» »

Zweimal am Tag warmes Essen für Kinder?

A/sigxa


Und mal ne allgemeine Frage an Frauen (bzw Männer) die das Essen kochen:

Würdet ihr etwas kochen dass ihr nicht mögt ? Was würden eure Männer sagen wenn ihr (fast) immer was kochen würdet was sie nicht mögen und dann hieße es "entweder du ißt, was auf den Tisch kommt oder du kannst dir ein Brot machen / einen Joghurt nehmen"

Aber Kinder müssen sich immer fügen ? Nur weil sie Kinder sind ?

SQchlEitzaugex67


Irgendwie verstehe ich das Ganze nicht.

Ich bin hier die Köchin. Was ich auf den Tisch stelle ist zum Essen da. Das Kind würde ich mit seinen Wünschen komplett ignorieren. Wenn es mal in der Schule essen muß, wird da später auch keine Extrawurst gebraten.

Auf meinem Tisch gibt es immer viel Abwechslung – und sicher keine Schweinepfoten, wie sie meine Großmutter noch auf den Tisch stellte.

Jeder aus der Familie kann zugreifen, was er haben will... Da wird doch nicht diskutiert drüber, erst recht nicht mit einem Kind, was sich eh was von Erwachsenen was abguckt, es sei denn, man hat dem Kind tatsächlich schon was angewöhnt...

Und wer nicht will der hat schon. Spätestens nach 4 Tagen, wetten?

Mein kleiner Neffe war damals auch so ein Kandidat. Bzw. er hat hat sich nicht geändert.

Die Mutter: Was möchtest Du denn mein Liebling? Vanillepudding. Aber gerne mein Schatz. Kaum hatte der Junge den Pudding, aß er einen Löffel, schmiß den Pudding auf die Erde, Mami rutschte dann auf allen 4ren um den Rest dann aufzufeudeln. Ach mein Liebling, magst du den Pudding nicht, was möchtest du denn stattdessen? Schokopudding? Gerne mein Liebling. Auch der landete auf dem Boden.

Das Kind ist heute erwachsen, tatsächlich schon 3 x geschieden, ein Tyrann durch und durch. Dem Typen kann man nichts recht machen. Er isst dauernd im Imbiss und das scheint das einzige zu sein, was er überhaupt isst: Pommes mit Mayo und Currywurst.

Prost Mahlzeit.

mG a ^r vh i n


Ich würde auch in Betracht ziehen, dass es zwar viele Kinder gibt die grundlos mäkelig sind, aber einige sicher auch intuitiv wegen Unverträglichkeiten auf Lebensmittel verzichten.

:)^

N}anduanxa


Aber Kinder müssen sich immer fügen ? Nur weil sie Kinder sind ?

Ja, genau deswegen. Auch wenn das heutzutage keine beliebte Ansicht mehr ist.

Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten sind natürlich etwas anderes, aber darum scheint es hier nicht zu gehen, sondern um reine Mäkeligkeit und kindliches Austesten von Grenzen. Ein Kind muß lernen, was sein Platz in der Familie ist, und dazu gehört auch, daß es Dinge nicht bestimmen darf. Die Eltern entscheiden, was gekocht wird. Wenn es dem Kind nicht paßt, muß es das natürlich nicht essen, sondern kann sich Obst, Brot oder ähnliches nehmen. Wenn das Kind später selbst erwachsen ist, dann kann es selbst entscheiden, was gekocht wird – auch für seine eigenen Kinder. So ist das im Leben: Erst ist man Kind, dann wird man langsam erwachsen – und mit dem Erwachsenwerden kommen Freiheiten, aber auch Pflichten hinzu. Bis dahin hat man sich zu fügen, tatsächlich. Auch wenn das noch so "out" zu sein scheint.

s9chwamlbenRf4reunxd


Als Ressourcenverknappung würde ich das nicht bezeichnen. Der Arzt hat ja mit Sicherheit nicht gemeint, daß man dem Kind ein paar Tage nichts zu essen geben soll – sondern nur, daß man für alle dasselbe Essen auf den Tisch stellt und keine Alternativen bietet.

devilindisguise

Doch laut der Beschreibung der TE schon, aber ansonsten stimme ich dir zu:

Hallo zusammen,

wir haben bezüglich des Essens endlose Diskussionen zu Hause.es ist so,das mein sohn (5) von baby an eine Essstörungen hat.er hat noch nie "normal" gegessen.als baby und Kleinkind immer nur viel getrunken ( karottensaft,milch) und karottenbrei gegessen.manchmal obstbrei oder Jogurt.vom Kinderarzt hieß es immer nur,ihr Kind ist normal entwickelt und nicht untergewichtig,alles andere kommt von selbst.naja,ich also alles versucht und letztendlich dann das gekocht,was das Kind gegessen hat.als ich mir eine zweite Meinung von einem anderen Kinderarzt einholen wollte,hieß es von dem,ich solle ihn mal ne Woche hungern lassen,dann würde er schon essen was auf den Tisch kommt. die Idee fand ich nicht wirklich gut.

