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Ernährung ohne Milch- und Getreideprodukte?

ANlvaA)va


Ich kann nur für mich mich selbst sprechen. Seit ich auf Milchprodukte (außer Käse) und alles Glutenhaltige verzichte, geht es mir wesentlich besser. Wobei es mir vorher nicht schlecht ging, aber Trägheit und Müdigkeitsattacken sind z.B. komplett verschwunden.

Es gibt m.E. keine allgemeingültigen Aussagen wie "Getreide ist gesund" oder "Milch braucht der Mensch". Das muss jeder für sich selbst herausfinden bzw. beim Arzt abklären lassen.

Das Gefühl, ich müßte auf irgendetwas verzichten, habe ich jedenfalls nicht. Es gibt ja z.B. noch die sogenannten Pseudo-Getreide wie Hirse, Amaranth, Teff... da kann man eine ganze Menge mit machen :-) Oder auch Kastanien-, Mais-, Reis-, Kichererbsenmehl... es gibt wirklich sehr viel Alternativen.

dveviilindis>gxuise


Ja, es gibt Unterschiede bei den Getreidesorten.

Ich z.B. (und viele andere auch) vertrage kein Weizen-Weißmehl. Roggen und Dinkel sind bei mir überhaupt kein Problem, Weizenvollkornmehl ist auch in Ordnung. Ich habe ca. 2 Jahre strikt auf weißmehlfreie Ernährung geachtet und dann ausprobiert, wie viele Ausnahmen ich mir erlauben kann.

Milch und Milchprodukte vertrage ich ebenfalls nicht und lasse sie einfach weg (ursprünglich aus ethischen Gründen, damit verschwanden dann aber bestimmte Gesundheitsprobleme, die angeblich "keine Ursache" hatten). Kein Mensch braucht Tiermilch, sie ist im besten Fall unschädlich. Weißmehl braucht man erst recht nicht.

Das Einfachste ist, auszuprobieren: Entweder mit milchfrei und glutenfrei anfangen und wenn das hilft, Einzelnes wieder einführen und sehen, ob es dir bekommt. Das ist die schnellere Methode. Die langsamere, aber einfachere: Erstmal nur Milch und Weißmehl weglassen und wenn das nicht ausreicht, andere Mehlarten streichen.

Etwas anderes kann einem ein Arzt letztlich auch nicht raten, man muß halt selber wissen, ob einen die Ursache interessiert oder nur die Abhilfe.

Sjunfglzowegr_7x3


Bei mir wurde vor drei Jahren Zöliakie festgestellt, muss seither zwangweise auf klassisches Getreide verzichten und es bleiben eigentlich nur Reis und Mais.

Ohne wirklich KONKRETEN Grund frage ich mich daher, wie man sich so einen Verzicht freiwillig antun kann. Wenn man mir jetzt auch noch meine Milchprodukte (wobei ich Milch pur nicht vertrage, in allen verarbeiteten Varianten = Joghurt, Quark, Käse,... aber problemlos) wegnehmen würde... :|N

Ohne triftigen Grund lauern da recht schnell die Mangelzustände.

Und man sollte nicht außer Acht lassen, wie sehr man durch solche Essensweisen auch zum Außenseiter wird. Zumindest, wenn man es GANZ streng einhält. Nie wieder Nudeln, nie wieder Pizza, keinen Kuchen, kein Eis,... Viel Spaß! ]:D

Und wenn man wirklich das Gefühl hat, etwas nicht zu vertragen, sollte man herausfinden, WAS es ist und warum. Statt pauschal Getreide wegzulassen, würde ich jede Sorte EINZELN austesten. Und zwar nicht nur 1x, sondern mind. 1 Woche lang bei einer Sorte bleiben und nur mit Dingen kombinieren, wo man denkt, dass man es verträgt. Streng genommen müsste eine solche Austest-Diät noch viel viel strenger ablaufen.

Plus seriöse Allergie-Tests. Und dann die Dinge weglassen, die wirklich nicht gehen. Statt komplette Nahrungsmittelsgruppen ganz zu streichen.

