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Buch – "wer gesund isst – stirbt früher"

s=en<sibexlman


Ich halte die Überschrift für falsch- richtiger müsste es heißen: Wer früher stirbt, hat sich ungesund ernährt.

Die Frage müsste vielmehr lauten: Was ist wirklich gesund?

Und: ist es für jeden Menschen verallgemeinerbar? Ich denke, dass die Wichtung sehr individuell ist, was sich zum Teil auch im Geschmack niederschlägt.

Ich merke jedenfalls oft genug, dass Dinge für gesund gehalten werden, die es eigentlich gar nicht sind- teilweise sind die Dinge, die als besonders gesund gelten, ernährungsmäßig ziemlich wertlos- z.B. Salat. Mitunter werden Dinge als ungesund verpönt, obwohl das meistens wesentlich differenzierter betrachtet werden muss. Nicht unwesenlich spielt wohl die Dosis eine Rolle. Zuviel Zucker, zuviel Fett, zuviel Obst, zuviel Milch ist ungesund.

Gesunde Ernährung kann zudem äußerst wohlschmeckend sein.

Auch ist keineswegs jeder Sport und übertriebener Sport gesund. Mit Sport kann man u.U. erheblich z.B. seine Gelenke, die Wirbelsäule oder auch das Herz-Kreislaufsystem schädigen. Die Frage ist nicht ob Sport oder nicht, sondern vielmehr: Wie wird der Sport getrieben?

SQuperikröte


Sport, so wie ich schwimme kann ich mich gar nicht überanstrengen, geschweige den in Stress ausbrechen |-o .

Die Rentner überholen mich regelmäßig >:( , hat denen noch keiner gesagt das sie alt und gebrechlich sein sollen ;-) .

Es gibt ja durchaus Sportarten die Spass machen können.

Und ich sehe schon das meine älteren Verwandten die Sport treiben durchaus fit sind und sich auch besser fühlen, zumindest laut eigenen aussagen.

R9ojgerRa3bebxit


das wäre so, als würde cindy aus marzahn ein buch rausgeben, wie man eine modelfigur bekommt und warum ihre ernährung dafür die richtige ist.

;-D ;-D ;-D

ScirgTelexmark


sagt Herr Pollmer eigentlich auch irgendwo, wie man abnehmen kann bzw. was gesunde Ernährung ist? Ich höre ihn immer nur sagen, warum man mit allen möglichen Methoden nicht abnehmen kann. Mal erscheint mir was er sagt logisch, manchmal nicht. Aber was man seiner Meinung nach machen soll, weiß ich bis heute nicht. Ich habe auch den Eindruck, er weicht der Frage aus.

t]uffaFrmxi


Aber was man seiner Meinung nach machen soll, weiß ich bis heute nicht.

wahrscheinlich einfach so bleiben wie du bist!? ;-D ;-)

s~ensi_belmaxn


warum man mit allen möglichen Methoden nicht abnehmen kann.

Ich habe abgenommen (>20 kg) und auch nach Jahren Normalgewicht gehalten. Es geht- also kann seine Aussage so allgemein nicht stimmen.

bKm!esd


@ Superkröte

Also ich weiß schon warum ich dicker bin ;-D . Das kommt nicht vom Salat. Es ist meine ernährung und auch das ich mich wohl nicht ausreichend bewege.

Aber schlanker werde ich mit einer einstellung "ich esse was mir schmeckt" auch nicht, da wäre ich ja gar nicht erst dick geworden.

Also stimmt was nicht, früher als ich schlank war habe ich mir keine großen Gedanken gemacht was ich esse, habe auf Fleisch verzichtet aus reinen gefühlsmäßigen gründen.

In der Schwangerschaft bin ich aufgegangen wie ein Hefekuchen und seitdem will mein Stoffwechsel nicht mehr so wie davor.

(...)

offensichtlich hast Du während der Schwangerschaft Deine Ernährung umgestellt.

Allerdings hast Du nicht wieder "zurückgestellt" ...

Es ist nicht der Stoffwechsel, der "nicht will", sondern das, was durch den Mund wandert ... :-o :-X

M~oyxi


Das ist Quatsch Bmed.

Natürlich wird eine Schwangerschaft nicht alleine dafür verantwortlich sein, aber der Stoffwechsel kann sich durchaus allein durch das Alter einer Person ändern. Auch kann er sich nach einer Schwangerschaft ändern, wobei dass nicht unbedingt dauerhaft ist.