Jetzt sind wir umgezogen und haben eine neue kinderärztin.Diese sagte bei der letzten Untersuchung,das das von allein käme,er sollte nicht gezwungen werden.als essstörung kann es aber nicht diagnostiziert werden,weil er kein untergewicht hat.

Nun ist es so,das man wirklich an zwei Händen abzählen kann,was er wirklich isst.meinen Lebensgefährten regt das unheimlich auf.das er eben nur Fleisch isst,keine Kartoffeln oder Gemüse.wir sind uns sonst auch so gut wie immer einig in der Erziehung,nur dieses Thema bietet immer Streitpotenzial.ich bin dafür ihm erstmal zu kochen was er mag und einfach ab zu warten.wenn mein Sohn dann ausnahmsweise mal im Kindergarten mit isst und ich abends dann koche,will mein lebensgefähre das mein Sohn Brot isst (was er auch nicht mag,nur knäckebrot und laugenbrezel) weil einmal warm reicht.oder wenn wir auf einem Fest sind und er isst dort beispielsweise eine bratwurst,soll er eben abends nicht mehr warm essen.ich aber bin froh um alles was er isst,weil er eben auch generell keine großen Mengen isst.

****

Wie steht ihr zu dem Thema?kennt ihr das oder habt ihr Tipps?

Danke schon mal

Liebe Grüße @:)

erdbeermaus27

p]hil|0menxa


Würdet ihr etwas kochen dass ihr nicht mögt ? Was würden eure Männer sagen wenn ihr (fast) immer was kochen würdet was sie nicht mögen und dann hieße es "entweder du ißt, was auf den Tisch kommt oder du kannst dir ein Brot machen / einen Joghurt nehmen"

Aber Kinder müssen sich immer fügen ? Nur weil sie Kinder sind ?

Es gibt wenig Lebensmittel, die ich wirklich nicht mag. Dazu gehören zum Beispiel Pastinaken und Sellerie. Beides ist in der restlichen Familie sehr beliebt und ja, ich bereite das auch zu und halte mich dann an die anderen Zutaten aus denen das Gericht besteht oder esse tatsächlich ein Brot. Es ist niemand am Tisch gezwungen alles zu essen und ganze Gerichte, die einer nicht mag, werden meist dann zubereitet, wenn derjenige aus der Familie nicht mitisst.

Ich glaube, dieser ganze Zwang "du musst probieren, auch wenn es dir nicht schmeckt, es eklig für dich riecht" ist blöd. Hab ich mit meinen Kindern nie gemacht, gab es auch bei uns zu Hause nicht. Wenn sie partout nicht wollten, mussten sie nicht. Champignons zum Beispiel mochte meine Tochter überhaupt nicht. Und vor ein paar Monaten wollte sie dann auf einmal doch welche probieren, die ich als Pfannengemüse zubereitet hab. Plötzlich schmeckten sie ihr. Finde ich völlig ok – Geschmäcker können sich ändern. Hätte sie die Champignons trotzdem nicht gewollt, hätte sie immer noch die Backkartoffeln essen können, den Salat und/oder den Bohnenauflauf, den es gab und wenn sie nichts gewollt hätte wäre das auch ok. Ein Brot kann sie immer essen und das weiß sie auch.

A,sigxa


um meinen Beitrag etwas "abzumildern" - äh ja natürlich, es handelt sich ja auch öfter nur um eine Zutat die nicht gemocht wird. Das kann man ja weglassen.

Oder wenn alle Familienmitglieder Suppe mit Würstchen / Brokkoli / oderwasauchimmer drin haben mögen, nur ein Kind nicht, dann kann man ja erst dem Kind die Suppe geben und diese Zutat als letztes einfügen.

Meine Mum hat immer viel Rücksicht auf mich genommen, ich grüble gerade darüber nach ob ich mäklig war/bin...

dDev%ilindi.sguxise


Ich koche für alle dasselbe und nehme Rücksicht auf ECHTE Unverträglichkeiten bzw. ECHTEN Ekel vor bestimmten Zutaten.