Ehrlich gesagt nerven diese ganzen Ernährungstheorien. Milch nur für Kälber, Getreide ist auch nicht für den Menschen und Kohlenhydrate sowieso böse. Aber Fleisch ist dann auch wieder nicht gut und und und. Das sind doch Luxuxprobleme, wenn es alles gibt.

Eine normale vollwertige Ernährung mit möglichst wenig/keinem Fertigkkram hat noch keinem GESUNDEN geschadet. Und wenn man etwas nicht verträgt, muss man halt verzichten. Aber pauschal best. Lebensmittel zu verteufeln, nervt. Ich mach' ja auch keinem das Getreide abspenstig, nur weil ICH es nicht mehr essen DARF.

dIevili/n,disgkuisxe


Allergietests helfen aber nur sehr bedingt weiter. Eine Unverträglichkeit ist keine Allergie und ist häufig nicht anders nachweisbar als durch Weglassen. Wenn es einem dadurch nach ein paar Monaten auch nicht besser geht, hat das weitere Weglassen natürlich keinen Sinn! Ein paar Monate würde ich dem Körper aber schon Zeit geben.

Ssunfl5owIer_7x3


Klar – aber es ist ein Anfang. Wenn man bspw. auf ein Getreide eine Reaktion zeigt, kann man sich da das Experimentieren sparen.

Bei diffusen Unverträglichkeiten spielt einem leider auch oft der Kopf einen Streich...

H|app1y B.anana


Laktosefreie Produkte sind auch mehr Modeprodukte. Die sind eben "cool".

Ich kann nach 6 Monaten Abstinenz bei Laktosehaltigen Produkten nun wieder alles essen, also in kleinen Mengen. Offenbar war mein Magen-Darm-Trakt im Dauerstress weil ich viele Jahre lang massenhaft hoch laktosehaltige Produkte gegessen habe. Jetzt hat der sich wieder erholt und hat gegen kleine Mengen nichts einzuwenden. Also mal 1-2 Tassen Milch, oder nen Teilchen vom Bäcker gehen wieder problemlos. Gott sei Dank muss ich sagen. Der Verzicht war für mich wie ein Marsch durch die Hölle.

Und ich habe auch nicht das Geld um ständig teure Ersatzprodukte zu kaufen.

Außerdem ist es kein Leben auf alles zu verzichten was schmeckt.

R7an+i80


Interessante Frage. Hatte mich schon mal intensiv mit dem Thema Milch beschäftigt. Und nunja, am Ende ist es schwer zu unterscheiden wer recht hat,- welche Studien denn nun stimmen. Da hilft nur, so wie ich es auch gelesen habe der Selbstversuch. Und wenn man sieht, wieviel ungesundes Zeug bewusst gegessen/getrunken wird,- angefangen bei Alkohol/Cola über Fast-Food mit chemischen Stoffen versetzte Lebensmittel oder mit Spritzrückständen belastetes... nunja kann doch dann nicht ungesünder sein mal eine Zeit lang ohne Milch und Getreide zu leben.

Vor allem vertraue ich persönlich der Schulmedizin nicht mehr so, für alles gibt es immer nur ein Mittelchen oder Tabletten, selten heißt es das der Patient etwas an seiner Lebens-/Ernährungsweise ändern soll,- dabei liegt doch meistens dort der Hund begraben.

Bei der Milch erscheint mir eines einleuchtend,- es ist Babynahrung also für den Nachwuchs. Wir Menschen können darauf bei Nahrungsknappheit zurückgreifen, doch dass es ein Hauptnahrungsmittel geworden ist... erklärt sich mir nur damit, dass genügend daran profitieren, vor allem in einer Zeit wo Übergewicht immer mehr zu nimmt.

Und beim Getreide habe ich das so verstanden, dass in den Körnern Abwehrstoffe gegen Fressfeinde enthalten sind und diese können Beschwerden bei uns hervorrufen.

Die zunehmenden Lactose und Glutenunverträglichkeit spricht eigentlich für sich. Es gibt Länder in denen gar keine Milch getrunken wird, auch weil die meisten Menschen sie nicht vertragen,- wozu auch, sie sind ja nicht mehr im Wachstum. Genauso gibt es Länder in denen kein gluten haltiges Getreide gegessen wird. Ob jetzt ein Zusammenhang zwischen den Zivilisationskrankheiten besteht kann ich auch nur aus fremden Studien entnehmen.

Das umstellen auf eine Getreide- und Milch-freie Ernährung erscheint mir auch etwas schwierig,- aber nur weil wir es nicht kennen.

Mais, Reis, Hirse, Buchweizen und Kastanienmehl sollen ja anscheinend glutenfrei sein. Daraus läßt sich schon etwas Brotähnliches backen. Die Milch weg zu lassen finde ich jetzt nicht so schlimm. Nur auf jeden Fall nicht auf Soja umsteigen,- das ist nämlich genauso unverträglich und die Anbaumethode ist auch fragwürdig.

Ich bevorzuge da eher einheimische Lebensmittel. Ob jetzt mehr Eiweiß oder mehr Kohlenhydrate ":/ Also nach dem Sport giere ich richtig nach Kohlenhydrate,- somit für mich der Energielieferant. Eiweiße überwiegend aus pflanzlicher Nahrung. Vor allem abends kann der Körper/Stoffwechsel tierisches Eiweiß nicht mehr verwerten und es schadet dem Körper sogar.

Bleibt noch ein riesen Angebot an Gemüse, Obst, Nüssen, Wurzeln...

Leide habe ich keine eigenen Erfahrungen. Und auch keine ernsthaften Beschwerden. Doch versuchen würde ich es auch mal gerne, zumindest für 4 Wochen. Wenn es nichts gebracht hat, kann ich es ja wieder ändern.

Es gibt bestimmt schon Kochbücher und Rezepte für eine Getreide- und Milchfreie Ernährung.

Bin gespannt was deine Erfahrungen sind.

d8evi\l indiSsguisxe


Bei diffusen Unverträglichkeiten spielt einem leider auch oft der Kopf einen Streich...

Das schließe ich für mich aus, da ich zu diesen Themen so lange keine Meinung hatte und mich auch nicht damit beschäftigt habe, bis es mir zufällig (!) auffiel, daß ich ohne Milch nicht mehr unter permanenter Müdigkeit und Völlegefühl leide. Und mit der Aufgabe von Weißmehl auf Anraten meiner Schwiegermutter habe ich ebenfalls keine großen Hoffnungen verbunden, jedoch verschwand auf einmal meine heftige Neigung zu Bronchitis und Halsentzündung (von bis zu 12mal pro Jahr eins dieser Dinge reduziert auf ca. 1mal pro jahr leichte Erkältung). Auf die Entfernung der Mandeln hingegenhatte ich voll vertraut – gebracht hat sie nichts; statt Mandelentzündung halt Halsentzündung...

Klar kenne ich auch solche Leute (meistens Esoteriker) die ein bestimmtes Nahrungsmittel als "schlecht" identifizieren, weil sie das entweder gelesen oder ausgependelt haben und die sich seither "viel besser fühlen", ohne konkret sagen zu können, was eigentlich vorher ihre Probleme waren. Aber man sollte nicht alle über einen Kamm scheren, viele Menschen haben sehr konkrete Gesundheitsprobleme und sehr konkrete Unverträglichkeiten, für die es außer dem Weglassen keinen Test gibt.

RRudy'sxBrauxt


Ich hab auch gelesen, dass Milchprodukte sich negativ auswirken kann, wenn man Asthma hat, da es die Schleimproduktion begünstigt. Hat da jemand Erfahrung mit gemacht, ob sich das Asthma gebessert hat, seit man keine Milchprodukte mehr isst?

Mein Asthma ist zwar relativ leicht (hab nur Probleme bei Klimaanlagen, kalter Luft, Zigarettenrauch und starkem seelischem Stress), aber abends hab ich öfter mal das Gefühl einen Frosch im Halszu haben, der einfach nicht weggeht.

S|unflo1wer_7x3


Klar kenne ich auch solche Leute (meistens Esoteriker) die ein bestimmtes Nahrungsmittel als "schlecht" identifizieren, weil sie das entweder gelesen oder ausgependelt haben und die sich seither "viel besser fühlen", ohne konkret sagen zu können, was eigentlich vorher ihre Probleme waren.

Sowas meinte ich! Diese "Wunderheilung" hinterher, ohne vorher konkrete Probleme gehabt zu haben. ;-)

Oder halt die Neigung, wirklich ALLES auf ein Lebensmittel zurückzuführen, was dann z.T. nur noch absurd ist.

Bei mir war die Zöliakie auch eher ein Zufallsbefund: Lange Zeit Darmprobleme, Eisenwert im Keller. Und es war immer weg, wenn ich halt keine Brötchen etc. gegessen habe (dabei LIEBE ich Backwaren!). Hab's dann erstmal auch auf Stress etc. geschoben, bis es meiner Hausärztin zu bunt wurde und sie mich protokollieren ließ, was ich esse. Und bingo!

Und mit "Kopfsache" meine ich auch Leute, die beim Angucken quasi schon Unverträglichkeiten berichten. ;-)

Für's Weglassen muss man sich aber SEHR genau informieren und einen Plan aufstellen. Da reicht eben nicht 1x gegessen – nix passier – also geht's. Und da sollte man auch nicht auf Basis von "vertrage kein Industrie-Toastbrot, also geht Weizen-Weißmehl gar nicht " entscheiden. Sondern möglich PUR das jeweilige Lebensmittel über TAGE ausprobieren.

In Kliniken, die sich auf sowas spezialisieren, fängt man ja bspw. oft mit tagelang nur Kartoffeln an. Weiß ich von einer Freundin, bie der man so die Neurodermitis deutlich bessern konnte (wobei die pauschalen Ernährungstheorien da ja auch nicht unumstritten sind).

dBevili8ndisgxuisxe


So kompliziert muß man das mit dem Weglassen aber doch gar nicht machen.

Weißmehl ist Weißmehl, egal ob im Toastbrotpäckchen oder im Biociabatta oder in den Nudeln. Also einfach alles Weißmehlhaltige über einen längeren Zeitraum weglassen, und zwar OHNE AUSNAHME. Ein paar Tage reichen nicht.

Wochenlang nur Kartoffeln essen und dann eins nach dem anderen hinzufügen, das würde ich nur bei sehr gravierenden Beschwerden machen, die unbedingt SOFORT aufhören müssen – oder dann, wenn die "üblichen Verdächtigen" Milchprodukte, Weißmehl, Gluten bereits ergebnislos ausgetestet wurden. Milch in allen Formen sowie Weißmehl 3 Monate wegzulassen, ist aber völlig problemlos und ohne große Vorinformation im Alltag machbar.

dQevilinrdiPsguBise


Mit Gluten ist es sicher aufwendiger! Da verursacht bei manchen ja schon ein winziges Stäubchen große Beschwerden... :-|

Seunflofwer_x73


Manche reagieren ja leider auch auf blöde Zusatzstoffe... Wenn da was im Toastbrot ist und man deswegen Mehl komplett verbannt...

Ich hab' das seit Jahren bspw. mit Joghurt mit Aromastoffen. Da kann ich rülpsen ohne Ende und mir wird ziemlich flau. Joghurt pur oder selbstgemacht: Kein Problem.

Sowas prägt halt meine Sichtweise... WENN, dann RICHTIG austesten. Also möglichst "pure" Produkte.

d|evilmindisguZise


Ach so, so meintest du das mit "pur"!

Ja, das wäre vielleicht überhaupt eine Idee (wenn, wie gesagt, die Probleme nicht so heftig sind, daß sie umgehend verschwinden müssen): Erstmal auf Vollwert/Selbstgekocht umstellen?

S4unSflower;_73


Genau das wollte ich damit sagen! ;-)

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