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Buch – "wer gesund isst – stirbt früher"

sPüße}rKäfexr hat die Diskussion gestartet


Habe seit einiger Zeit eine neue Lektüre in den Händen. Titel des Buches ist ausgesprochen merkwürdig. Es räumt (so auch im Untertitel) mit den Lügen rund ums Essen auf.

[[https://www.blv.de/buchdetails/titel/978-3-8354-0312-3-wer-gesund-isst-stirbt-frueher/]]

gesund-isst-stirbt-früher-Ernährungsfragen

Ich lese nun schon eine Weile darin und stelle fest, daß ich einiges durchaus nachvollziehen kann.

Allerdings sind viele Behauptungen (die übrigens immer mit seriösen Quellen untermauert sind) konträr zur gängigen Meinung.

Wer von euch kennt das Buch auch?

Wem hat es, wie mir, die Lust am Genießen wieder zurück gegeben?

Würde mich gerne über einige Dinge, die dort angesprochen werden austauschen.

Antworten
RJogebrRab=bixt


Ich hab gerade nicht viel Zeit und nur mal schnell die ein oder andere Rezension überflogen, dachte mir aber, als ich den Autor gesehen habe, schon, dass das nicht meine neue Lektüre werden wird.

Wenn ich dann aber sowas sehe

O

der: Zu vieles Trinken (von Wasser) könne sehr wohl gefährlich sein; Übergewicht sei ein Merkmal und keine Krankheit; Diäten (und Sport) seien bei Übergewicht wirkungslos; manche Gemüsesorten könnten für den Stoffwechsel von Kindern gefährlich sein (Kinder mögen diese Gemüse meist auch nicht); der Einfluss des Abspeckens auf den Blutdruck werde überschätzt; Untergewichtige hätten die höchste Sterbensrate; die Ernährung der Veganer sei reine Mangelernährung usw. usw.

werde ich dafür definitiv kein Geld ausgeben.

sGüßer|Käfexr


hm, ich verfolge ja nun schon einige Zeit die Diskussionen im Web aber auch in den Medien. Es wird gesagt, daß unsere Kinder zu dick seien. Ich habe selbst drei Kinder und somit auch Einblicke in verschiedene Schulklassen gehabt. Ich persönlich fand nicht, daß sich die Kinder von den Kindern meiner Kindheit darin unterschieden, sie wären dicker. Teilweise war oft das Gegenteil der Fall, daß vor allem Mädchen eher extrem dünn waren.

Ich war viele Jahre auch untergewichtig und damals eher die Ausnahme, heute scheint es eher eine Regel zu sein, daß Mädels in 32 oder 34 reinpassen müssen.

Aber zurück zum Thema. Ich finde Hinweise, daß der Körper Colesterin, wenn er nicht genügend zugeführt bekommt, einfach selbst produziert interessant.

Daß Diäten bei Übergewicht wirkungslos sind, wußte ich auch schon früher. Bewußtere Ernährung dafür umso sinnvoller – eben auch.

U@niqrdis.ch


Meine ehrliche Meining?!

Mal bei der Bildersuche von google den Autoren Udo Pollmer eingeben ... und dann seine eigenen Schlüsse ziehen! Ich zumindest nehme von jemanden, der so übergewichtig ist keine Ernährungsratschläge entgegen.

Oder wie ein Amazon-Rezensent schrieb:

Ein gefundenes Fressen für alle, die sich eh ungesund ernähren und eine Bestätigung dafür suchen.

UMnirzdisxch


Meinung... soll es heißen!

s&üßerxKäfer


Hm – Herr Pollmer arbeitet am Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften – also gehe ich jetzt grade nicht davon aus, daß er nicht auch von der materie was versteht.

Vielen, von dem, was er sagt und schreibt klingt für mich durchaus schlüssig.

Außerdem, was ist "ungesund ernähren"???

Genau das ist doch die Krux – das scheint für jeden etwas anderes zu sein – und wenn ich mich an dem Buch orientiere, ist das ja auch richtig. Menschen sind unterschiedlich.

S]uperkYröte


Gesunde ernährung ist doch das was gut tut. Ich als Allergiker kann z.B viele gesunde Lebensmittel wie Äpfel, Bananen, Pfirsiche usw. nicht essen.

