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Zusammenhang Kohlenhydratreduzierter Ernährung und Schwindel?

RlenesRs,anxce


Wir verdauen auch Kohlenhydrate unterschiedlich

Klar, wir haben alle andere Enzyme und so.

Sunflower_73

Da Du Dich hier auf einen Satz von mir beziehst: Hatte ich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Korrekter wäre, unser Organismus reagiert unterschiedlich auf Kohlenhydrate, auch auf gemeinhin als gesund geltende.

Letzteres kann wohl kaum abgestritten werden; z. B. gibt es viele Menschen, die von dem "guten" Vollkornbrot heftige Verdauungsbeschwerden bekommen. Oder von Kartoffeln seltsame "Hungergefühle". Die Verträglichkeit ist individuell, deshalb sind alle Pauschalaussagen eben – Pauschalisierungen.

blmed


Nur 1x die Woche wird gescheit gegessen

wenn man schon sowas denkt, dann will der Körper einem damit was sagen ... :-o %:| :-X

Ich habe es schon einmal woanders geschrieben:

Es gibt Süße Typen, die "leben" quasi von leichten Kohlehydraten und Zucker und Eiweiß und wenig Fett, dafür von süßen Früchten und Obst.

Und dann gibt es die Herzhaften Typen, für die sind die leichtverdauilchen KH nix, die brauchen was herzhaftes, Roggenbrot, Kartoffeln, Speck, Fett, Butter etc. genauso wie saures Obst und Gemüse.

Wenn jetzt ein Herzhafter Typ auf KH verzichtet, dann sollte es ihm nicht sooo schlecht gehen, an Schwindel denke ich da nicht. Und wenn er sich noch Kartoffeln und Mais oder Maisnudeln erlaubt, ist er auf dem richtigen Weg

Wenn jetzt der Süße Typ auf seine "leichtverdaulichen Leckerli" verzichtet, und sich den "herzhaften Sachen" zuwendet, dann kommt der Körper total durcheinander ... von daher Schwindel ... kann ich mir gut vorstellen.

Das Problem in unserer modernen "verpseudowissenschaftlichten" Apothekenzeitungswelt ist, dass in allen Zeitungen und Medien Tipps angeboten werden, die für ALLE gelten sollen, Dabei weiß jeder, dass ziemlich genau 50% der Tipps nichts für einen selbst sind.

Von daher kann ich nur empfehlen, sich mal mit Süß vs. Herzhaft auseinanderzusetzen.

Man muss dann nur versuchen mal mit der "zuträglichen" Auswahl an Nahrungsmitteln auszukommen ... aber das ist nicht soo extrem, wie bei LOW Carb oder NUR Obst oder KEIN Obst.

Die Herzhaften brauchen schon nach wenigen Tagen keinen Zucker und keinen Kaffe mehr, die Süßen kannst Du mit Butter und Sahne nicht locken ...

lg.

RieRnesxsancxe


crono

ein Konzept, das einem z.B. Obst "verbietet", kann ich nicht ganz ernst nehmen.

Könnte ich auch nicht. Ich ernähre mich selbst Low Carb – heißt, ich schränke insgesamt die Kohlenhydrate ein – aber ich esse viele Beeren, Äpfel, Mandarinen, sogar Kakifrüchte ...

Es gibt sehr unterschiedliche Low-Carb-Konzepte und ich würde mir ebenfalls keines aussuchen, das Obst "verbietet". Alle Extreme sind auf Dauer nichts.

c|ronxo


Doch, ich streite es ab. ;-)

Also die Verdauungsbeschwerden beim Vollkornbrot kommen ja nicht von den Kohlenhydraten, sondern fast immer vom Gluten. Getreide kann man ohnehin kritisch sehen, da es in seiner natürlichen Form eben nicht verträglich ist.

Von seltsame Hungergefühlen von Kartoffeln habe ich noch nie etwas gehört.

Man muss sich allerdings auch mal die Frage stellen, woher die immer häufigeren Unverträglichkeiten und Allergien kommen. Der immer schlechter werdende Lebensstil der letzten Generationen trägt sicherlich seinen Teil dazu bei.

bmmexd


Man muss sich allerdings auch mal die Frage stellen, woher die immer häufigeren Unverträglichkeiten und Allergien kommen.

ich glaube, dass es auch davon kommt, dass man verlernt, auf seinen Körper zu hören.

Ich bleibe mal bei der Theorie Süß/Herzhaft, dann hat ein Kind entweder den Drang nach Süßigkeiten/Obst oder eben nicht, lieber war herzaftes oder sogar saures.

Wenn jetzt aber der Mainstream, die Mutter, die Oma oder sonstwer, dem Herzhaften Kind das süße Zeug einfach aufdrängt, das Mittagessen mit leichen Kohlehydraten zubereitet, überall Zucker dran macht, Margarine, low-Fat Joghurt und Quark oder Magermilch auf den Tisch bringt ... dann nimmt das Kind das natürlich zu sich (man will ja schließlich Liebe und Zuneigung), und schon fängt der Körper an, sich "vordergründig" daran zu gewöhnen (muss er ja auch, wenn er nicht verhungern will).

Und innerlich läuft das ganze System ständig ein oder zwei Touren zu hoch, weil es ja mit Sachen fertig werden muss, die ihm eigentlich nicht soooo zuträglich sind ... und dann kann es schon mal zu kleineren Ausfällen kommen ;-)

Umgekehrt geht es wohl dem Süßen Kind, wenn es mit Butter, fettem Quark, Sahne, schwerem Brot oder stark gebratenen Speisen ernährt wird.

So in etwas stelle ich mir das vor.

R4en/essWancxe


Von seltsame Hungergefühlen von Kartoffeln habe ich noch nie etwas gehört.

Nein? Ich schon.

Es gibt nämlich eine "Insulinresistenz" – das ist eine bei genetisch anfälligen Personen bestehende Disposition zur Diabetes, auch Präddiabetes genannt. Und diese Menschen können eine halbe Stunde nach einer reichhaltigen Kartoffelmahlzeit schon wieder ein Hungergefühl haben; verursacht durch einen Anstieg des Insulinspiegels.

Das ist genau die unterschiedliche Verarbeitung von Kohlenhydraten, die ich oben ansprach, zum Beispiel ...

R3enessaxnce


P.S. Das Vorstehende war nur eine sehr verkürzte und laienhafte Darstellung dessen, was bei einer Insulinresistenz im Körper passiert. So folgt auf einen sehr steilen Anstieg des Insulinspiegels dessen krasser Absturz und verursacht so den Eindruck des Hungers bei eigentlich noch gut gefüllten Magens. Aber die nähere Erläuterung würde hier zu weit gehen, deshalb belasse ich es dabei.

cFronxo


@ Renessance:

Insulinresistenz sagt mir schon was. Und es mag sein, dass dabei solche Symptome auftreten, wie du sie beschreibst.

Allerdings handelt es sich dabei ja um einen krankhaften Zustand, auf den die meisten (wenn auch unbewusst) hingearbeitet haben.

Medizin und Wissenschaft ist sich einig, dass eine Insulinresistenz in den allermeisten Fällen von einer Kombination von Faktoren verursacht wird. Zu diesen Faktoren gehören schlechte Ernährung (zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke, stark verarbeitete und somit nährstoffarme Nahrungsmittel), Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, Schlafmangel,...

Wenn der Körper über zig Jahre so "missbraucht" wurde, kann das nicht einfach so wieder weggewischt werden.

Mit einem gesünderen Lebensstil (vollwertige, nähr- und ballaststoffreiche Ernährung, mehr Bewegung, Abbau von Übergewicht, Nichtrauchen, wenig/kein Alkohol,...) soll sich dieser Zustand allerdings auch bremsen oder abstellen lassen.

c:r{onxo


@ bmed:

Von dieser Theorie zur Süß/Herzhaft-Vorliebe habe ich bisher nichts großartig gehört oder gelesen, obwohl ich mich schon länger intensiv mit Ernährung befasse. Hast du dazu vielleicht Quellen, wo man sich darüber etwas einlesen könnte? Würde mich mal interessieren.

Was meinst du denn z.B. mit leichten Kohlenhydraten?

[...] überall Zucker dran macht, Margarine, low-Fat Joghurt und Quark oder Magermilch [...]

[...] Butter, fettem Quark, Sahne, schwerem Brot oder stark gebratenen Speisen [...]

Das würde ich generell niemandem empfehlen. Egal ob Hang zu süßem oder herzhaftem. :-)

R3en7ess,ance


crono

Etliche derjenigen, die unter Insulinresistenz leiden, haben sich auch einfach nur dem Mainstream entsprechend ernährt, über einen langen Zeitraum:

(Zu) viele Kohlenhydrate, z. B. täglich Brot/Brötchen Nudeln, Reis, Kuchen, Kekse, Pudding, Süßigkeiten, Chips, Flips & Co, Fertiggerichte ... = die heute übliche, sogenannte "Koglenhydratmast" mit zu wenig Frischkost = nährstoffarm = der Körper leidet Hunger bei zu viel Nahrung = Übergewicht in den häufig sichtbaren Formen: Schwimmringen, schlaffes Gewebe, aus dem Leim gegangene Figur. Das ist oft das dicke Ende.

Da muss es noch nicht einmal mit den anderen Faktoren wie Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut zu tun haben, das andere kann schon reichen. Wenn noch die erbliche Konstitution hinzukommt, kann der Organismus irgendwann nicht mehr standhalten und entwickelt das "metabolsische Syndrom", bestehend aus der zu hohen Insulintoleranz( = Resistenz), Bluthochdruck und Übergewicht ... shit happens.

cDronxo


Ganz genau. So sehe ich das ja auch.

