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Glutenfrei – jemand Erfahrung?

C!l%aire9:1


Erstmal danke an alle für die tipps @:) ich denke am Anfang wirds noch ungewohnt sein aber sowas spielt sich ja meistens mit der Zeit ein.

@ fiver ,

hast du dein Ergebnis bekommen? Ich habe keine glutenunverträglichkeit. Ich soll auf Grund einer ernährungsumstellung auf Gluten verzichten (war jahrelang essgestört und bei vielen es-patienten ist ein Verzicht auf gluten besser bekömmlich als gleich die volle Bandbreite "normaler" Produkte)

rBedsna|pper


Weil hier viele davon schreiben, dass man glutenfreies Brot am besten selbst backen sollte bzw. es im Supermarkt so teuer sei: Auch viele Bäckereien bieten mittlerweile gutes und günstiges glutenfreies Brot an, weil die Nachfrage anscheinend gar nicht so klein ist. Ähnlich wie bei der Laktoseintoleranz, ist das Bewusstsein für Unverträglichkeiten (die man früher einfach nicht erkannt bzw. als unveränderbar hingenommen hat) in den letzten Jahren sehr gestiegen und hat auch das Angebot positiv beeinflusst.

Die Brote von Schär kenne ich, ich persönlich greife aber dann doch lieber auf frisches Brot vom Bäcker zurück, wenn ich schon die Möglichkeit dazu habe.

S>uSnfl2ower._7x3


Also glutenfreie Nudeln gibt es bei Lidl! Zu einem fairen Preis.

Ansonsten muss man sich langsam reinarbeiten. Auswärts essen gehen ist schwierig, aber chinesisch bspw. unproblematischer als Italiener. Griechisch geht auch. Problematisch sind so klassische Saucen. Mehl kann immer und überall als Bindemittel (Klöße, Gnocchi) drin sein.

Wichtig ist letztlich zu lernen, wie manche Dinge auch hergestellt werden. Daraus kann man sich besser ableiten, wo man nachfragen bzw. vorsichtig sein muss.

Ein GUTER Koch kann GENAU Auskunft geben. Leider wird selten frisch gekocht und mir sind schon mal Kartoffelspalten und auch Pommes (Lidl, tiefgekühlt)zum Verhängnis geworden, weil da tatsächlich Mehl drin war.

Fazit:

Ohne selber schlau machen geht es nicht. Lieber eindeutige Dinge essen/kochen statt Fertigkram.

Ich muss das leider seit 4 Jahren machen. Es geht – aber mir fehlt richtig gutes Brot/Brötchen. Mag den Kram nicht und Schär hat leider die einzige "Brotsorte" (Buchweizenbrot, ohne Braun-Farbstoffe) aus dem Sortiment genommen. DM ist ein guter Anlaufpunkt. Bei Nudeln sind die von Lidl aber richtig gut, bleiben nämlich bissfest. Man muss aber den Punkt sehr genau abpassen.

mcittagbsbl|ume


Habe mich letztens auch mit den Thema Glutenfrei auseinander gesetzt. Da ich im Gastro Bereich arbeite muss ich sagen viel könnte ich bei uns nicht viel essen. Kaufland hat auch günstige Prudukte Glutenfrei.

Zu den Thema Auszeignungspflicht Allergen : es soll 2015 Pflicht werden laut meiner Chefin.

A#hornb,latt


So einfach ist es nun auch wieder nicht, vor allem, wenn man sich vorher nie mit der Thematik beschäftigt hat.

Doch, ich finde schon, dass es einfach ist. Gluten ist Getreide. Also Getreide weglassen und die Chose läuft....

Ich muß nicht nur Gluten meiden, ich habe auch noch Diabetes, kann keinen Buchweizen vertragen (gerne in glutenfreien Gebäcken enthalten).

Ich ernähre mich seit Jahren ohne diese Dinge. Es gibt 1000sende von Nahrungsmitteln, es bleibt genug übrig.

OK, ich habe 3 Monate gebraucht, um mich einzufummeln, aber wenn man weiß, was einem schmeckt, wovon man satt wird, was lecker ist – dann kann man bestens schlemmen....