Da suche ich nach Alternativen.

Hm, aber wer gänzlich auf Sport verzichtet und sich lieber den Chipstüten zuwendet bekommt eine Rechnung dafür.

Für mich bedeutet schlank nicht gleich gesunde ernährung, aber auch nicht übergewicht gleich bessere Lebenserwartung.

Und hier in meinem Umfeld finde ich das es reichlich dicke Kinder, sowie erwachsene gibt.

Alleine wenn ich meine alten Schulfotos mit denen meiner Kinder vergleiche, zudem steigt das Risiko für Diabetes gerade bei jungen Menschen sehr beträchtlich an.

Das kommt doch nicht von ungefähr, das hat doch einen Grund.

Für mich ist es der Mangel an Bewegung, auch im Alltag und dazu die falsche ernährung.

Das liegt zu einem daran das Kinder überall die möglichkeit haben ihre energie schnell mit Junkfood zu sättigen.

Die Erwachsenen machen es vor.

Ich habe schon einiges von dem Buch gehört und ich halte nichts davon.

Klar darf man sündigen und man soll sich auch nicht selbst kastaien.

Diäten machen dick, aber falsches essen auch.

Im grunde wissen wir doch was uns gut tut, aber andere Dinge verlocken uns und Sport ist nunmal anstrengend.

Ich glaube hätten unsere Urvorfahren einen gefüllten Kühlschrank und eine Heizung in ihrer Höhle gehabt, so wären sie nicht auf Vanderschaft und Jagd gegangen ;-D .

Es liegt in unserer Natur unsere energie zu sparen und fettreserven anzufressen, damit wir gut über den Winter kommen.

Nur haben wir und unsere Körper das nicht mehr nötig.

Also kann man sich die Anschaffung einer solchen Lektüre sparen, wie soviele davor und danach.

Ich bin im übrigen selber pummelig, ich weiß schon wer schuld ist, der olle Schweinehund in mir.

s@üßerKqäfexr


hm, daß es viele Erwachsene gibt, die eher pummelig sind, stimmt. Auch in meinem Umkreis bin ich immer eher belächelt worden (werde das auch immer noch) wenn ich davon spreche, daß ich zunehme, bzw. das ein oder andere Kilo wieder los haben möchte.

Bei der Diabetes bin ich mir nicht so sicher, woher die Zunahme der Erkrankungen kommt. Irgendwie schummelt sich in meinen Kopf, daß wir seit etlichen jahren versuchen dem Körper Süssstoff statt Zucker unterzujubeln. Vielleicht bringen wir ihn dami aber auch so durcheinander, daß die Insulinproduktion nicht mehr richtig funktioniert. Ich finde, das wäre durchaus denkbar.

Zum Glück habe ich das Problem nicht, da ich Süssstoff nicht vertrage. Mein Körper reagiert sofort mit Durchfall und Übelkeit drauf. Daher schaue ich mittlerweile genau hin, was eigentlich drin ist. Und überraschender Weise kann ich gut 50% der angebotenen Getränke nicht mehr nehmen, da überall Süssstoff drin ist. :°_

Zum Thema dick – meine beiden Kolleginnen sind beide Vegetarierinnen – mit deutlichem Hang zum Bio-Food. Gut gepolstert sind sie trotzdem, und gesünder sicher auch nicht, da sie sich auch eher ungern bewegen. Also nur auf etwas Verzichten, bedeutet noch lange nicht, daß man gesünder lebt.

SJuper&krxöte


Ich war auch jahrelang Vegetarier und muß schon sagen das ich zu dieser Zeit schlank war, es kommt halt darauf an was ich esse.

Bereite ich eine Tomatensoße zu oder doch eher die Sahnesoße mit ein bissl Tomatenmark rein ;-D .

Hier gibt es neben Schulen, wenn nicht in der Schule selbst immer solche netten Kioske. Da wird reichlich gekauft während den Pausen, gerne Schokoriegel.

Nun, ich sehe das oft wie sich Kinder von ihrem Taschengeld usw. Süßes kaufen und ich kenne einige der Kinder.

