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Kochen für meinen Freund und mich - regelmäßig Streitthema

SZcaro hat die Diskussion gestartet


Es ist ein leidiges Thema. Ich muss mir mal den Frust von der Seele schreiben und ich schätze, es wird ein langer Text. Wäre toll, wenn trotzdem jemand trösten oder helfen könnte.

Aaaalso. Seit Oktober letzten Jahres wohne ich nun mit meinem Freund zusammenzusammeninsgesamte Beziehungsdauer sind ca. 5 1/2 Jahre..

Ich lege Wert auf frisches Kochen und eine ausgewogene, gesunde ErnährungErnährungdass ich ab und an trotzdem mal im Burger King zu finden bin oder mir was gönne, ist natürlich trotzdem nicht ausgeschlossen..

Da ich abnehmen will, ist es kontraproduktiv, jeden Tag nach Hause zu kommen und keinen Plan zu haben, was man essen soll. Bestenfalls ist man dann noch hungrig, hat keine Lust, sich was zu überlegen, flitzt los und kauft was UngesundesUngesundessprich Fertiggericht, Pudding, Torte, Kuchen.....

Daher mache ich für jede Woche einen "Essenplan", der an der Innenseite unserer Küchentür hängt. Darauf steht, was es jeden Tag zu essen gibt und daneben finden sich sämtliche Zutaten, die dafür im Haus sein müssen. So lässt sich sehr gut planen und einkaufen, es motiviert und man isst abwechslungsreich. Vorher habe ich ja immer Zeit, alles so abzustimmen, dass ich viele verschiedene Gemüsesorten konsumiere, genauso wie Beilagen oder die "allgemeine Beschaffenheit" des Gerichts mit Reis/Couscous/Kartoffeln/Hirse/Vollkornnudeln/rote oder weiße Bohnen/Quinoa/Bulgur/Linsen/Kichererbsen bzw. Auflauf/Suppe/Nudelgericht/Pfannengericht/Geschmortes/Gekochtes/Gebackenes bzw. Süßspeise oder eher deftigere Kost..

Nun ist es natürlich leichter und meines Erachtens nach sinnvoll, gleich für meinen Freund mitzukochen. Singleportionen sind eben mächtig blöd, vor allem, wenn man fürs Rezept einen ganzen Kohlkopf oder ähnliches verarbeiten muss. Auch wenn ich Aufläufe habe, soll die Form eben auch voll werden, damit es sich lohnt.

Ach, eigentlich finde ich, darüber muss man gar nicht diskutieren... Männlein und Weiblein wohnen zusammen und einer kocht für beide, wenn beide zuhause sind. Alles andere bedeutet zeitlich mehr Aufwand, erhöhte Stromkosten und kein gemeinsames Am-Tisch-sitzen, was der Beziehung nicht wirklich zuträglich ist.

Weiter im Text. Ich koche also für uns beide, serviere uns das Essen und ihm schmeckt es in den meisten Fällen. Wo ist das Problem, fragt ihr euch?

BEIM EINKAUFEN. Wenn wir unterwegs sind und ich nach den Zutatenlisten einkaufe, dann denke ich schon, dass man sich die Kosten fürs Mittagessen teilen sollte, weil wir ja auch beide davon essen. Aber mein Freund regt sich darüber auf, dass es ihn viel günstiger käme, wenn er für sich selbst kochen würde. Und dass es ihm zwar schmeckt, was ich koche, er aber nicht darum gebeten hat und es alles so "teuer" sei.

Und das will nicht in meinen Kopf. Die meisten Männer wären froh und glücklich, wenn sie täglich keinen Finger krumm machen müssten für die Hauptmahlzeit und Fräulein ihnen alles vorsetzt. Dafür haben sie sich aber auch am "Rohstoffeinkauf" zu beteiligen.

Er ist extrem geizig. Ihm kommt auch nur der billigste Käse und die billigste Wurst aufs Brot. Gemüse isst er fast gar nicht, wenn ich ihm "freie Hand" lasse. Dann gibt's mal Buttergemüse oder was in den Fertiggerichten halt schon so drin ist. Er rühmt sich aber seiner Gesundheit und dass er ja auch Obst isst (Konkret: Äpfel und Orangen im Überfluss. Bananen, wenn ich ihn darauf hinweise, dass wir noch viele haben und er doch auch mal eine essen könnte).

