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Vegane Ernährung als Teenager?

T$hai 2green c"urxry hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich bin 16 jahre alt und habe mich in letzter zeit viel mit Tierschutz und dem ganzen Thema beschäftigt und würde gerne vegan leben, oder einfach mal erst für eine sehr lange zeit, weil ich wirklich davon überzeugt bin dass es richtig ist.

Habe mich auch schon informiert wg gesundheitlichem (will mir meinen körper auch nicht kaputt machen oder so) und habe gefunden dass wenn man sehr auf ausgewogenheit achtet auch keine mangel auftreten. kenne mich schon recht gut aus mit ernährung, da ich früher einmal magersüchtig war, aber würde natürlich noch ein buch kaufen wo rezepte etc drin sind.

Habe aber auch im internet gefunden dass das vitamin B12 nur von tieren kommt und das gefährlich bei veganern ist. und dass man unfruchtbar werden kann etc. ich wollte nur fragen ob jemand bescheid weiß ob das bei jugendlichen vor allem in der entwicklung einen einfluss hat wachsen etc. und insgesamt wie ihr das problem mit vitamin B12 löst?

wäre glücklich über berichte!!

:)^

Antworten
HEone=y_Bun8ny91


Ganz ehrlich? Kauf Fleisch, vom Bauern oder vom Fleischer wo du weißt wo es her kommt, wie die Tiere gehalten werden etc.

Eier frisch vom Wochenmarkt, genauso wie die Milch und keine 0815-Produkte ausm Discounter.

Der Mensch ist nunmal ein allesesser, auch wenn man es nicht gerne hört..

Klar geht es auch vegan, aber dann solltest du alle halbe Jahre zum Hausarzt zum Blutnehmen um zu güldne ob mang auftreten - so macht es eine Freundin von mir.

ABER wenn ich die Wahl hab zwischen einem Stück Fleisch aus guter Haltung und irgendwelchen nahrungsergänzungsmitteln weiß ich was ich meinem Körper lieber gebe - muss aber jeder selbst wissen @:)

Wenn's nur um den Tierschutz geht kann man auch sicher einen Gesunden Mittelweg finden. :)*

aO.fisxh


Vitamin B12 gibt es als Nahrungsergänzung zu kaufen , z.B. als Kautabletten. Ich denke nicht, dass grundsätzlich etwas gegen eine vegane Ernährung im Jugendalter spricht.

Du sagst, Du warst früher mal magersüchtig. Bist Du da noch in irgendeiner Behandlung? Ich mache mir da ein bisschen Gedanken, da eine vegane Ernährung ja durchaus eine Verringerung der möglichen Nahrungsmittel, Disziplin und eine ausführlichere Beschäftigung mit dem Thema Ernährung und Essen mit sich bringt.

Ich denke, Du solltest Dich ehrlich fragen, inwiefern Dich das vielleicht in ungesunde Verhaltensmuster zurückwerfen könnte. Oder ob der Ansatz – so verständlich ich ihn selber finde, ich ernähre mich auch vegan – nicht irgendwie damit zusammenhängt, Deine Ernährung Regeln zu unterwerfen.

Hooney#_BuVnny9x1


Um zu gucken ob Mängel auftreten*

Argh das kommt davon wenn man mit dem Handy schreibt %:|

a^.gfisMh


Also, wenn Du noch Kontakt zu einer Beratungsstelle oder einem Therapeuten hast, wäre es, meine ich, hilfreich und gut, das mit jemanden dort zu besprechen.

MSadame ^Charen#toxn


[[http://www.vegan.at/warumvegan/gesundheit/vitamin_b12.html]]

lies dir das mal durch, ansonsten: du kannst Vitaminpräperate einnehmen oder es einfach so versuchen (du solltest anfangs regelmäßig dein Blut untersuchen lassen). ich habe ein paar Jahre vegan gelebt, genauso wie meine Tante und ich hatte nur ein einziges Mal Eisenmangel, ansonsten was alles super in Ordnung ;-)

eine vegane Ernährung ist aber grade in der Entwicklungsphase nicht besonders zu empfehlen. ich würde an deiner Stelle zumindest Eier von einem Bauernhof in der Nähe essen oder Eier wo du weißt wo sie herkommen(so hab ichs anfangs auch gemacht). Milchprodukte müssen nicht sein, ich vertrage sie nicht besonders und verzichte schon ewig darauf, und ich bin gesund ;-D

wichtig ist dass du zusiehst genug und auch kalorienreich zu essen, grade bei deiner Vergangenheit würde ich da vorsichtig sein *:)

K'atzenxtobi


Oder Fleisch aus dem Biomarkt z.B von Demeter oder Bioland. Zumindest einmal die Woche oder einmal im MOnat.

Ansonsten kann ich als Eiweißlieferant Tofu sehr empfehlen. Und ich würde deinen tierischen Konsum langsam runter fahren und nicht ganz schlagartig.

S:uperkrxöte


Hm, ich war damals Vegetarier und hatte keinen mangel. Aber ich aß auch gerne Eier und Joghurt, damals vertrug ich noch Nüsse. Meine ernährung war sehr gut ;-D .

Vermißt habe ich nichts, aber seitdem ich Kinder habe koche ich auch wieder mit Fleisch, aber so wie honey schon schrieb achte ich darauf wo.

Und auch wieviel. Also damals war ich 17 Jahre alt als ich mein Vegetarier dasein begonn. Aber auch davor war ich nie ein großer Fleischkonsumierer (ich wünschte das könnte ich von Schokolade auch behaupten |-o ), mangel hatte ich nie ;-D .

Vitamin B12 steckt auch in Käse und Eier, das ist natürlich schwer als Veganer.

AWlexaqndrjaxT


Ich hab mich durchaus auch schon vegan ernährt und mir tut es echt gut. Dies auch weil ich viele Intoleranzen und Allergien habe. Aber man muss gut Bescheid wissen über die Nährstoffe einzelner Lebensmittel. Man muss alles selbst kochen und es wird schwierig wenn man eingeladen ist oder auswärts essen will. Ich würde Dir empfehlen mal ein Kochbuch mit veganen Rezepten zu kaufen und einfach testweise mal so zu leben. Dann merkst Du ob es wirklich was für Dich ist.

Tierschutz kann man auch betreiben in dem man zb. das Fleisch beim Bauern holt. Im Schlachthof erleben Biotiere denselben Albtraum wie die Tiere die nicht vom Biohof kommen. Da wird kein Unterschied gemacht. Holt man Fleisch vom Bauern der selbst schlachtet muss man aber sich oft anmelden und vorbestellen und man bezahlt mehr.

Bei der vegetarischen Ernährung haben wir das Problem, dass für Hühner die Eier legen viele männliche Kücken getötet werden. Für Milch wird der Kuh ihr Kalb genommen um ihre Milch zu bekommen.

Willst Du Dich eigentlich vegan ernähren oder auch vegan leben d.h. auch auf Leder, Medis etc. verzichten? Man kann auch im Alltag mit bewusstem Einkaufen von x Sachen aus dem Alltag schon viel im Tierschutz und Umweltschutz erreichen.

Ich finde es klasse, dass Du Dir Gedanken machst zu diesem Thema. Da kann ich nur sagen: :)^ :)=

S+unfIlowexr_73


Eine so extreme Ernährungsform, bei der sehr viele Lebensmittelgruppen komplett ausgeschlossen werden, ist vor dem Hintergrund einer früheren Magersucht SEHR riskant. V.a. wenn sich die neuerdings gemiedenen Lebensmittel (z.B. Sahne, normal fetter Käse,...) sehr decken mit dem, was während der Magersucht vermieden wurde.