Das sind dann oft die Kinder deren Eltern sich immer wundern warum ihr Kind so zugenommen hat, aber es "verwächst" sich ja wieder (Ironie).

Mein 10 jähriger Sohn kommt meist erst nach 14 Uhr nachhause, nach dem essen begiebt er sich an seine Hausaufgaben. Er ist meist ca. 1,5 Stunden dran.

Um 16 Uhr ist er meist platt und ich muß ihn motivieren sich zu bewegen und das ist nicht immer einfach.

Zumal keiner in seiner Altersklasse wirklich draußen aufzufinden ist.

Die hocken lieber drin und zocken, manche gehen in einem Verein um Sport zu treiben.

Wenn ich das so beurteilen darf würde ich sagen das in seiner alten Klasse 6 von 25 Kinder übergewichtig waren, tendenz zunehmend.

Das sehe ich tagtäglich und ich glaube nicht das meine wahrnehmung gestört ist.

Die Kinder kippen sich keinen Süßstoff in ihren Kaffee oder in ihr Müsli ;-) . Es ist wie es ist die ernährung und die mangelnde bewegung.

s\üßer4xfer


ok – 6 von 25 – wenn ich mich an meine eigene Schulzeit erinner – wir waren 20 Kids / Jugendliche und davon waren vier übergewichtig, und zwar so, daß es wirklich auch mollige Kids waren. Daher finde ich jetzt nicht, daß 6 aus 25 eine höhere Zahl ist. Rein subjektiv.

Mit dem Beginn der Pubertät nahmen dann auch viele der Mädlels noch mal zu, wurden also fraulicher, griffiger. Das ist jetzt fast 30 Jahre her.

Daß die Kids lieber drin hocken und zocken ist richtig. Die Spielplätze sind ja auch deutlich leerer geworden, als zu den Zeiten, als meine noch den Spielplatz aufsuchten.

Kids brauchen sich den Süssstoff nicht reinkippen, der ist ja meist schon drin in den Sachen, die sie trinken und essen. Und das wird dann noch als gesund hingestellt.

Auch sog. Vollkornprodukte sind oft nicht das was drauf steht. Von wegen Vollkorn, das ist meist Malz für die Farbe (weil weisses Brot ja nicht Vollkorn ist) und ein paar Körner zur Deko. Aber drin ist nix anderes als in anderem Brot. Aber das Gewissen ist beruhigt.

FLia3lle


Ich finde es einfach ganz krass, warum man immer in Extreme verfallen muss und nicht einfach den gesunden Menschenverstand und das Maßvolle gelten lassen kann. Entweder krampfhaft gesund oder völlig ungesund ernähren, entweder Sport treiben bis zum Umfallen oder vollkommen ohne Bewegung da sitzen, entweder Magersucht oder Fettsucht… ???

Ja, Salat enthält praktisch keine Nährstoffe und Vitamine. Nein, es ist nicht gut, jeden Tag Leberwurst zu futtern. Ja, Süßstoff schmeckt nicht sehr gut. Nein, 3 Löffel Zucker pro Tasse Kaffee mal 5 sind nicht wünschenswert. Ja, beim Sport kann man sich verletzen oder auch übertreiben. Nein, den ganzen Tag 7 Tage die Woche nur rumzusitzen, tut dem Körper nicht gut.

Was soll das – "Sport hilft nicht bei Übergewicht"?.. Weiß der Autor nicht, dass das Ab- oder Zunehmen nach einem ganz einfachen mathematischen Gesetz funktioniert: mehr (oder weniger) Energie verbrennen als man zu sich nimmt?… Allein schon diese Aussage reicht, damit ich das Buch nicht für voll nehmen kann.

S;upeDrkr-öxte


süßerKäfer

Ich habe Übergewicht, ohne Süßstoffe und ja ich kann das beurteilen.

Vertrage gar kein Vollkornbrot.

Ergo kaufe ich es auch nicht. Und mit Vollkornbrot meine ich das richtige schwarze vom Bäcker.

Wer sagt das Süßstoff gesund ist?

Und was soll man bitte gegen Obst und Gemüse haben?

