» »

Mal wieder Fressanfall

s+chvwal"bentrxaum hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

gleich am Anfang: es wird lang. Doch ich würde mich freuen, wenn sich jemand die Zeit nimmt und meinen Text liest. :-)

Ich weiß, es ist ein altbekanntes Thema, doch ich habe mich extra hier angemeldet, da ich hoffe, auf Menschen zu stoßen, die mich endlich mal verstehen und mir nützliche Ratschläge erteilen könnten und damit meine ich nicht dieses Gefasel vom Psychologen etc..

Wie der Titel schon sagt, ist mein momentan schwerwiegendstes Problem mein Essverhalten. Ich habe seit etwa vier Monaten um die sechs Kilo verloren. Um genauer zu sein, habe ich es durch Sport und einer radikalen Ernährungsumstellung von 60kg auf um die 53/54kg geschafft. Seit nun etwa vier Wochen allerdings bestimmen nur noch Gedanken um das Essen meinen Alltag. Während ich mich in den letzten Monaten mal über einen wöchentlichen FA (max. 2 Tafeln Schoki) geärgert hab, fängt es mit der gleichen Menge mittlerweile erst an und geht dann über Puddingplundern, Gummbibärchen bis hin zu max. 7 Schnitten mit extrem viel Butter, Salz oder Marmelade und dazu noch Cornflakes ein paar Schüsseln oder was mir eben so in die Hände fällt – und das mind. schon aller vier Tage. Ich verliere vollkommen die Kontrolle, weiß danach nicht mehr, was ich überhaupt gegessen habe, mir ist schwindelig, ich habe mehr Bauch dann als Brust und Po zusammen und denke nur noch daran, dass ich in etwa um die mind. 7.000 kcal zu mir genommen haben muss.

Zwischen den FA's ernähre ich mich dann natürlich sehr gesund und kalorienarm. Bleibe immer um die 1.000-1.400kcal am Tag, mache etwas Sport und Krafttraining.

Ich nehme an sich auch noch weiter ab, heute morgen waren es sogar 52,9kg. Aber weniger sollte es auch nicht werden. Allerdings nehmen die FA's trotz gleichbleibender Ernährung immer mehr zu! Langsam habe ich Angst, dass all das hart abtrainierte wieder draufkommt.

Hatte heute wieder so einen Tag hinter mir. Schätze mit einer Gesamtkalorienbilanz von 8.000kcal. Hatte mehrere Phasen lang den FA, was normalerweise auch eher untypisch ist-also noch mehr Grund zur Sorge!?

Ich merke einfach, dass ich in einer Art Teufelskreis stecke, da ich an den Tagen, an denen ich normal esse, mir auch kein Stückchen Schoki oder ähnliches einfach nicht gönnen kann bzw. gönnen will – dann werde ich agressiv, weil ich weiß, dass ich es an sich nicht brauche oder es wieder nur ausarten würde und ich mich nicht beherrschen kann. Ich habe schon oft versucht, FA's zu vermeiden, indem ich mich abgelenkt habe, eklige Sachen gegessen habe oder meine Gedanken aufgeschrieben habe, aber länger als drei Stunden halte ich das nicht aus. Danach geht es mir natürlich dementsprechend schlecht und ich überlege mir, wie ich die nächsten Tage wohl gestalten könnte bzw. wann die nächste Attacke kommt.

Ich gehe mittlerweile zum Psychologen, habe an sich auch erkannt, dass ich ein gestörtes Essverhalten habe. Aber wie kann ich das endlich loswerden? Habt ihr wirklich effektive Tricks oder Ratschläge parat.

Die ganze Esserei wirkt sich nämlich nicht nur auf meinen Körper, sondern auch auf mein soziales Umfeld und vor allem meine Stimmung aus. Ich falle regelrecht in ein tiefes Loch. War heute auch sehr viel am Weinen und habe eben dann versucht, mich durch dieses Frustessen doch zu trösten – natürlich erfolglos.

Wie gesagt, die Psychologenratschläge brauche ich nicht. Ich würde gern wissen, wie ihr das seht bzw. ob euch ähnliche Probleme quälen etc..

Ich hab so Angst vor der nächsten Attacke

Entschuldigt den langen Text.