Nach meiner ersten Schwangerschaft habe ich so rasant abgenommen, dass ich wie ein Hautlappen der auf einem knochengerüst hängt aussah. Zum Glück hat sich das wieder gegeben. Gegessen habe ich mehr wie jetzt, weil ich das Gefühl hatte, ich würde verhungern.

Ab meinem dreißigsten Lebensjahr habe ich angefangen zuzunehmen, trotz gleicher Ernährung. Weil ich eben jetzt weniger brauche, weil mein Stoffwechsel langsamer wird. Ich müsste also einfach weniger essen, oder aber mehr Sport machen.

Aber so dünn wie früher, würde ich ohne viel Trara nicht mehr werden.

Deswegen ordne ich das unter normal und neuer reifer Körper ein.

Ich bin ziemlich sicher, dass Superkröte früher tatsächlich mehr essen konnte und jetzt nicht wieder wie früher, sondern weniger essen müsste( oder sich beim Sport trimmen) als in jungen Jahren.

spüß7eNrKäfexr


Also, einiges, von dem was ich hier lese, kommt den Texten aus dem Buch schon recht nahe.

Das die Dosis das Gift macht, man auf seinen Körper hören soll und jeder Mensch unterschiedlich reagiert.

Das mit dem BMI und der Lebenserwartung habe ich so verstanden, daß Menschen, die ein paar Pfunde mehr haben, meist widerstandfähiger sind und auch mal längere Krankheiten besser wegstecken als sehr schlanke Menschen.

Ich finde es einfach nur belastend, daß man mittlerweile ja schon ein Kopfschütteln erntet, wenn man nicht jeden Mist der angeblich sooooo gesund ist, mitmacht. Oder wenn man, wie ich auch mal Zucker in den Kaffee gibt.

Zum Thema mit dem Obst, habe ich einen netten Absatz gefunden. Wenn Menschen Bauchschmerzen bekommen, wenn sie einen Apfel mit Schale essen, dann liegt das daran, daß sie die natürliche Wachsschicht des Apfels nicht vertragen. Dann sollten sie ihn wirklich schälen, da es sonst ernsthafte Probleme (ich glaube es war die Galle) bekommen. Nur mal so als Hinweis, nicht alles verteufelt er, manches erklärt er auch sehr gut und verständlich.

M{iRoLxi


Ich finde es einfach nur belastend, daß man mittlerweile ja schon ein Kopfschütteln erntet, wenn man nicht jeden Mist der angeblich sooooo gesund ist, mitmacht. Oder wenn man, wie ich auch mal Zucker in den Kaffee gibt.

Ganz besonders hier in diesem Forum tummeln sich die Ernährungsfundamentalisten. Leute, die ihr ernährungsphysiologisches und biochemisches Wissen aus der Apotheken-Umschau beziehen, kombinieren ihre "Empfehlungen" gern mit einer gewissen Weltverbessererattitüde.

Wenn man diese Ahnungslosen dann als ahnungslos bezeichnet, riskiert man schon mal eine Abmahnung. Das ist um so erstaunlicher, weil dieses Forum ja ausdrücklich als Laienforum apostrophiert ist, Ahnungslosigkeit also gewissermaßen zum Programm erhoben wurde.

dWeviWlindis\guise


Was stört, ist halt seine Verwendung des Wortes "gesund".

Beispielsweise ist Untergewicht selbstverständlich nicht gesundheitsförderlich – aber wer hat das auch je behauptet? Allerdings gibt es nicht nur "zu dick" und "zu dünn", es gibt auch das Normalgewicht (inkl. leichter (!) Abweichungen). Neurotisch auf sein Gewicht fixiert zu sein, ist auch etwas anderes, als vernünftig auf seine Gesundheit zu achten.

"Vollkornbrot" enthält oft alles Mögliche an Zusätzen – wer sagt, daß die "gesund" sind? Aber ist deswegen ein Toastbrot (mit denselben oder anderen Zusätzen) gesünder?

Zu viel Zucker ist ungesund, klar – aber wer behauptet denn, daß Cyklamat oder Aspartam gesünder wären? Das wird ja noch nicht mal in der Cola-light-Werbung behauptet. Wenn man seinen Kaffee süß haben möchte, ist Zucker die beste Lösung. Oder Agavendicksaft. Oder Xylit/Stevia.