Das heißt: Gibt es Salat, dann mache ich den wegen meines Mannes erstmal ohne Essig. Mir tue ich welchen dran und meine Tochter frage ich, ob sie welchen möchte oder nicht. Salat gibt es aber für alle und keiner hat sich was anderes zu nehmen.

Pastinaken und Paprika verabscheut meine Tochter. Also gibt es die bei uns selten – in der Hoffnung, daß sie ihre Meinung inzwischen geändert hat – und sie darf sie aussortieren.

Nun ist es aber bei kleinen Kindern so, daß sie oft ganz spontan meinen, das oder das nicht zu mögen, obwohl sie es bisher immer gegessen haben oder bei Oma sogar ausdrücklich verlangen. Wenn aus der Suppe nur die (sonst gern gegessenen) Möhren heute aussortiert werden – sage ich schon: EINE mußt du probieren. Und siehe da, meistens heißt es "schmeckt doch ganz gut" und es werden freiwillg auch alle anderen Möhren gegessen. Ich erlaube aber nicht, daß nur die Nudeln aus der Suppe gegessen werden – bevor es NAchschlag gibt, muß das Gemüse auch gegessen sein. Und schon gar nicht würde ich erlauben, daß sie statt dessen etwas ganz anderes ißt.

Mein MAnn nimmt sich auch nichts anderes, wenn es ihm nicht schmeckt – er bittet mich nur, dieses Gericht nicht wieder zu kochen. Umgekehrt genauso, wobei er nicht immer berücksichtigt, was ich nicht vertrage. DANN esse ich allerdings was anderes – aber das würde ich ihm dann umgekehrt auch nicht übelnehmen. Wenn es mir einfach nicht so schmeckt, dann esse ich auf und sage ihm, daß ich es nicht so lecker fand.

Zusammenfassung: Wir nehmen beim Kochen Rücksicht auf das, was bekanntermaßen absolut nicht gemocht oder vertragen wird, und dann ißt jeder ausschließlich das, was auf den Tisch kommt.

dKevi}lindyisguxise


Übrigens können Kleinkinder nicht beurteilen, welche Ernährung gut für sie ist. Genau wie bei vielen anderen Dingen sehe ich da eine Erziehungsaufgabe der ELtern. Die wie alles andere mit Augenmaß zu gestalten ist. Ich kenne Kinder, die auch schon mit 2 JAhren jederzeit an den Kühlschrank nehmen und sich was rausnehmen dürfen – ob das gut ist, hängt ja nicht zuletzt davon ab, was im Kühlschrank drin ist und wie viel Wert man auf gemeinsame Mahlzeiten legt.

a<g1nxes


Wer hat dem Kind den Stempel "Eßstörung" aufgedrückt?

e4rd[beerm&ausx27


Danke für die vielen,vielen Antworten.seid nicht böse wenn ich nicht gleich zu allem Stellung nehme,ich muss erstmal lesen und drüber nachdenken.tatsächlich finde ich aber die Alternative mit Brot und Naturjogurt als Alternative ganz gut.vielleicht kommt dann der Wunsch,das Essen zu probieren was wir essen und er sonst nicht probieren würde von allein.

Aber um die letzte Frage zu beantworten,die kinderärztin hat eine Essstörung vermutet,auf Grund des extremen Ekels vor Essen,schon beim riechen.Sie hatte auvh schon angeboten,uns in eine Klinik für essgestörte Kinder zu überweisen,aber das wollte ich ( noch) nicht.hoffe immer noch das wir es allein hin bekommen.im moment ist es so,das man sagen kann,jede Woche gibt es etwas,manchmal auch nur eine kleinigkeit,die er von ganz allein probieren will.

Liebe Grüße

SKhojxo


Würdet ihr etwas kochen dass ihr nicht mögt ? Was würden eure Männer sagen wenn ihr (fast) immer was kochen würdet was sie nicht mögen und dann hieße es "entweder du ißt, was auf den Tisch kommt oder du kannst dir ein Brot machen / einen Joghurt nehmen"

Aber Kinder müssen sich immer fügen ? Nur weil sie Kinder sind ?