Heute hatte ich Apfelpfannkuchen. STatt mit normalem Mehl aus Kichererbsenmehl.

Die mache ich auch gerne, wenn ich weiß, ich bin unterwegs. Pfannkuchen braten, ab in eine Tupperdose – wenn andere Kaffeeklatsch haben, sind die wunderbar....

Frühstück oder Abendessen: mache ich mir meistens mit gr. Joghurt, Leinsamen, 1 Stück Obst drin, Vanillepulver (echtes), Zimt, Sonnenblumenkerne geröstet.

Mittags eben viel Gemüse, Fleisch, Fisch – da brauchts kein GEtreide dazu.

mzimx90


Ahornblatt

Ich meinte eh, dass man vielleicht am Anfang etwas überfordert ist, wenn man sich nie mit der Thematik auseinandergesetzt. Denn Gluten ist ja nicht nur in den offensichtlich getreidehältigen Produkten wie Brot, Gebäck, Kuchen und Nudeln enthalten, sondern auch als Bindemittel in Suppen und Saucen. Ich weiß halt wie es mir ging. Ich wusste erst mal einige Zeit nicht, was ich essen sollte, wenn ich nicht jeden Tag das gleiche essen wollte. Hat sich dann aber eingependelt, weil ich mich halt damit beschäftigt habe ;-)

Wenn man jetzt so plötzlich, ohne eine Ahnung zu haben, diagnostiziert wird, wendet man sich halt lieber an so ein Forum anstatt etliche Seiten im Internet durchzustöbern, weil man da ja nicht immer weiß, was jetzt stimmt und was nicht...

Ich bin ganz deiner Meinung, sobald man weiß, was man essen kann und wie, dann kann man auch schlemmen, nur halt anders. Für meine Schwiegermutter ist das unverständlich und weil ich nur mit Bluttest getestet wurde und meine Schwägerin als Diätologin behauptet, das sagt nichts aus, glaubt sie mir auch nicht so recht. Sie meint halt wir verkomplizieren uns das Leben – mein Freund isst großteils Glutenfrei mit, weils einfacher ist....und sie will halt, dass wir ihr selbstgemachtes Brot essen

Ich hab zwar kein Diabetes, aber dafür Laktoseunverträglichkeit, aber ich seh wie genau man beim Neffen von meinem Freund auf die BE achten muss. Da bin ich dann immer froh, wenn ich nur meine zwei Sachen habe...

redsnapper

Ich bin aus Österreich und bei mir in der Stadt Graz gibt es keine Bäckerei, die das anbietet. Es gibt zwar immer mehr Leute, die darauf verzichten müssen, aber da man ja auch in der Bäckerei darauf achten muss, dass es keine Kontamination mit anderen Getreiden gibt, ist das den meisten Bäckereien viel zu teuer. Dafür gibt es einige Restaurants, die vegetarisch und vegan sind und auch sehr viele gluten-, laktose- und nussfreie Sachen anbieten – noch dazu echt lecker und eigentlich auch leistbar.

Was es bei uns aber gibt, aber leider auch sehr teuer ist, ist ein Keimbrot. Für Zöliakiepatienten leider nicht geeignet, ich kann das aber zum Glück essen und leiste es mir ab und zu. Durch das Keimen verliert das Getreide den Großteil der Gluten (blöd ausgedrückt). Gibt aber nur einen Bäcker, der das macht, weil das sehr kompliziert ist und der natürlich sein Rezept nicht hergibt. Die Zubereitung dauert da glaub ich einige Tage. Ach, für Zöliakiepatienten gibts glaub ich sogar ein Buchweizenkeimbrot...

CxlaiHre9x1


Ja ahornblatt, dass ist ja das was ich schon geschrieben habe! Für absolute Einsteiger wird es erstmal eine Zeit dauern um sich da reinzufinden. Der eine hats schneller drauf, der andere braucht vll nen bischen länger. Aber ist halt ne erfahrungssache. Ich denke aber das ich mich damit auch schnell zurecht finden werde.

S$unflo`werx_73


@ Ahornblatt:

Für sich ZU HAUSE geht das fix. Da schließe ich mich an.