Ich wünschte einfach, er würde Verständnis dafür aufbringen, dass ich ihn nicht mit durchfüttern will. Und ja, ich WILL für uns beide kochen. Und wenn es ihm schmeckt, sehe ich das Problem nicht so ganz. Er verdient ca. das Doppelte von dem, was ich bekomme bin noch in Ausbildung, er ist ausgelernt und hat sowieso schon in der Ausbildung paar Hunderter mehr bekommen... Gutverdienerberuf eben und beschwert sich, dass er was beisteuern soll?

Beispiel, damit ihr nicht denkt, ich gebe unsägliche Summen fürs Essen aus...

Letztes Wochenende habe ich sämtliche Zutaten für das Essen dieser Woche Montag - Donnerstag gekauft, mit Ausnahme von ein paar Beeren, die ich für den Milchreis natürlich frisch kaufen musste. Restliches Gemüse war zum Glück gut haltbar.

Bezahlt habe ich für vier Tage Mittagessen ca. 31 €. Das macht pro Person 15,50 € für vier Tage, also pro Mittagessen 3,80 €. Und oft bleibt noch was für den nächsten Tag übrig. Ich finde es vertretbar, wenn man bedenkt, dass es immer frisch zubereitet wird und man bei vielen Großküchen, wo man Essen bestellen und liefern lassen kann, mittlerweile mehr bezahlt.

Übrigens waren in den 31 € noch ein paar Gurken für meine Haustiere...

Aber an einem Punkt kann ich ihm nicht widersprechen - sein Essen ist halt günstiger. Wenn man 750 g Nudeln mit Soße für 1,69 € bekommt... Logisch... Aber es ist weder gesund, noch fördert es das "kulinarische" Zusammenleben.

Mein Freund "kocht":

- Milchreis mit Tonnen von Zucker

- Gyros mit Buttergemüse (keine Kartoffeln oder sonstige Beilage)

- Tagliatelle Rucola-Champignon in Weißweinsoße (Tiefkühler bei Discountern)

- Penne Gorgonzola (ebenda)

- Mexikanische Pfanne (ebenda)

- Asia Nudeln aus der Tüte von Maggi

- Spaghetti Carbonara/Broccoli/Champignonsoße/Käsesoße aus der Tüte von Maggi

- Nudeln, ganz viel Käse, Buttergemüse und/oder geschnittene Salamischeiben drin, darüber "Pizzagewürz"

- Bami Goreng aus dem Tiefkühler beim Discounter

- Brotscheiben in der Mikrowelle gegrillt mit Wurst, Ketschup, Käse und Pizzagewürz

Das ist das, was ich seit 4 Monaten bei ihm erlebe, auch schon die Jahre vorher, wenn er am Wochenende in meiner Wohnung zu Besuch war. Mehr ist da nicht.

Ich glaube, kochen könnte er auch noch Eierkuchen und Schüttelpizza, macht das aber nur selten/nie und beim Eierkuchen sagt er jedesmal, er traut sich nicht, weil er Angst hat, er könnte was falsch machen (habs ihm schon mindestens 3 Mal gezeigt und alles erklärt, ihn auch helfen lassen).

Schüttelpizza ist ihm denke ich mal auch zu zeitaufwändig, keine Ahnung wieso.

Er hilft mir auch oft beim Kochen. Einiges koche ich aber bewusst nur für mich, weil ich weiß, dass er es nicht essen würde.

Er mag nämlich keine Tomaten, Paprika, Salate, gekochte Kartoffeln, Salatgurken...

Letzte Woche gab es dadurch die gefüllten Paprika nur für mich. Also ich achte schon drauf, dass er für nichts zahlen muss, was er nicht auch wirklich mitisst.

