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Mal wieder Fressanfall

mxnb


53kg hören sich ziemlich wenig an (wenn du nicht gerade unter 1,60m groß bist). Und das mit der "Radikalkur" die du beschrieben hast hört sich an, wie wenn du deinem Körper eine gewisse Figur überstülpen möchtest – und genau da liegt der Knackpunkt. Der Körper ist keine Sache, die man nach Belieben gestalten kann. Leider vermitteln die Medien in diesem Bereich ein ziemlich falsches (und ungesundes) Bild.

Im Grunde hast du dich für einen besonders schlanken Körper entschieden und dafür Kompromisse in seiner Gesundheit in Kauf genommen (das zeigt schon die Art, wie du abgenommen hast). Das soll übrigens kein Urteil sein... es ist deine Sache was dir wichtiger ist. Gleichzeitig ist es aber so, dass kein "gesunder" Mensch sich "von Natur aus" gegen seinen Körper bzw. seine Gesundheit richtet. Es gibt also Gründe und Auslöser, warum dir deine Figur so wichtig ist. Der Haken dabei ist: Deine Figur kann diese Bedürfnisse nicht ausgleichen oder kompensieren, und so sucht sich der Körper (und die Psyche) andere Dinge, durch die er/sie sich bemerkbar machen kann. Bis du eines Tages bereit bist, dich den wahren Ursachen (z.B. für deinen extremen Abnehmwunsch) zu stellen. Die Fixierung aufs Gewicht oder aufs Essen (egal ob durch Hungern oder durch Fressattacken) ist nur ein Verdrängungsmuster, das vom wahren Problem ablenkt.

Du kannst es natürlich sehen wie du magst, und letztendlich besteht auch die Möglichkeit, dass ich falsch liege. Hab aber einfach mal meine Interpretationen aufgeschrieben, für den Fall, dass es irgendjemand weiterhilft. Viele Grüße und alles Gute!

s}chwa{lbentKraxum


mnb, ich danke dir für deine überlegungen. vermutlich liegst du damit richtig, ich denke auch, dass die ursachen dafür vor allem psychisch bedingt sind. hast du denn noch einen rat für mich, was ich selbst für mich tun könnte? ich finde einfach nicht den richtigen ansatz ohne, dass mich jene niedergeschlagenheit wieder einholt und alles zunichte macht :(

B#ellaqme.


Kenne ich. Ich stecke (noch) auch in diesem Teufelskreis.

Ich fresse regelrecht tagelang das mir schlecht wird. Ich fühle mich schlecht und hasse mich dafür. Dann kommen wieder Tage, wo ich "Diät" halte. Um die 500kcal nehme ich da zu mir um bloß nicht zuzunehmen. Und dann – ich kann mich mal wieder nicht beherrschen – kriege ich wieder Fressattacken und stopfe alles in mich rein bis zum erbrechen. Man hat nur noch Essen und Diäten im Kopf. Normal ernähren geht nicht mehr. Entweder alles (fr)essen was geht oder eben nichts. Jaja, ich kenne das alles zu gut. Angefangen hat es auch mit Diäten ect. Wann es bei mir Klick gemacht hat? Ich habe gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. Ich wusste, ich esse falsch und konnte es einfach nicht ändern, konnte mich selber nicht kontrollieren. Daraufhin ging ich zum Arzt und erzählte dem alles. Dieser gab mir sofort eine Überweisung in eine Psychiatrie :-o mit der Antwort: "Dies ist eine massive Essstörung und muss schleunigst behandelt werden." Ein Psychologe würde mir da wenig helfen. Da ich auf keinen Fall in eine Psychiatrie wollte, fing ich an alles zu ändern, alles zu notieren ect.

Nun versuche ich wieder, richtig zu essen. In Maßen und mit Genuss. Klar, ich achte auf Kalorien und zähle diese auch aber seitdem ich jeden Tag um 1200kcal esse und viel trinke, geht es mir besser. Und ganz wichtig: Bitte verbiete dir nichts. Nach jedem Mittagessen esse ich immer ein Stück gefrorene Bitterschokolade. Und hey, es hilft tatsächlich. Natürlich geht das alles nicht von Heute auf Morgen. Ich habe noch Fressattacken aber nicht mehr jeden Tag bzw. tagelang sondern – wenns hinkommt – einmal die Woche oder gar seltener. Ich werde nach und nach die Kcal etwas erhöhen, bis ca.1500kcal und hoffe, dass sich dann die FA' ganz verabschieden.

Sprich: Iss regelmäßig und nicht zu wenig und gönne dir auch mal was, dann ist dein Körper zufrieden und verlangt nichts mehr.

Viel Glück. :)*

B&ianca_555


Also ich kenne das alles genau ! Hatte vor 6 Jahren Magersucht,habe in der Zeit 20 Kilo abgenommen und wurde daraufhin von meinem Therapeuten in eine Klinik geschickt.Lange ging es mit meinem Gewicht dort auf und ab.Dann habe ich jedoch wieder zugenommen,da ich auch endlich wieder all das gegessen habe,was ich mir vorher verboten hatte und zwar in Massen und nicht in Maßen.Ein gesundes Essverhalten hatte ich nie.

Vor kurzem habe ich jetzt auch wieder viel abgenommen und merke,wie die Gedanken wieder immer mehr ums Essen kreisen.Ich hatte auch wieder Fressanfalltage,an denen ich alles in mich hineinstopfte,alles ungesunde,was ich mir ansonsten verbiete.An anderen Tagen gab es dann nur an die 100 Kalorien und wenn die Kilos wieder herunter waren fingen die Fressanfalltage wieder an,da habe ich den ganzen tag gefressen,fast nur ungesundes und mir war auch übel danach und ich habe mich wiederlich gefühlt.Habe aber in der Endbilanz nicht zugenommen,da ich ja immer wieder Diättage einführte.

Aber mittlerweile denke ich,dass ich nicht wieder alles aufgeben will für diese Krankheit,ich will nicht wieder alles hinschmeißen müssen.Habe auch gemerkt,dass mir in der letzten Zeit wieder mehr Haare ausfallen,früher hatte ich aufgrund meiner Essstörung ganz dollen Haarausfall und es war eine Mühe,die haare wieder gesund und kräftig hinzukriegen.Das will ich jetzt nicht wieder zerstören.Will nicht dünnsein,aber dafür irgendwann keine Haare mehr auf dem Kopf haben,das ist es doch alles nicht wert und irgendwann macht der Körper das auch nicht mehr mit,der ja merkt,was ihm gut tut und was nicht.Ich esse jetzt wieder einigermaßen normal,die Gedanken kreisen immer noch ums essen und mir geht es nicht gut damit,aber vorher ging es mir nur noch mieser und ich denke,ich werde mich wieder an die normale Ernährung gewöhnen und auch mein Gewicht halten können.Keinen Diättag mehr,dadurch nehme ich mehr zu,als mit einer konstant normalen Ernährung,weil dadurch der Körper alles hat,was er will,aber dennoch nicht zu viel.

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