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Vegetariersein aufgegben, jetzt geht's mir schlecht

s`ugar;loxve hat die Diskussion gestartet


im Jahr 2006 hab ich mich aus ethischen Gründen dazu entschieden Vegetarier zu werden (habe Fleisch immer gut vertragen). Das hab ich auch durchgezogen, bis gestern, ohne Rückfälle.

Heute hab ich mittags wieder Fleisch gegessen (Pute) und seit dem gehts mir schlecht. Angefangen hat es damit, dass es gar nicht so geil geschmeckt hat, wie in meiner Erinnerung (aber das soll wohl normal sein) den anderen, die das gleiche gegessen haben, gehts übrigens super. Dann habe ich Sodbrennen bekommen (hab ich sonst nie) , gefolgt von einem Blähbauch. Habe dann noch etwas nachgegessen, um den Sodbrennengeschmack im Mund los zu werden, aber das hat nichts geholfen. Dann, vor ein paar Stunden hat mein Magen angefangen zu "blubbern" und mir ist jetzt furchtbar schlecht und ich muss ständig aufstoßen...

Kann es sein, dass ich eine Unverträglichkeit auf Fleisch entwickelt habe? Psychisch kann es kaum sein, ich hatte kein schlechtes Gewissen, als ich das Fleisch gegessen hab...

Antworten
S}aldxo


Wie entwickelt man denn eine Unverträglichkeit auf Fleisch? Ich würde dieser Geschichte keine große Bedeutung beimessen.

s6ugarlxove


naja hätte ich auch nicht, wenns jetzt nicht schon seit 12 Stunden so wäre...

R_ight(Now


Dein Körper ist einfach kein Fleisch mehr gewohnt. So würde ich mir das erklären. Du hast jetzt so lange kein Fleisch mehr gegessen und deshalb ist dein Körper nicht mehr so gut im verarbeiten von Fleisch.

Ich würde mir einen Kamillentee machen und den trinken. Danach geht es mir meist besser wenn mein Magen blubbert :)_

M jinxna


Du hast jetzt so lange kein Fleisch mehr gegessen und deshalb ist dein Körper nicht mehr so gut im verarbeiten von Fleisch.

Ich glaube, das ist Unsinn. Was sollte "in der Verarbeitung von Fleisch" anders sein wie mit anderen Produkten? (mal ausgenommen ausgesprochen fettige Sachen)

Vielleicht liegt es einfach an der Nahrungsmenge und was auch immer. Du wirst davon nicht sterben.

SnpülUi T0x9


Ich bin seit über 15 Jahren Vegetarierin und das auch eigentlich sehr strikt. Ein einziges Mal habe ich dann vor ein paar Jahren einen Burger gegessen bzw nur ein Stück. Danach hab ich auch erstmal richtig Magenprobleme und Durchfall bekommen. Ich denke, der Magen ist einfach nicht daran gewöhnt, aber schaden wird es dir bestimmt nicht und morgen gehts dir besser.

tVuff?armi


gegen grummeln im magen, völlegefühl und übelkeit hilft mir oft ein aufguss von lorbeerblättern oder fenchelsamen (zerdrückt).

im fadentitel steht: vegetariersein aufgegeben. du isst also jetzt wieder fleisch? wie hast du dich davor ernährt, das fleisch einfach nur weggelassen und so weiter gegessen wie vorher?

s9ugaJrloxve


ne, ich hatte meine Ernährung komplett ungestellt. Viel mehr frisch gegessen, viel mehr Gemüse/Obst, etc. Ich habe auch Soja gegessen, experimentiert, denke alles in allem recht abwechslungsreich (und Blutwerte haben auch immer gestimmt) ;-) Will ich mir aber beibehalten. Vor dem Vegetariersein war meine Ernährung sehr fleischlastig (so typisch deutsch)

Und ja, ich habe den Vegetarismus aufgegeben... viel Fleisch hab ich nicht vor zu essen, aber der Sinn der Selbstkasteiung ist mir irgendwie verloren gegangen...

Insbesondere die gesellschaftlichen Gründe machten mir immer schwer zu schaffen, wenn ich wo eingeladen bin und sich jemand viel Mühe gemacht hat und ich nicht einmal probieren kann (obwohl es so lecker riecht) .... wenn ich in Restaurants regelmäßig Probleme habe, weil ich keine Pilze esse und naja die einzige vegetarische Alternative ein Pilzgericht ist... somit den Abend auch nicht wirklich geniesen kann...

s9ugarl}ove


übel ist mir immer noch, hab schon überlegt, ob ich mich nicht einfach erbrechen soll, aber im Magen kann das inzwischen doch eh nicht mehr sein... morgen früh werd ich erst mal nen Fencheltee trinken und hoffen, dass es mir wieder gut geht und dass ich mich an moderate Fleischmengen gewöhnen kann... Würde dieses Luxusgut ja schon sehr gerne hin und wieder mal geniesen können, nur hat mich das heutige Erlebnis ganz schön zurück geworfen...

R=otsc\hoopf2


Würde dieses Luxusgut ja schon sehr gerne hin und wieder mal geniesen können, nur hat mich das heutige Erlebnis ganz schön zurück geworfen...

sugarlove

Ich bin mir sicher, dass du das auch tun kannst. War das Fleisch vielleicht nicht von so guter Qualität? (Massentierhaltung) Vielleicht war deshalb das Erlebnis nicht so gut wie die Erinnerung.

Ich esse maximal 2 x im Monat Fleisch, und gestern gab es in der Kantine Putenfleisch. Da ist mir auch mitten in der Mahlzeit der Hunger vergangen, und ich dachte nachmittags immer wieder "wie konnte ich das nur essen" ;-) . Das Fleisch hatte die Beschaffenheit von Schuhleder.

Du schreibst ja, dass das Erlebnis nicht so gut war wie die Erinnerung. Vielleicht hat sich dein Magen dann verkrampft.

NRor5dix84


Ich (als nicht-Vegetarier) kenn das, das mein Magen Probleme macht wenn ich entweder zu fettiges, zuviel Rohkost oder allgemein zuviel Nahrung zu mir nehme. Normalerweise geht das aber nach 12-24 Stunden wieder.

Keine Ahnung ob man Fleisch verdauen "verlernen" kann, denke ich aber nicht. Ich würde es nur langsam angehen und nicht gleich 300g plus Sauce und Beilagen nehmen. ;-)

aQnder<s_als_aDndere


Ich glaube, das ist Unsinn. Was sollte "in der Verarbeitung von Fleisch" anders sein wie mit anderen Produkten?

Magen / Darm haben sich umgestellt. Genauer: Darmflora und -fauna (Mikro-Lebewesen) enthalten keine Lebewesen mehr, die Fleisch verarbeiten, die sind nämlich verhungert.

Nun kommt Fleisch in den Magen und fault, bildet Faulgase in der warmen Feuchtigkeit und keiner ist da, der das verhindert.

Menschen, die Fleisch essen, müssen normalerweise nach dem Toilettengang gründlicher lüften als Vegetarier. Fleisch stinkt.

s0ugarAlVove


anders_als_andere: das ist interessant... und irgendwie bedenklich...

hab immer noch ein flaues gefühl im Magen... trink grad Fencheltee, hoffe es hilft... (fühl mich auch, als hätte ich Mundgeruch...)

R2unnXer200x5


anders_als_andere: das ist interessant... und irgendwie bedenklich...

Vor allem aber ist es falsch!

Im Magen fault gar nix, das ist nämlich eine hoch aggressive Umgebung (der Magensaft hat einen pH-Wert von etwa 1!). Das Fleisch wird bereits vom Magensaft weitgehend in seine Bestandteile aufgespalten und diese dann im Dünndarm resorbiert. Die Bakterien, die im Dickdarm leben, verarbeiten nur noch die unverdaulichen Nahrungsbestandteile (z.B. Zellulose); und die kommen weitgehend aus pflanzlichen Produkten! Wenn etwas im Darm "fault", dann also die Überreste pflanzlicher Nahrung.

Vermutlich hast du dir einfach einen Magen-Darm Virus zugezogen, zufällig zeitgleich mit dem Stück Fleisch. Ich kenne einige Vegetarier, die gelegentlich (1-2 mal pro Jahr) Fleisch essen und damit niemals Probleme haben...

M[oreGlxla


Ich bin auch davon überzeugt, dass der Körper eines vegetarisch ernährten Menschens nach plötzlicher Fleischaufnahme Probleme bekommt. Ich bin vegetarisch erzogen worden, meine Mutter aß also bereits in der Schwangerschaft kein Fleisch. Ich habe totes Tier noch nie in meinem Leben freiwillig angerührt.

Bei einem Besuch bei entfernten Verwandten vor einigen Jahren wurde ich böse verarscht: Es gab Gemüseeintopf, der angeblich vegetarisch war. Darin schwammen Markklößchen. Man erzählte mir, diese Klöße seien fleischlos. Ich aß von der Suppe und wunderte mich über den neuartigen Geschmack, erkundigte mich nach der Würze. Doch immer noch wurde mir die 'besondere Zutat' verschwiegen. Eine halbe Stunde nach dem Essen bekam ich plötzlich entsetzliche Bauchkrämpfe. Den restlichen Nachmittag verbrachte ich mit Schmerzen und wasserfallartigem Durchfall auf dem Klo. Abends kam meine Verwandte schließlich reuevoll auf mich zu und gestand, mir Markklößchen untergejubelt zu haben damit ich endlich mal was 'Anständiges' esse, blablabla.. So ward das Rätsel gelöst.

Mein Freund ernährt sich seit etwa fünf Jahren erst vegetarisch. Letztes Jahr verwechselte er auf einer Geburtstagsfeier einmal ein gewöhnliches Blätterteigteilchen mit einem, das mit Schinken gefüllt war. Aus Höflichkeit spuckte er es nicht aus, sondern schluckte schnellstmöglich seinen Bissen hinunter. Und auch auf diese Aktion folgte eine Übelkeits- und Durchfallepisode – hier mag man noch mit der Psyche argumentieren können, in meinem Fall jedoch nicht.

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