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Kochen für meinen Freund und mich - regelmäßig Streitthema

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Wenn ich so deinen Anfrangsbeitrag so lese, fällt mir auf, dass mir auch so eine Freundin wie du fehlt. Eine, die auch gerne für mich kocht und auf gesundes und abwechslungsreiches Essen achtet. (Vielleicht sollte ich einen eigenen Faden dafür aufamchen: Wie finde ich so eine Freundin :)) Ich würde komplett alle Essenskosten für beide übernehmen und bestimmt nicht wegen dem Essensausgaben Streit anfangen. Ok, ich bin in einer anderen Situation (Studium vor zwei Jahren beendet und unbefristeten Job).

S:caBro


Ist dein Freund schon zu Hause? Habt ihr euch schon hingesetzt und über die Gerichte gesprochen, die ihr in Zukunft gemeinsam essen wollt?

Nein, keine Ahnung, wann er kommt... Weiß nur, dass er auf dem Weg ist. Zwischen 1 und 2 Stunden ist alles möglich.

Es ist für mich eben hart, wenn ich das oft allein bezahlen muss. Es bleibt nicht viel vom Geld übrig. Dafür, dass ihm das vorgesetzte Essen dann doch gefällt und er reinhaut.

Ich glaube, es ist ihm einfach egal, was er isst, Hauptsache, es ist billig genug...

Apropos. Ich habe Hunger. Ich back mir zwei Samstagsbrötchen auf. :-)

SDcarxo


silverlight24, wie alt bist du denn? :-p

HKa5tsIcheXpsutx_


Ich habe jetzt auch die Beiträge gelesen und muss doch einmal meinen Senf dazugeben ;-)

Insgesamt ist mein erster Eindruck, wie schon manch anderer geschrieben hat: Alles ist sehr unentspannt. Das Problem ist, dass Essen/Kochen halt auf der Sachebene reine "Triebbefriedigung" ist, jedoch auch sehr viel Emotionales enthalten kann. Und letzteres scheint bei euch zuzutreffen.

Generell hat bei dir das Kochen zusätzlich etwas "Missionarisches", mit "er ist noch nicht so weit", "er lernt es noch", "da war ich auch mal in dem Stadium" (jetzt nur paraphrasiert). Bei meinem Freund und mir treffen auch zwei Welten aufeinander. Bei ihm gab/gibt es zwei Standardgerichte: Spaghetti mit Ketch Up-Soße und Hackfleich mit Paprika/China-Soße. Das war Repertoire ]:D Ich hingegen koche gerne, probiere etwas aus, kaufe auch mal teurer ein, stöbere in Bioläden und auf Märkten herum. Zu Beginn hat mich seine Einstellung sehr getroffen, als ich merkte, dass er meine Ansichten nicht so teilt. Warum? Weil für mich Kochen eben mehr war. Da war das "Betüdeln wollen" des anderen (Liebesbeweis), da war "Wir müssen die Umwelt schützen", "Es muss gesund sein", "sich etwas Luxis gönnen" und "Wertschätzung". Alles in einem Gericht. Tja, und gelegentlich rumste es dann ;-D

Nun ist es nicht so, dass ich all das abgelegt habe, doch ich gehe pragmatischer damit um. Vielleicht noch als Hintergrund-Info: Jeder kauft ein von uns und alles wird in eine Liste eingetragen. Dabei achten wir darauf, dass es sich die Waage hält. Was wir nicht machen, ist, dass wir Dinge rausrechnen. Seine Butter zahle ich genauso mit wie er meinen Schmierkäse. Hätten wir ein Haustier, das der andere nicht wirklich will, würde ich da aber auch trennen.

Was habe ich nun geändert?

* Da ich weiß, dass er manche Bio-Sachen nicht wirklich honoriert, kaufe ich diese tatsächlich manchmal nur für mich als kleine Belohnung, benutze diese aber auch nur für mich

* Ich frage ihn, worauf der Lust hat. Dann versuche ich, dieses umzusetzen und ohne viele Fertigprodukte.

