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Nach diagnostizierter Anorexie ungeheuer zugenommen

JHulexy


Natürlich vorausgesetzt, das wäre das unterste gewicht und sie nimmt davon nicht weiter ab.

Genau das ist der Punkt... Wenn man mal in der Spirale drin ist, fühlt man sich auch mit leichtem Untergewicht noch fett und nimmt immer weiter ab. (war zumindest bei mir so) Man hat eine total verzerrte Selbstwahrnehmung. ":/

Ezhemmaligver Nlutzeer (#53x0218)


? Denkst du, dass man dafür viel Sport + Hungern muss, oder weißt du es? Und warum soll viel Sport ungesund sein? ... Denkst du nicht, dass das auch individuell verschieden sein kann, wie hoch der "Aufwand" ist, um so ein Gewicht zu halten?

A2ntig\o7nxe


Ich weiß es. ;-)

Lange Zeit wog ich mit 19/20 Jahren nur 57 kg bei 1,75m Körpergröße – aber nicht, weil ich mindestens 3x am Tag gegessen habe. :-(

Es war eine sehr stressige Zeit und ich habe kaum etwas gegessen. Das hat sich leider etwa später noch gesteigert am Ende meiner Ausbildung und war von mir nicht gewollt.

Wenn man normal isst und nicht übermäßig Sport treibt und dennoch ein niedriges Gewicht hat – okay.

Aber sich auf Krampf und mit Verzicht (oder übermässigem Sport) auf einem festen niedrigem Gewicht zu halten, finde ich nicht gesund.

ENhemaZliger- Nutzerh (#5U30218)


Der Beitrag ging an Antigone und bezog sich hierauf:

Tragisch ist es, wenn man sein "Wohlfühlgewicht" nicht mit normalem Essverhalten halten kann. Ausser, man betrachtet nur einen Salat am Tag für gesund.

angepeiltes Gewicht ist übrigens erstmal 58 kg, damit hab ich mich relativ gut gefühlt

froeschlein97

Um das das bei einer Größe von 1,78 m zu halten, muss man viel Sport machen – und das halte ich nicht für gesund.

Antigone

... an den äußeren "Symptomen" kann man arbeiten; also Sport, Ernährung und Körpergewicht. Das Problem ist, dass diese drei Komponenten dann spielerisch ineinander übergehen, wenn man kein anorektisches Denkmuster im Kopf hat.

EZhemal.iger NMutzer x(#530218)


sry – überschnitten |-o

ADntigVonxe


wenn man kein anorektisches Denkmuster im Kopf hat

Zustimmung! :)^

J ulney


Aber sich auf Krampf und mit Verzicht (oder übermässigem Sport) auf einem festen niedrigem Gewicht zu halten, finde ich nicht gesund.

:)^ :)z

suchn{eckxe1985


Bei der Frage "Essstörung, ja/nein" geht es ganz zuletzt ums Gewicht, sondern ums tatsächliche Essverhalten, das Verhältnis zum Essen und zur eigenen Körperwahrnehmung. Es ist keineswegs so, dass nur Frauen, die im untersten BMI-Bereich herumkrebsen, an einer Anorexia leiden. Sehr oft passiert das auch bei übergewichtigen Menschen, die eine Diät beginnen und auf dem Weg ins Normalgewicht ein krankhaftes Essverhalten entwickeln. Ich war normalgewichtig, aber anorektisch.

Und: Das Ausbleiben der Periode für über ein Jahr ist ein deutliches (!) Anzeichen, dass die Abnahme in keinerlei medizinisch gesundem Bereich erfolgt ist. Die Periode setzt aus, wenn der Körper so wenig Nährstoffe bekommt, dass er ein Schwangerschaftsrisiko zum Wohle der Selbsterhaltung nicht mehr riskieren kann.

Über Zielgewicht usw. sollte hier also nicht diskutiert werden. Denn keine Anorexia-Patientin wird mit Erreichen des Normalgewichts automatisch gesund. Das Normalgewicht ist ein Indikator fürs Essverhalten, aber kein aussagekräftiger. Zum Vergleich: Bulimie-Patienten sind in der Regel normal- oder übergewichtig.

A1ntiRgonxe


sondern ums tatsächliche Essverhalten, das Verhältnis zum Essen

Ja, sehe ich auch so.

Trotzdem sollte man beim Blick in den Spiegel berurteilen können, ob man normale Proportionen aufweist – das können weder "Magersüchtige" (die sehen sich zu dick), noch "Adipöse" (die sehen sich als normal) oftmals.

Ich finde das ein ganz schwieriges Thema, was sich weder konkret an Kilogramm, noch an der Kleidergröße festmachen lässt.

":/

j'urina5hatest]owaxit


Hallo, ich kann das absolut nachvollziehen, dass gerade die von dir erwateten blicke der anderen aus deiner perspektive erschreckend sein können. letztendlich handelt es sich dabei ja auch um ne art neugier und überwachung. dein körper, sofern du im sinne der gesundheit unterwegs bist – d.h. ohne anorektische gedankenmuster mit körper/kreislauf/herzschädigenden programmen – steht ja unter deiner bestimmung. ich kann es nachvollziehen, dass die heutige ach so reich schön und erfolgreich generation richtig nervtötend sein kann. aber du brauchst deinen kopf für die prüfungen etc. in kommender zeit. was du nicht gebrauchen kannst, sind krasse schwankungen im "ernährungsplan". bist du sicher, dich mit den richtigen, wohlwollenden menschen abzugeben?

von deinen eltern finde ichs echt "übergriffig", wie viele leute dieses forums immer zu sagen pflegen :-D , dass sie dir deinen sport vorschreiben wollen.

solange der dazu beiträgt, dass du deinen körper als trainierter und ausgeglichener erleben kannst, wäre es völlig verkehrt – meiner meinung nach – dir da wieder irgendwas vorzuschreiben. klar haben deine eltern vielleicht angst, genau wie du, nach so einem hin und her. vielleicht bist du aber jetzt gar keine "binge eaterin", sondern dein körper hat einfach nur auf die letzte notzeit seinermaen reagiert. achte a besten in folge dieses auf und abs darauf, andere "reizvolle" ziele zu verfolgen (wie sieht es mit pratnerschaft/liebe aus?) und menschen zu suchen, die nicht nur auf deine passenden klamotten wert legen.

und zuletzt noch: ich denke, die wahrnehmung "aufgedunsen" ist bei essgestörten auch gerade wegen der viel eher möglicheren wassereinlagerungen gegeben. schließlich kann gewichtszunahe auch zum teil daraus bestehen. ich würde nicht mehr jeden tag die waage verfolgen an deiner stelle, sondern in einen machbaren rhythmus zurückkehren, etwas sport (sofern keine beschwerden oder ärztliche einwände vorhanden) machen und seelischen ausgleich finden, bevor das neue schuljahr beginnt. viel glück Dir! =)

E[mmil0iexA


Das ist ja auch so ein Punkt: Dies ist die einzige Sache, in die meine Eltern sich irgendwie einmischen. Ansonsten merken sie NICHTS. sie bemerken keinerlei körperliche Veränderungen an mir (Kleidung, Haare u.ä.). als sie rausbekamen, dass ich sexuell missbraucht wurde, war die größte Sorge meiner Mutter, dass "das jetzt alles auf den armen Vorgesetzten zurückfällt", der den Arzt eingestellt hatte. Mein Vater äußerte sich gar nicht. Die Sache wurde auch nicht zur Anzeige gebracht, weil "das ja nichts ist". ansonsten wurde es totgeschwiegen.

Erzähl das der Psychologin. Das kann ein sehr entscheidender Faktor deines Problems sein. Ebenso das Gefühl, dass deine Eltern dich ansonsten nicht wahrnehmen. Sei bitte so ehrlich, wie es dir möglich ist @:)

... an den äußeren "Symptomen" kann man arbeiten; also Sport, Ernährung und Körpergewicht. Das Problem ist, dass diese drei Komponenten dann spielerisch ineinander übergehen, wenn man kein anorektisches Denkmuster im Kopf hat.

Das hat die TE aber und da es hier um sie und ihre Probleme und Fragen geht, sollten die Gewichtsdiskussionen doch bitte privat geführt werden. Einer tief in der Essstörung steckenden Person zu vermitteln, dass etwas mehr Abnahme schon ok ist, ist eine mehr als fragwürdige Auseinandersetzung in diesem Thread.

fBroeschcMhenx97


okay, also nochmals danke für alle -mit Sicherheit ehrlichen- Antworten.

bezüglich des Themas sportverbot: ich finde es auch deutlich übertrieben und nicht wirklich fördernd, da ich ja keine körperlichen Schäden hab, die dadurch irgendwie verschlimmert werden könnten, und ganz abgesehen davon geht's mir nach dem Sport immer besser. :)^

und zum Thema Wohlfühlgewicht etc.: mein jetziges Gewicht ist ganz sicher nicht mein Wohlfühlgewicht, deshalb spricht aus meiner sichte nichts dagegen, erstmal etwas abzunehmen.

EOmilixeA


mein jetziges Gewicht ist ganz sicher nicht mein Wohlfühlgewicht, deshalb spricht aus meiner sichte nichts dagegen, erstmal etwas abzunehmen.

Das hört sich grundsätzlich auch nicht falsch an. Das Problem besteht nur darin, dass du aus den falschen Gründen abnehmen willst. Du tust dies und den Sport nicht für deine Gesundheit, sondern weil du damit Probleme assoziierst, die du nicht durch das Abnehmen loswerden wirst. Deswegen wirst du wieder mehr und mehr und mehr abnehmen wollen und genau DAS ist die Gefahr für dich.

ich hatte -nach genau einem Jahr pause- diesen Monat auch erstmalig meine Periode wieder, für mich ein Zeichen, dass ich versagt habe, dass ich zu fett bin.

Das war ein eindeutiges Zeichen deines Körpers, dass er sich durch deine Ernährung nicht für ausreichend lebensfähig erachtet und gezwungen wird, seine normale Funktionsweise einzuschränken. Die ausbleibende Periode ist ein eindeutiges und leicht zu erkennendes Zeichen, den Abbau des Herzmuskels wird man sicher nicht gleich bemerken.

evddieS-thVe-exagle


Ich würde mich an deiner Stelle vor allem dem Erwachsen werden stellen, also der Zukunft! Dazu gehört die teilweise Ablösung von den Eltern, dass man sich vermehrt anderen Menschen zuwendet, die nicht einfach nur für einen da sind, denen man auch mal hinterher rennen muss. Wo man im Wettbewerb steht und nicht mehr im häuslichen Sozialismus vor sich hin lebt und geistig und vom Gefühlsleben her immer mehr abbaut. Also bewußt auch mal was ohne Muttern machen.

Die Magersucht verfolgt doch eigentlich immer das Ziel, keine Frau werden zu wollen, Kind zu bleiben und für ewig zu Hause bei Muttern zu leben. Und die anderen Menschen meidest du, weil Muttern dich schon immer mit dem Argument, wie schlimm all die Anderen sind, isoliert hat. Daher der Glaube, man sei zu gut für diese Welt. Dass die extreme Fürsorge der Mutter eine perfide, eigensüchtige Seite hat, wird dem Kind nicht bewusst. Der Mutter vielleicht auch nicht.

faroesc3h]chenx97


@ Eddie-the-eagle,

Die Magersucht verfolgt doch eigentlich immer das Ziel, keine Frau werden zu wollen, Kind zu bleiben und für ewig zu Hause bei Muttern zu leben. Und die anderen Menschen meidest du, weil Muttern dich schon immer mit dem Argument, wie schlimm all die Anderen sind, isoliert hat. Daher der Glaube, man sei zu gut für diese Welt.

woher nimmst du dir das "wissen", um so etwas zu behaupten? Mit Sicherheit KANN das stimmen, aber es MUSS nicht stimmen. In meinem fall stimmt es meiner Meinung nach nämlich nicht! Ich kann meine Volljährigkeit kaum abwarten, da ich dann -weil ich dann nämlich auch mein Abi hätte- ausziehen kann, ein selbstbestimmtes leben führen kann. Weder meide ich andere Menschen und hänge die ganze zeit mit Mutter rum, noch wurde mir eingetrichtert, alle wären schlecht und ich wäre zu gut für diese Welt :(v :|N .

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