Wenn ich z.B. davon rede, dass ich mich sehr kohlenhydratreich ernähre, denken die meisten direkt an

z. B. täglich Brot/Brötchen Nudeln, Reis, Kuchen, Kekse, Pudding, Süßigkeiten, Chips, Flips & Co, Fertiggerichte

Solcher Schrott kommt für mich allerdings seit einigen Jahren schon nicht mehr in Frage. Es ist nur kaum zu vermitteln, dass auch eine "gesunde" kohlenhydratreiche Ernährung möglich ist, bei der man den ganzen Mist weglässt, der vom Mainstream als normal angesehen wird.

Ich merke das z.B. ständig in Gesprächen mit Arbeitskollegen. Manche sind zunächst wirklich interessiert, allerdings habe ich kurze Zeit später den Eindruck, dass sie es doch lieber gar nicht verstehen wollen.

Den Körper mit Kohlenhydraten ohne Mikronährstoffe, Ballaststoffe, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe, ... vollzupumpen, kann einfach nur ungesund sein.

bMm\exd


Hallo,

die Ansichten zum "gesünderen Lebensstil" hören sich zwar hilfreich an, führen aber im Endeffekt nicht weiter.

Wichtig ist, was in den Nahrungsmitteln enthalten ist (Fett, Zucker, Säure, Eiweiß), und wieviele Kalorien sie enthalten.

(ob da ein paar Zusatzstoffe mehr oder wendiger drin sind, ob das Bio ist, ob da Ballaststoffe drin sind, ob es Fertigzeug ist, ob es frisch ist, ob da viele oder wenig Vitamine oder Enzyme drin sind ... alles weitgehend egal!)

Schlagworte wie "Kohlehydratmast schädlich" oder "Fett schädlich" gelten bis jetzt leider immer für ALLE (und jeder weiß, dass mit ziemlicher Sicherheit in dieser Verallgemeinrung falsch ist)

"Kohlehydratmast" macht Süßen Typen nix, ist aber für Herzhafte Typen nicht bekömmlich.

Damit diese ganzen Tipps und Regeln wirklich erfolgreich sein können, versucht man auch heute schon, auf den einzelnen Menschen einzugehen. Einfacher wäre es allerdings, wenn man seinen Typ kennt, und sich danach halten kann ...

crron-o


Wichtig ist, was in den Nahrungsmitteln enthalten ist (Fett, Zucker, Säure, Eiweiß), und wieviele Kalorien sie enthalten.

(ob da ein paar Zusatzstoffe mehr oder wendiger drin sind, ob das Bio ist, ob da Ballaststoffe drin sind, ob es Fertigzeug ist, ob es frisch ist, ob da viele oder wenig Vitamine oder Enzyme drin sind ... alles weitgehend egal!)

Meinst du das wirklich ernst?

Das Makronährstoffe wichtig sind streite ich nicht ab. Das ist richtig. Allerdings sind Mikronährstoffe mindestens genauso wichtig und essentiell.

Wie kommst du denn darauf, dass diese "weitgehend egal" sind?

"Kohlehydratmast schädlich" oder "Fett schädlich"

Beides halte ich für falsch. "Fett" ist natürlich nicht schädlich sondern wichtig. Allerdings nicht in den Formen und Mengen, wie es von den meisten aufgenommen wird.

Bezüglich Süße oder Herzhafte Typen kann ich nur aus eigener Erfahrung und aus denen von Bekannten sprechen:

Ich hatte, so lange ich denken kann, immer wieder Lust auf Süßes (in Form von Süßigkeiten) UND auf Herzhaftes (inkl. Fast Food). Von Bekannten kenne ich das nicht anders.

Ich bin eigentlich der Meinung, dass die akute "Lust" auf Süßigkeiten bzw. etwas Herzhaftes ("mastiges") einfach aus einem Nährstoffmangel resultiert.

Seit ich mich sehr nährstoffreich (im Vergleich zu früher) ernähre, kenne ich diese "Lust" so gut wie gar nicht mehr. Die kann höchstens mal aufkommen, wenn ich über einige Tage unterwegs bin und dabei zu wenig und zu schlecht esse.

Cgari{na2x52


crono erzählst du uns mal einen tag deiner ernährung, ich blicke nicht durch, was du nun isst :-D @:) finde es sehr interessant.

Rie4nestsancxe


Crono,

wir sind uns im Prinzip dann wohl einig.

Gesunde Kohlenhydrate sind hauptsächlich enthalten in Gemüse und Salaten, Obst und Hülsenfrüchten. Dazu ausreichend Eiweiß und gute Fette und Öle (auch Nüsse!) – mehr braucht der Körper entgegen unserer eingefleischten Gewohnheiten nicht zwingend.

Ob Getreide, auch in der Vollversion, gesund ist – darüber streiten sich die Gemüter. Weizen ist in seiner gebräuchlichen Zuchtform heute für viele ein Allergen, auch Roggen. Dinkel und Hafer sehe ich als ganz okay an, solange es nicht übertrieben wird.

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