* Öfter koche ich auch abends gar nicht extra für ihn. Dann kann er meinen Rest haben oder er isst seine Cornflakes, mir tatsächlich völlig egal

* Brot backe ich in erster Linie für mich, damit kann er nämlich gar nichts anfangen

* Kuchen backe ich für bestimmte Anlässe und mache anderen eine Freude damit - mein Freund ist kein sonderlicher Kuchen-Fan

* von irgendwelchen Plänen habe ich mich schon völlig verschiedet. Im Inneren habe ich zwar eine Idee, was ich die nächsten Tage gerne essen würde, doch das ist nicht offiziell. Wenn er eine andere Idee hat, wird das gemacht. Und wenn er Lust auf seine Nudeln hat, gibt es eben diese.

Ich würde viel mehr Druck und Ehrgeiz rausnehmen. Frag ihn doch einfach Anfang der Woche, ob er Lust hat mitzuessen. Wenn nein, koch für dich, friere den Kram ein, pack das Zeug in Tupperware und ab in den Kühlschrank für den nächsten Tag.

S2ta#dtkatzxe20


von irgendwelchen Plänen habe ich mich schon völlig verschiedet. Im Inneren habe ich zwar eine Idee, was ich die nächsten Tage gerne essen würde, doch das ist nicht offiziell. Wenn er eine andere Idee hat, wird das gemacht. Und wenn er Lust auf seine Nudeln hat, gibt es eben diese.

Das war für mich anfangs auch das größte Problem, dass ich eben gern längerfristig einkaufe und er eher spontan schaut worauf er Lust hat. Mittlerweile habe ich mich dem spontan teilweise angepasst, kaufe halt Sachen ein, dass einfach immer IRGENDWAS da ist..aber meistens frage ich einfach am Morgen was er essen will, meistens kommt dann "keine Ahnung", dann schlag ich 1 oder 2 Sachen vor und das gibt es dann meistens auch, weil ich mittlerweile einfach weiß was wir beide gerne essen. Natürlich gibt er oder ich manchmal auch nach, wenn der andere grad absolut riesige Lust auf etwas Bestimmtes hat.

aJbcyx9z


@ Scaro

Wie viel Geld pro Mahlzeit wäre denn "tolerabel"?

Mir ist es jedenfalls überhaupt nicht zu viel.

Naja, das hängt natürlich vom persönlichen Geschmack (Steak oder Pasta...), vom Geldbeutel und von den Prioritäten ab. Meine Mittagessenkosten schwanken bestimmt so zwischen 80 Cent (Vollkornpfannkuchen, Pellkartoffeln mit Quark...) und 5 € (Steak mit Gemüse etc), im Durchschnitt komme ich vielleicht auf etwa 2-3€ (wobei ich fast immer nur für mich koche). Deine Beispielgerichte, die du eben mit Bild gepostet hast, sehen ehrlich gesagt so aus, als dürften die Materialkosten nicht über 2€/Portion liegen, aber vielleicht waren das auch nicht ganz repräsentative Beispiele.

Die entscheidende Frage finde ich aber, was in deinem Freund vorgeht. Wenn ihm dein Essen wirklich schmeckt und er im Moment wegen der beruflichen Unsicherheit einfach mehr aufs Geld achten möchte, fände ich schon, dass du als Kompromiss einfach günstigere Gerichte kochen solltest, wenn du denn darauf bestehst, für ihn mit zu kochen. Denn ich denke, dass es auch sein gutes Recht ist, ein Wörtchen mitzureden, wie viel Geld für das gemeinsame Essen ausgegeben wird.

Wäre es aber auch EVENTUELL (ohne dich jetzt beleidigen zu wollen) möglich, dass deinem Freund dein Essen eigentlich gar nicht sooo gut schmeckt, und er gerade deswegen nicht so viel Geld ausgeben möchte? Klar sagt er immer, dass es schmeckt, aber vielleicht macht er das ja auch vor allem, um dich nicht zu verletzten (du sagtest ja schon selbst, du seist ein wenig... verspannt), und träumt in Wahrheit von was ganz anderem? Mir persönlich wäre dein Essen viel zu "vegetarisch" und auch optisch ist es leider nicht meins (und ich bin weder adipös, noch koche ich mit Fertigprodukten). Mein persönlicher Geschmack soll hier natürlich kein Maßstab sein, ich möchte nur darauf hinaus, dass dein Geschmack nicht zwangsläufig auch dem deines Freundes entsprechen muss, genauso wenig wie dein Geschmack per se als "guter Geschmack" (du hast ja selbst jemandem hier gesagt, wenn er dein Essen nicht gut findet, hätte er schlicht keinen Geschmack!) gelten muss, dem sich alle "Mitesser" unterordnen sollen.

Tjaegxuk


Ich hatte mit meinem Freund tatsächlich das gleiche Problem. Ich koche gerne, achte auf gesunde (fast) vegetarische Ernährung, backe Brot selbst, esse wahnsinnig viel Gemüse/Obst und gebe dafür gerne auch etwas Geld aus. (So um die 150 Euro) pro Monat, manchmal auch mehr. Für ihn musste Essen billig sein und satt machen. Also viel stopfender Mist, kaum frisch und kochen konnte er eigentlich auch nicht. Aber gegessen hat er gerne bei mir, und dann aber bitte auch deftig und mit Fleisch. ;-D Wenn mir abends nur Brot oder Salat gereicht hat, weil ich mittags schon was Vernünftiges hatte, wollte er häufig noch mal ne richtige Mahlzeit. Ging irgendwie finanziell zu meinen Lasten und hat mich genervt, weil ich meine Ernährungsgewohnheiten nicht seinen anpassen wollte. Wenn ich ihn dann am Wochenende mal zum Bezahlen genötigt habe, war er häufig erschrocken über die Preise.....Ich habe es ihm insofern nicht übel genommen, als der Geiz tatsächlich finanzieller Not geschuldet war, er aber das Kochen/Essen mit mir einfach als Qualitätszeit genossen hat. Und ja, geschmeckt hat es ja auch ;-). Ich weiß nicht, ob wir auf Dauer eine vernünftige Lösung gefunden hätten, ich habe grummelnd die häufig höheren Kosten getragen, um meinen Essensstandard zu halten. Inzwischen verdient er mehr, aber wir sind getrennt ;-D . Das Fleisch/Vegetarierproblem war damals noch nicht so deutlich, würde aber heute auch eher zu knatsch führen. Er "braucht" sein Fleisch, bzw. was Deftiges....

SZca&ro


Da er auch schon einige Male offen gestanden hat, dass es nicht schmeckt und in dem Thema sehr offen ist, kann ich davon ausgehen, dass er es ehrlich meint, wenn er mein Essen "bewertet". Oft habe ich dann die Reste von seinem Teller am nächsten Tag in der Mittagspause gegessen oder so.

Wahrscheinlich gehöre ich zu den Menschen, die von sich selbst fordern, alles zu essen und jedem Gericht etwas schmackhaftes abzugewinnen. Lustigerweise geht's mir aber echt so, dass mir fast alles schmeckt. :-)

Also schätze ich, dass die Psyche einen entscheidenden Anteil daran hat. Wenn mir mal etwas nicht schmeckt, probiere ich es trotzdem über die Jahre noch paar Mal, um mir ganz sicher zu sein, dass ich wirklich nicht mag. Die wenigen Lebensmittel, die ich überhaupt nicht leiden kann, sind Gries(brei), Lakritze und Senf.

Letzteres versuche ich mir auch durch kleine Senfbeigaben in Salaten, die erträglich sind, abzugewöhnen. Ich will einfach alles essen können. Und ja, ich find's doof, wenn Menschen geschmacklich unflexibel sind und dies und das und jenes nicht essen und nicht mögen.

Dafür bin ich in anderer Hinsicht unflexibel, was auch nicht gut ist.

Aber das ist meine persönliche Ansicht.

H~atswchepKsxut_


Letzteres versuche ich mir auch durch kleine Senfbeigaben in Salaten, die erträglich sind, abzugewöhnen. Ich will einfach alles essen können. Und ja, ich find's doof, wenn Menschen geschmacklich unflexibel sind und dies und das und jenes nicht essen und nicht mögen.

Und noch eine Anforderung, die mit dem Essen zu tun hat. Du machst dir das Leben damit echt schwer.

TQiLmbatkuku


Ich kann Scaro schon verstehen. Mich würde das auch nerven. Aber ich verstehe den Freund auch nicht. Normalerweise geht man beim Zusammenleben doch eher einen Kompromiss ein.

Hilaria

Das Leben ist voll von Kompromissen. Allerdings hat die TE gerade geäußert, dass sie sich geschworen hat, keinen Cent mehr für Fleisch auszugeben, egal welcher Güteklasse. Und sie will es auch nicht zubereiten. Hört sich nicht gerade nach Kompromissbereitschaft an. Der Freund hingegen isst ihre Gemüsegerichte und findet sie sogar meistens lecker. Das ist kompromissbereit. Und wieso kannst du jetzt die TE verstehen, den Freund aber nicht? Oder findest du Kompromisse doch nicht so gut, wie du schreibst?

S1caxro


Wenn im Rezept drin steht, dass ins Dressing 1/2 TL Senf kommt, dann mach ich den rein. Haben das Zeug schließlich da, weil mein Freund es ab und zu isst.

Es macht das Zusammenleben nun mal kompliziert, wenn zwei Menschen nicht die gleichen Sachen gern essen. Es wäre viel leichter, wenn alle Menschen alles essen könnten (sprich, dass es ihnen schmeckt und sie es mit sich vereinbaren könnten).

Dann müsste man sich direkt weniger Gedanken machen und könnte einfach irgendwas drauf los kochen.

HTatscYhexpsut_


Das Leben ist voll von Kompromissen. Allerdings hat die TE gerade geäußert, dass sie sich geschworen hat, keinen Cent mehr für Fleisch auszugeben, egal welcher Güteklasse. Und sie will es auch nicht zubereiten. Hört sich nicht gerade nach Kompromissbereitschaft an. Der Freund hingegen isst ihre Gemüsegerichte und findet sie sogar meistens lecker. Das ist kompromissbereit. Und wieso kannst du jetzt die TE verstehen, den Freund aber nicht? Oder findest du Kompromisse doch nicht so gut, wie du schreibst?

Und gerade beim Essen muss man doch recht häufig Kompromisse eingehen.

Ich habe Respekt vor Vegetariern und Veganern, weiß aber, dass wir niemals gemeinsam einen Haushalt führen können. Wenn nun mein Freund auf einmal partout sein Ding durchziehen möchte, kann ich mir vorstellen, dass dies für die Beziehung eher schädlich wäre.

H>atscehepsxut_


Es macht das Zusammenleben nun mal kompliziert, wenn zwei Menschen nicht die gleichen Sachen gern essen. Es wäre viel leichter, wenn alle Menschen alles essen könnten (sprich, dass es ihnen schmeckt und sie es mit sich vereinbaren könnten).

Dann müsste man sich direkt weniger Gedanken machen und könnte einfach irgendwas drauf los kochen.

Nun, kompliziert wird bei euch die Situation meines Erachtens nicht, weil ihr keine gemeinsame Schnittmenge an Lebensmitteln habt, sondern weil ich nach deinen letzten Beiträgen eher den Eindruck habe, weil es um Prinzipien-Reiterei geht.

Mein Freund mag ein paar Gewürze nicht, ich hasse Tomaten pur. Und es klappt trotzdem.

T6imbat@uxku


Es wäre viel leichter, wenn alle Menschen alles essen könnten (sprich, dass es ihnen schmeckt und sie es mit sich vereinbaren könnten).

Scaro

Bei nur zwei Menschen ist es überhaupt nicht schwer, die Dinge rauszufiltern, die beide mögen. Es gibt so viele verschiedene Nahrungsmittel, die man dazu noch in so unterschiedlicher Weise zubereiten kann, dass weder du deinen Geschmack so verbiegen musst, dass du Dinge isst, die du eigentlich nicht magst, noch dass du ihn dazu bringen musst, irgendwas Ungeliebtes zu essen. Jemand anderes schrieb es dir gerade: Du machst es dir wirklich unnötig schwer.

Dann müsste man sich direkt weniger Gedanken machen und könnte einfach irgendwas drauf los kochen.

Das Schöne am Kochen ist ja gerade, sich Gedanken zu machen und nicht einfach irgendwas zu kochen und in sich reinzustopfen.

dDanvae787


Scaro

Ich empfinde dein Verhältnis zu Essen zunehmend generell ein wenig zwanghaft. Macht es dir denn wirklich Spaß zu essen oder macht es dir eher Spaß dir selbst zu sagen wie gut du es wieder gemacht hast oder eher ihn zu versorgen? ":/ ":/

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