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Nach diagnostizierter Anorexie ungeheuer zugenommen

Neo@vya *20x14


… hab ich angefangen zu (fr)essen.

… da ich wirklich fett bin

...dass ich zu fett bin….

... einfach nur fett bin

… nicht so fett auszusehen wie ich bin.

… mich so unglaublich fett sehen.

5 x die Aussage, Du seist fett, in einem einzigen Post, nämlich dem Eingangsbeitrag So viel Selbstablehnung.

Bei gut 80 kg bei Deiner Größe ist "fett" zu sein, ja nichts Objektives, sondern ein Spiegel Deiner Empfindung. Du bist unglücklich und hast Angst, weil Dir die Kontrolle entglitten ist – ist es so?

EomixlieA


Ich habs komplett versaut, bin nach wenigen Minuten aufgestanden, hab mehrmals gesagt, ich käme klar und bin gegangen.

Ok, bleibt also festzuhalten, dass du dich gerne anders verhalten hättest. Wie? Was hättest du ihr denn gerne mitgeteilt?

Ich mag sie eigentlich echt und ich weiß von der Freundin, sie mich auch, aber ich will nicht, dass sie mich für einen ''Psycho'' hält oder so, versteht ihr?

Sie hält dich nicht für einen Psycho! Sie sieht ein junges Mädchen, dass offensichtlich irgendwie Hilfe braucht, aber das das entweder selbst noch nicht sieht, oder noch nicht annehmen kann und sie kann dich ja zu nichts zwingen. Also muss sie sich überlegen, wie sie an dich herankommen könnte, ohne dich vor den Kopf zu stoßen.

f]roeschchxen97


ja, ich hätte gerne anders reagiert, aber in dem Moment wusste ich einfach nicht mehr, was ich tun sollte und wollte einfach nur noch raus aus dieser Situation. ich hätte doch irgendwie gerne mit ihr geredet, einfach um zu reden (wie gesagt, mit meinen Eltern zu reden muss ich nichtmal drüber nachdenken und mit der Therapeutin komm ich einfach kein Stück klar).

Ich rede gelegentlich noch mit der Freundin über die Situation, aber ich würde auch gerne mal mit jemandem drüber reden, der etwas mehr Lebenserfahrung hat, und da ich sie mag, käme sie ja theoretisch in Frage.

Das Problem ist aber einfach, dass ich andererseits auch gar nicht möchte, dass sie sowas über mich weiß, weil ich nicht über den Gedanken wegkomm, wie hielte mich für ''gestört'' o.ä. Außerdem will ich sie auch nicht als ''sorgentelefon missbrauchen''. Ich hab gemerkt, dass sie -sobald sie über mein Problem Bescheid wusste- mit mir überfordert war und mir aus dem Weg gegangen ist.

Jetzt, nach dem Gespräch, weiß ich echt nicht was ich machen soll! Ich kann einfach nicht in ihre Richtung gucken, und muss mich dazu zwingen, wenigstens ein paar mal die Stunde aufzuzeigen. Ich denke, dass sie das merkt, und ich hatte das Gefühl, sie wäre in letzter Zeit zunehmend sauer/wütend auf mich. Klar, kann ich mir auch einbilden, aber eigentlich kann ich sowas ziemlich gut einschätzen

Dazu kommt jetzt im Moment noch Stress in der Schule, die Angst vor der bevorstehenden Abschlussfahrt, die Entscheidung ob ich die Therapie noch in den Probestunden abbrech, die Angst vor den Ferien, wo ich dann Frühstück und Mittagessen essen muss, und dass ich heute esstechnisch einen scheiß Tag hatte und am Wochenende lauter Feiern sind, auf denen ich aufkreuzen und essen muss.

ich will einfach nur, dass es aufhört

Exmil+iexA


Ich rede gelegentlich noch mit der Freundin über die Situation, aber ich würde auch gerne mal mit jemandem drüber reden, der etwas mehr Lebenserfahrung hat, und da ich sie mag, käme sie ja theoretisch in Frage.

Würdest du es denn nochmal versuchen wollen bei ihr? Vielleicht zum Einstieg auch mit deiner Freundin zusammen, damit es dir leichter fällt?

Ich hab gemerkt, dass sie -sobald sie über mein Problem Bescheid wusste- mit mir überfordert war und mir aus dem Weg gegangen ist.

