» »

Meine Freundin, ihre Ernährung & ich

KQondi5moAnstxer


Fakt ist, dass ich weder den Moralapostel spielen will oder sie permanent mit ihen Problemen konfrontieren will. Da hab ich keine Lust drauf und so bin ich auch selbst nicht. Mir ist es ehrlich gesagt mehr als nur egal, wie sie ausieht, was sie trägt, wiegt oder isst. Von miraus soll sie machen, was se will. Ich hab sie NOCH NIE gezwungen, etwas zu probieren, dass sie nicht will. Wenn sie mein Essen anguckt, als wär es wirklich abartig, frag ich ab und an mal, ob sie probieren mag oder biete es an. Mag manchmal fies sein, aber 1. biete ich das meinem Feund/aderen Freunden gleichermaßen an und 2. muss sie es ja nicht ständig raushägen lassen, dass mein Schnitzel o.ä. "soooo ekelig" aussieht. Das nervt nämlich auch ganz gewaltig.

Sie könnte tun und lassen was sie will, solange sie damit glücklich wäre. Ist sie aber nicht. Und in dem Moment wo sie davon anfängt zu jammern ZWINGT SIE ihren Gegenüber, sich mit dem Thema zu befassen. Sei es auch nur, dass dieser sich zu Schweigen entscheidet. Aber der Gesprächspartner hat drüber nachenken müssen, ob er will oder nicht. Und das bei einer Sache, wo jeder Gedanke und jedes Wort auf die Goldwaae geleg wird, weil das gesamte Thema kritisch ist.

Ihr Essverhalten hat Einfluss auf unser gemeinsame Feizeit. Gegessen wir nur da, wo F auch was findet. Hotel kann nur gebucht werden, wenn es ne Pizzabude dort gibt. War der Amtsarzt böse, ist miese Laune angesagt. Und wehe die Hose passt nicht in Göße 52. Dann wird sich ne Stunde in der Kabine verkrochen mit Geheule und Geschluchze und der Tag ist im Eimer. Soviel zum Thema "übergriffig" sein. Ihr Verhalten ist mindestens genau so übergriffig wie meins, wenn auch auf anderer Ebene. Aber ständig den aneren seine miese Laune aufdrücken, den Tag "verderben" und dann sauer sein, wenn man gefragt wird ob man Hilfe benötigt? Auch nicht fair sowas.

Ich versuche, ein offenes Ohr zu haben und ihr eine Schulter zum Ausheulen zu bieten. Aber wenn ich nicht will, dass man über meine Probleme redet, dann reib ich sie nem anderen auch nicht ständig unter die Nase.

Es mag ja sein, dass ich nicht reagiere wie es evtl. immer angemessen ist und so zur bösen Freundin mutiere, die man ganz flott ausrangieren sollte. Sehen ja manche hier so. Aber das Übergewicht angefuttert hat sie sich ganz alleine. Sie ist nicht unschuldig an ihrer Situation. Das komplett auf andere zu schieben, die eigentlich -wenn auch nicht immer auf dem richtigen Weg- helfen wollen, wäre nicht nur unverschämt sondern auch feige.

OCra"ngeCFanyon


Du kannst Ihr Informationsmaterial zu Essstörungen, Bücher, Therapeutentipps, Kliniken, Wohngruppen, wasauchimmer zumindest anbieten oder bereitlegen, so dass sie, wenn sie bereit ist, da reinzugucken, das auch kann.

Genau so eben NICHT. Nicht, solange sie nicht selbst darum bittet!

K?ühle/sBblonxdes


sie wird nicht darum bitten.

