigentlich alles Mögliche und Unmögliche auf diese Appetitlosigkeit wirkt: Das Wetter (Hitze), mein Zyklus (wenn ich meine Tage habe, kann ich oft nichts essen und mir ist übel), Stress hatte ich ja schon. Oder eben auch nichts und sie ist einfach so da. Zum Verzweifeln!

z*wiebeel1


Ich weiß aber auch, dass bei mir eigentlich alles Mögliche und Unmögliche auf diese Appetitlosigkeit wirkt: Das Wetter (Hitze), mein Zyklus (wenn ich meine Tage habe, kann ich oft nichts essen und mir ist übel), Stress hatte ich ja schon. Oder eben auch nichts und sie ist einfach so da

Ja das kenne ich! Manchmal ist mir der Grund bewusst: Stress, Traurigkeit, positive Nervosität (Vorfreude etc, da krieg ich absolut nix runter), Kopfweh, unregelmäßiger Tagesrhytmus, Verdauungsprobleme, etc etc.

Manchmal scheint aber alles bestens und trotzdem hab ich keinen Appettit.

Ich denke, dass es bei mir besser ist, je entspannter ich bin. Dann "öffnet" sich diese Barriere irgendwie. Geht euch das auch so?

Darum esse ich meine (meist einzige) Mahlzeit meist am Abend oder sogar in der Nacht, wo der "Stress" des Tages vorbei ist und ich nichts mehr zu tun habe als mich ins Bettchen zu kuscheln. Da kommt dann meist der Hunger. Oft sogar erst wenn ich schon nach dem Zähneputzen im Bett liege und beginne einzuschlafen. Ganzen Tag kein Appettit, und plötzlich kommt der Heißhunger!

Tagsüber fühlt sich mein Magen irgendwie so verkrampft an, obwohl ich wirklich grad alles andere als Stress hab.

A-nshaxry


Die Überlegung ist jetzt vielleicht bisschen abwegig, aber öhm:

wo kaufst du ein? Beim Bio-Baurn/Bioladen oder bei RWEW/Aldi @ co.

Was ich jetzt bei mir mitbekommen habe ist, das Bio & co. von meinem Magen akzeptiert werden, wenn alles andere NICHT geht. Sprich: REWE Käse nein Bio-Käse ja.

In wie weit das mit meiner Psyche zu tun hat... keine Ahnung. ist auch nicht so, dass ich dann bei den Bio-Produkten zuschlagen kann, aber ich kann zumindest dann mal paar Nudeln mit Soße usw. essen

PvetiZa


Oft sogar erst wenn ich schon nach dem Zähneputzen im Bett liege und beginne einzuschlafen. Ganzen Tag kein Appettit, und plötzlich kommt der Heißhunger!

Heißhunger ist es bei mir vielleicht nicht, aber Hunger nach dem Zähneputzen und Ins-Bett-Legen kenne ich auch... Macht keinen Spaß, dann nochmal aufzustehen und den Kühlschrank zu durchforsten ;-D

zFwieibexl1


Hm, das wäre mir noch nicht aufgefallen, dass ich Bio besser vertrage. Ich habe sogar den direkten Vergleich, da ich selbst nicht Bio einkaufe, mein Freund aber ausschließlich. Und ich habe zwar noch nicht explizit darauf geachtet, aber ich glaub das wäre mir aufgefallen wenn ich seine Sachen besser vertragen könnte ":/

Werd mal drauf achten.

Ja, ich habe dann auch nicht Heißhunger AUF etwas bestimmtes, aber plötzlich eben Appettit. Hunger hatte ich ja auch schon vorher.

Kennt ihr auch den Unterschied zwischen "gutem" und "schlechtem" Hunger?

Also dieser Hunger, der bewirkt dass ich nichts mehr essen kann, fühlt sich ganz anders an ein Hunger der mit Appettit und Lust auf Essen einhergeht.

Ersterer fühlt sich an wie ein Brennen und es fühlt sich ganz heiß und scharf an.

Zweiterer ist so ein normales Magengrummeln und -ziehen, der Magen fühlt sich dann "offen" und entspannt an, und kann etwas aufnehmen.

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