Wer pauschal sagt "Fett ist ungesund", irrt sich – da hat Herr Pollmer höchstwahrscheinlich recht (sicher sagt er das auch, ich hab´s nicht gelesen). Das ist tatsächlich ein weitverbreiteter Unsinn. Hoffentlich weist er dann aber auch darauf hin, daß es darauf ankommt, genug vom richtigen (!) Fett zu komsumieren. Löffelweise Schweineschmalz verzehren ist und bleibt keine gute Idee, mit Oliven- oder Leinöl, Walnußöl etc. kann man das machen (wenn ich es auch nicht pur empfehlen würde und Fett nicht für jedermann gleichermaßen bekömmlich ist).

Alles in allem darf eine gesunde Ernährung einfach nicht mit einer zucker- und fettreduzierten Diät verwechselt werden.

Ach so, und Veganismus ist genauso gesund oder ungesund wie Omnivorismus, da kommt es auf die konkrete Auswahl der Nahrungsmittel an.

sFüße~rKäfexr


@ devilindisguise

Danke. Genau das meine ich.

Ich habe, hier im Arbeitsumfeld, aber auch in der Familie in letzter Zeit soviel Blödsinn gehört, was angeblich absolut gesund und was völlig ungesund ist, daß mir schon vom Zuhören schlecht wird.

Da werden beispielsweise im Augenblick die Kohlenhydrate furchtbar verteufelt. Die werden kurzer Hand einfach weggelassen. {:( – Und das auch noch von menschen, die deutlich entweder an der grenze zum Untergewicht stehen oder bereits deutlich schlanker sind, als eigentlich gut wäre. Da wird davon gesprochen, daß Insulin am besten gar nicht ausgeschüttet werden sollte. Aber das dieser Stoff für eine vernünftige Verdauung einfach notwendig ist, unter den Teppich gekehrt. Da wird versucht, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den körper auszutrixen oder zu zwingen Dinge zu tun, die ihm eigentlich zu wider sind. Und dies dann auch noch als GESUND deklariert.

Also, ganz ehrlich, das kann gar nicht gesund sein.

s|üßer-Käfexr


Ach so, und dicke Menschen hat es immer gegeben und wird es immer geben. Sie sind auch nicht kränker als andere. Jedenfalls solange das Dicksein keine krankhaften Züge annimmt. Klar sind Menschen, die sich auf Grund ihres Körpergewichts nicht mehr richtig bewegen können nicht mehr gesund. Aber auch hier gibt es häufig noch viele andere Ursachen, als daß sie sich einfach nur ungesund ernährt hätten.

A.leolnxor


Ich hätte mal gerne so nen Facebook-Terror-Veganer und nen Paleo Fan in einem Raum ...

Ich könnte Eintrittsgeld nehmen und Popcorn (mit Honig gesüßt) servieren ...

ODbQiWaMhn


Sehr interessanter Thread.

Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung nur sagen, dass ich mich auf Dringen und Drängen meiner Mutter knapp 20 Jahre lang "sehr gesund" (im jetzt gängigen Sinn des Wortes ernährt habe, mit viel Vollkorn, viel Bio, wenig Fleisch, auch Rohkost) und im gleichen Zeitraum ständig Probleme mit meinem Magen hatte (welche ich auf die Kortisonstoßtherapie meiner MS 1993, wo der Magenschoner zunächst vergessen wurde, zurückgeführt habe). Von der Sinnhaftigkeit dieser Ernährung war ich aber trotzdem voll überzeugt.

Seit knapp 2 Jahren ist sie zu gebrechlich um das aufrecht zu erhalten und ich ernähre mich jetzt "ungesünder" – mehr Fertigkost, wenig Vollkorn, mehr Fleisch, mehr Fett – und zeitgleich sind meine Magenproblem komplett verschwunden.

Das hat mich doch stutzig gemacht und ich habe begonnen mich etwas eingehender mit der Thematik zu beschäftigen. Meine Erkenntnisse diesbezüglich bisher:

- Vegetarische/vegane Ernährung ist einfach Unsinn, der Mensch ist nicht dafür ausgelegt (Gebiss, Verdauungsystem etc.)

- Vollkorn ist in mehrerer Hinsicht problematisch.

- Rohkost ist zum Teil echt ungesund.

- Alles mit Maß und Ziel.

- Übergewicht bekommt man wenn man oben zuviel reinfüllt.

- Bio bedeutet vielfach wirklich die Extraportion Keime (was aber so schlecht auch nicht sein muss, zuwenig Keime, zuviel Hygiene ist auch schlecht).

Schwierig zu entscheiden, was man wirklich essen soll/kann im Moment.....

Ganz sicher aber ist momentan eine gehörige Portion Bioschmäh und Veganismus-Elitegefühl unterwegs, deren Grundlagen nur pseudo-wissenschaftlich begründet sind..

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