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Brot aus dem Leben "ausschleichen": Wie und wodurch ersetzen?

H-erme~lina


Brot bleibt Brot, und auch wenn es das abgepackte aus dem Supermarkt ist: auf eine Stufe mit Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen und ähnlichem Lebensmittelmüll würde ich es nicht stellen.

Nun, dieser "Lebensmittelmüll" ist nun halt mal erwiesenermassen in den Fertigbackmischungen drin und der lässt sich auch nicht rausdiskutieren.

Und es ist eine aus Medienberichterstattung bekannte Tatsache (nicht erst seit dem Link), dass fast alle Bäcker mit diesen Fertigmischungen arbeiten (ganz zu schweigen von der Behandlung des Getreide vor der Verarbeitung zu Mehl; die Getreidefelder werden sogar gern mit Klärschlamm gedüngt).

Es gibt unter dem Bäckernachwuch angeblich sogar kaum noch Leute, die ein Sauerteigbrot überhaupt noch traditionell backen könnten; die lernen – überspitzt gesagt – kaum mehr als Tüten aufreissen....

Aber wenn man so anfängt, kann man kaum noch etwas essen, das nicht selbst angebaut und zubereitet ist.

Das ist eben der Preis für billige und schnell verfügbare Lebensmittel.

Dadurch vergiftet man sich nicht gleich; man sollte aber auch nicht der in der Werbung erzeugten Illusion eines urgesunden, natürlichen Lebensmittels aufsitzen.

Das gilt für Brot genauso wie beispielsweise für 'nach bäuerlicher Tradition' hergestellter Joghurt mit der Milch von 'glücklichen Kühen' und 'frischen, reifen Erdbeeren' oder 'nach uraltem Rezept hausgemachte' Leberwurst oder 'naturnahe aus erntefrischen Kartoffeln' geformte Fertigknödel.... ]:D

Ich bin auch bequem und mache nicht immer alles selbst.

Das bisschen mehr "Müll" wird wohl kaum ins Gewicht fallen bei all dem "Dreck" der in der Atemluft vorhanden ist (den ich ja auch nicht herausfiltern kann) und im Trinkwasser (ja, gut, hierfür gibt es Filter, aber das ist mir zu aufwendig und vielleicht filtert man dabei ja auch noch Gutes heraus und manches Schlechte bleibt drin :-o ?)

F-ore8ver.Ymours


Dann hat man zwar auch noch kein echtes Sauerteigbrot, be......t sich aber nur selbst und bezahlt die paar Handgriffe nicht unnötig teuer.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn die Qualität des selbst gebackenen Brotes aus der Tüte nicht besser ist, wozu dann überhaupt irgend eine Art von Aufwand betreiben? Wesentlich billiger wird es sicherlich nicht, denn die Tüte kostet ja Geld und den Ofen zu heizen ebenfalls. Ich bezweifle schwer, dass man damit unter 2 Euro pro kg kommt. Und selbst wenn...alleine das Spülen des Geschirrs wäre mir persönlich die Ersparnis von höchstens 50 Cent nicht wert.

cblairext


@ Forever.Yours

Das bezog sich auf Fertigmischungen, denen schon irgendwelches Zeug zugesetzt wurde.

Man kann aber auch normales Roggenmehl kaufen und den Sauerteig selbst machen. Oder man nimmt Weizen- bzw. Dinkelmehl, das geht mit Hefe auf.

HYermIelxina


Wesentlich billiger wird es sicherlich nicht, denn die Tüte kostet ja Geld und den Ofen zu heizen ebenfalls. Ich bezweifle schwer, dass man damit unter 2 Euro pro kg kommt.

Ich weiss ja nicht, was du für den Strom bezahlst.

Aber bei 89 Cent für eine kg-Tüte, die für 2x750g Brot (aus Mehl+Wasser) reicht, sind das etwa 60 Cent ohne Strom/kg.

Ich backe im Mini-Backofen, der knapp 1400 W/Std braucht 2 Brote (je 750g) nebeneinander. Also, um auf mindestens 2 Euro zu kommen, müsste der Strom ja mindestens 1 Euro/KW kosten.... ":/

(unser Bäckerbrot kostet übrigens mehr als 2 Euro/Kilo)

Und wenn du aus der Fertigmischung auch noch Brötchen machst, schlägst du den Bäckerpreis meilenweit.

d(ese@rt| |sIoul


Aber wenn man so anfängt, kann man kaum noch etwas essen, das nicht selbst angebaut und zubereitet ist.

Tja, das ist das Problem.... :-|. Die meisten Menschen haben weder Zeit, noch Geld dazu.

Danke für Deine ausführlichen Erläuterungen. Vielleicht sehe ich Brot da tatsächlich etwas zu blauäugig. Bei mir stellt sich halt, wenn ich ein duftendes Dinkelvollkornbrot vom Bäcker vor meinem geistigen Auge sehe und das mit der Fast Food-Pampe von McD oder einem Fertiggericht aus dem Beutel vergleiche, fast immer ein unschlagbares Sympathiegefühl zugunsten des Brotes ein ;-)

Hver?melinxa


@ desert soul

Ich wollte dir nicht den Appetit verderben und ich vermute doch stark, dass ein duftendes Dinkel-Vollkornbrot vom Bäcker einer Fast-Food-Pampe schon noch etwas voraus hat ;-) .

HfapKpy BaQnana


dass ein duftendes Dinkel-Vollkornbrot vom Bäcker einer Fast-Food-Pampe schon noch etwas voraus hat

Vorraus gesetzt es ist wirklich Vollkornmehl drin und wurde nicht mit Hilfe von Zuckersirup oder Malz auf dunkel getrimmt. ;-)

d~eserMt| |&so9uxl


Vorraus gesetzt es ist wirklich Vollkornmehl drin und wurde nicht mit Hilfe von Zuckersirup oder Malz auf dunkel getrimmt. ;-)

Ok, stimmt. Das kann man aber einsehen und das wäre ja dann sogar noch ein kleiner Vorteil von Supermarktbrot :-p

SUchlit\zaugxe67


Tja, das ist das Problem.... :-|. Die meisten Menschen haben weder Zeit, noch Geld dazu.

Ich denke, sie nehmen sich einfach nicht die Zeit dazu. Die Benutzung von IPhones und die Beantwortungen von 300 SMS pro Tag sind eben wichtiger....

Und das Geld ist keine Argument. Man kann sich sehr günstig ernähren, auch abwechslungsreich, wenn man nur will. Die meisten sind bloss zu bequem, sich da mal reinzuknien. Und solche Dinge auch mal anzunehmen.

Selbst zu Zeiten, wo Brot bei mir auf den Tisch kam – und das war echt teuer, da ich einen Bäcker bevorzugt habe, der eben keine Enzympanschmehle benutzte, echten Sauerteig verwendete. In diesen Broten bleib man geschmacklich "liegen", trotzdem wurde das eben in den Etat aufgenommen, dafür gab es dann eben ein Kleidungsstück weniger im Monat...

Die meisten teilen sich den Etat nicht ein, machen keine Essenspläne und wissen am Ende nicht, wo das Geld überhaupt geblieben ist.

Ich könnte mit 50 € im Monat für mich allein zurechtkommen. War in sehr schlechten Zeiten schon da. Trotzdem abwechlungsreich. Aber von dieser Summe ist ja wohl auch hier keine Rede.

Ich schrieb schon, ich gebe ca. 110 – 150 € für mich im Monat für Nahrungsmittel aus. Das meine ich genau so: um den Körper zu ernähren, Chips, Pommes, Süßigkeiten etc. gehören für mich nicht dazu. Das sind Lebensmittel, die das Leben eigentlich nicht braucht, aber als solches angepriesen wird. Sicherlich nicht gesundheitsfördernd.

Da ich nichts Fertiges kaufe, gibt es dafür auch selten Angebote. Wenn mein Fleisch eben 10 € das Kilo kostet – und ich brauche davon im Monat 3 Kilo – und dann ist für mich ok, dann muß ich darauf nicht schimpfen, weil es angeblich teuerist, sondern dann weiß ich: aha, 30 € für eben genau diesen Genuss.