Das und dass sie sauer auf dich ist, ist vielleicht wirklich etwas Einbildung. Euer Verhältnis ist gerade eben etwas angespannt und du sicher sehr empfindlich, was Reaktionen auf dich betrifft.

Aber wenn du das Gefühl hast: Gibt es vielleicht noch eine andere Lehrerin/ Lehrer, mit der/ dem du keine gemeinsamen Stunden hast, die/ der dir aber dennoch sympathisch ist? Oder ein Vertrauenslehrer an eurer Schule?

fLroe&schc1henx97


Also ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es hilfreich wäre, wenn die Freundin dabei wäre, ich würde lieber mit ihr alleine reden. Und eigentlich ist sie die Vertrauenslehrerin (zu Recht, wie ich eigentlich auch finde), und sie mag ich eigentlich auch am liebsten.

Ich weiß einfach nicht, ob ich mit ihr reden möchte, also ob ich ihr die Wahrheit erzählen möchte. Denn eigentlich versteh ich den Sinn nicht: Meine Eltern zerren mich zu dieser Therapeutin (wobei ich mich mit dem Gedanken trage, da aufzuhören), d.h. sie glauben auch, ich hätte eine Essstörung. Wozu soll ich jetzt meine Lehrer mit reinzerren?

E{mili]eA


Wozu soll ich jetzt meine Lehrer mit reinzerren?

Musst du ja nicht. Es hatte sich nur so angehört, als hättest du schon gern mit ihr geredet.

f@rToeNschchxen97


Ganz so meinte ich das jetzt nicht. Ich meinte, dass ich keinen Sinn darin sehe, meine Lehrer darüber zu informieren wie meine Freundin das getan hat, und nicht, dass ich nicht gerne mit ihr reden wollen würde. Außerdem weiß ich ja, wie gesagt, nicht, ob ich mit ihr darüber reden möchte; allerdings wird es darauf hinauslaufen, denn wie ich von der Freundin erfuhr, treffen die beiden sich des Öfteren, um sich auszutauschen und so. Raff den Sinn immer noch nicht ???

E+lafuRemichx0815


Ich bin zwar keine Frau und eine Essstörung habe ich höchstens in umgekehrter Weise, denn ich bin wirklich "zu fett". ;-D

Das du keinen besonders emotionalen Kontakt zu deinen Eltern hast und dann noch die Sache mit der Vergewaltigung ist natürlich ein starkes Stück! Und sicher zumindest ein Teil der Ursache.

Ich hoffe das ich jetzt nicht zu viel Unsinn schreibe...

Du musst mit dir selbst ins Reine kommen, nicht mit allen anderen. Es ist dein Körper, dein Leben und deine Gesundheit. Es geht darum das du dich selber wohl fühlen sollst. Dich nicht nur so gerade eben akzeptieren wie du bist sondern dich ganz toll finden wenn du vor dem Spiegel stehst.

Reduziere dich nicht nur auf dein Gewicht/deine Figur. Denn das was einen liebes- und begehrenswerten Menschen ausmacht ist nicht das Äußere sondern das kommt von Herzen. Und die Leute, denen du wirklich wichtig bist, die sehen das auch. Du musst verstehen das man viele Dinge im Leben nicht kontrollieren kann und das man auch mal schlechte Tage hat.

Das extreme Abnehmen ist eine Krankheit. Ich weiß das das schlimm klingt, denn zu erkennen man ist krank heißt ja zu erkennen das man "nicht normal" ist. Und man will nicht "nicht normal" sein. Niemand will das.

Du hast dir das aber nicht aussuchen können und vermutlich hättest du vorher nichts tun oder lassen können um das zu verhindern. Du bist kein schlechter(er) Mensch deswegen! Jeder trägt so seine Probleme mit sich herum. Selbst der äußerlich super glückliche Vorzeigemensch, den alle bewundern, hat in stillen, privaten Stunden sicher auch das eine oder andere das ihn nicht loslässt.

Der erste Schritt zur Heilung von Körper UND Seele ist sich selbst zu erkennen. Verdrängen können wir alle gut. Das ist ein ganz natürlicher Schutzmechanismus um nicht gleich als Opfer zu enden. Das es dir schwer fällt ist kein Symptom der "Störung" sondern ganz normales Verhalten. Ich weiß der folgende Satz klingt sehr abgedroschen aber es ist schon was dran. Nur wenn es weh tut wirkt es auch.

Jeder Mensch ist auf der Suche nach persönlichem Glück.

Und wenn du dich anderen öffnest, so wie du das hier anonym auch tust, ist das ein deutlichen Zeichen von Stärke und Willen.

Wenn du über deine Probleme/Schwierigkeiten offen redest, hilfst du den anderen besser auf dich einzugehen.

Es geht auch nicht darum irgendeinem Ideal zu entsprechen. Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel und wenn wir alle perfekt wären, wäre das Leben ziemlich langweilig. Aber wenn es bereits körperliche Beeinträchtigungen gibt/gab z.B. das Ausbleiben der Periode, dann ist das ein dringend wahrzunehmendes Warnsignal. Und zwar nicht von außen durch andere, die damit gar nichts zu tun haben, sondern von deinem eigenen Körper. Das einzige auf der Welt das alleine dir gehört und für das du ganz alleine verantwortlich bist.

Hilfe zu suchen und anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche (in dem Sinne das man überhaupt Hilfe braucht) sondern ein Zeichen von innerere Stärke. Und das macht mich zuversichtlich das du es letztlich in den Griff bekommen wirst.

*ggg* Du darfst niemanden fragen ob du zu dick bist... Kein Mann würde einer Frau jemand eine ehrliche Antwort darauf geben. ;-D Ist wohl eine genetische Veranlagung aus grauer Vorzeit, weil sonst gäbe es Keule auf Rübe und keinen neuen Nachwuchs.

Essen sollte weder auf das reine Zuführen von Nährstoffen reduziert werden noch solltest du jede Kalorie zählen. Essen, Trinken, soll auch für dich wieder zu einem Genuss werden mit einer ganz natürlichen Ausgewogenheit. Nicht zu viel, nicht zu wenig, was gesundes und auch mal was ungesundes, Sport/Fitness, Figur, alles ohne selbiges zum Lebensmittelpunkt aufzublasen.

Das alles lenkt super ab von anderen Problemen. Selbst wenn du ein Problem durch ein anderes, im ersten Moment weniger schwerwiegendes Problem – böser Kalauer übrigens – "ersetzt". Diese solltest du versuchen zu ergründen und anzugehen. Das andere lösst sich dann von ganz alleine und in 10 Jahren wirst du gar nicht verstehen wie es so weit gekommen ist.

Ich wünsche dir alles Gute auf Deinem Weg. :)_

EDla3fRe9mich0x815


Ich selber wiege bei 1,80m ca. 135kg. Das entspricht etwa BMI von ca. 41.

Wobei ich auf die BMI Angabe nichts gebe denn sie berücksichtigt nicht die Veranlagung oder Lebensumstände.

z.B. könnte ich als Sportler sehr viel schwere Muskelmasse besitzen usw.

Ich fühle mich nicht wohl dabei und 40kg weniger wären deutlich besser. Allerdings ist das eine ganz schöne Hausnummer und sehr, sehr schwer anzugehen, jedenfalls für mich.

Ich sehe das so, Selbstdiagnose. Wenn man nicht durch gute Dinge auffallen kann dann lieber durch schlechte als gar nicht.

Wäre ich normal, müsste ich mich auch normal verhalten – jedenfalls würde man das von mir erwarten – und könnte mich nicht hinter dem "Problem" verstecken. Dabei bin ich durchaus erfolgreich im Beruf und habe einige sehr gute Freunde mit denen ich viel unternehme und die mich so akzeptieren wie ich bin.

Eine leichte Wahrnehmungsstörung erkenne ich aber auch an mir selber. Denn ich fühle mich nicht so "dick" wie ich wirklich bin. Aber wie bei so vielem. Anderen Helfen ist leicht, sich selbst zu helfen schwer.

Du siehst, so hat jeder seine Probleme...

NSova: 201x4


0815 ;-D

Du hast das schön geschrieben.Vor allem fällt Deine positive Einstellung zur Dir selbst angenehm auf.

Das tut in Fäden wie diesem hier jedes Mal geradezu weh, wenn so viel Selbstablehnung rüberkommt und sogar Selbsthass geäußert wird. Wie soll ein Mensch ein gesundes Verhältnis zu seinem Körper und zum Essen bekommen, wenn er sich krass ablehnt? Das kann eigentlich kaum funktionieren.

Aus meiner Sicht geht es nur umgekehrt: Akzeptanz dessen, wie es ist und von da aus aktiv die Dinge angehen und ändern.

fBroescThc&hen?97


Das mit der Selbstablehnung etc. mag wohl stimmen, aber ich sehe keinen Weg, mich so zu akzeptieren. Ich habe kürzlich die Auswertung von verschiedenen Tests von der Psychotherapeutin erhalten, und das Ergebnis hat mich doch etwas geschockt. :-o Dennoch sehe ich in der Therapie keinen Sinn. Ich hab ehrlich gesagt auch jetzt schon ne scheiß Angst vor dem Schulbeginn, ich habe m.M.n. nicht abgenommen (eher zugenommen :°( :(v ) und ich schäme mich schon so, wenn alle dies sehen können. Klar, es wird vermutlich niemandem wirklich auffallen, nur meiner Lehrerin, die ja schätzungsweise irgendwie erwartet, dass ich bald mal dünner werde, nach den ganzen Gesprächen mit meiner Freundin. Aber nein, ich sehe aus wie eine Qualle.

Ich hab deswegen auch keine Ahnung, wie ich reagieren soll, wenn sie mich nochmal anspricht, denn ich glaube nicht, dass sie ernsthaft glauben kann, ich hätte ein Problem, wenn ich immer fetter werde. Oder wie seht ihr das? Glaubt ihr, jemand, der auf dem Gebiet Essstörung nicht wirklich bewandert ist, könnte trotz Übergewicht denken, die betreffende Person hat ein Problem?

fHro(esch8chen9x7


Ich bin so fertig. Ich kann nicht mehr. Ich bin immer noch so fett, ich trau mich nicht mal auf die Waage. Ich hasse mich so dermaßen, dass ich mir seit neustem in die Arme ritze. Ich will nicht, dass es jemand sieht, aber ich fürchte, meine beste Freundin hat es vor kurzem gesehen, als mein Ärmel hochgerutscht ist und mir nicht geglaubt, als ich behauptete, es wäre die Katze gewesen. Was, wenn sie das meiner Lehrerin erzählt, die ja sowieso noch mal mit mir reden will? Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll. Ich will niemandem -nicht mal mir selbst- eingestehen, dass ich ein Problem habe, also wie soll ich reagieren, wenn sie mich nochmal anspricht? Ich weiß, ich habe diese Frage schon gestellt, ohne dass jemand geantwortet hat, aber bitte bitte bitte helft mir einfach nur bei dieser Frage!

Und noch was: weiß jemand, wie sowas abläuft? Ich habe jetzt mehrmals gelesen, der Lehrer erstellt mit dem Schüler einen Plan, den dieser umsetzen muss und so. Stimmt sowas echt? ???

Bitte helft mir einfach nur mit diesen Fragen. Ich kann nicht mehr. Ich hatte früher oft den Gedanken, mir etwas anzutun, aber habe es nie getan, um meinen Eltern nicht das Herz zu brechen. Aber mittlerweile bin ich ihnen doch egal. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalten kann.

JZul^ey


Also ich persönlich würde mit solchen Problemen eher zu Beratungsstellen gehen (bin selbst bei 3) als zu Lehrern. Meine Meinung. @:) :)*

f0rozesc6hchexn97


Danke für die Antwort! @:)

Das "Problem" ist ja, dass meine Freundin zwei Lehrer eingeweiht hat, die jetzt mit mir reden wollen. Beratungsstellen wären für mich denke ich auch nicht so prima, da ich erst sehr lange Vertrauen aufbauen muss und meine Lehrerin eigentlich wohl auch mag, aber ich kann nicht gut über mich reden und ich weiß nicht, was sie alles über mich weiß, wie sie dazu steht und was sie vorhat. Das macht mir Angst und ich weiß nicht, wie ich reagieren soll

M_adame" Chaxrenton


du brauchst therapeutische Hilfe, keine Lehrer.

das was du da beschreibst tritt gar nicht so selten auf – nämlich dass anorektische Patienten ins Binge-Eating rutschen. dein Essverhalten ist nach wie vor gestört, und dein anorektisches Gedankengut ist auch noch nicht verschwunden.......mach ne Therapie *:)

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