» »

Zweimal am Tag warmes Essen für Kinder?

pEhil0:mexna


Pfifferling

Das ist falsch. Bei Kindern funktioniert das "Bauchhirn", also das Gefühl dafür, was sie brauchen noch viel besser als bei so manch ernährungsgeschultem und Gut-und-Böse-Lebensmittel-versautem Erwachsenen.

Ja, sehe ich ähnlich.

Wenn aus der Suppe nur die (sonst gern gegessenen) Möhren heute aussortiert werden – sage ich schon: EINE mußt du probieren. Und siehe da, meistens heißt es "schmeckt doch ganz gut" und es werden freiwillg auch alle anderen Möhren gegessen. Ich erlaube aber nicht, daß nur die Nudeln aus der Suppe gegessen werden – bevor es NAchschlag gibt, muß das Gemüse auch gegessen sein. Und schon gar nicht würde ich erlauben, daß sie statt dessen etwas ganz anderes ißt.

Würde ich nie so machen. So ähnlich war das bei meinen Cousinen und ich hab es gehasst dort zu essen. ;-)

Ja, Möhren schmecken, trotzdem habe ich nicht jeden Tag Appetit drauf. Ich empfinde das nicht als großes Problem, wenn die Kinder mal etwas liegen lassen, was sie sonst gerne essen und wenn ihnen mal nur nach den Nudeln aus der Suppe ist, finde ich das auch ok.

Aber vielleicht habe ich einfach Glück und wir sind halt alles wenig mäkelig in unserer Familie.

ldykkxe


Naja, also man kann doch auch einfach vielfältig kochen.

Angenommen er mag Karotten, dann gibts halt mal Gerichte mit Orangenen Sachen, vielleicht gehts auch über die Farbe? Fischstäbchen, oder paniertes Fleisch, Karotten-Kartoffelbrei, Gemüsepfanne mit Karotten, Paprikagemüse ect...

Wir haben einen 16 Monate alten Sohn, er isst was wir auch essen, gibt es zwei mal am Tag warm, egal wegen wem, dann dürfen alle 2 mal warm essen. Das ist ja echt gemein wenn er nicht mitessen darf bzw was anderes essen soll wenn es etwas warmes gibt was ihm auch schmeckt. Gleiches recht für alle finde ich da schon wichtig.

Wenn ich koche isst er auch alles mit, wenn er etwas nicht mag dann muss er das auch nicht essen (bisher nur bei Pilzen aus dem Glas der Fall).

Vielleicht kommt es auch auf die Würze an? Mein Sohn isst zb wenn ich koche nahezu alles, wenn wir zu Besuch sind isst er kaum etwas. Es ist eben anders gewürzt. Ich war da auch lange empfindlich, ich esse das essen zwar, mit schmeckt es aber nicht. Daher kann ich sein Verhalten nachempfinden, gebe aber trotzdem nicht immer nach. Er bekommt ein wenig auf seinen Teller, das wird gegessen, wenn nicht, gibts kein Nachtisch, fertig.

eHrdbeXermauUs27


Ich muss nochmal hinzufügen,mein Sohn isst auch nix was "zusammen gemischt "ist.wenn es also sagen wir mal,Hähnchenfleich mit reis und dazu möhren gibt ( das einzige Gemüse,das er meist isst),dann muss das auf dem Teller absolut getrennt werden.er isst nix zusammen.deshalb würde er eine nudelpfanne zum beispiel nie essen.das mit dem zusammen kochen machen wir übrigens ziemlich oft.er hilft toll mit,schnibbelt und rührt...aber er isst es in den allermeisten Fällen nicht.

b]fi


*:) Hier wird ja so getan als ob warmes essen so viel "mehr" waere als kaltes. ich leb in einem Land wo das Brot absolut ungeniessbar ist und zum backen hab ich auch nicht immer Lust, deswegen gibts bei uns auch oft zweimal warm (morgens Muesli). Aber das sind durchaus kleine Sachen Omelett mit Erbsen oder bisschen Gemuese mit paar Nudeln..also dass man da stundenlang mit Voellegefuehl im Bett liegt muss ja nicht sein nur weils warm ist.

Ansonsten hab ich ein kleines Allesfresserchen, da kann ich zum Thema nicht viel sagen.

dgevili[ndistgui~sxe


Das ist falsch. Bei Kindern funktioniert das "Bauchhirn", also das Gefühl dafür, was sie brauchen noch viel besser als bei so manch ernährungsgeschultem und Gut-und-Böse-Lebensmittel-versautem Erwachsenen.

Das ist eine schöne Theorie, die aber voraussetzt, daß Kinder von vornherein eine Vielfalt von gesunden Lebensmitteln kennengelernt haben. Wenn ich erstmal vorwiegend Nudeln mit Ketchup, Toastbrot mit Nutella, Grießbrei, Pudding... anbiete, weil "Kindern Gemüse nicht schmeckt", dann ist es klar, daß ihnen vieles "bitter" vorkommen wird und sie es nicht freiwillig essen werden.

