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Zu wenig essen?

C4hi>zzo hat die Diskussion gestartet


Was passiert, wenn man über einen längeren Zeitpunkt zu wenig isst?

Ich esse in letzter Zeit sehr, sehr wenig... mal nur 2-3 Scheiben Brot am Tag, ein anderes mal nur ne Suppe, ne Tüte Chips oder ne Tafel Schokolade. Manchmal einen Salat. Ein normaler erwachsener Mensch soll ja am Tag ca. 2500 kcal verbrauchen und daher auch wieder zu sich nehmen. Auf diese Zahl komme ich auf keinen Fall. Nun ist mir in letzter Zeit auch oft schwindelig, ich bin den ganzen Tag müde und schlapp... kann das zusammenhängen? Ich trinke auf jeden Fall genug ... 1,5 – 3 Liter Apfelsaftschorle am Tag. Das komische ist nur, ich nehme nicht ab. Ich nehme weder ab noch zu. Seitdem ich ausgewachsen bin pendelt mein Gewicht im Bereich von ca. 2-3 Kilo. Egal wie viel oder wenig ich esse...

Antworten
hsats4cmhixpu


Ich denke was passieren kann ist, dass der Körper sich an die kleinen Mengen gewöhnt, aber immer auf Sparflamme läuft ohne die nötigen Nährstoffe.

Gesünder wäre ausgewogener zu essen und sich einfach mehr zu bewegen.

Du tust deinem Körper keinen Gefallen mit deiner Ernährung und du siehst ja selbst, dass es überhaupt nichts bringt.

D=eviaxnt


Hallo

ich bin mir nach dem Lesen deines Beitrags nicht ganz sicher ob du abnehmen möchtest, kann dir aber aus eigener, leider langjähriger Erfahrung sagen, dass zu wenig essen eindeutig nicht zum Ziel führt.

Wenn du regelmässig zu wenig Nährstoffe zu dir nimmst, schaltet dein Körper in den Hungersstoffwechsel ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Hungerstoffwechsel]]), was tatsächlich zu einer anfänglichen Gewichtsabnahme führt. Da du jedoch nicht wegen Ressourcenknappheit hungerst, sondern weil du das möchtest/es dir angewöhnt hast, wirst du früher oder später doch zum Kühlschrank laufen und kleine/mittlere Mengen an Nahrung zu dir nehmen. Da dein Körper sich im "Panikmodus" befindet, wird er die zugeführten Kalorien sehr sorgfältig verwerten und jeden noch so kleinen Überschuss sofort einlagern. Solltest du an einem Tag nun tatsächlich mal mehr zu dir nehmen, vervielfacht sich dadurch auch die "eingelagerte Menge".

Dadurch kommt es nicht zu einer Gewichtsabnahme, sondern lediglich zu einer Stagnation. Und sobald du dein "Fasten" abbrichst und dich wieder auf eine durchschnittliche Kalorienzufuhr einlässt, braucht dein Körper lange um sich wieder daran zu gewöhnen. Das heisst, dass dein Stoffwechsel verzögert reagiert und bis er "gemerkt" hat, dass es nun wieder genügend Nahrung gibt, wirst du wahrscheinlich zunehmen. Das ist auch einer der Gründe warum Diäten, die auf kurzfristige Kalorienzufuhrverringerung basieren, keinen langfristigen Erfolg haben sondern den Jojo-Effekt mit sich bringen.

Hinzu kommt, dass du deinem Körper wichtige Nähr- und Baustoffe verweigerst, gerade weil die wenigen Lebensmittel die du zu dir nimmst nicht sonderlich gesund und Nährstoffreich sind. Im Prinzip führst du deinem Körper nur das zu, was er eigentlich nicht braucht (Zucker und schlechtes Fett), all das was er brauchen würde, findet sich in deiner Ernährung nicht. Um ordentlich funktionieren zu können, bräuchte dein Körper aber vor allem Protein, Vitamine und gesundes Fett für den Baustoffwechsel und die Hormonproduktion, sowie einen kleinen Teil Kohlenhydrate für die Energiezufuhr.

Das kann längerfristig viele Nebenwirkungen haben. Dazu gehören Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit (physisch wie auch mental), Stimmungsschwankungen, Störungen des Hormonhaushalts wie auch generelle körperliche Symptome wie Haarausfall, Verdauungsbeschwerden und unter Umständen kann der gehemmte Baustoffwechsel auch zu Organschäden führen.

Ich kann dir da auch gerne als Beispiel dienen: Ich habe jahrelang ständig gehungert und dabei kaum bis gar nicht abgenommen. Wenn ich dann auch nur einen Tag normal gegessen hatte, konnte ich die Auswirkungen meist sofort auf der Waage beobachten. Das führte natürlich dazu, dass ich noch strikter hungerte, schwächer und dadurch inaktiver wurde und mein Stoffwechsel sich weiter verlangsamte. Das Ganze endete irgendwann bei einem Arzt, der mir gehörig die Leviten las ^^

Heute esse ich gut doppelt so viel wie früher und habe damit schon 30kg abgenommen. Es dauerte zwar seine Zeit, aber seit ich regelmässig esse hat sich mein Körper darauf eingestellt, dass er nicht verhungert und hält auch nicht mehr eisern an seinen Reserven fest. Für mich war es jedoch sehr schwer zu akzeptieren, dass ich essen muss um abzunehmen. Schlussendlich hatte ich mein ganzes Leben immer wieder zu hören bekommen, dass ich einfach weniger essen soll…

Ich weiss nicht ob du gerne noch genauere Infos dazu möchtest, du kannst mich aber gerne fragen.

Liebe Grüsse und vor allem: Guten Appetit ^^

COhidzzxo


Hallo,

danke für die Antworten und @Deviant... wow, danke für diese, lange und ausführliche Antwort. Aber ich möchte definitiv nicht abnehmen. Ich habe einen BMI von 20,2. Ich habe einfach nicht soviel Hunger... wenn ich 1-2 mal am Tag ne Kleinigkeit zu mir nehme bin ich satt...

Dge9viaMnt


"wow, danke für diese, lange und ausführliche Antwort."

^^

"Aber ich möchte definitiv nicht abnehmen. Ich habe einen BMI von 20,2. Ich habe einfach nicht soviel Hunger... wenn ich 1-2 mal am Tag ne Kleinigkeit zu mir nehme bin ich satt..."

Ok, das wäre ein Problem weniger ^^

Trotzdem solltest du darauf achten, dass du deinem Körper alles gibst was er braucht, auch wenn der Organismus sich an vieles gewöhnen kann und mit erstaunlich wenig auskommen kann wenn es sein muss. Ich würde dir raten, deine wenigen Mahlzeiten erst mal etwas ausgewogener und nahrhafter zu gestalten.

Ich tippe darauf, dass du von selbst mehr Hunger bekommen würdest, würdest du die Chips durch Früchte oder Gemüse ersetzen (da diese weniger sättigend sind). Wenn du etwas Geduld damit hast, wird es dir bald leichter fallen etwas mehr zu essen. Solltest du aber weiterhin kaum Hunger haben, oder wenn du ein Verächter von Gemüse und Co. bist, dann würde ich wohl zu gehaltvollen Nahrungsmitteln greifen. Nüsse sind beispielsweise kleine Kalorienbomben die nützliche Fette und Proteine enthalten.

Vielleicht schreibst du dir mal ein paar Tage lang auf was du so isst und schaust mal nach, welche Nährstoffe du über deine Mahlzeiten aufnehmen kannst und welche noch fehlen. Wenn du das dann weisst, kannst du dir überlegen wie du dieses Defizit ausgleichen willst, über zusätzliches Essen oder doch lieber über Nahrungsergänzungsmittel (aber Vorsicht: Einige dieser Ergänzungsmittel brauchen Fett um aufgenommen werden zu können). Dabei würde ich mich aber von einem Arzt beraten lassen.

Grundsätzlich wäre es wichtig eine Ernährungsweise zu finden die für dich auch langfristig durchführbar ist. Wenn du dich mit "normalen" Portionen nicht wohlfühlst, hat es also keinen Sinn dich kurzfristig dazu zu zwingen, nur um dann irgendwann doch wieder in den alten Trott zu fallen. Besser wäre es, die kleinen Mahlzeiten an deine Bedürfnisse anzupassen.

Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, denn wie gesagt: Der Körper kann mit erstaunlich wenig auskommen. Aber gerade weil du erwähnt hast, dass du unter Schwindel und Müdigkeit leidest, wäre es sicher nicht falsch das Thema Ernährung mal genauer anzusehen und ggf. auch mal deine Blutwerte zu überprüfen zu lassen. Schlussendlich wäre es ja schade, wenn du dir damit unnötig Steine in den Weg legst und deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit gefährdest.

Liebe Grüsse

s}uper#mom6x4


Na ja, aber neben "schlank" gibt es bei dieser "Ernährung" auch noch die Variante "krank". Es geht nicht nur um die Kalorien sondern auch um die Qualität und die Versorgung mit Nährstoffen. Und die ist bei dir mangelhaft.

Vielleicht hast du schon mal den Satz "du bist, was du isst" gehört. Das ist viel Wahres dran, denn deine Körperzellen erneuern sich jeden Tag (nicht alle auf einmal, aber jeden Tag viele viele viele ....) – und die bilden sich aus dem, was du oben in die Luke reinschiebst. Wenn da nur "Müll" reinkommt – also Industriefutter ohne viel Nährwert, dann liegt es auf der Hand, dass man keine Top-Qualität an Zellen erwarten kann.

Durch Schwindel und Schlappheit zeigt dir dein Körper, dass du ihn misshandelst. Musst du wissen, ob du dir wirklich nicht mehr wert bist.

Zum Hungerstoffwechsel auch gut verständlich:

[[http://schlank.net/essen/hungerstoffwechsel.htm]]

Hgappy" Ba$nana


Versuche einfach Schritt für Schritt deine Portionen hoch zu schrauben. Oder mache dir regelmäßig einen Obst-und Gemüseteller.

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