Daher finde ich das Buch das du liest sehr zweifelhaft.

Es ist nunmal so das eine Banane mehr Vitamine enthält als ein Schokoriegel, wobei Kakao selber nicht mal ungesund ist ;-D .

Ja und die Dosis macht das Gift.

Eine Freundin von mir hat bis jetzt 38 Kilo abgenommen, über Sport und gesunder ernährung.

Sie ißt trotzdem ab und an noch ihre geliebte Schoko, und sie wird sicher auch nicht Athletin, aber sie fühlt sich viel besser, fitter und leichter. Sie ist nicht mehr so müde und ihr wohlbefinden ist gestiegen.

Also bringt es wohl was.

GRedankcengeLflechxte


Bei gesunder Ernährung geht es nicht unbedingt ums längere Leben, sondern um die Lebensqualität. Verbringt man die letzten 20 Jahren im Rollstuhl und starrt eine Wand an oder geht man mit seinen Enkeln am Kanal spazieren.

Herr Pollmer arbeitet am Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften – also gehe ich jetzt grade nicht davon aus, daß er nicht auch von der materie was versteht.

Geschickt gewählter Name für einen popligen Karnevalsverein.

LDuiQs_08


vielleicht sollte man auch mal sagen, dass man gesundes essen durchaus genießen kann. ich verstehe nicht, wie man behaupten kann, nur ungesundes zeug sei lecker ":/

und bevor der name fiel, habe ich mir gedacht, dass da wieder herr pollmer hintersteckt...

RKogerRPabbxit


und bevor der name fiel, habe ich mir gedacht, dass da wieder herr pollmer hintersteckt...

Ja, ich auch.

Wem hat es, wie mir, die Lust am Genießen wieder zurück gegeben?

vielleicht sollte man auch mal sagen, dass man gesundes essen durchaus genießen kann.

Eben. Nur weil man auf gesunde Ernährung achtet, heißt das doch nicht, dass man nicht genießt.

Mal bei der Bildersuche von google den Autoren Udo Pollmer eingeben ... und dann seine eigenen Schlüsse ziehen!

Ja, das habe ich mir auch gedacht 8-) .

Und nochmal dazu:

Übergewicht sei ein Merkmal und keine Krankheit;

Hä? Und was soll uns das sagen?

Diäten (und Sport) seien bei Übergewicht wirkungslos;

Und was soll man seiner Meinung nach dagegen tun?

manche Gemüsesorten könnten für den Stoffwechsel von Kindern gefährlich sein (Kinder mögen diese Gemüse meist auch nicht);

Inwiefern?

der Einfluss des Abspeckens auf den Blutdruck werde überschätzt;

Das glaube ich kaum.

Untergewichtige hätten die höchste Sterbensrate;

Ist das so?

die Ernährung der Veganer sei reine Mangelernährung usw. usw.

So ein Blödsinn.

Allein diese Beispiele klingen für mich so, als sucht der Herr Pollmer nach Argumenten, um sein eigenes Übergewicht zu rechtfertigen.

Auch sog. Vollkornprodukte sind oft nicht das was drauf steht. Von wegen Vollkorn, das ist meist Malz für die Farbe (weil weisses Brot ja nicht Vollkorn ist) und ein paar Körner zur Deko. Aber drin ist nix anderes als in anderem Brot. Aber das Gewissen ist beruhigt.

Ja sicher. Das sagt ja aber nicht, dass Vollkorn nicht gesund ist, sondern nur, dass einem etwas vorgegaukelt wird. Wenn ich etwas aus Vollkorn esse/kaufe, dann ist es auch wirklich aus Vollkorn.

Bei der Diabetes bin ich mir nicht so sicher, woher die Zunahme der Erkrankungen kommt. Irgendwie schummelt sich in meinen Kopf, daß wir seit etlichen jahren versuchen dem Körper Süssstoff statt Zucker unterzujubeln. Vielleicht bringen wir ihn dami aber auch so durcheinander, daß die Insulinproduktion nicht mehr richtig funktioniert. Ich finde, das wäre durchaus denkbar.

Diabetes entsteht doch nicht durch Süßstoffe (die aber natürlich ungesund sind).

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