Einen schönen Abend euch

Antworten
M*ooHnInDaqrknesxs


Ich würde einfach sagen, dein Körper holt sich das was er braucht.

Dadurch das du so eine geringe Kalorienzufuhr die anderen Tage hast und dir alles verbietest was in Richtung Süßkram etc. geht, bekommst du diese Fressanfälle. Allein die Tatsache das deine Gedanken ständig ums Essen kreisen, sollte dir ein Zeichen deines Körpers sein, dass etwas fehlt.

Ich bin jedoch kein Experte und hier wird sich bestimmt noch wer melden, der dir mehr dazu sagen kann. :-)

sechwaIlb6en9tra5uxm


Ich danke dir trotzdem, dass du deine Meinung gesagt hast. Ich denke auch, dass ich von der Gesamtbilanz zu wenig zu mir nehme – aber es wird mit der Zeit einfach zum Teufelskreis, da ich einfach versuche, dadurch eine mögliche nächste Attacke auszugleichen bzw. esse ich trotzdem so, dass ich satt bin und mich recht, sagen wir mal "befriedigt" fühle, da ich gesund und frisch esse und mir es auch noch schmeckt. Ich weiß es nicht.. :(

Liebe Grüße

sxchznecnke19x85


Stichwort: Hungerstoffwechsel.

Du machst grad den klassischen Jojo-Effekt durch, weil du viel zu wenig Kalorien zu dir nimmst!

Um abzunehmen sollte man mindestens den Grundumsatz essen (kann man im Internet ausrechnen) und Sport machen, dann gibts auch keine Fressanfälle!

Mein Rat: Jeden Tag auf gesunde Weise den Grundumsatz futtern, dann gehen die Fressanfälle auch wieder weg. Du vergewaltigst praktisch deinen Körper, indem du so wenig isst, so dass der Körper auf Fressattacken ect. zurückgreifen muss, um nicht vor die Hunde zu gehen.

Grade im Hinblick auf drohende Essstörungen tue deinem Körper den Gefallen und iss ausreichend und ausgewogen.

LM'Ev.ita


Ich habe seit etwa vier Monaten um die sechs Kilo verloren. Um genauer zu sein, habe ich es durch Sport und einer radikalen Ernährungsumstellung von 60kg auf um die 53/54kg geschafft. Seit nun etwa vier Wochen allerdings bestimmen nur noch Gedanken um das Essen meinen Alltag

Da liegt der Casus knacktus. Eine Radikalkur führt zu Mangelerscheinungen, die wiederum bewirken, dass der Körper sich mit allen Mitteln versucht, sich zu holen, was ihm monatelang verwehrt wurde.

Iss regelmäßig und ausreichend, dann wirst Du diese "Attacken" langfristig loswerden :)*

sSchwXalbeYntrBaum


an schnecke1985: das mit dem Grundumsatz habe ich ja bereits errechnet. Nach meinem aktuellen Gewicht bzw. dem, das ich halten möchte, liegt mein GU bei etwa 1400kcal. Das halte ich ja meist eigentlich auch ein.

Und mit "radikaler Ernährungsumstellung" meine ich eher den Wechsel von Fertiggerichten auf frische Sachen. Ich bin zusätzlich noch Allergiker und musste gleichzeitig aufhören, Weizenprodukte, Schweinefleisch und Kuhmilcheiweiß bzw. Laktose zu mir zu nehmen..

L 'Evixta


Wie gesagt, die Psychologenratschläge brauche ich nicht.

Ups.

Was hast Du denn gegen den Psychologen? ":/

Smi5l'veli3e


Der Körper lässt sich nicht "ungestraft" aushungern; es liegt in seinem Überlebensprogramm, dass er mit Fressanfällen auf langen Nahrungsentzug reagiert; er lässt sich da auch nicht mit geschicktem Taktieren überlisten, jedenfalls nicht auf Dauer.

Es gab ein Experiment mit jungen, normalgewichtigen Männern, die ALLE nach monatelanger Diät Fressanfälle bekamen, vorher hatte sie keiner von ihnen.