Und wenn ich meine Tochter frei wählen lasse, dann gibt es hier gläserweise Oliven, abwechselnd zu Pellkartoffeln mit Margarine und sonst nichts.

Mir ist es auch wichtig, zu vermitteln, daß Essen in allererster Linie der Ernährung dient und nicht der Unterhaltung. Es gibt eben nicht jeden Tag Lieblingsessen. Ich hab schon so oft Erwachsene (!) getroffen, die z.B. jammern: Kartoffeln, ih, die mag ich nicht! Eß ich nicht! – Irgendwann stellt sich bei solchen recht neutral schmeckenden Sachen fast immer raus: Es schmeckt nicht superlecker, man kriegt es aber durchaus runter. Auf dieser Basis gibt es dann tausend Sachen, die diese Menschen "nicht mögen". Das macht das Leben schwer und eine ausgewogene Ernährung schwierig. Außerdem hab ich was gegen Mäkeligkeit und Dekadenz. Und wie gesagt: Das bedeutet NICHT, daß ich jemals zum Aufessen zwinge. Nur: Wer keinen Hunger hat, bekommt logischerweise auch keinen Nachschlag.

d+eviljindiwsJguise


Und: Nur noch Kartoffeln/Nudeln nachnehmen ist dann auch o.k., das machen Erwachsene ja auch so.

dPevilKindi?sguixse


erdbeermaus, viele Kinder graust es vor "Vermischtem", das ist ziemlich normal! Aber das ist ja etwas, was man berücksichtigen kann?

HY.BaNrbxin


Gobst du ihm zwischendurch rohes Obst und Gemüse zum knabbern? Vielleicht mag er das ja lieber, wenn nichts vermischt sein soll.

pXhil=0mena


Mir ist es auch wichtig, zu vermitteln, daß Essen in allererster Linie der Ernährung dient und nicht der Unterhaltung.

Ich glaube, ich hab einen ganz anderen Ansatz: Essen dient der Ernährung und ist ein Genuss. Ergo muss es auf dem Teller ansprechend angerichtet sein, der Tisch ist hübsch gedeckt und wir reden über den Tag, über angenehme Dinge, schmieden Pläne für die kommenden Tage, das Wochenende.

Das Essen wird mit Liebe und guten Zutaten zubereitet und nur, wenn die Zeit knapp ist, mal etwas aufgewärmt. Aber auch das wurde mal mit Liebe und Genuss gekocht und eingefrostet.

Die eigene Einstellung zum Essen ist wichtig, denke ich, die eigene Neugier, Experimentierfreude. Anderes auszuprobieren, die Küche abwechslungsreich zu gestalten.

Irgendwann stellt sich bei solchen recht neutral schmeckenden Sachen fast immer raus: Es schmeckt nicht superlecker, man kriegt es aber durchaus runter.

:-( Etwas, von dem ich denken würde, man kriegt es irgendwie runter, würde ich maximal aus Höflichkeit irgendwo essen, aber auch keinem zumuten und so auch schon gar nicht zubereiten. Was schmeckt eigentlich "neutral"? Das finde ich absolut individuell. Salzkartoffeln vielleicht. Ist so ziemlich das einzige, womit ich meinen Mann wirklich jagen kann. Also gibt es Kartoffeln in allen möglichen Varianten. Das meiste schmeckt absolut nicht neutral, je nachdem, wie man es zubereitet. ":/

Meine Kinder haben auch von Anfang an gut gewürzte Speisen bekommen, wenig Salz, aber abwechslungsreich gewürzt.

d5eviKlindihsguixse


Es schmeckt den "Betroffenen" laut ihren eigenen Aussagen neutral, das meine ich. Die sagen eben nicht "Kartoffeln, da kommt´s mir hoch", sondern "ach, die schmecken so langweilig".

Aufgewärmtes gibt es bei uns sehr selten – wenn, dann abends vom Mittag. Einfrieren machen wir nicht. Und Fertigessen schon gar nicht, hier wird immer aus frischen Zutaten gekocht und da ist so manches dabei, was andere gar nicht kennen. "Essen dient der Ernährung" heißt doch nicht, daß man eine Dose Ravioli aufmacht und kalt vorm Fernseher schlabbert! (Das wäre ja auch nicht so direkt Ernährung, sondern nur Bauchfüllen.)

Mein Mann und ich bereiten das Essen sehr bewußt zu und es soll schmecken. Trotzdem fördern wir keine Gourmet-Allüren. Ich kenne ein Kind (10), das pickt sich aus jedem Gericht nur die Eintelteile raus, die es mag. Vom Salat wird vor Beginn der Mahlzeit das Herz aus der Schüssel gemopst. Beim Auftun werden die Tomaten rausgesucht. Dann wird bei den Umsitzenden um die Pilze von ihrem Teller gebettelt. Und die Soße, ih, die probier ich erst gar nicht , ich will Ketchup! Und eigentlich schmeckt das eh alles nicht, ich nehm mir Cornflakes! – Das ist anstrengend und unhöflich, und meinen Kindern möchte ich andere Tischsitten und ein sachlicheres Verhältnis zum Essen vermitteln. Was gut klappt, großes Theater hat es noch nie gegeben. Nur eben mal Gezeter um die Möhren oder so, die dann am nächsten Tag doch wieder schmeckten.

