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Zweimal am Tag warmes Essen für Kinder?

M)ae>8x2


An meinem Kühlschrank hing früher ein großes Plakat (selbstgemacht, auf Rat meines Kinderarztes):

Ein Kind MUSS nicht essen, ein Kind DARF essen!

Wir haben es so gemacht wie die Eltern von Shojo: Ich bestimme, was auf den Tisch kommt, die Kinder nehmen sich davon, was und wie viel sie mögen. Mögen sie nichts, können sie Brot haben oder Naturjoghurt. Punkt. Andere Extrawürste gibt es nicht.

Die Mahlzeiten sollten als gemeinsame Zeit der Familie genossen werden, nicht Schauplatz irgendwelcher Kämpfe werden. Hier sitzen wir zusammen und reden, lachen, erzählen vom Tag...

Übrigens isst unsere Jüngste (inzwischen 16) seit ihrem dritten Lebensjahr weder Obst noch Gemüse. %:| Sie hat überlebt und ist kerngesund. :)z Allerdings hoffe ich, dass auch sie irgendwann anfängt, experimentierfreudiger zu sein. Beide älteren Geschwister (21 und 22) essen mittlerweile alles. :)^

H!arukixes


und ich vielleicht wirklich alles falsch mache

nein, das bestimmt nicht. mein großer war mäkelig, der kleine ist es gar nicht, der ißt mit 1 jahr saure gurke- und wehe, man nimmt sie ihm weg ;-D . ich habe bei beiden nichts anders gemacht und trotzdem haben sie so unterschiedliche vorlieben und verhaltensweisen.

ich finde eher das verhalten im kiga schlimm.

es ist auch völlig normal, dass du dir sorgen machst. letztendlich gehts ja von geburt an in erster linie ums "ordentlich" trinken und zunehmen.

essen ist und bleibt ein ganz zentrales thema, aber es ist nicht das einzige was "zählt".

ich kenne das bei familien mit kindern, die unter nahrungsmittelallergien od. -unverträglichkeiten leiden. da stehts (gezwungendermaßen) ganz viel darum., was wann wie gegessen wurde, was wo drin isst, was wie ersetzt werden muss- da geht die ganze leichtigkeit und der genuss dahin und der alltag ist echt belastet. gerade, wenn es bei euch bei diesem thema schon streit mit deinem mann gibt, ist vielleicht wirklich zeit, etwas lockerer zu werden, solange es dem kleinen mann gut geht und er sich normal entwickelt. :)*

HSaruxkies


stehts (gezwungendermaßen) ganz viel darum.,

da geht es ......ganz viel darum, |-o

sicher nicht der einzige fehler

lbittlke.L.


Dem lebensgefährten würde ich ein husten. wasen das fürn Quatsch, dass das Kind jetzt brot essen soll weils schonmal was warmes gegessen hat :|N ":/

Was das andere betrifft, naja. Bei uns wird das gegessen was auf den Tisch kommt. Ein Glück ist mein Sohn wirklich fast alles. Aber jetzt extra nur das kochen was mein Sohn mag, würd mir im Leben nicht einfallen.

Ich würge leider auch bei manchen Essensgerüchen. halt mir ne Banane vor die Nase und ja :-X da bleibts nicht beim Würgen, oder Butter beim braten, Fischgeruch, mancher Käse :-o :[]

was isst dein Sohn denn alles? Vllt könntest du ihm versuchen was anderes schmackhaft zu machen, schön anrichten, selber helfen lassen etc

dDevgili*ndis%guisxe


ALso ich habe das jetzt so verstanden, daß dein Freund (oder war es dein Mann, wie auch immer, du weißt schon) darauf besteht, daß ein Kind auf gar keinen Fall zweimal am Tag warm essen dürfe? Nennt er denn auch einen Grund dafür?

Der einzige, der mir einfallen würde, wäre der Aufwand. Aber wenn DU kochst, dann ist das ja DEIN Problem.

Ansonsten sollte er wohl zur Kenntnis nehmen, daß es zwar in Deutschland traditionell üblich ist, abends kalt zu essen, i.d.R. Brot. Aber anderswo ist das ja auch nicht so und die Leute überleben es. Ich habe eine zeitlang in England gelebt, und dort ist Brot etwas, das es nachmittags zum Tee gibt. Abends gibt es warm, mittags ebenfalls – und wer es ganz traditionell hält, ißt zum Frühstück ebenfalls warm, auch wenn heutzutage die meisten eher Cornflakes usw. essen.

Man kann also auch ohne eine einzige kalte Mahlzeit am Tag ganz gut leben.

Trotzdem würde ich einiges versuchen, um etwas anderes als Fleisch in ihn reinzukriegen. Wenn Strenge nicht dein Ding ist (wobei ja niemand damit meint, daß du ihn aushungern sollst, indem du erst gar nichts anbietest!), dann gehen vielleicht frischgepreßte Säfte aus Obst und Gemüse? Manche Eltern haben auch Erfolg mit püriertem Gemüse, das sie in den Kartoffelbrei rühren. Farblich Unauffälliges wie Fenchel, Pastinake oder gelbe Erbsen bietet sich an.

Ich frage mich aber auch, ob es nicht körperliche Ursachen haben könnte. Hat er vielleicht einen überempfindlichen Geruchssinn?

lTuom`arxen


Und ich musste gerade an meine chinesischen Bekannten denken, die mich wie ein Auto anschauen, wenn man ihnen erzählt, dass es morgens und abends etwas Kaltes zum Essen gibt. Das geht gar nicht. Drei warme Mahlzeiten am Tag sind Pflicht.

Abgesehen von der Vorlieben deines Kindes scheint mir das Problem mit der Anzahl der Mahlzeiten eher in unterschiedlichen familiären Gewohnheiten oder anderen Ansichtsfragen zum Umgang mit Kindern begründet zu sein. Ich kann nur herumraten, aber vielleicht bedeuten zwei warme Mahlzeiten ein zuviel an Verwöhnen. Ich würde in der Richtung nach Ursachen für die Meinungsverschiedenheiten suchen.

HQ.BVarbixn


Ich wüsste auch nicht, was gegen zweimal am Tag war essen spricht. Das einseitige Essverhalten finde ich obwohl keine Seltenheit allerdings schon etwas bedenklich. Vor allem lässt sich doch nicht aus dem Gewicht des Kindes schließen wie gut er mit wichtigen Vitaminen etc. versorgt ist. Mängel fallen da auch nicht unbedingt gleich auf. Wenn du dir sicher sein willst, ob dein Kind gut mit Vitaminen versorgt ist, kannst du das beim Arzt durch eine Blutuntersuchung testen lassen. Ich würde auch in Betracht ziehen, dass es zwar viele Kinder gibt die grundlos mäkelig sind, aber einige sicher auch intuitiv wegen Unverträglichkeiten auf Lebensmittel verzichten.

c*la:igret


Ich hab noch nie verstanden, warum manche Leute so ein Aufhebens um "warmes" oder "kaltes" Essen machen. Meine Oma früher hat auch immer so getan als ob es eine Katastrophe wäre, wenn wir Kinder mal an einem Tag nichts "warmes" gegessen haben. Das brauche man doch!

Dabei ist das alles Schwachsinn. Die einen mögen es so, die anderen anders. Wenn das Kind 2mal warm essen will sehe ich darin null Probleme. Es muss ja keine Riesenportion sein.

calaihrext


Und ich musste gerade an meine chinesischen Bekannten denken, die mich wie ein Auto anschauen, wenn man ihnen erzählt, dass es morgens und abends etwas Kaltes zum Essen gibt. Das geht gar nicht. Drei warme Mahlzeiten am Tag sind Pflicht.

Stimmt, das hab ich mit einer Südkoreanerin auch erlebt. Das europäische Konzept "Frühstück" kennen die nicht. Morgens gibt es dort Reis mit Gemüse, Fisch, etc. Natürlich warm. ;-D Alles eine Frage der Gewohnheit und der kulturellen Prägung.

N!andajna


Ob kalt oder warm, einmal oder zweimal täglich, ist völlig egal. Viel wichtiger ist, daß das Kind nicht die Macht über die Essensgewohnheiten der Familie übernimmt. Man kann zwei, drei Dinge weglassen, die das Kind absolut nicht mag, aber ansonsten hat es sich anzupassen und zu essen, was in der Familie eben gegessen wird. Das Kind merkt doch in diesem Fall längst, daß es über Essen und Nichtessen die Eltern gegeneinander ausspielen kann, und daß die Mutter ihm seinen Willen läßt bevor er eben gar nichts ißt. Das ist das eigentliche Problem. Gut wäre, wenn Mutter und Lebensgefährte an einem Strang ziehen und dem Kind damit vermitteln, daß es den Essensplan nicht zu bestimmen hat, sondern bis auf einige wenige No-Go´s hinzunehmen hat, was es gibt. So lange das Essen ein Streitthema bleibt, wird das so weitergehen.

pDhil0Dmena


Die Mahlzeiten sollten als gemeinsame Zeit der Familie genossen werden, nicht Schauplatz irgendwelcher Kämpfe werden. Hier sitzen wir zusammen und reden, lachen, erzählen vom Tag...

Das hast du schön geschrieben, Mae82 x:). Genau so.

Wenn es um das Thema essen geht, sind mein Mann und ich absolute Egoisten. Wir essen gerne warm und auch zweimal am Tag. Mittags meist eine Suppe oder Kleinigkeiten, abends oft, wenn wir Zeit haben zu kochen auch drei oder mehr Gänge – je nachdem. Die Kinder essen mittags in der Schule warm und ja, abends bei uns auch noch einmal. Und nein, sie sind nicht dick.

Allerdings finde ich auch, dass Essen nie zum Zwang werden darf. Bei uns ist es wie bei Shojo. Niemand wird gezwungen das zu essen. Wer nicht will, bekommt ein Brot – fertig. Dieses ganze Bohei ums Essen verstehe ich nicht. Essen ist etwas verdammt Schönes, dass ich meinen Kindern nicht verleiden will, indem ich Dinge in sie hineinstopfe, die sie nicht mögen. Unterschiedliche Sachen anbieten. Ohne Zwang werden Kinder auch sehr experimentierfreudig. Mein Sohn liebt Artischocken – etwas, womit man die meisten Kinder jagen kann. Aber ich glaube, er liebt sie auch nur, weil wir ihn nie gezwungen haben, sie zu probieren.

sYchwalb*enf$reuxnd


also ich finde, ein Kind dass sich tagsüber bewegt und angestrengt hat, kann abends auch noch mal warm essen. Ich habe als Kind und Jugendlicher auch eher viel Fleisch gegessen und mittlerweile esse ich oft tagelang nur Gemüse. Besonders die Sorten die ich als Kind immer verschmäht habe, Obst fand ich aber als Kind schon geil.

Meiner Meinung nach liegt diese Präferenz nicht direkt am Fleisch selbst sondern an der hohen Nährstoffdichte. Schonmal Lasagne oder Nudelauflauf getestet, kann man dann prima das Gemüse drinne verstecken, selbst wenn er es dann aussortiert, an den Geschmack wird er sich dabei gewöhnen. Die beiden Männer (deiner und der Kinderarzt der zum hungern geraten hat) haben ja die Strategie der Ressourcenverknappung gewählt. Das würde auch ganz sicher funktionieren, denn ein Kind dass sich bewegt bekommt automatisch Hunger und Durst, das funktionierte sogar bei 18 jährigen verwöhnten Mamasöhnchen bei der Bundeswehr, also mach dir keine Sorgen daran sterben würde er nicht.

d/evilin<disg6uise


Als Ressourcenverknappung würde ich das nicht bezeichnen. Der Arzt hat ja mit Sicherheit nicht gemeint, daß man dem Kind ein paar Tage nichts zu essen geben soll – sondern nur, daß man für alle dasselbe Essen auf den Tisch stellt und keine Alternativen bietet. Zum vorübergehenden "Hungern" kommt es dadurch, daß das Kind möglicherweise dann nach etwas anderem jammert, es nicht bekommt und dann lieber nichts/sehr wenig ißt. Der springende Punkt dabei ist aber nicht der Hunger, sondern daß das Kind merkt: Oh, es gibt hier keine Extrawürste mehr, da dann eben nicht. Gelegentlich funktioniert das sogar gleich beim ersten Mal (also ganz ohne Hungern), wenn man sich nicht erweichen läßt, etwas anderes anzubieten.

Das, was auf dem Teller ist, muß natürlich nicht gegessen werden. Aber: DAS oder eben nichts.

dbeviliQndisgZuise


Funktioniert meiner Erfahrung nach am besten, wenn man es dem Kind gegenüber nicht thematisiert und auf den Protest nur antwortet: "bei uns gibt es heute (Nudelauflauf oder was es halt gibt)".

AAsigxa


Hallo,

mir ist da gerade noch ein Gedanke gekommen: das Kind mag kein Brot ?

MAG er es nicht oder VERTRÄGT er es vielleicht nicht ? manchmal (!) verstecken sich hinter Mäkeleien auch Allergien/Unverträglichkeiten.

Ansonsten verstehe ich nicht warum man nicht 2x am Tag warm essen darf ? Andere sagen, man MUSS 1x am Tag warm essen - das stimmt genausowenig. Wenn du eh abends kochst, dann kann der Kurze doch mitessen, egal was es mittags gab. Und wenn du nicht kochst, dann kochst du eben nicht.

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