Für diesen Rückschluss brauchst du keinen Psychologen. Aber um zu klären, was dich zum Aushungern deines Körpers veranlasst – dazu eventuell schon.

sFchwalDbentraxum


Mit den "Psychologenratschlägen" meine ich nur Kommentare, die darauf verweisen wollen, dass ich zu einer Beratung gehen soll – das weiß ich selber schon und tu ich demnächst auch. Ich suche allerdings einfach noch nach Möglichkeiten, mir selbst etwas zu helfen :)

Ksadthi5dya


Zwischen den FA's ernähre ich mich dann natürlich sehr gesund und kalorienarm. Bleibe immer um die 1.000-1.400kcal am Tag, mache etwas Sport und Krafttraining.

":/

Ich habe auch mal meinen GU ausgerechnet, der lag aber höher. Hatte da ungefähr Dein Gewicht, also großartige Größenunterschiede kann es da nicht geben.

1.400 kcal wurden mir dann ausgespuckt als "Abnehm-Zahl", also die lag schon unter meinem GU.

Was für eine Seite war das denn?

???

1.000 kcal + Sport und Kraftraining, Du müsstest deutlich unter deinem GU liegen. Was dann auch die Fressanfälle erklärt.

Du kannst Dich ja nicht Dein Leben lang so ernähren, mit 1.000 kcal. Warum machst Du Dir nicht Essenspläne, bei denen Du weniger auf die Kalorien, als auf die Lebensmittelgruppen etc schaust?

Mit der jetzigen Ernährungsweise klappts ja absolut nicht, ums mal vorsichtig auszudrücken.

s<chwal|bentxraum


Ich habe verschiedene Seiten genutzt und dann einen Durchschnittswert errechnet. Kannst du mir denn vielleicht eine geeeignete Seite empfehlen, die recht genau ist, Kadhidya?

Ernährungsplan funktioniert nicht – entweder ich esse weniger, als vorgenommen oder eben zu viel :(

s$chnecBke1x985


PI mal Daumen würd ich zu irgendwas um die 1800kcal als GU tendieren. Aber vielleicht kennt sich da noch jemand besser aus. 1000kcal sind definitiv zu wenig!

Wenn du unsicher bist, könntest du deine Ernährung auch steigern und dann schauen, wie sich die FA entwickeln. Also das Optimale: auf den Körper hören

sLchwal{be{ntraxum


Ja, ich werde morgen mal versuchen, mich "normal" zu ernähren. Mal schauen, wie sich das Wochenende entwickeln wird.. Ich hab es wirklich satt, nur an das Essen zu denken :(

K^adhiCdyCa


Kann ich leider nicht sagen. Die Seite auf der ich war gibts nicht mehr.

Das war auch ein einmaliger Besuch, ich bewerte mein Gewicht nicht mit Zahlen, sondern durch Angucken. Nackt vor den Spiegel und dann schauen obs gut ist :-D

Ich hab es wirklich satt, nur an das Essen zu denken :(

Das gibt sich sicher, wenn man sich eine Weile lang besser ernährt hat.

Ich habe beschlossen, dass ich meine Ernährung stufenweise umstelle, d.h. ich streiche Süßigkeiten (abgesehen vom Früstück, Nutella oder Kakao), die gibts so 1 x in der Woche. Dann grundsätzlich 1 x pro Woche Lasagne :-D Ansonsten versuche ich mehr selbst zu kochen, gelegentlich wage ich mich an morgendliches Müsliessen und im Sommer isst man ja eh gesünder.

Abnehmen tu ich nicht, aber ich nehme auch nicht zu. Klappt gut :)^

KMad8hidxya


Übrigens, man kann es seltsam nennen, aber ich denke, dass man ein "natürliches" Gewicht hat.

Mein Gewicht schwankt z.B. immer um etwa 2 Kilo, aber es bleibt in diesem Bereich. Auch wenn ich mal auf einem sehr krassen gesunde-Ernährungs-Trip bin oder krankheitsbedingt fast nichts esse – oder umgekehrt 3 Tage am Stück meine gesunde Mit-Ernährung fallen lasse und dazu noch meine Wochenration Süßigkeiten und mehr esse – bleibt mein Gewicht praktisch gleich.

Insofern denke ich, wenn jemand der ein bestimmtes Gewicht erreichen möchte, ein Gewicht anstrebt was darunter liegt, ist es schwieriger zu erreichen, weil der Körper nur schwer drunter geht...

... just my two cents

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH