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Brot aus dem Leben "ausschleichen": Wie und wodurch ersetzen?

N^euj-ahVrQstag


Als ich den Threadtitel hier gelesen habe ist mir als erstes meine essgestörte Freundin eingefallen, die immer wieder über die "Nebenwirkungen" von Brot klagt. Sie nennt Verdauungsbeschwerden und eine Reihe anderer Dinge. Der eigentliche Grund dürfte aber sein, dass sie Brot für einen "Fettmacher" hält. :-|

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Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn es einem nicht schmeckt, nicht bekommt oder was auch immer, ist es völlig legitim darauf zu verzichten. Das mit der Wohlstandsverwahrlosung geht ja in die selbe Richtung wie, man darf ja nichts wegschmeißen, weil in Afrika die armen Kinder verhungern, dabei haben wir hier genau das gegenteilige Problem. Man sollte da die Kirche schon im Dorf lassen...

Naja, im Grunde ist das aber schon erwähnenswert.

Natürlich, wenn der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie auch immer geartete, medizinische Gründe hat oder zB einer bewussten Ernährung im Zuge einer Gewichtsabnahme dienen soll, ist das legitim. Auch wenn einem etwas nicht schmeckt ... naja, dann ist das halt so.

Aber die Entscheidung, ein bestimmtes Lebensmittel nicht zu essen, weil man halt beschließt, dass es, salopp gesagt, doof ist ... Ich würde es jetzt nicht "Verwahrlosung" nennen, aber es ist definitv ein Luxusproblem, das wir uns in unserer westlichen Gesellschaft halt glücklicherweise erlauben können.

Mal ganz abgesehen davon ist Brot nun mal in der westlichen Welt DAS Grundnahrungsmittel ...

Daer kloeine #Prixnz


Aber es gibt Leute, die Brot nicht vertragen. Der Mensch ist kein Getreide"fresser", also kein originärer Brotesser, ganz im Gegenteil, es grenzt an ein Wunder, dass soviele Menschen Brot so gut vertragen. Eigentlich tun sie es vielleicht aber doch nicht, denn es kommt ja woher, dass so viele Menschen Gewichtsprobleme haben.

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dass so viele Menschen Gewichtsprobleme haben.

Also, ich hab die auch, aber Brot ist definitiv das kleinste Übel ;-D

m8irni80


Gerade Burgerbrötchen von einschlägig bekannten Burgerdealern haben mit Brot und sogar mit Semmeln mMn keine allzu große Ähnlichkeit mehr – weder von der Konsistenz noch vom Geschmack.

Definitiv, ich mag das eben auch nicht. Selten gibts mal ein Käsespitzle oder eine Bierstange, oder Wienerle mit Breze wenn ich unterwegs bin. Das geht noch eher.

diesGert| |zsoxul


Eigentlich tun sie es vielleicht aber doch nicht, denn es kommt ja woher, dass so viele Menschen Gewichtsprobleme haben.

Am Brot wird es definitiv nicht liegen, denn das gibt es schon viel länger als die Gewichtsprobleme der westlichen Wohlstandsnationen. Ich würde eher sagen es liegt am Industriefraß, dem Stress und der extremen Bewegungsarmut der meisten Menschen.

Aber das ist OT.

Aber es gibt Leute, die Brot nicht vertragen. Der Mensch ist kein Getreide"fresser", also kein originärer Brotesser, ganz im Gegenteil, es grenzt an ein Wunder, dass soviele Menschen Brot so gut vertragen.

Ja, aber welcher Prozentsatz der Bevölkerung verträgt das nicht? 5%? Wie gesagt ich kenne fast nur Menschen, die problemlos alles essen können. Ich persönlich halte dieses "der Mensch ist auf dieses und jenes Nahrungsmittel nicht ausgelegt" für Humbug. Wenn es so wäre, dann hätte sich das nicht durchgesetzt.

doeseFrt>| |souxl


Aber die Entscheidung, ein bestimmtes Lebensmittel nicht zu essen, weil man halt beschließt, dass es, salopp gesagt, doof ist ... Ich würde es jetzt nicht "Verwahrlosung" nennen, aber es ist definitv ein Luxusproblem, das wir uns in unserer westlichen Gesellschaft halt glücklicherweise erlauben können.

Klar ist das ein Luxusproblem. 90% der Dinge, um die sich hier die Fäden drehen sind Luxusprobleme. Auf Fleisch zu verzichten wegen den armen Tieren, das ist auch ein Luxusproblem...so what...

k3amikxaze


Nene, die Zeit der halben vertrockneten Brotlaibe oder verschimmelten Toasttüten ist vorbei. Dazu muß man schon Brot gerne essen oder einen Mehrpersonenhaushalt haben.

Vergammelte Toasttüten lassen sich leicht vermeiden, wenn man die Toastpackung in das Eisfach wirft und einzelne Scheiben nach Bedarf herausnimmt. Das Zeug hält sich dann monatelang.

Prinz

Der Mensch ist kein Getreide"fresser", also kein originärer Brotesser, ganz im Gegenteil, es grenzt an ein Wunder, dass soviele Menschen Brot so gut vertragen. Eigentlich tun sie es vielleicht aber doch nicht, denn es kommt ja woher, dass so viele Menschen Gewichtsprobleme haben.

Es stimmt schon, dass der Mensch (vermutlich nicht freiwillig) vor mehreren Tausend Jahren buchstäblich ins Gras beißen musste; anders lassen sich die mickrigen Halme der Urgetreide kaum beschreiben. Dem Umstand, dass die verschiedenen Getreidesorten für den Menschen roh unverträglich waren, wurde durch – immer noch gängige – Verarbeitungsmethoden Rechnung getragen: Vergärung (Gerste fürs Bier), Aussieben und Backen (Weizen und zwar bereits im alten Ägypten), Herstellung von Sauerteigbrot, welches ebenfalls durch die Fermentation während des Gehenlassens und Backens schädliche Stoffe neutralisiert (erklärt, weshalb die Brote aus 20 min-Kunstsauerteig ein Flop waren), kochen. Einzig Hafer ist auch roh gut verträglich, weshalb sich bei uns Haferflocken durchgesetzt haben (gut, mittlerweile sind sie nicht mehr ganz roh, aber trotzdem...). Die Unverträglichkeiten werden meines Wissens durch Abwehrstoffe gegen Fressfeinde verursacht, die sich u.a. bilden, sobald das Korn beschädigt wird (kauen, mahlen). Dass sie für die steigende Fettsucht ganzer Völker verantwortlich sind, halte ich für falsch.

Dcer [kl/erine9 Prixnz


Also, ich hab die auch, aber Brot ist definitiv das kleinste Übel ;-D

Am Brot wird es definitiv nicht liegen, denn das gibt es schon viel länger als die Gewichtsprobleme der westlichen Wohlstandsnationen. Ich würde eher sagen es liegt am Industriefraß, dem Stress und der extremen Bewegungsarmut der meisten Menschen.

Ja, stimmt, Brot ist vielleicht nur eine kleine Randerscheinung am Bauch der Welt ;-D. Eine viel größere Rolle spielen die Faktoren, die desert soul genannt hat. Ich kam nur drauf, weil Brot halt auch ein sehr konzentriertes Nahrungsmittel ist. Vermutlich hast du Recht, kamikaze, wenn alle nur Brot äßen – komisches Wort ;-D – gäbe es vermutlich weniger Über-Dicke.

D]uk`eNukexm


Man sollte halt auch nicht vergessen das Brot keine Fettigungsbeilage sondern eine Sättigungsbeilage ist, sprich du sollst das essen bis du satt bist, nicht fett ;-)

Ja, aber welcher Prozentsatz der Bevölkerung verträgt das nicht? 5%? Wie gesagt ich kenne fast nur Menschen, die problemlos alles essen können. Ich persönlich halte dieses "der Mensch ist auf dieses und jenes Nahrungsmittel nicht ausgelegt" für Humbug. Wenn es so wäre, dann hätte sich das nicht durchgesetzt.

Ganz so einfach ist es nun auch nicht. Klar es gibt wenig Menschen die etwas überhaupt nicht essen können, allerdings geht man mittlerweile davon aus das selbst kleine, oft nicht mal bemerkte "Unverträglichkeiten" im Alter zum Problem werden, Folgeerkrankungen, verkürzte Lebenserwartung, etc.

Wir leben immer länger und so spielt ein solcher Faktor dann halt doch eine Rolle, früher wurden eben Menschen naturgemäß nicht so alt, da war wenn dann eher die Mangelernährung die bestimmende Größe. Wenn das Durchschnittsalter bei 40 liegt, brauche ich mir keine Gedanken über evtle Schäden im Verdauungstrakt, durch zB Getreide oder sonst was, zu machen. Aber wenn meine Chancen gut stehen 76 zu werden schon.

D'uke,Nuxkem


@ Schlitzauge67

Stell Dir vor, ich wäre Deine Freundin.

Lieber nicht, du bist mir unsympathisch :-X

g7rossexrwexls


Also wenn die Wurst fehlt, ess ich auch gerne ein Butterbrot. Lecker. Also ohne Brot könnte ich nicht sein. :-D

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Meine Großeltern sind weit über 90 geworden und die haben ziemlich viel Brot und Getreideprodukte gegessen. Ich denke es gibt in unserer Gesellschaft auch die Tendenz, den Stellenwert der Ernährung maßlos zu überschätzen. Vieles ist auch immer noch schlicht Genetik. Wenn jemand erblich für zB Krebs vorbelastet ist, imho kann der so viel Gemüse und Obst essen wie er will, wenn er Pech hat, erwischt es ihn doch. Über die tatsächlichen Auswirkungen bestimmter Nahrungsmittel auf die Gesundheit, insbesondere langfristig aussagekräftige Studien, gibt es so gut wie keine.

dhese7rt|A |sxoul


Aussagekräftige Studien über die tatsächlichen

dZesvert|\ |xsoul


Meine Großeltern sind weit über 90

Nicht alle Großeltern, ein bestimmter Zweig der Familie.

Ich fand in diesem Zusammenhang das Buch von Uwe Knop interessant "Hunger und Lust".

Es gibt zwar böse Stimmen, die meinen, er redet damit nur den Übergewichtigen nach dem Mund, die keine Lust haben, an ihrer Ernährung zu arbeiten, aber wenn man diese Brille mal zur Seite legt, die ich auch zuerst auf hatte, so legt er recht eindrucksvoll dar, wie nichtssagend Studien über Nahrungsmittel und ihr Zusammenhang zur gesundheitlichen Verfassung und Lebenserwartung eines Menschen eigentlich sind.

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