Und sitz dann echt mit dem Kassenbon da, rechne das Futter für die Meerschweinchen raus, sämtliche Brotbeläge, die er nicht isst und alles an Gemüse für Mittagessen, die er nicht mit mir essen wird.

Damit er auch jaaaa nicht zu viel bezahlt.

Er ist normalgewichtig und ein bisschen trainiert. Eigentlich perfekt in meinen Augen. x:)

Nur manchmal wünschte ich, er wäre weitsichtiger und würde seine Ernährung mehr reflektieren. Ich will sicher nicht die Mami spielen und bin ja nicht so, dass ich ihm Tonnen von Gemüse vorsetze, zuschaue, dass er es aufisst, auch wenns nicht schmeckt. Was ihm nicht schmeckt, muss er nicht essen. Mehr für mich.

Aber "schmeckt zwar, aber ich habe nicht drum gebeten, also bezahl ichs nicht/ungern" ist so ein Satz, der mich total verärgert... Mit dem Verweis, dass er ja für sich selbst billiger essen kann. JA, DAS KANN ER!! ABER... :°(

... :°_

Antworten
EKheXmalig|er HNutzeCr (#5467193)


Verweis, dass er ja für sich selbst billiger essen kann

Ihr habt einfach unterschiedliche Prioritäten und Vorstellungen, was Alltagsernährung betrifft. Ändern wird er dabei, für sich, wohl nichts da er keine Notwendigkeit dafür sieht.

Essensgewohnheiten umstellen ist auch so schon schwierig, wenn er von sich aus nicht will, ist das ein hoffnungsloses Unterfangen.

Ist dein Freund sonst auch sehr auf den finanziellen Aspekt bedacht?

dJanaex87


Das scheint mir ein grundlegendes Problem zu werden. Du willst keine getrennten Kassen, er schon. Wie ist es denn wenn ihr etwas größeres kauft? Ein regal zum Beispiel, macht ihr dann auch halb und halb und klebt mit dem Klebestreifen genau die Hälfte der Stellfläche ab? Oder gibt es klar ein Regal für dich und eines für ihn und ihr kauft sowas nie zusammen?

MMarlexne9


Ganz ehrlich an deiner Stelle würde ich das nochmal mit ihm bereden und wenn er nochmal mit dem Satz kommt

"schmeckt zwar, aber ich habe nicht drum gebeten, also bezahl ichs nicht/ungern"

Dann würde ich einfach beinhart ein bis zwei wochen nicht mehr für ihn mitkochen. Ich koche selbst immer für mich alleine und bei den meisten rezepten funktioniert das super und wenn mal was übrig bleibt friere ich das ein und esse es eben erst ein zwei wochen später ;-)

Du musst ihm einfach klipp und klar machen das er entweder mitzahlt oder jeder macht sein Essen selbst. Geizig sein ist da keine Option, wer ordentlich essen will muss auch zahlen ]:D

Wenn er so ungesund essen möchte und es nicht schätzen kann, dass du für ihn gesund kochst dann muss ers eben lassen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er auf Dauer glücklich mit seinen Fertigprodukten ist. :)z

S@caro


Unsere Regale und Schränke sind von uns beiden belegt.

Ich hatte aus meiner alten Wohnung halt schon vieles, ne Schlafcouch (fungiert als Bett, bis wir uns ein richtiges leisten können, wo nicht hinten meine Füße drüber hängen), einen Kommoden-Schrank, ein Sideboard und eine billige Couch fürs Wohnzimmer, Herd, Kühlschrank, Mülleimer, Bücherregal (ist aber meins, er liest nicht) und Schreibtisch + Stuhl (auch beides meins, er "arbeitet" im Wohnzimmer.

Die Sachen, die noch gefehlt haben, hat er dann allein bezahlt (übernommene Küche vom Vormieter, einen Kleiderschrank (in meinen passt grade mal mein Zeug mit Müh und Not), Bodenbeläge (Teppich und PVC). Gardinenstangen, Gardinen, Rollos, Deko sowie ein Gewürzregal für die Küche habe widerum ich getragen.

Also das war schon super aufgeteilt.

Ich denke mal, dass er etwas entspannter wäre, wenn er nicht so weite Strecken mit seinem Auto zurücklegen müsste. Er muss arbeitsbedingt täglich 2 Stunden fahren und das kostet natürlich ordentlich. Deshalb habe ich mit ihm vor Kurzem den Kompromiss geschlossen, dass ich mich an den Fahrten beteilige, an denen ich teilnehme und er dafür seinen Essensanteil zahlt.

Dann war erstmal wieder Ruhe und ich denke, es ist wichtig, dass ich auch an SEINE Sorgen und Nöte denke und die hat er ja... Ich hoffe, wenn wir uns gegenseitig finanziell unterstützen, wos dem anderen wichtig ist, klappt das schon irgendwie und jeder fühlt sich verstanden.

Und doch, er IST mit seinen Fertigprodukten auf Dauer glücklich. Es stört ihn nicht die Bohne, wenn ich mal "Aussätze" habe und 1, 2 Wochen faul bin und nicht koche.

dBevil{indxi:sguixse


Ich frage mich, ob es ihm wirklich ums Geld geht.

Wenn das WIRKLICH das Thema ist, dann könntet ihr relativ einfach klären, was ihn insgesamt billiger kommt. Dabei muß natürlich Strom etc. mitbedacht werden.

Deine Variante könnte preislich an Attraktivität gewinnen, wenn du sehr aufwendige, zutatenreiche Gerichte wegläßt und andererseits häufiger Tiefkühl- statt frisches Gemüse verwendest (ich meine wirklich nur gefrorenes Gemüse, keine Fertiggerichte!).

Ich vermute aber, daß es eigentlich gar nicht so sehr ums Geld geht. Du sagst, du willst nicht die Mutti spielen - ich vermute aber, daß genau das sein Eindruck ist. Daß er sich bemuttert, bevormundet fühlt. Daß vielleicht sogar von beiden Seiten ein Kampf geführt wird: "Ich kann besser haushalten als du! Meins ist billiger - ja, aber dafür ist meins gesünder!"

Persönlich finde ich seinen Speiseplan... hm... nicht sehr lecker. Gesund schon mal gar nicht. Aber er ist erwachsen, er weiß wohl auch, daß es ungesund ist und er entscheidet sich dennoch dafür. Vielleicht hat er auch irgendwie das Gefühl, daß du ihm mit deinen Kochkünsten "vorführst", wie du "alles besser kannst und überhaupt viel kompetenter bist"? Ich meine NICHT, daß das deine Absicht wäre! Sondern nur, daß das vielleicht sein Eindruck sein könnte. Daß er sich vielleicht unterlegen fühlt und deshalb dagegen ankämpft. Da er so gar nicht kochen kann, wäre es ja möglich, daß es bei ihm zu Hause immer hieß "DU kannst das sowieso nicht (vielleicht verbunden mit: Du wirst ohnehin niemals klarkommen im Leben, blabla, was Eltern halt gerne sagen, um sich unentbehrlich vorzukommen)".

Sind alles nur Vermutungen.

Praktische Vorschläge:

- Ihr könntet euch wochenweise abwechselnd ums Essen kümmern. Voraussetzungen: Jeder schafft es irgendwie, das Essen des anderen runterzukriegen UND jeder schafft es, sich nicht einzumischen, wenn er nicht dran ist.

- Jeder kocht für sich. Ist zwar etwas teurer, aber SO viel teurer nun auch nicht. Du müßtest eben über die Woche planen, z.B. wenn du eine Paprika kaufst, wann du die eine Hälfte verbrauchst und wann die andere. Oder ihr schafft euch eine Gefriertruhe an.

- Ihr könntet versuchen, ein Gespräch über die Hintergründe eures Verhaltens zu führen. Also nicht mehr "Gesünder!""Billiger!", sondern vielleicht: "Ich fühle mich bevormundet""ich mache mir Sorgen um dich".

EfhemaligeVr Nutzzer ](#52x5692)


Hallo Scaro..ich kann dich gut verstehen, weil ich mit meinem Freund (letztes Jahr zusammengezogen) das gleiche Problem habe.