bRfi


Also ich koch nicht mit Liebe, sondern in erster Linie schnell und das Essen wird dann in zwei Schuesselchen getan und auf den Tisch gestellt, eins fuer mich eins fuer mein Kind. Und dann essen wir das beide, weil wir Hunger haben. Manchmal schmeckts besser und manchmal weniger, manchmal sagt mein Kleiner auch 'zu scharf' dann sag ich ihm er kann ja mehr trinken dazu und fertig. Wir sind beide zufrieden, Essen wann wir Hunger haben und sind gesund schlank. man kann sichs auch irgendwie schwierig machen...oder zuviel ansprueche und Zeit haben. Liebevoll gedeckter Tisch, ja fuer wen den.. ;-D

d,ewvhilin!di]sguixse


Nein, aufwendig den Tisch decken, das machen wir im Alltag auch nicht. Sorgfältig kochen schon. Und manchmal Kerzen anzünden, wenn uns danach ist – kostet ja keine Zeit.

pWhiul0m>ena


devilindisguise

Und Fertigessen schon gar nicht, hier wird immer aus frischen Zutaten gekocht und da ist so manches dabei, was andere gar nicht kennen. "Essen dient der Ernährung" heißt doch nicht, daß man eine Dose Ravioli aufmacht und kalt vorm Fernseher schlabbert! (Das wäre ja auch nicht so direkt Ernährung, sondern nur Bauchfüllen.)

Das meinte ich auch nicht, aber es klang so "lieblos", wie du übers Essen schriebst. ;-)

Sicherlich dienst es der Ernährung, aber es ist Genuss, zumindest in meinen Augen.

Und nein, Fertigessen gibt es bei uns auch nie, wohl aber eingefrostete Suppe/Soße/blanchiertes Gemüse für Tage, an denen es knapp wird mit der Zeit.

Ich kenne ein Kind (10), das pickt sich aus jedem Gericht nur die Eintelteile raus, die es mag. Vom Salat wird vor Beginn der Mahlzeit das Herz aus der Schüssel gemopst. Beim Auftun werden die Tomaten rausgesucht. Dann wird bei den Umsitzenden um die Pilze von ihrem Teller gebettelt.

Teile davon finde ich nicht einmal schlimm – etwas beiseite legen, was man absolut nicht isst, beispielsweise. Und selbst ich frage (innerhalb der Familie), wenn jemand etwas bestimmtes nicht mag, ich aber versessen drauf bin, ob ich es haben kann. Vor Beginn der Mahlzeit isst niemand von uns, das ist respektlos, finde ich.

bfi

man kann sichs auch irgendwie schwierig machen...oder zuviel ansprueche und Zeit haben. Liebevoll gedeckter Tisch, ja fuer wen den..

Für mich zum Beispiel. Ich mag mein Essen nicht nicht, egal was es ist, aus irgendeiner Schüssel essen, sondern von schönen Tellern, an einem hübsch gedeckten Tisch. Manchmal Kerzen, oft Blumen, (Stoff)servietten und passendes Besteck. Ich lege Wert auf Tischmanieren und eine schöne, gemütliche Atmosphäre, bei der wir den Tag hinter uns lassen können, uns über das Beisammensein freuen und etwas Leckeres genießen.

bwfi


Ja, aber nach der Arbeit fuer ein rasend hungriges Kind in 5 Minuten was liebevolles zu kochen und dann zum hungergebruell noch den tisch decken, nee. Ich ess auch echt gerne aus meienn Schuesselchen -ist dann auch weniger zu spuelen, servietten eh nicht und fuer Blumen bin ich zu geizig. Tischmanieren hat das Kind keine so tollen, aber dann auch noch rummeckern nur weil er was mit den Fingern nimmt.. dann lieber friedlich. Aber ja so hat jeder andere Prioritaeten, wir entspannen dann eher beim lesen aufm Sofa. Aber vielleicht waers anders wenn noch ein Mann dabei waere, so ich und das Kind zu zweit wir legen eben beide keinen Wert auf Auesserlichkeiten gehen lieber spielen lieber nach einer kurzen Mahlzeit ;-D

dtevvilXindi&sg6uisxe


etwas beiseite legen, was man absolut nicht isst, beispielsweise

Das finde ich auch nicht schlimm, siehe oben. Bei uns muß auch niemand essen, wa er grundsätzlich verabscheut. Mit "die Tomaten rauspicken" meinte ich, daß er in der Salatschüssel herumstochert und sich NUR die Tomaten nimmt. Obwohl er den Rest durchaus ohne Ekel zu essen in der Lage ist, aber die Tomaten schmecken ihm eben am besten.

Ich für meinen Teil biete meiner Tochter zusätzliche Tomatenstücke an, wenn ich weiß, daß sie die besonders gern mag. Aber in Schüsseln und Töpfen nach Leckerbissen stochern (die andere vielleicht genauso gern gehabt hätten), ist ein sehr unkultiviertes Verhalten.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH