» »

Brot aus dem Leben "ausschleichen": Wie und wodurch ersetzen?

S:cAhlitza"uge6x7


Ich hatte Übergewicht, Darmverschluss hinter mir, weitere Darmoperationen.

Ich hatte ständig Blähungen, ich vertrug kein Fett (meinte ich), ich hatte sofort Sodbrennen, ich vertrug dies nicht und das nicht, ohne es benennen zu können.

Dann wurden meine Augen schlecht, Blutung in der Netzhaut. Ich wurde durchgescheckt. Diabetes.

Ich habe geguckt, gelesen, mich schlau gemacht. KH werden vom Körper chemisch immer in Zucker umgewandelt, der Zucker dann später u. U. in Fett. Und das hatte ich reichlich auf der Hüfte.

Wenn logischer Weise also KH den Blutzucker hochfahren und mein Körper nicht mehr genug Insulin ausschütten kann, um den Blutzucker zu senken, dann muß ich eben dem Körper dies nicht mehr zuführen, gelle? Damit der Blutzucker in der Norm bleibt.

Es gibt ja einige Portale, wo sich Menschen mit wenig KH durch das Leben schlagen, alle berichten eben von der Normalisierung ihrer Blutwerte – und ich kann das auch alles bestätigen. Und nebenbei nehme ich gaaaanz langsam ab, obwohl ich quasi die KH, die mich früher satt machten, durch Fett ersetze.

Dann hatte ich eben die Nebeneffekte, dass innerhalb von 3 – 4 Tagen der Reflux samt Sodbrennen aufhörte, dann stellte ich fest, ich kann Milchprodukte zu mir nehmen, ich kann Fett essen – alles Dinge, von denen ich meinte, ich würde sie nicht vertragen.

Gemüse? Ich kann heute Kohl mit Zwiebeln und Knobi essen – ein Blähbauch fehlt völlig. Kein Gefurze mehr, was früher schon echt peinlich war.

Also müssen doch die Getreidesachen etwas damit zu tun gehabt haben, dass ich sogar einen Ileus bekam und auch noch 40 cm Dickdarm verloren habe. Wahrscheinlich war der Darm völlig überlastet, er war nur einmal aufgebläht – immer.

Ich sehne mich daher wirklich nicht nach ner Stulle mit Käse. Vielleicht hat meine Abneigung diesen Dingen gegenüber immer bestanden, ich habe aber das Gefühl überhört, diese Dinge dann doch gegessen.

Das ist mein Weg, ich kann einfach sagen, es ist ein neues, gutes Körpergefühl.

Meine Ernährung ist abwechslungsreich, so viel Gemüse habe ich früher nie gegessen, die Fette sind abwechslungsreich durch die verschiedenen Nüsse und Öle. Mit 250 g Butter komme ich 3 Wochen aus, und wenn mal ein Fettstreifen am Fleisch ist, ist das nicht die Hölle sondern bei marmoriertem Fleisch kommt das höchstens auf 15 g, habe das mal ausgewogen- da isst mancher als Salami auf Brot mehr Fett....

Und meine Cholesterinwerte sind inzwischen auch im Normbereich. Alles paletti einschließlich Blutzucker und Langzeitblutzucker.

HherHmelinxa


Wenn ich dagegen "verstoße" merke ich es am "Bauchgefühl"

So geht es mir auch.

Und gerade dieses Bauchgefühl meldet sich sehr deutlich, wenn bei mir längere Zeit aus Bequemlichkeit Brot den Speiseplan dominiert.

Nicht weil Brot an sich so schrecklich ungesund wäre, sondern weil es so einfach zu einseitig ist. Mir fehlt dann einfach frisches Gemüse.

Man kann halt immer nur das eine essen oder eben das andere. Und gerade der Brotbelag enthält zudem auch noch verhältnismässig viel Fett...

Damit fühle ich mich, wie gesagt, auf Dauer einfach schwer und träge.

Bei längerer Zeit ganz ohne Brot – also morgens Müsli und dann 2 warme Mahlzeiten – fehlt mir aber auch etwas.

Am besten ist halt immer noch die Abwechslung.

R_uleHs-o&f-Roese


Sunflower_73

Mein Bruder hat eine Glutenunverträglichkeit und daher weiß ich wie schwer es ist. Am schlimmsten ist es mit brötchen, damit kann man meist nur Scheiben einwerfen, weil sie so hart sind. Kaufen tun wir meistens das Brot von Schär bei Kaufland oder DM. Mein Bruder findet das Landbrot und das Pan carree sehr gut. Schär hat ja schon eine sehr große Auswahl.

Pizzen gibt es ja leider nur teure von Schär oder unbelegte von ein paar anderen Firmen. Aber die Mini-Pizzen von Schär kann ich empfehlen. Wenn man die selber belegt sind sie lecker. Und ansonsten den Pizzateig selbermachen, ausrollen und mit Soße bestreichen und dann einfrieren und bei bedarf ausfrieren.

Und als Idee, mal Brot und anderes im Internet bestellen. Viele Seiten haben eine riesige Auswahl an frischen und verpackten Brötchen oder auch Gebäck. Hier mal ein paar Seiten. Man muss nur leider ausprobieren, was einem schmeckt.

[[www.foodoase.de]]

[[www.querfood.de]]

[[www.glutenfreigeniessen.de]]

[[www.glutenfrei-supermarkt.de]]

Wenn es um Kuchen geht, ich habe die Marke Almondy entdeckt. Die machen schwedische Tarts aus Nüssen komplett glutenfrei

(schon gesehen bei Kaufland und Reichelt)

Aber was sind das für Freunde die auf deine Allergie keine Rücksicht nehmen? Gut leider sind die Kumpels von meinem Bruder nicht besser. Viele Cafes und Restaurants haben doch schon im Internet ihre Speisekarten, dann kannst du doch dort schauen und deinen Freunden für die Zukunft diese empfehlen wo die Auswahl größer für dich ist. Manchmal hilfts es auch vorher dort anzurufen und nachzufragen, ob sie etwas extra glutenfrei kochen könnten, wenn man zum Beispiel seine Pasta selber mitbringt und die dann nur eine nicht glutenhaltige Soße machen müssen.

Das musste ich jetzt schreiben, auch wenn es nichts mit dem Thema des TE zutun hat. :)_ *:)

b_ihb>ole)in


Hi.

Für alle diejenigen, die statt Brot Reiswaffeln essen, habe ich hier einen interessanten Link ;-D

[[http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=100719;bernr=04;co=]]

Wer nach dem Lesen der Artikel immer noch findet, dass Reiswaffeln "lecker" schmecken, dem ist leider nicht zu helfen :(v

SnunflUo,wer_73


Also müssen doch die Getreidesachen etwas damit zu tun gehabt haben, dass ich sogar einen Ileus bekam

Ein gesunder Darm kriegt keinen Ileus wg. Brot...

Und Einseitigkeit ist immer ungesund. Wenn man wg. Brot zu wenig Gemüse ist, hat man ein Problem. Nur wer sagt, dass Brot automatisch zu wenig Grünfutter bedeutet?

@ Rules-of-Rose:

Danke! Ich kenne die Seiten und ja, ich LIEBE Almondy-Kuchen. Ich habe von Schär das Buchweizenbrot geliebt, weil es wie echtes Vollkornbrot schmeckte, auch mit herzhaftem Belag gegessen werden konnte und nicht frisch vom Toaster kommen musste, um genießbar zu sein. Leider gibt's das nicht mehr.

Zu meinen "Freunden": Ich muss dazusagen, dass ich etliche Gesundheitsprobleme habe (etliche OP's,...) und man irgendwann aufgehört hat, sich groß dafür zu interessieren. "Nicht schon wieder was Neues". Mir wurde auch unterstellt, dass ich mich zu schnell operieren lasse und das "mal eine Pizza schon nicht schaden wird". Sagen wir mal so: Es sind noch Bekannte und ExKollegen, aber keine Freunde mehr.

Aber selbst mit meiner Familie und "echten" Freunden ist es nicht immer leicht. Wenn man in der Kneipe nicht mal sagen kann, welche Art von Speisestärke verwendet wird oder ob die Kartoffelecken nun glutenfrei sind (ich hab' mal auf unschöne Weise erleben müssen, dass einige Hersteller es schaffen, die Dinger nochmals in Mehl zu wälzen!), wird es halt immer schwierig. Oft hat das Küchenpersonal einfach zu wenig Plan.

@ bibolein:

Reiswaffeln riechen schon fies. ;-D

Und klar ist in Brot viel Chemie. Aber eben nicht, wenn man selber Mehl, Flüssigkeit und Hefe zusammenknetet. Das riecht lecker und ist lecker.

k2aFmik0azxe


Wenn ein (Sauer-)Brotteig aus frisch gemahlenem Getreide genügend Zeit hat (mind. 24 h), dann findet während des "Gehens" eben dieser Keimvorgang und damit der Abbau der unverträglichen Stoffe statt. 2-3 Tage werden hierfür nicht benötigt, da das gemahlene Mehl eine weitaus größere Oberfläche für die hinzugefügten Bakterienkulturen bildet. Der Backvorgang unterstützt diesen Prozess noch, es dauert lange, bis es im Inneren des Brotes zu heiß wird.

Habe auch noch nie erlebt, dass gutes Sauerteigbrot bläht, im Gegentei ist es äußerst bekömmlich. Wer sich hingegen Billigbrot im Supermarkt oder beim Fertigbäcker kauft, muss sich über Unverträglichkeiten nicht wundern.

FYoreover.YoFurs


Habe auch noch nie erlebt, dass gutes Sauerteigbrot bläht, im Gegentei ist es äußerst bekömmlich. Wer sich hingegen Billigbrot im Supermarkt oder beim Fertigbäcker kauft, muss sich über Unverträglichkeiten nicht wundern.

Und woran erkenne ich ein gutes Brot? Beim Bäcker gibt es keine Inhaltsstofflisten.

Hjenrm7elina


Ein Brot, das 'echt' gesäuert wurde (also mindestens 24 Std lang) wirst du bei einem normalen Bäcker kaum finden; so lange kann sich keiner damit aufhalten.

Wenn nicht gleich eine Fertigbackmischung verwendet wird, dann aber höchstens ein Schnellprodukt, das zwar noch Sauerteig enthält, aber der Roggen wird nicht mehr damit fermentiert und bleibt so unbekömmlich. Der Geschmack einer echten Durchsäuerung wird künstlich nachgeahmt.

Es gibt ganz wenige Ausnahmen und die machen Werbung damit, dass sie das Brot noch auf traditionelle Art säuern lassen.

Also wenn es nicht extra dazu gesagt wird, ist es ein künstlich gesäuertes Brot.

Im Bioläden würde ich nachfragen; ich weiss nicht, ob in Biobroten auch getrickst wird.

Ansonsten kann man auch einfach ein Weizenbrot kaufen, das ist auch ungesäuert gut verdaulich (allerdings haben auch hier die Fertigbackmischungen, die die meisten Bäcker benutzen, genau so viel Chemie drin – wie im obigen Link und auch schon oft in den Medien angeprangert).

Also bleibt für den, der nicht nur eine Mogelpackung mit gutem Geschmack haben will, nur noch das Selberbacken und der Bioladen...

Sychlit(zauge6x7


Und woran erkenne ich ein gutes Brot? Beim Bäcker gibt es keine Inhaltsstofflisten.

Jeder Bäcker muß das ausliegen haben und auf Verlangen vorweisen können.

TVaps


oder beim Fertigbäcker kauft,

Bei uns gibt es schon lange keine "richtigen" Bäcker mehr - nur noch diese Ketten. Und Reformhaus ":/

Deshalb esse ich fast nur noch Knäckebrot.

F9orevZer.xYours


Bei uns gibt es schon lange keine "richtigen" Bäcker mehr – nur noch diese Ketten. Und Reformhaus

Das ist auch so mein Problem. Das nächste Reformhaus ist direkt in der Stadt, ohne Parkmöglichkeiten...ich müsste jedes mal mindestens eine halbe Stunde extra nur für Brot investieren. ":/

Nachdem das Bäckerbrot bekannterweise nicht pauschal besser ist, kaufe ich oft das Brotbackautomatbrot vom Aldi "Unser Kerniges". Das schmeckt auch etwas nach Sauerteig und bleibt ewig frisch. Wohl kein Zeichen von Natürlichkeit :=o

HsermVelvina


Oder man macht es genauso wie der Fertigbäcker, das ist keine grosse Kunst:

Tüte aufreissen, mit Wasser in die Küchenmaschine, gehen lassen, backen – fertig.

Kann man einfach mal nebenher machen, da es kaum Arbeitsaufwand erfordert.

Bei LIDL oder Aldi gibts diese Fertigmischungen ganz billig .

Dann hat man zwar auch noch kein echtes Sauerteigbrot, be......t sich aber nur selbst und bezahlt die paar Handgriffe nicht unnötig teuer.

Und wenn man erst einmal auf den Geschmack des Brotbackens gekommen ist, wagt man sich vielleicht irgendwann auch mal an das 'reine', 'echte'; das macht auch viel Spass.

Eine Brotbackmaschine lohnt sich nur, wenn man den geringen Arbeitsaufwand noch halbieren will und keinen Wert auf eine schöne, knusprige Kruste legt (und nichts gegen ein Loch im Brot hat, dort wo der Knethaken sass).

c>lai|rext


Für richtig gutes Brot würde ich auch im Bioladen schauen. Die werden oft von regionalen Bio-Bäckereien beliefert. In München kenn ich zwei Anbieter mit echtem Sauerteigbrot Fritz Mühlenbäckerei und Hofpfisterei Das Brot ist wirklich super, Supermarktbrot kann da nicht mithalten. Hat natürlich seinen Preis.

Und sonst backe ich selbst. Gerade ist ein Weizenvollkorn im Ofen. :-)

RAunxnEer2005


Für all diejenigen, die "noch" gerne Brot essen, habe ich hier mal einen interessanten Link

[Link zu einer dubiosen Webseite]

Wer nach dem Lesen der Artikel immer noch findet, dass Brot und/oder Reiswaffeln "lecker" schmecken, dem ist leider nicht zu helfen

Warum sollte mir die Seite den Appetit auf Brot verderben? Da werden nur ein paar vage Behauptungen aufgelistet, weder werden die angeblich schädlichen Stoffe benannt noch werden Quellen angegeben, die die Schädlichkeit oder überhaupt das Vorhandensein im Brot belegen.

Interessanter ist das Impressum der Seite, da findet man nämlich, dass die von einer Schweizer Unternehmensberatung betrieben wird. Warum interessiert sich eine Unternehmensberatung für Ernährung? Vermutlich, weil sie mit den Produkten aus ihrem Online-Shop richtig Kohle machen. Und damit sich das teure Zeug überhaupt verkauft, müssen sie euch Angst vor normalen Lebensmitteln einjagen… :(v

duesebrt| |Esouxl


Ich finde, Ihr stellt das Brot vom Bäcker ja dar, als sei es das personifizierte Böse. Klar ist selbstgemacht immer noch am besten, aber nicht jeder hat Zeit und Lust, (für sich alleine) ständig Brot zu backen und Getreidesäcke durch die Gegend zu wuchten. Wenn man das Bäcker(vollkorn)brot gut verträgt, sehe ich nichts was dagegen spräche, eben dieses auch zu kaufen und zu essen.

Brot bleibt Brot, und auch wenn es das abgepackte aus dem Supermarkt ist: auf eine Stufe mit Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen und ähnlichem Lebensmittelmüll würde ich es nicht stellen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH