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Kokosöl ja/nein bzw. Alternativen?

3d9k7 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich ernähre mich aus ethischen Gründen vegan, möchte aber trotzdem auch so gesund wie möglich essen. In einigen Rezeptblogs habe ich schon gelesen, dass Palmöl gut sein soll – man allerdings aus ökologischen Gründen nach Möglichkeit darauf verzichten sollte. Kokosöl bzw. -fett wird auch hoch angepriesen.

Wenn man ein bisschen googelt, findet man allerdings diverse Seiten, die stark dafür oder extrem dagegen sind. Beim Kokosöl heißt es zum Beispiel, es wäre sehr ungesund wegen dem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.

Nun weiß ich erst Recht nicht, welches Öl ich am besten benutzen soll. Es geht mir hauptsächlich ums Braten. Aktuell nehme ich dafür entweder Olivenöl oder diese "Bratcremes" (sofern vegan).

Auf Rapsöl möchte ich verzichten, weil ich auch hier viel Negatives gehört habe. Olivenöl sei wohl schwierig, weil man oft nicht den Herkunftsort sehen kann und oft "gepanschtes" erwischt.

Was könnt Ihr mir empfehlen?

Danke & LG

Antworten
bJmed


Hi,

Kokosöl besteht aus gesättigten Fettsäuren.

Im Rahmen des Hypes für "ungesättigtes" Fett kam es "schlecht" weg.

Allerdings kippt im Moment die "Verteufelung" der gesättigten Fette und man merkt so nach und nach, dass NUR hochungesättigte Fette auch nicht sooo gesund sind, vor allem wenn man sie (aus Versehen) zu hoch erhitzt (was fast immer der Fall ist, wenn man damit braten möchte .... Trans-Fettsäure ...)

Ich habe vor Jahren eine "zweigeteilte" Methode entdeckt, sich zu ernähren ... dabei sind die Nahrungsmittel etwas anders eingeteilt, als üblich, nämlich nach "süß" und "herzhaft" ([[http://www.med1.de/Forum/Ernaehrung/657443/19985384/ Süß oder Herzhaft]])

Bei den Fetten ist das so: gesättigte Fette sind für herzhafte Typen (also Butter, Sahne, tierisches Fett und auch Kokosfett), süße Typen benötigen (oder dürfen) nicht sooo viel Fett, und wenn, dann eben das "ungesättigte".

Von daher hat es mir geholfen, meinen Typ festzustellen (herzhaft) und seit dem geht es mir gut OHNE Olivenöl, ohne viel Fisch, aber mit Speck, Butter, Sahne etc. ;-D

"Herzhaften Typen" bekommt es besser gebraten, am Besten mit Kokosfett, gesättigtem Fett, tierischem Fett ... "Süßen Typen" bekommt es besser gekocht oder zart gedämpft ... ;-D

Am Besten mal probieren ... *:)

dmevil4indis/guise


Palmöl gibt es auch aus nachhaltigem Anbau. Bei Kokosfett kommt es darauf an, wie es behandelt wurde (möglichst gar nicht). In guter Qualität ist beides ziemlich teuer, aber gesund und (meiner Meinung nach) sehr lecker!

NdomGi8x8


Ein optimales Öl sollte wenig gesättigte Fettsäuren, wenig Omega6 Fettsäuren und kein Cholesterin oder Transfettsäuren enthalten. dagegen sollten viel Einfach ungesättigte Fettsäuren (=omega9) und Omega3 Fettsäuren enthalten sein. Und zum Kochen sollte es natürlich erhitzbar sein.

Auf Rapsöl trifft das alles zu, warum soll es nicht so gut sein?

Kokosöl enthält viele gesättigten Fettsäuren, aber da man bei einer veganen ernährung sonst eh kaum gesättigte Fettsäuren abbekommt, kann es auch nicht schaden, manchmal kokosöl einzusetzen. Nur wenn man es als alleinige Fettquelle nimmt, könnte man evtl. zu wenig Omega 3 FS (sind bei veganen Ernährung öfters mal knapp) und Einfach ungesättigte Fettsäuren bekommen. Deswegen am besten abwechseln mit Rapsöl (enthält Omega 9 u. Omega 3 FS), Olivenöl (viel Omega 9) oder Leinöl (viel Omega 3, aber nicht erhitzbar).

S/tUatuEsQuoVaxdis


Mh, ich habe mich zu dem Thema ein wenig eingelesen und es gibt einige Quellen, die behaupten, dass Kokosfett mit das gesündeste Fett überhaupt für den Menschen ist...und wieder andere behaupten natürlich genau das Gegenteil...

Ehrlich gesagt, so lange es nativ und Bio ist, denke ich, kann es zum Braten nicht so verkehrt sein, immerhin entstehen dabei dann wenigstens keine Transfettsäuren wie beim Erhitzen von diversen kaltgepressten Speiseölen (die man bis auf wenige Ausnahmen wie Traubenkernöl, Erdnussöl oder Olivenöl niemals erhitzen sollte).

P}fifXferlKing


dass Palmöl gut sein soll – man allerdings aus ökologischen Gründen nach Möglichkeit darauf verzichten sollte.

Es gab doch jetzt in den Medien so einen breit diskutierten Burger-Test und da hat Palmöl schlechter abgeschnitten, weil es mehr krebserregende Stoffe freisetzt, als andere Öle. Außerdem wird für seine Herstellung wohl recht viel Regenwald abgeholzt, ist also insgesamt keine gute Wahl. :-)

Kokosöl bzw. -fett wird auch hoch angepriesen.

Ist auf jeden Fall gut für die Haare ;-).

Nun weiß ich erst Recht nicht, welches Öl ich am besten benutzen soll. Es geht mir hauptsächlich ums Braten. Aktuell nehme ich dafür entweder Olivenöl oder diese "Bratcremes" (sofern vegan).

Olivenöl ist nicht gut zum braten, weil nicht besonders hitzebeständig. Damit verfeinert man eigentlich eher kalte Speisen.

Auf Rapsöl möchte ich verzichten, weil ich auch hier viel Negatives gehört habe.

Im Ernst, wenn du Bratcremes benutzt, also eine überteuerte Emulsion aus Wasser, Farbstoffen und billigem Öl und Stärke benutzt, dann kann Rapsöl eigentlich nicht die schlechtere Wahl sein. Es ist in jedem Fall besser als dieser Industriematsch.

Olivenöl sei wohl schwierig, weil man oft nicht den Herkunftsort sehen kann und oft "gepanschtes" erwischt.

Ja das ist durchaus ein Problem bei Olivenöl. Und wie gesagt, kein Bratöl.

Was könnt Ihr mir empfehlen?

Was ist mit dem guten alten Sonnenblumenöl? Oder eben doch Rapsöl, im Zweifel einfach mal Testberichte lesen und sich dann ein Gutes aussuchen.

PZfBifferBling


Aaach, ich glaube ich will mich noch mal korrigieren, ich war irgendwie nicht besonders sachlich. Also das Problem ist, dass die guten Öle, die viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, allesamt nicht hitzebeständig sind. Je besser also das Öl, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass sie dir in der Pfanne nicht verbrennen (bzw verrauchen) und dadurch schädliche/giftige Stoffe freisetzen.

Feste Fette sind prinzipiell hitzebeständiger, deshalb eigentlich vorzuziehen. Du kannst dir auch mal [[http://eatsmarter.de/ernaehrung/news/welches-oel-zum-braten hier]] die Rauchpunkte der verschiedenen Öle anschauen. Da sieht man auch, dass das "ordentliche" Olivenöl nicht zum Braten geeignet ist, das raffinierte dagegen schon.

Kokosöl kenne ich tatsächlich eher als Haarpflege und auch da ist der Rauchpunkt nicht so dolle. Kokosfett dagegen ist prinzipiell besser, allerdings muss man da auch auf die Herstellungsart achten.

Ich würde dir emfpehlen, dir für kalte Speisen ein gutes, kaltgepresstes Öl zuzulegen und noch ein weiteres fürs Braten (das kann dann auch Kokosfett sein). Denn wenn es hitzebeständig sein soll, musst du beim Thema "gesund" leider ein paar Abstriche machen. Definitiv weglassen würde ich aber die Bratcreme, denn die ist wirklich nur industriell zusammengematschter Mist und auf keinen Fall empfehlenswert.

S|chlitzRa ugeK67


Es gab doch jetzt in den Medien so einen breit diskutierten Burger-Test und da hat Palmöl schlechter abgeschnitten, weil es mehr krebserregende Stoffe freisetzt, als andere Öle. Außerdem wird für seine Herstellung wohl recht viel Regenwald abgeholzt, ist also insgesamt keine gute Wahl.

Klar, die Burger-Ketten benutzen ja sicherlich auch das Palmöl, was im Reformhaus für 325 ml schon an die 10 €uronen kostet. :-o

Das kostbare Palmöl im Reformhaus wird dazu fair gehandelt. Und es wird auch nix gerodet.....

S&taxtus4QuoV5adis


Kokosöl kenne ich tatsächlich eher als Haarpflege und auch da ist der Rauchpunkt nicht so dolle. Kokosfett dagegen ist prinzipiell besser, allerdings muss man da auch auf die Herstellungsart achten.

Mh, aber Kokosöl und Kokosfett ist doch dasselbe? Kokosfett wird eben über 25°C flüssig, dann ist es Kokosöl.

Entscheidend ist die Qualität – Bio, kaltgepresst, raffiniert, chemisch behandelt etc pp...

P0fifRfe7rlxing


Klar, die Burger-Ketten benutzen ja sicherlich auch das Palmöl, was im Reformhaus für 325 ml schon an die 10 €uronen kostet. :-o

Nein, natürlich nicht, blieben aber immer noch die krebserregenden Stoffe, die es bei dem guten Öl ja vermutlich auch gibt?

s@ensib+elmxan


Ich empfehle kaltgepresstes Leinöl (für mich auch vom Geschmack her gut).

Ptfif#ferxling


Ich empfehle kaltgepresstes Leinöl (für mich auch vom Geschmack her gut).

Aber bei kalt gepresstem Leinöl liegt der Rauchpunkt bei 107°C, das ist zum Braten damit eigentlich komplett ungeeignet.

SRchlithzauwgre67


Nein, natürlich nicht, blieben aber immer noch die krebserregenden Stoffe, die es bei dem guten Öl ja vermutlich auch gibt?

Nee, die einen reden von Palmin (umgeestert)und die anderen von Bio-Kokosöl. Und man muß ja Öl nicht erhitzen, bis es raucht, gelle? Sollte derjenige schaffen, der kochen kann.... :=o

PEfiffejrlinyg


Okay...danke für den Hinweis. Dann dürfte Kokosöl ja doch eine ganz gute Alternative sein, wenn man hochwertiges Öl kauft.

Und man muß ja Öl nicht erhitzen, bis es raucht, gelle? Sollte derjenige schaffen, der kochen kann....

Na ja, ne gewisse Temperatur braucht man zum Braten halt und bei Öl, dass schon kurz über 100 Grad raucht, könnte das ein bisschen schwierig werden, selbst wenn man kochen kann ;-).

sVensFibeIlmxan


Aber bei kalt gepresstem Leinöl liegt der Rauchpunkt bei 107°C, das ist zum Braten damit eigentlich komplett ungeeignet.

Zum Braten nutze ich Erdnussöl oder Olivenöl (obwohl ich eher selten brate- meistens dünste ich oder backe)

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