Kgühle!sblo7ndes


Ui, Kondimonster, jetzt hab ich grad Deinen letzten Artikel gelesen. Das nimmt Dich ja doch sehr mit. Weisst Du, eine Münze hat immer zwei Seiten. Und so wie Du auf sie Rücksicht nimmst, muss sie es mit Dir eigentlich auch. Vielleicht ist das auch eine Idee. Sie einfach wie eine Erwachsene behandeln indem man von ihr verlangt, dass sie Dich auch wie eine Erwachsene behandelt. Dann hör auf, auf Zehenspitzen zu laufen und Dich von Ihr manipulieren zu lassen (weil das natürlich auch dazugehört anscheinend). Fordere Deine Rechte, nett, höflich, stelle sie vor die Wahl, so dass sie nicht immer ihren Willen bekommt, den sie ja anscheinend immer bekommt...

Auch eine Sichtweise.

O4ran$geCanxyon


Sie könnte tun und lassen was sie will, solange sie damit glücklich wäre. Ist sie aber nicht. Und in dem Moment wo sie davon anfängt zu jammern ZWINGT SIE ihren Gegenüber, sich mit dem Thema zu befassen.

Da liegt es aber auch an dir Grenzen zu ziehen...

Ich würde mich nicht damit befassen, sondern ganz klar und deutlich kommunizieren....Ich bin für dich da, wenn du etwas ändern willst und mich brauchst, aber ohne dem Willen deinerseits daran zu arbeiten, höre ich mir das nicht mehr an.

Ihr Essverhalten hat Einfluss auf unser gemeinsame Freizeit. Gegessen wir nur da, wo F auch was findet. Hotel kann nur gebucht werden, wenn es ne Pizzabude dort gibt. War der Amtsarzt böse, ist miese Laune angesagt. Und wehe die Hose passt nicht in Göße 52. Dann wird sich ne Stunde in der Kabine verkrochen mit Geheule und Geschluchze und der Tag ist im Eimer. Soviel zum Thema "übergriffig" sein. Ihr Verhalten ist mindestens genau so übergriffig wie meins, wenn auch auf anderer Ebene. Aber ständig den aneren seine miese Laune aufdrücken, den Tag "verderben" und dann sauer sein, wenn man gefragt wird ob man Hilfe benötigt? Auch nicht fair sowas.

Selbiges, da gehören zwei dazu. Wenn Sie nicht dort essen möchte, wo auch du mal hin willst, dann kommt sie eben nicht mit. Selbiges beim Hotel, dann eben ohne sie.

Du musst dir die miese Laune nicht auf's Auge drücken lassen...du kannst das ganz schlicht und einfach verbal abdrehen oder aufstehen und gehen.

OmrangZeCanyxon


sie wird nicht darum bitten.

Dann muss sie es selbst in den Griff bekommen, sie ist kein kleines Kind.

Man muss ihr nicht alles vor die Füße werfen....zudem es hier vermutlich wirklich wenig hilfreich ist, nachdem die betroffene Person (für mich verständlicherweise) bereit gereizt reagiert und dann noch mehr in sich hineinstopft.

m4ond+wsterxne


Ich schreibe hier aus Betroffenensicht. Ich bitte Dich um Hilfe. Ich habe in meinem [[http://www.med1.de/Forum/Ernaehrung/688924/21042443/ vorangehenden Beitrag]] ein paar Fragen gestellt. Bitte beantworte mir meine Fragen.

@ Kühlesblondes

sie wird nicht darum bitten.

Ich kann mir schon vorstellen, dass sie um Hilfe bittet. Aber ihre Bitte wird vermutlich überhört oder ausgeschlagen. Warum?

s^chne*cke1x985


@ mond+Sterne

Bei aller Liebe, aber deine psychoanalytischen Deutungen sind doch nur reine Spekulation. Wer Hilfe will, der kann das Mäulchen aufmachen, die Stimmlippen in Schwingung versetzen und sagen: Hilf mir!

Googeln wird die Gute mit Anfang 20 auch können, da kriegt man tonnenweise Informationen, wenn man denn will.

Ich bin auch übergewichtig, aber nichts nervt mich mehr, als wenn Leute nur jammern und nichts ändern wollen. Ich bin selbst schuld an meinem Übergewicht, niemand schiebt mir den Schokoriegel in den Mund. Das nennt sich Eigenverantwortung. Und die verdrängt betreffende Freundin ja meisterhaft, wie es scheint.

Wenn Leute über ihr Gewicht jammern (sofern nicht krankheitsbedingt), dann kommt von mir: "Hör auf zu jammern oder friss weniger!" Jammern und nichts ändern wollen, das ist für mich Seelenmülleimer spielen. Ich mag es lieber, an Lösungen zu arbeiten.

Elhemaliger Nzutzer? (Z#530218x)


Ich denke du bzw. ihr solltet euch deutlicher von ihrem Problem abgrenzen. Sie kann sich ja gerne weiter auf Raten zu Grunde richten ohne Willen sich professionell helfen zu lassen (ist ja legitim und sie ist ein freier Mensch), aber ihr müsst euch das nicht mitantun.

Ihr Essverhalten hat Einfluss auf unser gemeinsame Feizeit. Gegessen wir nur da, wo F auch was findet. Hotel kann nur gebucht werden, wenn es ne Pizzabude dort gibt. War der Amtsarzt böse, ist miese Laune angesagt. Und wehe die Hose passt nicht in Göße 52. Dann wird sich ne Stunde in der Kabine verkrochen mit Geheule und Geschluchze und der Tag ist im Eimer. Soviel zum Thema "übergriffig" sein. Ihr Verhalten ist mindestens genau so übergriffig wie meins, wenn auch auf anderer Ebene. Aber ständig den aneren seine miese Laune aufdrücken, den Tag "verderben" und dann sauer sein, wenn man gefragt wird ob man Hilfe benötigt? Auch nicht fair sowas.

Ihr richtet euch zu sehr nach ihr. Ich wäre da persönlich nicht länger gewillt so einen Eiertanz um ihre Person zu machen. Sie zu unterstützen hast du ihr bereits angeboten, wie ich gelesen habe. Könntest ihr noch einmal klar sagen, dass du sie unterstützen würdest (z.B. zu einer Beratungseinrichtung begleiten würdest), aber du dir nicht länger ihre Launen und ihre Klagen antun wirst. Würde sie dann einfach ignorieren und ihr sagen, dass sie weiß, was sie zu tun hat.

Ist zwar auch absehbar, dass sie dich vermutlich als gefühlskalte Person betrachten wird, aber mal ehrlich: Was ist das für eine Freundschaft, die von ihrem Problem (das ja eigentlich gar keines ist für sie laut offizieller Aussage :=o ) so dominiert wird?

E~hemalpigser Nutqzer (#S5302x18)


Dein Empfinden, dass ihr Verhalten ihrerseits euch gegenüber übergriffig ist, teile ich übrigens. Das hat was von "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" -> Sich beklagen und die Umwelt mitbelasten, aber keinerlei sichtbarer Wunsch sich helfen zu lassen und somit ernsthaft etwas daran zu ändern.

Und bei allem Verständnis dafür, dass ihr dieses Eingeständnis vermutlich sehr unangenehm ist und ihr wehtut, drumherum kommt sie so oder so nicht. Sie kann ja jetzt schon nicht mehr die Augen davor verschließen, dass es so nicht gut weitergeht mit ihr. Das Essen und das ÜG halte ich persönlich für das Symptom; nicht für die Ursache. Aber alleine kommt sie da wohl nicht raus, so wie du es beschrieben hast. Denke sie braucht professionelle Hilfe. ... Das muss sie selbst erkennen und wollen. Wenn ihr sie weiterhin mittragt quasi, hindert ihr sie schlechtestenfalls nur davor derart auf sich selbst zurückgeworfen zu werden, dass sie ausreichend Leidensdruck verspürt, um sich helfen zu lassen und Hilfe zu suchen.

s|ch*nezc{ke198x5


Das Essen und das ÜG halte ich persönlich für das Symptom; nicht für die Ursache. Aber alleine kommt sie da wohl nicht raus, so wie du es beschrieben hast. Denke sie braucht professionelle Hilfe. ... Das muss sie selbst erkennen und wollen. Wenn ihr sie weiterhin mittragt quasi, hindert ihr sie schlechtestenfalls nur davor derart auf sich selbst zurückgeworfen zu werden, dass sie ausreichend Leidensdruck verspürt, um sich helfen zu lassen und Hilfe zu suchen.

:)z :)^ :)=

E,hemal}iger vNutzer/ (#53x0218)


Ich kann mir schon vorstellen, dass sie um Hilfe bittet. Aber ihre Bitte wird vermutlich überhört oder ausgeschlagen. Warum?

mond+sterne

Joa – man könnte ihr Verhalten als versteckten Hilferuf deuten. Aber wer kann schon sagen, dass sie das bewusst so meint?

Ihr zwangsweise Hilfe aufzudrängen, wäre übergriffig. Und Unterstützung wurde ihr bereits mehrmals (?) angeboten. sie wollte nicht. Das ist zu respektieren. Als erwachsener Mensch muss sie da aktiv werden und sich Hilfe suchen oder verbal deutlich darum bitten. Kondimonster würde ihr schließlich helfen (noch).

m}ond+sRtxerne


@ Snaiperskaja [VSS]

Joa – man könnte ihr Verhalten als versteckten Hilferuf deuten. Aber wer kann schon sagen, dass sie das bewusst so meint?

So meinte ich das nicht. Ich hätte wohl genauer schreiben sollen: Ich kann mir schon vorstellen, dass sie um Hilfe bitten wird.

Ich sehe keinerlei Anzeichen, dass sie bisher bewusst jemanden um Hilfe gebeten hat. Aber vielleicht wird sie es irgendwann tun.

Meine persönliche Erfahrung: Wenn man es tatsächlich tut, wird es ignoriert oder abgetan.

EVhe!maliger9 Nu[tzer (#@530218)


@ mond + sterne

Ach so.

Ich sehe keinerlei Anzeichen, dass sie bisher bewusst jemanden um Hilfe gebeten hat. Aber vielleicht wird sie es irgendwann tun.

Das könnte natürlich sein, aber die Frage wäre wie lange es bis dahin dauert? ":/

Meine persönliche Erfahrung: Wenn man es tatsächlich tut, wird es ignoriert oder abgetan.

Vorweg: Das tut mir Leid; sowas sollte nicht sein. ... Leute, die einen mögen, sollten die eigenen Probleme eigentlich ernstnehmen und zuhören, wenn man sich traut mit ihnen darüber zu reden ...

War das im privaten Rahmen (z.B. unter Freunden/Familie) oder gar bei "Profis"?

sschnec:ke1x985


Naja, jetzt irgendwie vorhersagen zu wollen, wie wildfremde Leute auf einen Hilferuf reagieren würden, das finde ich wieder sehr spekulativ. Und: Hilfe muss man nun mal meistens selber suchen - das kann auch niemand anderes entscheiden, welche Hilfe ihr richtig erscheinen würde, das muss sie alleine entscheiden.

Der Punkt ist doch, dass sie aus ihrer Passivität rauskommen muss, merken muss, dass sie es selbst in der Hand hat. Das ist schwer und kann dauern. Aber so ist es nunmal. Einem Süchtigen bringt es auch NULL, wenn er von irgendwelchen Leuten in eine Klinik gesteckt wird. Er muss selber was ändern wollen. Und: Es gibt viele professionelle Helfer und Möglichkeiten, die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wegschicken würden. Aber zu sagen: "Da wird sowieso keiner helfen, also versuche ich es erst gar nicht." ist in meinen Augen reine Verdrängung der Probleme.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH