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Kleines Problem mit veganer Ernährung

tmüdelx hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

seit einigen Wochen ernähre ich mich nun vegan.

Ich esse sehr gesund. Sehr viel Obst und Gemüse Sowie Salat, vegane Vollkornprodukte und pipapo. Esse wenig Süßigkeiten seit ich vegan lebe.

Milchersatzdrinks hin und wieder mal, ab und zu Sojaprodukte um schön Eiweß zu bekommen oder Lupinenprodukte.

Bis auf das, dass Sojaprodukte dazugekommen sind und Tierische weg, hat sich eigentlich nichts geändert. Ich hab mich immer gesund ernährt mit sehr! viel Obst und Gemüse.

Nun zum Problem:

Bereits nach der ersten veganen Woche habe ich Magen-Darmprobleme bekommen. Es gluckerte und glurkste. Gut, damit hatte ich natürlich gerechnet und hielt es wegen der Umstellung als normal.

Kurze Zeit drauf kamen dann noch richtig übel riechende |-o |-o |-o Blähungen dazu die bis heute ( 6 Wochen vegan) anhalten.

Ich hab dann einige Zeit mal diese Sojaprodukte weg gelassen um zu sehen obs davon kommt, aber daran lags nicht.

Aber wie kann es sein dass, mein Körper so darauf reagiert, nur weil er keine tierischen Produkte mehr bekommt?

Ich habe mich wie gesagt genauso davor ernährt bloss mit Fleisch etc.

Sagt man nicht eigentlich die Ausdünstungen von einem veganer würden angenehmer riechen im gegensatz zu fleischessern? |-o |-o ( oh gott mir ist das echt peinlich)

Wie erging es euch beim wechsel auf die vegane lebensweise?

Viele grüße

Antworten
mvrt!med


"Gesund" wird für Dich wohl nur das sein, was Dir bekommt. Grosse Mengen Vollkorn und/oder Rohkost sind eine Belastungsprobe für den Magen-Darm-Trakt. Das bekommt vielen nicht oder schlecht. Und: Nein, diese Form von Blähungen sind übelriechend, es entstehen Fuselalkohole, die mit der Zeit auch die Gesundheit belasten können (v.a. Darmflora, aber indirekt auch die Leber).

Kommt hinzu, dass Deine Eiweissquelle Hülsenfrüchte ohnehin stark bläht. Etwas mildern kann man dies sicher mit Fencheltee und reichlich Kümmel (v.a. gemahlen).

Möglicherweise hast Du vorher die Fleischprodukte auch mit Fett zusammen gegessen und eine gewisse Fettmenge ist für eine gute Verdauung notwendig.

Eine vegane Lebensweise ist eine individuelle Entscheidung, die nicht die Folge einer Unverträglichkeit oder Erkrankung ist. Muss es so ideologisch sein? Dieser Zwang und die Einschränkung? Wenn Du aus dem gesamten Speisenangebot Deiner Region einfach die Sachen auswählst, die Du gut verträgst und die Dir schmecken, dürfte es langfristig der beste und angenehmste Weg sein.

In vielen Foren liest man von erheblichen Magen-Darm-Problemen in Verbindung mit Ernährungsumstellungen (die früher Diäten hiessen), besonderen Ernährungsformen (vegan, frutarisch o.ä.). Dass der Körper eine Zeit für die Umstellung braucht, dürfte oftmals eine Hoffnung sein, die sich nur bedingt bewahrheitet. Viele quälen sich lange und halten es mittelfristig auch nicht durch. Nur wenige geben wirklich zu, dass "Mutters Küche" eben doch die bekömmlichst war. Vielleicht als Lektüre sinnvoll "LIzenz zum Essen" von Gunter Frank und die Spiegel-Kolumne von Jan Spielhagen: Speis und Zank: Meine Nachbarin isst keine Einheiten.

Ich wünsche Dir, dass Du wieder ein entspanntes Verhältnis zum Essen gewinnst und es auch als das betrachten kannst, was es für viele Menschen ist: Ein leibhaftiger Genuss. Und wenn anschliessend noch dieses Gefühl der angenehmen Sättigung eintritt – was will man mehr?

Fzrancecs19x0


Eine Frage: Isst Du die ganzen Sachen roh ? also ungekochtes Gemüse ?

Wenn ja, ist das ja eine riesige Umstellung für den Organismus. Oft kommt dann noch eine Fructosemalabsorption hinzu (Fruchtzuckerunverträglichkeit) und dann ist, sorry "die Kacke am dampfen."

Die Umstellung auf vegane Ernährung sollte langsam erfolgen, also nicht gerade von 0 auf 100. Im Darm kommt es zu Gärungsprozessen verbunden mit Blähungen...

Habe das persönlich auch alles durch- mit einigen körperlichen Verbesserungen, aber eben auch ähnliche Beschwerden wie bei Dir.

Und noch etwas fiel mir auf: Sehr viel abgenommen hab ich durch das viele Obst auch nicht gerade. Der Fruchtzucker wird im Körper in Kh verwandelt und ist somit nicht ohne was Kalorien betrifft.

t!üde(lx


@ mrtmed

vielen Dank für deine ausführliche Antwort und Meinung.

"Gesund" wird für Dich wohl nur das sein, was Dir bekommt. Grosse Mengen Vollkorn und/oder Rohkost sind eine Belastungsprobe für den Magen-Darm-Trakt. Das bekommt vielen nicht oder schlecht

da ich zuvor schon große mengen an Rohkost und gekochtem gemüse in verschiedenen variationen ( auch ohne fleisch und milchprodukte) gegessen habe, ohne jegliche probleme zuhaben, wundert es mich eben so sehr dass es jetz der fall ist.

auch den sojaprodukten kann ich nicht die schuld geben da ichs für mich schon getestet habe, ob es daran liegt.

t^üdelt


@ frances190

nein nein, gemüse wird schon gekocht, gedünstet gebraten etc. pp. manches gemüse nasche ich schon Roh wie z.b Tomaten oder alles was roh gegessen werden kann.

aber all das habe ich zuvor auch gemacht. ich lasse nur das tierische weg.

Achja und abnehmen möchte ich auch gar nicht. Das war nie meine absicht und einen gewichtsverlust konnte ich auch nicht feststellen.

Hl.BOarpbin


Ich glaube am weglasen kann das nicht liegen. Sicher, dass du sonst nichts verändert hast? Vielleicht schränkst du eine Zeit lang mal das Vollkorn ein und guckst ob es besser wird? Ich hab nicht gut vertragen zu viel Vollkorn, Alpro Sojajoghurt und Smoothies, ansonsten kenne ich solche Probleme bei meiner veganen Ernährung nicht.

tmüdeGlu


Also könnte es auch am Vollkorn liegen? Damit hatte ich eigentlich nie Probleme aber eine Versuch is es natürlich wert, um zu erfahren obs daran liegt.

Vor meiner veganen Zeit habe ich SEHR viel Joghurt gegessen ist mir gestern eingefallen. Der fällt ja jetzt nun komplett weg (bis auf ab und zu Sojajoghurt, aber eher weniger).

Vielleicht mags ja auch daran liegen?!

Aufjedenfall sehr unangenehmen Geschichte. :(v

Aber es gibt auch Positives :)z

- Ich bin nun VIEL schneller satt als zuvor!

- habe keine Lust ( oder selten ) auf Süßkram in unmengen

- habe kein Verlangen nach Fleisch etc.

- meine Laune wurde besser ( ausser an den Tagen an denen ich extrem mit meinen Magen und mit Blähungen zu kämpfen habe) :=o :

-man entdeckt soviel neues an Rezepten und ist überrascht, dass es so gut schmeckt und so satt macht :)^

- das Gewissen ist natürlich auch reiner :)^

b_mexd


seit einigen Wochen ernähre ich mich nun vegan.

Ich esse sehr gesund

Magen- Darmprobleme

Aber wie kann es sein dass, mein Körper so darauf reagiert, nur weil er keine tierischen Produkte mehr bekommt?

Ich habe mich wie gesagt genauso davor ernährt bloss mit Fleisch etc.

Ach, vorher habe ich viel Joghurt gegessen

":/

Wenn ich ehrlich bin, hört sich das weder gesund noch angenehm an.

Mir scheint, da SOLL auch Positives zu entdecken sein ...

Aber es gibt auch Positives

- Ich bin nun VIEL schneller satt als zuvor!

- habe keine Lust ( oder selten ) auf Süßkram in unmengen

- habe kein Verlangen nach Fleisch etc.

- meine Laune wurde besser ( ausser an den Tagen an denen ich extrem mit meinen Magen und mit Blähungen zu kämpfen habe) :

-man entdeckt soviel neues an Rezepten und ist überrascht, dass es so gut schmeckt und so satt macht

- das Gewissen ist natürlich auch reiner

liest sich aber eher esotherisch bzw. "kopfgesteuert" %-| ":/

Da sich das Ganze schon "einige Wochen" hinzieht, wäre mein Tipp:

"Hör auf Deinen Körper".

Offensichtlich gefällt ihm das so, wie Du es geändert hast nicht.

Es gibt Leute (in anderen Fäden nenne ich sie Herzaft), die brauchen tierisches Fett, und vertragen nicht sooo viel Eiweiß.

Die "anderen" (ich nenne sie sonst immer "Süß") die brauchen die "Süßigkeit".

Du hast ALLES geändert, Fleisch weg, Süßigkeiten weg, haufenweise Eiweiß (Sojaprodukte) dazu ... egal, was für ein Typ du wärest, es scheint so nicht zu passen.

Rohkost und pflanzliche Nahrung als Hauptbestandteile sind nicht immer und unbedingt in jedem Fall gut verträglich und für die Gesundheit zuträglich. Das gleiche gilt für Vollkorn und andere Dinge, auch wenn "Naturbelassenheit" als "gut" gilt ":/

Nochmal: Hör' auf Deinen Körper *:) @:)

S+unPflowEe[rL_7x3


Aber gerade (Natur)Joghurt ist (wenn man keine Unverträglichkeit hat) nicht ganz unwichtig für die Darmflora!

Ansonsten schließe ich mich bmed und mrtmed an: Warum so ideologisch – und dabei die Bedürfnisse Deines Körpers offensichtlich ignorierend? Denn Dein Bauch sendet gerade deutliche Signale an Deinen (ideologischen) Kopf.

Ich bin keine Veganerin und nicht mal mehr strikte Vegetarierin; esse auch extrem viel Obst, Gemüse, Vollkorn und Joghurt. Wenn ich an DEM System rüttele, bekomme ich auch erhebliche Probleme. Joghurt weg ist ebenso böse wie größere Fleischmenge. Das macht sich deutlich bemerkbar.

Vielleicht solltest Du doch mehr auf Deinen Bauch hören. Die rein vegane Ernährung ganz langsam einschleichen (d.h. Joghurt bspw. schrittweise reduzieren, div. "neue" Lebensmittel ebenso langsam und in kleinen Mengen einführen). Oder das streng vegane mal überdenken und DEIN Maß zwischen vegan und vegetarisch finden, mit dem auch Dein Bauch klarkommt.

m;rt`med


Fehlendes tierisches Eiweiss kann schon zu einer veränderten Verdauung führen. Es ist ja nicht nur das Fett an sich. Tierisches Eiweiss benötigt im Magen länger, bis es aufgeschlossen ist. D.h. die Verweildauer im sauren Milieu des Magens ist recht lange. Fehlt dieses nun in einem zerkauten Brei eines Essens, könnten die Sachen schneller zum Darm gelangen und dort bspw. zu gären beginnen oder sonst die Darmflora ungünstig beeinflussen.

Was spricht denn gegen eine entsprechend reduzierte, aber bewusste Ernährung mit Fleisch? Das hat gar nichts mit öko, nachhaltig o.ä. zu tun. Iss doch einfach das, was Dir gut schmeckt und offensichtlich bekommt.

Die verfrühte Sättigung bei alternativer Ernährungsweise hängt auch damit zusammen, dass die vermehrten Anteile an Pflanzen auch zu etwas mehr Blähungen führen, die mechanisch einen Sättigungsreiz auslösen können. Das funktioniert auch einige Zeit. Über kurz oder lang wird das Körpergewicht aber oft wieder zum alten Ausgangsgewicht tendieren, aber das ist je nach Person auch unterschiedlich.

Z)yklo4ps


Hei! Ich bin Vegetarierin und hatte bei der Umstellung ähnliche Probleme, obwohl ich vorher auch nicht viel mehr als einmal die Woche Fleisch gegessen habe. Es hat sich aber nach einigen Wochen geregelt. Ich wünsch dir viel Erfolg dabei die richtige Ernährung für dich zu finden! :-)

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