Ich möchte gesund und abwechslungsreich essen und er würde sich am liebsten von der Billigfertigpizza und Döner ernähren. Er kocht nicht und isst gar kein Obst und Gemüse, weil es ihm zu viel Aufwand ist es zu schälen etc.

Und genau wie bei dir meckert er, dass es ihm zu teuer ist, wenn er mein Obst etc mitbezahlt und bei ner Pizza im Dreierpack für 1,99 deutlich günstiger dran ist, als wenn ich koche.

Oft gab es bei uns deswegen schon Streit. Das Problem für mich ist, dass ich mir so absolut kein dauerhaftes Leben vorstellen kann....geschweige denn, wenn mal Kinder da sind. Ich finde eine gesunde und ausgewogene Ernährung extrem wichtig. Deswegen ist dass was er vorschlägt, jeder macht sein eigenes Essen absolut eine Lösung für mich, weil es mich eher an Zweckwg erinnert als an harmonische Partnerschaft.

Inzwischen habe wir eine Lösung gefunden, die halbwegs gut funktioniert (vielleicht ist das ja auch was für dich/euch).

Wir haben ein gemeinsames Portmonee in das wir monatlichen jeder 60 Euro (sind Studenten ;-) ) einzahlen und von dem wir dann einkaufen gehen. Da wir durch unser Studium auch sehr unregelmäßig zu Hause sind, kaufen wir davon natürlich auch seine geliebte Fertigpizza und ich koche mir dann später alleine mal was). Wenn er unbedingt Döner essen will (ca. 3-4 mal die Woche :|N ) bezahlt er das selbst und ich koche für mich alleine (oder meist dann so eine Portion, dass dann für morgen auch noch was da ist). Oft kaufen wir Obst und Gemüse vom Haushaltsgeld aber ich gehen auch so mal los und kaufe vom meinem Geld etwas. Mit 120 Euro im Monat sind nicht so große Sprünge drin, weswegen ich schon gucken muss, dass ich relativ günstig kaufe und koche aber da ich mich fast nur vegetarisch ernähre (und ihm dann mal ein Würstchen oder so dazu mache) passt das ganz gut.

dfeviAliHndis:guise


Huch! Ich hab das nicht kursiv gemacht...

T*imb\atukxu


Mein Freund "kocht":

Scaro

Das, was du unter o.a. Titel subsummierst, verdient den Begriff "kochen" nicht mal wenn er in Anführungszeichen gesetzt ist. Aber das nur am Rande.

Ich hatte beim Lesen deines Beitrags den Eindruck, ihr habt kein Problem mit der Essenszubereitung bzw. dem Einkauf der Zutaten, sondern ihr habt ein generelles Beziehungsproblem. Wobei ich das Problem eher bei ihm als bei dir verorte. Das Zusammenleben mit einem derart pathologischen Pfennigfuchser (bzw. neuerdings Centfuchser) und chronischem Geizhals kann nicht gutgehen. Dass ihr bereits so lange zusammen seid, liegt bloß daran, dass ihr vorher getrennte Wohnungen hattet und das Problem daher nicht so offen auftrat. Vielleicht hättet ihr den Zustand bewahren sollen. Im Grunde hat sich ja auch nicht viel geändert. Was ihr da treibt mit eurem Aufrechnen von jeder Prise Salz, das hat mit Zusammenleben nichts zu tun. So krass kann das ja nicht mal in einer Studenten-WG sein.

Tlimbxaitukxu


Dann würde ich einfach beinhart ein bis zwei wochen nicht mehr für ihn mitkochen. Ich koche selbst immer für mich alleine und bei den meisten rezepten funktioniert das super und wenn mal was übrig bleibt friere ich das ein und esse es eben erst ein zwei wochen später ;-)

Marlene9

Kann man so machen, aber ist das der Sinn von Zusammenziehen?

B|ade6bär


Du bemutterst ihn, obwohl er gar nicht will (Was wohl die Königsklasse von 'bemuttern' ist).

Teil davon ist, dass Du dein Programm durchdrückst aber auf ihn anpasst indem Du alles penibel abrechnest. Du musst also entweder mit seinem Gemecker leben, grundsätzlich was an Eurem Zusammenleben was Gemeinsamkeit angeht ändern (Ich finds etwas befremdlich in einem gemeinsamen Haushalt so abzurechnen & auch befremdlich, wenn eine Frau die Kulinarik an sich reißt) oder die Konsequenz ziehen und Dein Essen kochen während er Salamitoast mampft.

Ist jetzt ins Blaue geschossen: Dein Umgang mit Essen klingt für mich ein bisschen verkrampft. Als würdest Du die "gesunden" Sachen wie eine Ethnologin mit dem Fernglas beobachten, aber nicht so richtig ins alltägliche integrieren können. Diese 'man"-Formulierungen legt das nahe ;-)

Bestenfalls ist man dann noch hungrig, hat keine Lust, sich was zu überlegen, flitzt los und kauft was Ungesundes

Nicht man, Du flitzt dann los und kaufst 'ne Torte. Ist Essen vielleicht generell ein Spannungsfeld bei euch, weil Du es mit Unzufriedenheit über Deinen Körper verknüpfst?

T<iHmba^tuuku


Das Problem für mich ist, dass ich mir so absolut kein dauerhaftes Leben vorstellen kann....geschweige denn, wenn mal Kinder da sind. Ich finde eine gesunde und ausgewogene Ernährung extrem wichtig. Deswegen ist dass was er vorschlägt, jeder macht sein eigenes Essen absolut eine Lösung für mich, weil es mich eher an Zweckwg erinnert als an harmonische Partnerschaft.

Mückemaus

Mein Reden! Was du für dich bereits an Erkenntnis gewonnen hast, steht Scaro noch bevor.

Mzeulpoymenxe


Für mich ist das, was dein Freund macht, aus seiner Sicht logisch: Wenn er "kostenloses" Essen bekommt, was eigentlich okay schmeckt, dann nimmt man es halt mit. Aber eigentlich würde er lieber was anderes essen - weils billiger ist oder besser schmeckt.

Gesunde Ernährung ist gut und wichtig, aber ich finde schon, dass du es ziiiiemlich exzessiv betreibst. So viel Geld wie du würde ich im Leben nicht für Mittagessen ausgeben; 31 Euro sind bei mir eher das Budget für das gesamte Essen von vier Tagen (also Frühstück, Mittagessen, Nachtisch, Zwischenmahlzeiten wie Obst...) und ich kaufe nun auch nicht nur die billigsten Ramschsachen. ":/

In deinem Beitrag lese ich zwei Probleme:

1) "Mein Freund isst nicht gesund genug, wenn ich ihn lasse"

2) "Mein Freund ist geizig"

Meiner Meinung nach... ist er geizig, weil er in diesem Punkt geizig sein will. Sieh es mal so: Wenn er für sich selber kochen würde, dann würde es in der Tat mehr Stromkosten geben. Das kann keiner wollen, der wirklich geizig ist. Wenn du mich fragst hat dein Freund die Ansicht: "Najaaaa, ich würde ja viel lieber essen, was mir schmeckt, aber was sie kocht ist ja essbar... aber wieso für etwas zahlen, was ich nicht wirklich will?" Ich finde das aus seiner Sicht verständlich. Wieso für etwas Geld ausgeben, was man eigentlich nicht haben will? Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, aber ich gebe doch kein Geld für eine Sache aus, wenn ich eigentlich eine andere will. Das macht man mal zuliebe des Partners, aber andauernd würde mir das auch auf die Nerven fallen.

Für meine Begriffe kannst du nur versuchen, ihn in die "Wochenplanung" mit einzubeziehen. Frage ihn, was er gerne essen möchte, was du auch kochen kannst. Wenn er hinter deinem Plan steht, dann zahlt er sicher lieber, als wenn du ihm das Essen vorsetzt, was zwar okay schmeckt, worauf er aber keinen Appetit hat. Und wenn ihr keinen Kompromiss findet, dann lasse ihn einfach machen.

Wieso willst du ihn dazu zwingen, deine Sachen zu essen? Du sagst, du willst deine Auflaufform vollbekommen, aber gleichzeitig sagst du "Was ihm nicht schmeckt, das muss er nicht essen, mehr für mich." Das ist ein Widerspruch und für mich sieht es aus, als wenn das Grundthema nicht Geld ist, sondern dass du willst, dass dein Freund bei deinem Ernährungskonzept mitgeht. Aber das wird nichts. Du kannst ihn nicht dazu zwingen und so schlimm finde ich seine Ernährung nicht; vor allem, wenn er nicht übergewichtig ist. Er darf doch seine eigene Meinung haben und essen, was er möchte? Lass ihn doch! Es ist sein Körper und sein Leben!

Ich wohne auch mit meinem Mann zusammen. Er ist Rentner, aber ich komme auch so früh nach Hause, dass ich kochen kann (wir essen meistens Abends warm). Dennoch würde es mir nie einfallen, ihm einfach eine Liste vorzusetzen, was es zu essen gibt. Bei uns wird zusammen überlegt, was wir kochen. Wenn wir Hunger auf verschiedene Sachen haben und uns gar nicht einigen können, dann schaut man halt, was man machen kann - z.B. jeder macht ein kleines Gericht, die zusammen in den Backofen können. Oder einer bestellt sich beim Chinesen was. Oder es gibt für einen ein Fertiggericht. Oder halt Brot zum Abendessen und mal kein warmes Gericht am Tag. Aber das legen wir nicht Montags für die ganze Woche fest, wir sind ja keine Kantine mit Essensplan. Klar kaufen wir auch für mehrere Tage ein, aber dann schaut man halt spontan, was man aus den Zutaten im Kühlschrank macht. Mit Grundnahrungsmitteln wie Reis und Kartoffeln und Nudeln kann man ja ne Menge machen, je nachdem, was man gerne hätte. Und Obst hält sich ja bekanntlich auch ein paar Tage... wobei ich auch nie meinen Mann dazu bringe würde, Bananen zu essen, wenn er lieber Äpfel ist. Wenn ich die Bananen will und kaufe, dann muss er mir bestimmt nicht helfen, sie zu essen, wenn er nicht möchte. :|N

Ich finde deine Einstellung sehr...hm, schon gesund und bewusst, aber dieses durchgeplante... wie im Krankenhaus, wo der Essensplan für eine Woche am Brett hängt und man entweder isst, was man bekommt, oder zusehen muss, wo man bleibt. Für mich wäre es ein Horror, so zu leben, ehrlich gesagt. Gesund essen ist wichtig, aber es muss mir auch Spaß machen und ich muss essen können, worauf ich gerade Hunger habe und nicht, was vier Tage zuvor geplant wurde. Aber ich sehe ein, wie das nicht möglich ist, wenn man nur ganz frische Zutaten hat. Nee, so viel Druck und Zwang...dafür würde ich auch nicht zahlen wollen.

Verstehe mich nicht falsch, es ist dein gutes Recht, den Lebensmittelbeitrag zu fordern, wenn dein Freund mitisst. Aber ich verstehe auch 100%, warum er ihn nicht zahlen will. Meiner Meinung nach solltest du ihn einfach essen lassen, was er essen will - oder ein paar Mal in der Woche kochen, was er sich wünscht, auch, wenn es nicht in deine perfekte Ernährung passt. Kompromisse halt.

Moarie-Cu.rixe


Was mich sehr interessieren würde, ich hoffe, dass ichs nicht überlesen habe:

Beziehst du ihn in deine Essensplanung mit ein?! Oder planst du für dich allein und er isst entweder mit oder nicht?!

Es wird doch sicher das ein oder andere Gericht geben, dass man statt fertig zu kaufen, frisch kochen könnte.

Secawrxo


Vielleicht hat er auch irgendwie das Gefühl, daß du ihm mit deinen Kochkünsten "vorführst", wie du "alles besser kannst und überhaupt viel kompetenter bist"?