Mein Mann wurde als Kind dauernd zum Essen von Dingen genötigt, die er nicht mochte, später, als nötigen nicht mehr so einfach war, wurde auf ihn eingeredet, während alle demonstrativ schmatzten und lobten und bejubelten, wie lecker das doch sei. Als wir uns kennengelernt haben, aß er keine Pilze, keinen Schafskäse, keinen Lauch, keine Kartoffeln außer in Form von Pommes – ach, das wäre eine lange Liste, würde ich alles aufzählen. Entsprechend habe ich oft gekocht, was er nicht mochte, sonst hätte ich mich ja dieser bekloppten "Diät" anschließen müssen. Wenn er gekocht hat, gab es damals meistens Nudeln mit einer ausgezeichneten Sauce auf Ketchup-Basis oder Fleisch (was wiederum ich nicht esse). Wir haben uns arrangiert, viel gefunden, was wir beide mögen, meist haben wir eine Beilage dabeigehabt, die er notfalls mit Ketchup verzehrt hat.

Inzwischen isst er, wie ich (bei mir mit Ausnahme von Fleisch und Fisch), nahezu alles. Früher oder später hat er dann mal probiert, fand es doch nicht schlecht oder sogar großartig, und wurde immer experimentierfreudiger und neugieriger. Wir beide finden das Klima "Es gibt (viel) Verschiedenes, und gelegentlich ist Neues dabei oder etwas, das man bisher nicht so doll fand, vielleicht auch mal in ganz anderer Zubereitung, und man darf probieren, muss aber nicht" am gedeihlichsten für die Freude am Essen – oder auch: die Fähigkeit, Essen zu genießen.

Also: Nein, ich würde den alltäglichen Speiseplan niemals an einem Esser ausrichten, schon gar nicht an einem mäkeligen, und unser aller Mahlzeiten im Rahmen seiner Vorlieben und Abneigungen stark einschränken. Ganz egal, wie alt er ist.

S.ho?jo


hoffe immer noch das wir es allein hin bekommen.

Dann nehmt unbedingt diesen bizarren Druck raus, den Dein Lebensgefährte mit der Beschränkung auf eine warme Mahlzeit am Tag ausübt. Und macht ums Futter nicht so viel Wind, dass ihr alle richtig Magendrücken habt, wenns ans Thema Essen geht.

P!fiff-erling


Übrigens können Kleinkinder nicht beurteilen, welche Ernährung gut für sie ist. Genau wie bei vielen anderen Dingen sehe ich da eine Erziehungsaufgabe der ELtern.

Das ist falsch. Bei Kindern funktioniert das "Bauchhirn", also das Gefühl dafür, was sie brauchen noch viel besser als bei so manch ernährungsgeschultem und Gut-und-Böse-Lebensmittel-versautem Erwachsenen. Natürlich besteht nicht jede Familie aus Essgestörten, aber je krasser sich die Eltern meist mit Ernährung beschäftigen, desto zwanghafter wird das Thema behandelt und desto gezwungener gehen auch die Kinder damit um. Manchen Familien würde es gut tun, einfach mal Essen auf den Tisch zu stellen und ihre Kinder machen zu lassen. Ich würde da auch gerne noch einen schönen Lesetipp dazureichen, aber ich find ihn grade nicht. Aber wenn sich das ändert, reich ich das noch nach.

hbik4lexines


Mein Mann wurde als Kind dauernd zum Essen von Dingen genötigt

so war das hier auch. Sitzenbleiben, bis der Teller leer ist. Und jede Woche, jeden Tag das gleiche Essen. Wenn das Kind Gemüsesuppe nicht isst und davor 3 Stunden sitzen bleibt, dann mache ich die doch einfach jeden Mittwoch wieder. Wird schon irgendwann nachgeben, das Kind...

Die Folge war, dass mein Mann außer Möhren kein einziges Gemüse aß, kein Obst, kein Fleisch, kein Fisch. Nur Dinge, die man von außen direkt einschätzen kann. Also Brot und ähnliches. Und Pizza...

Wir haben ähnlich gemeinsam ausprobiert, wie Shojo das beschrieben hat. Und heute ist es ganz anders (außer Obst, die gemeingefährlichen Vitamine :) ).

Aber ich denke, daraus lerne ich, dass Druck zu Gegendruck führt und manchmal bis ins Erwachsenenalter am Genießen hindern kann. Wahrscheinlich ist das Spagat zwischen "keinen Druck machen" und "zuviel nachgeben" schwierig. Aber im Zweifelsfall würde ich immer davon ausgehen, wie ich es selbst halten möchte. Und ich möchte einfach auch nicht nur Brot essen, oder jeden Tag rohe Schweineinnereien (Beispiel). Das halte ich für mich als zukünftige Leitlinie fest.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH