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Speisekürbis, Zierkürbis?

dVeviliqndisg)uxise hat die Diskussion gestartet


KürbisexpertInnen voran:

Wir haben Hokkaidokürbisse gepflanzt, die auch sehr schön Früchte tragen. Einige der Kürbisse sehen allerdings nicht wie Hokkaido aus: Zwar stimmt die Farbe, aber die Frucht ist weniger ballförmig, sondern oben und unten flacher und die Schale ist glatter und zarter.

Nun frage ich mich, welche andere Kürbisart sich da eingeschlichen hat: eßbar oder nicht? Nicht eßbare Kürbisse sollen ja teilweise heftige Bauchschmerzen verursachen...

Ich habe ein kleines Stück roh probiert. Fand es nicht SEHR bitter, also nicht so, daß sich der Verzehr schon des Geschmacks wegen von selbst verbieten würde. Aber auch nicht so süß wie Hokkaido. Leicht bitter (aber auch nicht direkt schlecht)war der Nachgeschmack auf der Zunge. Das Fruchtfleisch ist zarter, wässriger als beim Hokkaido.

Leider kann ich kein Foto einstellen und habe auch kein wirklich passendes im Netz gefunden.

Kann mir irgendwer weiterhelfen?

(Prinzipiell schrecke ich auch vor Selbstversuchen nicht zurück, da es ja wohl nicht tödlich sein wird; aber ich stille und will nicht, daß mein Baby auch Bauchschmerzen bekommt.)

Antworten
ajuig233


Wenn Hokkaido-Kürbisse gepflanzt wurden, dann sollten dort auch solche wachsen. Problem ist, dass die Kürbisse auch mit dem Pollen von Zierkürbissen befruchtet wurden und daher eine Mischung aus Hokkaido- Kürbis und Zierkürbis nun wächst. Deswegen auch grundsätzlich die Empfehlung beim Kürbisverzehr: vor der Verarbeitung eine Geschmacksprobe. Ist der hübsche Kürbis bitter, dann ist Zierkürbis im Spiel und ein Verzehr empfiehlt sich eher nicht. Deswegen bauen Gärtner die Speisekürbisse und Zierkürbisse nicht gemeinsam auf ihrem Grundstück an. Was die Hummeln aus der Nachbarschaft an Pollen mitbringen ist nicht zu kontrollieren.

dFevilWind+isg}uise


Nun ja, das Problem ist, daß wir vorgezogene Pflanzen gekauft und diese eingepflanzt haben.

Wenn wir selber sortenreine Samen gekauft und die Pflanzen vorgezogen hätten, würde ich mir keine Sorgen machen, da es in der 1. Generation ja kein Problem ist, sondern erst in der zweiten.

Und der geschmack ist eben uneindeutig. Wie bitter ist "bitter"? Ich lese z.B. immer, bittere Zucchini solle man nicht essen – ich finde aber ALLE Zucchini bitter (esse aber gern Bitteres). Rosenkohl z.B. soll angeblich immer so bitter sein, schmeckt für mich aber süß.

Also der fragliche Kürbis ist LEICHT bitter, wie eine Zucchini. Ist das jetzt "bitter"= bauchschmerzverursachend?Oder sind unbekömmliche Kürbisse so bitter, daß kein normaler Mensch die essen würde?

aHug323x3


Ich vermute, die Frage lässt sich hier nicht beantworten. Hier würde ich zur Nachbarin gehen, ihr eine Scheibe der Zucchini geben und sie fragen, ob sie diese als "bitter" einstuft. Jeder hat einen anderen Geschmack. Rosenkohl hat einen herben Geschmack, aber nicht bitter. In manchem Gemüse sind Bitterstoffe drin – Löwenzahnblätter, das ist erwünscht und nützlich.

Die Pflanze produziert keine bittere Frucht. Wenn, dann ist es die Bestäubung durch Zierkürbis. Ich finde auch nicht, dass Kürbis jemals "süß" geschmeckt hat. Aber es kommt sehr auf die Art an.