Das kann sein. Ich bin stolz auf mich, dass ich das alles hinkriege... WENN ich denn mal konsequent jeden Tag durchkoche. Manchmal bin ich von der Arbeit so spät zuhause, dass ich mir auch mal spontan was mache. (Bsp.: 18 Uhr zuhause, 20 Uhr muss ich beim Badminton sein)

Aber ich will nicht diesen Eindruck erwecken. Wenn wir beide daheim sind, koche ich in der Küche still vor mich hin und er freut sich, wenn das Essen fertig ist und er dafür halt ne Stunde gewartet hat.

Der Vorschlag, aufwändige und zutatenreiche Rezepte wegzulasse, gefällt mir nicht so gut. Weil ich meistens auf chefkoch.de nach Gerichten schaue und wenn mich da was anlächelt, will ichs halt unbedingt nachkochen... Also ich möchte nicht zwanghaft nach einfachen Gerichten suchen. Wobei es davon durchaus mindestens 2 oder 3 Mal in der Woche was gibt. Sehr komplizierte Gericht koche ich fast nie, vielleicht alle 2-3 Wochen mal eins.

- Ihr könntet euch wochenweise abwechselnd ums Essen kümmern. Voraussetzungen: Jeder schafft es irgendwie, das Essen des anderen runterzukriegen UND jeder schafft es, sich nicht einzumischen, wenn er nicht dran ist.

Ich kann ihn unmöglich zu eigenständigem Kochen bewegen. Das ist etwas, was man schon selbst wollen müsste. Und ihm fehlen ja viele Basics. Er fühlt sich noch sehr unsicher in der Küche. Außerdem arbeitet er in Schichten und macht sich halt häufig was Kleines zwischendurch. Ich glaube, das würde er nicht schaffen. Würde es ihm gern zutrauen, aber wenn ich ihm das vorschlüge, wäre er nur genervt, dass er sich jetzt auch noch Gedanken machen muss, ob das, was er kocht, mir denn genehm ist...

Das Problem für mich ist, dass ich mir so absolut kein dauerhaftes Leben vorstellen kann....geschweige denn, wenn mal Kinder da sind. Ich finde eine gesunde und ausgewogene Ernährung extrem wichtig.

Mit Weitblick hast du auf jeden Fall Recht. Ich meine, klar... Frühestens in 3 - 5 Jahren werde ich auf die Idee kommen, Kinder in die Welt zu setzen, und die sollen dann auch mit geregelten, gesunden Mahlzeiten großwerden. Und ich will nicht ständig erklären müssen, warum Papa was ganz anderes isst als wir.

Dabei dürfen sie natürlich gerne auch mal Pommes, Nudeln mit Tomatensoße oder Eierkuchen essen, scheißegal. Aber nicht jeden Tag was aus der aktuellen Palette meines Freundes.

Ich habe noch Hoffnung, weil er grade kochtechnisch auf meinem Stand aus dem Studium ist (ca. 2 - 3 Jahre her). Ich war zwar generell kochinteressiert, aber halt faul und habe fast so gegessen, wie er heute. Dadurch eben auch so viel zugenommen. Also könnte es sein, dass ihm das in paar Jahren auch langweilig wird und er von selbst zu probieren anfängt.

Und wenn wir Kinder haben, wird er sicher vernünftig sein und im Sinne des Nachwuchses nachgeben. So schätze ich ihn jetzt zumindest ein. Aber solange es nur um SEINE Gesundheit geht, versuche ich, ihm so wenig wie möglich reinzureden. Bin auch nicht beleidigt, wenn er mein Essen probiert, es ihm nicht schmeckt und er dann gleich in die Küche geht und sich was "Ordentliches" macht.

Also 120 € im Monat sind schon echt krass. So viel geht allein schon für meine Grundnahrungsmittel hops.

Also ich schätze so zwischen 100 und 150 €. Wasser NICHT eingerechnet.

Und na ja, KLAR bin ich unzufrieden mit meinem Körper und achte deshalb sehr auf meine Ernährung. Wobei es mir viel besser schmeckt, seitdem ich fast täglich etwas zaubere.

Die Erkenntnis mit den Kindern hatte ich selbst auch schon, ich habe es nur nicht hier geschrieben.

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