Gemüse Summe XXXX und Obst Summe YYYY und Fett/Gewürze Summe ÖÖÖÖ und dann kann ich doch mal sehen, was ich daraus machen kann. Ich finde es immer wieder spannend, da neue Kreationen zu kochen.

Hätte ich mehr Geld, würde mein Plan anders sein, hätte ich weniger Geld, muß ich meinen Dötz eben bequemen, wie ich es am besten anstelle....

Mit oder ohne Brot. Meinem Geldbeutel ist das wurscht.

S}unflLowe7rQ_7x3


Da kann man letztlich nur hoffen, dass vorlauter Zufuhr der optimalsten Nährstoffkombinationen nicht eines aus den Augen verloren wird: Dass Essen SPASS machen soll.

Was nützt einem bspw. die pefekte ausgewogene Ernährung (nach sämtlichen medizinischen, ökölogischen, tierschutzrechtlichen,... Kriterien), wenn es nur noch das ist: Zufuhr von Nährstoffen, aber keine Freude bringende Ernährung mehr?

Ich werfe bspw. Schokolade nicht aus meinem Speiseplan, nur weil sie nichts Wertvolles beizutragen hat. Mir soll Essen auch Spaß machen, Lust auf Dinge befriedigen. Satt perfekte Nährstoffe zu mampfen.

Und schädlich wird alles im Übermaß.

FWorever3.Yourxs


Ich werfe bspw. Schokolade nicht aus meinem Speiseplan, nur weil sie nichts Wertvolles beizutragen hat

"Studien geben Hinweise darauf, dass sie sich – in geringen Mengen konsumiert – positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt und das Risiko für einen Herzinfarkt senken kann."

[[http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/wie-schokolade-auf-den-koerper-wirkt-a-859176.html Quelle]]

Da hast du aber noch ein Mal Glück gehabt mit deiner Aussage ]:D

Sxunflorwer_x73


Ich würde für Schokolade ggf. sogar bewusste Selbstschädigung in Kauf nehmen. :-p ;-) ]:D

E&hemaTliger" Nut;zer (#P3257x31)


Vorraus gesetzt es ist wirklich Vollkornmehl drin und wurde nicht mit Hilfe von Zuckersirup oder Malz auf dunkel getrimmt

Das kann man ganz einfach umgehen indem man sein Brot ohne Fertigteigpackungen selber backt.

Und weil du ja irgendwo gesagt hast das würde sich ja für einen alleine nicht lohnen, man schneidet es dann nach dem auskühlen in Scheiben und friert es Portionsweise ein und taut es auf oder steckt es direkt gefroren in den Toaster ....

Dann ist auch nichts im Brot was da nicht reingehört .....

d7es$ert|\ U|s/oxul


Und weil du ja irgendwo gesagt hast das würde sich ja für einen alleine nicht lohnen, man schneidet es dann nach dem auskühlen in Scheiben und friert es Portionsweise ein und taut es auf oder steckt es direkt gefroren in den Toaster ....

Wird das dann nicht matschig? Und wie lange hält sich das in der TK? Ich finde die Vorstellung Brot einzufrieren und aufzutauen irgendwie eklig...obwohl ich von vielen Leuten weiß, dass sie es machen...

H1ermenlinxa


Das wird nicht matschig, im Gegenteil, es ist (zumindest fast) wie frisch, sogar die Kruste bleibt knusprig, wenn man es frisch einfriert.

Ich toaste es nicht, sondern lasse es kurz auftauen oden lege es für ein paar Minuten in den Backofen (auf 100°), bei Brötchen empfiehlt es sich, sie mit nassen Händen abzureiben, dann werden sie knuspriger (nicht die Brötchen selbst richtig nass machen, sonst werden sie schrumpelig).

Ganze Brote schneide ich vor dem Einfrieren in Scheiben und lege sie so, dass ich sie später leicht aueinander bekomme. So muss ich nicht mehr herausnehmen, als ich gerade brauche und Scheiben tauen sehr schnell auf.

Echtes Sauerteig-Roggenbrot kann man besser uneingefroren lagern, das schmeckt oft sogar besser, wenn es älter ist.

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