Aber wenn man auf Kantinen etc. angewiesen ist, wird es schwer. Wie gesagt: Mehl an Kartoffelspalten (ich dachte, fritierter Kartoffelkram sei "sicher" und weit weg von Getreide).

"Einfach Getreide meiden" ist längst nicht alles. Weil Mehl halt in/an Dingen sein kann, wo der Laie es nicht erwartet. Und gerade Kantine/Mensa/Krankenhaus kann da schwierig werden. So hat meine ambulante Reha-Einrichtung (Orthopädie), die das Essen von extern liefern ließ, es NICHT geschafft, mir ein Mittagessen anbieten zu können.

A&ho<rnblatxt


Ich bin auch oft unterwegs und esse dort. Oftmals, wo es Buffet gibt. Karstadt, Mövenpick etc. Die haben immer eine tolle Salatbar mit viel Antipasti. Von so einem Salatteller bin ich bestens satt. Das Gemüse ist ja zumeist in Fett gebraten. Ich nehme dann eiweißmäßig auch gerne Salat, wo Hirtenkäse drin ist, oder Tomate mit Mozarella.

Habe heute Abend auf dem Airport bei Marché gegessen, alles problemlos. Und das für unter 5 €. Davon bin ich echt pappsatt.

In Gaststätten, die seit jeher nix anderes können als Hausmannskost, kann es tatsächlich schwieriger werden. Solche Betriebe hantieren auch gerne mit Grrks von Maggi und KOnsorten.... Da wird angedickt – alles so ein Zeugs, wie Omma das kochte.... Das geht natürlich gar nicht....

Da bestelle ich mir immer nur Fleisch pur und dazu Gemüse. Hatte noch nie Probleme deshalb.

WEnn ich weiß, es wird zuuuu schwierig, dann nehme ich mir eben was mit.

Da weiß ich was drin ist. Wo ich zu Geburtstagen zum Kaffee eingeladen bin, kommt immer diabetikerfreundlicher zucker- und glutenkastrierter Kuchen von zu Hause mit. Ob da der Gastgeber mit den SChultern zuckt, ist mir egal. Hauptsache ich weiß, mein Zucker steigt bei meinem Kuchen nicht an, würde ich normalen Kuchen essen, würde der Wert auf 300 ansteigen.

Ich ruiniere mir jedenfalls wegen der munteren Aufrufe, mal 5 gerade sein zu lassen, nicht meine Gesundheit. Für mich wird niemand die Folgen austragen....

SSunfl)ow-ert_73


So sieht meine Ernährung unterwegs auch aus: Fleisch und Salat/Gemüse. Oder nur Salat mit viel Käse. Allerdings fehlt mir da die Abwechslung und mein Fleischkonsum (als Ex-Vegetarierin) ist deutlich gestiegen. Hinzu kommt, dass ich (Ex-Brot-Junkie) mit dieser kohlenhydratarmen Ernährung nicht gut fahre. Doch mal unterzuckere und leider oft Heißhunger auf Süßes habe. Was ich dann auch esse. Gut, kann ich mir erlauben, aber diese Attacken kannte ich vorher nicht. Auch nicht, dass ich trotz ausreichender Mahlzeiten und Sättigung fahrig und unterzuckert ende.

Mir fehlen ganz klar Kohlenhydrate – und die aus den Ersatzprodukten sind echt nicht meins. Was nützt mir unterwegs ein "Brot", was nur getoastet und warm halbwegs genießbar ist. Ebenso fehlt mir echtes, sättigendes Müsli. nicht diese Cornflakes-Reiscrispie-Kram.

AFhor{nblaxtt


Hm. Aber gerade durch die KH arme Ernährung unterzuckere ich nie, weil der Blutzucker permanent konstant ist. Was ja logisch ist. Nur KH's werden in Glucose umgewandelt. Sind kaum welche vorhanden, ist da nichts, was den Blutzucker hochtreibt. Somit kann er auch nicht absacken. Und Hunger habe ich nur alle 5 – 6 Stunden. Durch genau diese Ernährung. Sättigung geht durch mehr Fett. Gute Öle, Nüsse, Leinsamen, Sesam etc. Immer rauf auf aufs GEmüse....

fAivmexr


Hallo zusammen!

Erst mal Danke, für eure Meinungen und Tipps. Für mich ist das nicht so leicht, ich habe die Diagnose ja erst seit jetzt etwas über einer Woche und habe mich mit dem Thema vorher nie beschäftigt. Bei meinem Bäcker gibt es leider kein Glutenfreies Brot, da habe ich mich schon erkundigt. Im Bio-Supermarkt auch nicht.

@ Claire

Inzwischen sind die Ergebnisse der Biopsie da – zum Glück nur eine "latente" Zöliakie, meinte der Arzt. Es sind (noch?) keine Spuren/Schädigung im Darm und vielleicht kann ich irgendwann wieder Gluten essen. Im Moment ist aber nicht daran zu denken. Wie geht es dir und wie kommst du inzwischen mit deiner Diät zurecht?

Für mich schwierig ist halt das Essen in der Kantine. Obwohl ich immer frage, habe ich letztens Spinat erwischt, in dem Gluten war. Mein Magen brannte nach dem Essen wie Feuer. Das mit der Kantine hat sich jetzt erledigt, werde immer zu hause vorkochen und es dann mit ins Büro nehmen. Ich habe gestern übrigens die Nudeln ausprobiert von der Firma, die ich hier gepostet habe. Die sind super und schmecken genau wie normale Spaghetti! Kann ich also nur empfehlen.

Eine Frage habe ich noch – wie findet ihr heraus, ob in Wurst/Wurstwaren Gluten ist? Da habe ich im Internet kaum Informationen gefunden (außer, dass man es prüfen soll). Als ich an der Theke die Verkäuferin gefragt habe, hatte die leider auch keine Ahnung. Bei abgepackter Wurst habe ich nur einen Serano-Schinken gefunden, der diese durchgestrichene Ähre hatte, sonst nichts. Hättet ihr da noch Tipps? Das wäre super nett. @:)

MJme nValoixs


Also Getreide weglassen und die Chose läuft....

ganz so einfach ist das nicht. bei spargel kochen einige zum beispiel eine semmel mit. man muss sich damit also schon auseinandersetzen und auch kommunizieren. sonst bringt das weglassen der mehlschwitze nichts, wenn am spargel brötchenbröckchen kleben können.

Eine Frage habe ich noch – wie findet ihr heraus, ob in Wurst/Wurstwaren Gluten ist?

zutatenliste lesen ;-) seit 2005/ 2006 muss in der eu glutenhaltiges getreide, sofern auch in minimalen mengen entahlten, gekennzeichnet sein. (das "kann spuren von...." enthalten ist somit meist eine absicherung der hersteller, wenn sie in ihren betrieben glutenhaltiges getreide bzw. andere allergen verarbeiten.)

"stärke" -> glutenfrei. "modifizierte stärke" -> glutenfrei. "stärke (weizen)" -> nicht glutenfrei. ;-)

wenn man solche dinge weiss, wird man sehr schnell beim checken im supermarkt.

die durchgestrichene ähre ist nicht verpflichtend. es kann also zb sein, dass du zwei gleiche produkte (zb chips von zwei verschiedenen herstellern) hast, auf einem ist die ähre, auf dem anderen nicht. beide enthalten kartoffeln, salz und pflanzenöl. der eine hersteller druckt es, freiwillige angabe!, bloß auf die verpackung und der andere nicht.

f8iv3exr


@ Mme Valois

Danke! :-)

"stärke" -> glutenfrei. "modifizierte stärke" -> glutenfrei.

Das ist super zu wissen. Bisher habe ich in Netz nur gefunden, dass modifizierte Stärke ein Problem sein kann, weil sie entweder aus Weizen, Mais oder Kartoffeln stammt. Aber wenn das auf jeden Fall glutenfrei ist, dann hab ich ja wirklich mehr Auswahl. Bisher hab ich darum immer einen Bogen gemacht, weil ich es halt nicht besser wusste. @:)

f}ivexr


Vergessen @ mim90:

Ja, ich hätte sehr gern dein Brotrezept, wenn es dir nicht zu viel Mühe macht! :-)

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