Vor dem Wegwerfen würde ich einen Teil dünsten und essen und dann meinen Bauch befragen.

dGevilNindisxguise


Danke!

wir haben ihn inzwischen aufgegessen, er war bekömmlich. Schmeckte recht süß und war relativ wäßrig – ob die sich auch mit Melonen kreuzen? ":/

Jedenfalls gut eßbar – was ein Glück ist, da die Mehrheit unserer Kürbisse inzwischen so aussieht. Hm, war wohl nicht der beste Gärtner, von dem mein Mann die Pflanzen hatte. :-/

a~ug2:33


Glückwunsch, dass es doch geschmeckt hat! Es gibt zig Kürbisarten, bei mir wachsen derzeit mindestens 6 verschiedene Sorten und ich kann nicht sicher sein, dass die Butternuss anders schmecken wird als die aus dem Handel. Das Risiko gehe ich einfach ein.

Es liegt nicht am Anbieter der Pflanzen! Wenn der sortenreines Saatgut verwendet hat, dann ist zumindest die Pflanze zunächst in Ordnung. Wenn die lieben Hummeln sich überall herum treiben und die Blüten bestäuben, dann gerät schon mal die Butternuss zum Hokkaido oder den Kürbis von Oma. Daher die grundsätzliche Empfehlung bei Kürbis wie Zucchini aus eigenem Anbau: Probe vor der großen Verarbeitung. Wenn total bitter, dann ist wahrscheinlich von einem Zierkürbis etwas dazwischen geraten. Ansonsten ist der Geschmack je nach Reifegrad eben unterschiedlich.

Zur Lagerung geeignet ist der Kürbis dann, wenn er beim Anklopfen nicht nur hohl klingt, sondern auch sein Stielansatz deutlich verholzt ist und man mit dem Daumennagel nicht mehr in die Schale eindringen kann.

Kürbis braucht viel Wasser und pro Pflanze sollte man es bei höchstens drei Früchten belassen.

Wenn noch Fragen sind, dann ruhig stellen, auch über PN. Bin kein Profi, kenne mich aber halbwegs mit den Kugeln aus.

dsevilin^disguxise


Bisher habe ich überall gelesen, daß bei sortenreinem Saatgut in der ersten Generation (also bei den Pflanzen aus genau diesen Samen) die Früchte ebenfalls der Sorte entsprechen, und daß es durch "falsche" Bestäubung erst zu "falschen" Samen kommt, daß man also veränderte Früchte erst in der zweiten Generation zu erwarten hat. Deswegen meinte ich, daß der Gärtner da wohl nicht so aufgepaßt hat. Du erlebst aber bei deinen Kürbissen aus "neuem" Saatgut schon in der ersten Generation Überraschungen?

Naja, solange sie eßbar sind, ist es mir eigentlich egal. Obwohl die wäßrige Konsistenz ein kleines Problem beim Kuchenbacken war. Aber normalerweise stecken wir die Dinger sowieso mit anderem Gemüse zusammen in den Backofen!

Also du meinst, wenn man mehr als 3 Früchte an einer Pflanze hat, sollte man die kleineren abmachen? Bzw. die übrigen Blüten entfernen? Was ist mit den Blättern?

akug2\33


Mit den Falschbestäubungen möchte ich mich nicht festlegen – mag sein, die F1 -Generation ist wirklich sortenrein.

Wässrig könnte damit zusammen hängen, dass der Kürbis noch im Wachstum war und daher nicht die gewohnte Festigkeit hatte. Damit habe ich keine Erfahrung.

Wegen Anzahl der Früchte kommt es einfach darauf an, was man erreichen will. Mehrere kleine Früchte, die gleich verzehrt werden und daher nicht ausreifen müssen, das mag gehen. Wenn es gut ausgereifte Früchte sein sollen, dann eher die Zahl beschränken. Blätter auf keinen Fall entfernen. Ich denke mal, in diesem Jahr einfach wie gehabt weiter wachsen lassen, genügend gießen und ab September keinen neuen Fruchtansatz zulassen, weil die nicht weit kommen.

Weiterhin eine gute Verwendung der Kürbisse!

dnevi_lindisxguise


Danke! :-)

aN.fisxh


Darf ich fragen, ob vorgezogene Pflanzen kostspielig sind und wo ihr die eingepflanzt habt, dass sie gut wachsen? Also eher sonnig, schattig usw, und habt ihr die Erde irgendwie vorbereitet?

Ich hab mal Samen gekauft, aus denen ist nämlich gar nix geworden.

dYevBilihndis+guise


Zum Preis muß ich mal meinen Mann fragen, der hat sie gekauft.

Sie stehen sonnig bis halbschattig. Die Erde wurde sehr großzügig mit Komposterde vermischt.

Zwecks Wasserersparnis wurde jede Pflanze mit einem Zylinder aus Glas umgeben (der Gartennachbar macht das mit Konservendosen ohne Deckel und Boden, wir hatten zufällig diese Glasdinger) und der Boden ringsum mit Grasschnitt bedeckt. Man muß dann nicht das ganze Beet gießen, sondern immer nur die Zylinder füllen.

Ob die reiche Ernte jetzt aber Glück ist (irgendwas mußte ja auch wachsen, das meiste ist eingegangen bzw. gar nicht erst hochgekommen bei dem diesjährigen Wetter) oder ob wir die ultimative Methode gefunden haben... wer weiß. Ich sag´s dir nächstes Jahr!

a;.fixsh


Hihi, Dankeschön! Das wäre super. Eine eigene Kürbisquelle wäre echt nett, vor allem natürlich, wenn die dann auch tatsächlich noch schmecken. Kompost hab ich genug und das mit den Zylindern ist ein guter Tipp, Danke! Nur mit dem Halbschatten wird in meiner Savanne wieder schwierig, mhm.

fAraZgnqurso


Aus Hybridsaatgut läßt sich kein [[http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=mendelsche%20regeln&source=web&cd=2&cad=rja&ved=0CDsQ0gIoAjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.mendel-regeln.de%2Fhtml%2Fpage04.html&ei=bH0cUpCsBYqRtQagiYDIDA&usg=AFQjCNHeR1W6Is_XLW6OxoLmm75MDspiDw&bvm=bv.51156542,d.Yms sortenreines]] Saatgut gewinnen, das liegt nicht an der falschen Bestäubung.

SJchippGe10c0


@ <°)))x><

Warum sollten vorgezogene kostspielig sein?

Mein Vater pflanzt immer gerne auf dem Kompost, muß aber nicht sein. Mit guter Humuserde kannst Du nix falsch machen.

a.uKgx233


Ich ziehe meine Kürbispflanzen einzeln im Blumentopf vor, denn die zarten Pflänzchen sind bei Schnecken sehr beliebt. Kürbis verträgt einen sonnigen Standort, kein Problem. Die Pflanzstelle wird im Umfang eines 10 Liter Wassereimers ausgegraben und dann mit reifem Kompost gefüllt; ist kein Kompost vorhanden, dann einen Eimer voll Brennnesseln in die Erde stecken und mit Erde gut abdecken (das aber schon einige Wochen vorher) – wird übrigens auch von den Tomaten dankbar angenommen!!! – ; darauf dann die Kürbispflanze mit wenigstens 3 gut entwickelten Blättern. Die Schneckengefahr ist zwar nicht gebannt, aber gemindert. Schneckenabwehr ist weiterhin erforderlich. Einen Tontopf oder Konservendose in der 1 Liter-Größe erleichtert die Gießarbeit und gibt die Feuchtigkeit gezielt und über längere Zeit an die Pflanze. Dort kann man auch die Schnecken einfangen.

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