Außerdem bekommt Essen wieder einen extrem kopflastigen Anteil, der ebenfalls riskant ist, wenn mal Magersucht bestand. Plus einen gewissen "abgrenzenden"/isolierenden Charakter. Beantworte Dir kritisch und mal ohne Extrem-Tierliebe die Frage, ob Dir der Aufwand und die Sonderrolle gut tun (oder sogar beabsichtigt sind, um wieder eine Art von "Stärke" zu demonstrieren?!). Dü würdest beim Familienessen WIEDER auffallen durch eine extreme Sonderposition.

Und: Du solltest mind. 3-5 Jahre komplett symptom- & therapiefrei sein bei stabilem Gewicht, um überhaupt über so ein Extrem nachzudenken (!).

Was spricht gegen eine vegetarische Ernährung mit tierischen Bio-Produkten? Es wäre ethisch eine solide Kompromisslösung, Du wärst aber bspw. auf Parties, bei Treffen mit Freunden etc. VIEL flexibler. Vegetarier gibt es viele und die kommen gut klar; wenn Veganer aber bei jedem Weihnachtskeks erstmal gucken, ob sich da nicht ein wenig Honig hineinverirrt hat...

Du wirst da – solange Du nicht selber kochst – zumindest ein Kontroll- & Ablehnungsverhalten entwickeln (müssen), was vor dem Hintergrund einer Magersucht gefährlich ist. Ggf. zahlst Du für Deinen extremen Tierschutzgedanken selber einen hohen Preis.

Und rein praktisch stellt sich die Frage, ob Dein Körper die Magersucht gut weggesteckt hat oder Probleme wie beginnende Osteoporose entstanden sind, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen – und die nicht kompatibel sind mit einer Ernährungsform, wo man sehr genau gucken muss, alle Nährstoffe zu bekommen.

Gerade DU solltest den Fokus auf Leichtigkeit beim Essen legen, statt ellenlanger Verbote und kopfgesteuerter Ernährung.

E1hem7aligJer NutSzer" (#3536x55)


@Sunflower_73

:)^ :)z

K4amikyazi0x815


[[http://www.med1.de/Forum/Ernaehrung/653057/ Hier]] der gleiche Faden mit anderem gedanklichen Input.

Vor dem Hintergrund der Magersucht halte ich die Idee, vegan zu leben, nicht für unbedingt empfehlenswert. Ich schließe mich da sehr dem sehr guten Beitrag von sunflower an!

EJhemhalige8r NutTzer (#S35365x5)


Bei der vegetarischen Ernährung haben wir das Problem, dass für Hühner die Eier legen viele männliche Kücken getötet werden. Für Milch wird der Kuh ihr Kalb genommen um ihre Milch zu bekommen.

Bei den Eiern müsste man sich umschauen. Milch kann sehr leicht ersetzen mir Haferdrink, Soja-Drink oder Soja-Reisdrink etc.

H1.Ba^rbicn


Ich bin selbst Veganer, aber wegen dem Zusammenhang mit Magersucht hier skeptisch. Thai green curry hat noch im Januar einen Abnehmfaden gestartet, also bin ich unsicher ob die Magersucht wirkich nur früher war. Einerseits denke ich, dass wenn da noch eine Eßstörung vorliegt das behandelt werden sollte und Veganismus da wahrscheinlich erstmal keine sinnvolle Option ist. Andererseits denke ich, dass falls die TE eine Esstörung hat, es schlimmer sein könnte, als die durch vegane Ernährung zu kanalisieren, da diese ja zumindest für den Körper nicht ungesund ist. Allerdings habe ich keine Ahnung von Eßstörungen, also nur meine Laienmeinung.

S*unfZloweRr_73


@ Barbin:

Das Risiko ist einfach, dass dann bspw. "Fett" als böse gilt, und halt auch vegane Fette vermieden werden. Also der Veganismus zu einem Deckmantel für eine weitere Vermeidung wird. Und die Ernährung einfach nicht besser ist als ohne Label "vegan", man damit aber versucht, sich die Kritiker vom Leibe zu halten. Überspitzt formuliert.

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