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Wie lange kann man mit 800-900 kcal/Tag auskommen?

äYpfe"lcxhen


Man weiß, dass es irgendwo einen besseren Ort gibt, die Möglichkeit, ein besseres, glücklicheres Leben zu führen, aber hat man den Mut all das aufzugeben, was einem Sicherheit gibt?

A[mfalixaa


Ich bin auch mit SvV und dem Ganzen nichts. Aber ein nichts mit SvV.

Und dadurch habe ich auch ein Gefühl von Kontrolle und auch wenn es andere stört, in einem selber löst es ja, wie geschrieben, positive Gefühle aus. Ich mag das Vertraute, ich weiß ja, was ich tue und kann es kontrollieren. Aber ich weiß auch, dass ich aus diesem Vertrauten raus kann, wenn ich möchte. Und ich weiß auch, dass es hätte irgendwie anders sein sollen, aber es nun halt so.

Hmm.. ein Beispiel für meinen Humor.. als ich mal (nur für ein Gespräch) in der Klinik war und schon dachte, dass ich da bleiben müsste, habe ich gelacht und gesagt: "Naja, egal. Hoffentlich haben die hier gutes Essen, dann lohnt sich ja das Ganze. ;-D "

Und nein, ich habe niemanden, den ich vertrauen kann. Aber irgendwie möchte ich das auch nicht wirklich, so ist es okay.

ä3pfel`chxen


Ich kann es selbst auch nurnoch ertragen, wenn ich lache - über mich selbst, meine Krankheiten und meine Situation. Das heißt aber nicht, dass es der richtige Weg ist.

Das ist die Mauer, die man als Schutz um sich herum aufbaut, damit man sich nicht eingestehen muss, dass es einem nicht gut geht - man lacht ja schließlich noch.

mZisty+mou5ntxains


ich habe mal krankheitsbedingt 12 Tage lang nur 100-300 kcal zu mir nehmen können. Ich habe 6 Kilo abgenommen (bei vorher normaler bis schlanker Figur). Ich hatte mehrere Schwächeanfälle und das Gefühl zu verhungern. Familie und Freunde sagten ich sehe echt schlecht und eingefallen aus. Nach dieser Zeit konnte ich einerseits das Gefühl des Hunger habens nicht mehr ertragen, ich musste ständig etwas essen. Andererseits waren das nur kleine Portionen, ich hatte große Probleme diese 6 Kilo wieder zu zunehmen (und das hätte ich mir ja im Leben nicht träumen lassen).

Also ich denke nicht, dass du gleich Organversagen bekommst, über längere Zeit glaube ich aber schon, dass du insgesamt schwächer bist / weniger Energie hast, und Mangelerscheinungen, die man dir auch ansehen wird. Was spricht denn dagegen genauso viel zu essen wie du verbrauchst? Dabei wirst/bleibst du ja automatisch schlank? Und du siehst gesünder und besser aus.

sGchneRcke198x5


Das mit dem Lachen kenne ich auch.

Als ich ganz, ganz unten war, kam ich in die Psychiatrie. Als ich nach einem Monat wieder heimkam, wollte ich ein paar Fotos schießen und entdeckte dabei selbstgedrehte Videos auf der Kamera, in denen ich irre lachte und mir dabei heftig die Arme zerschnitt.

Das hat mich nachhaltig so heftig schockiert, weil ich dabei sah, wie ein Außenstehender mein Tun bewerten würde... dass das alles einfach ganz übel krank und abnormal war.

A(mWaliaxa


Lachen ist doch auch gesund und macht Schlimmes weniger schlimm. :-)

Ich habe ein ganzes eigenes Schönheitsideal in meinem Kopf und irgendwie will ich ja so viel essen wie ich momentan esse (es sind auch wesentlich mehr als 100-300kcal).

A=malixaa


@ schnecke1985:

Das mit den selbstgedrehten Videos schockiert mich irgendwie gerade total :-o

s`chn eck/e19x85


Ich bin auch mit SvV und dem Ganzen nichts. Aber ein nichts mit SvV.

Und dadurch habe ich auch ein Gefühl von Kontrolle und auch wenn es andere stört, in einem selber löst es ja, wie geschrieben, positive Gefühle aus.

Natürlich löst es positive Gefühle aus, aber nur für den Moment. Ändert die Selbstverletzung denn was an den Tatsachen? Ich hab einen scheiß Tag, geh Heim, schneide mich, und der Tag war immer noch scheiße. Ich hab ein Problem, verletze mich, und das Problem ist immer noch da. Was ich damit sagen will: Svv ändert nichts an den Problemen und der Situation selbst. Es ist einfach ein Umweg, denn nachher muss man die Probleme ja trotzdem lösen.

Und nein, ich habe niemanden, den ich vertrauen kann. Aber irgendwie möchte ich das auch nicht wirklich, so ist es okay.

Das musst du wirklich nicht öffentlich beantworten, aber ich würde dich bitten, mal ein paar Tage über das nachzudenken: Möchtest du wirklich keine Zuneigung, kein Verständnis, keine Liebe? Möchtest du wirklich nicht, dass es dir besser geht? Wenn du einen Zauberstab hättest, würdest du dir nicht Freunde, Liebe, Dazugehörigkeit wünschen? Dass du jemand bist, kein Nichts? Bitte, denk mal wirklich länger darüber nach. :)*

A|maliFaa


Bei mir ist es so, dass ich es auch mache, wenn der Tag an sich gut war, ich mach(t)e das immer wieder so, egal was war oder nicht war. Und dadurch, dass es regelmäßig (gewesen) ist, fühlte ich mich durchgehend gut, also langfristig.

Ich kann klar sagen, dass ich das nicht möchte. Ich möchte Abstand, dann fühle ich mich wohl.

Das war schon immer so.

pCet}it yuclca


Amalia,

dein ausdrücklich gewünschter Rückzug, dein Verschanzen hinter diesem wechselweisen: "Ich will auch nicht" oder "Ich wills ja so" erscheinen wirklich schon wie eine hohe Mauer. Mich stimmt gerade das bedenklich.

Äpfelchen,

alle Achtung, du bist hier ehrlich bis zur Schmerzgrenze! ich lerne aus dem, was du schreibst, noch eine Menge, obwohl ich mich mit dem Thema schon recht ausgiebig beschäftigt habe.

AZmalixaa


Warum soll das bedenklich sein? Jeder Mensch ist anders.

pletit fyu*ccxa


Weil dich hinter deiner Mauer schon jetzt fast nichts mehr wirklich erreicht.

maistOymouknKtainxs


Bei mir wurde mal medizinische ermittelt, dass ich pro Tag ca. 1300 kcal. verbrauche. Dazu kommen noch 500-600 kcal die man mit alltäglichen Tätigkeiten verbrennt. Macht 1800-1900 kcal. Ich denke mal, bei den meisten Frauen wird sich das so in diesem Rahmen bewegen. Sobald du weniger zu dir nimmst als du verbrauchst, nimmst du ab.

Und du nimmst gerade mal die Hälfte von deinem Grundumsatz zu dir. Ich will nur sagen, dass so eine drastische Reduktion doch gar nicht notwendig ist. Mit 1800/1900 kcal am Tag wirst du auch "schlank" ohne Nebenwirkungen und Mangelerscheinungen und siehst noch gut und gesund dabei aus

äupJfelchxen


Ja, petit yucca, das Einzige, was ich kann, ist reflektieren. Am Handeln scheitert es kläglich.

Nach 3946 Beiträgen von mir und anderen, auf 264 Seiten in knapp 4 Jahren, bin ich immer noch an dem Punkt, unfähig zu sein.

Ich bewunder die Menschen, die mir in "meinem" Thread so sehr geholfen haben, kann aber zu gut verstehen, dass sie müde wurden und sich zurückgezogen haben.

Das stimmt mich dann umso trauriger, wenn ich sehe, wie sich meine Geschichte sozusagen in gewisser Weise wiederholt.

Ich hätte die Hilfe annehmen sollen - voll und ganz - als ich Menschen hatten, wenn auch erstmal nur virtuell, die hinter mir standen. Jetzt ist es zu spät: in der realen Welt ist meine Mauer so unsagbar hoch, dass niemand erkennen kann, wie schlecht es mir wirklich geht, hier im Forum habe ich mit meiner Art die Menschen, die mir helfen wollten, vergrault.

So kann es laufen. Ich war zu stur, zu entschlossen.

Das Einzige, was ich kann, ist ehrlich zu schreiben, was passieren kann. Meine Geschichte fing vor circa 9 Jahren an und ich stecke noch immer mittendrin. Mal mit mehr Überlebenswillen, mal weniger.

Natürlich denkt man immer, dass einem selbst nichts passiert. Das dachte ich auch, war aber nicht so. Und obwohl ich das alles weiß, verschließe ich noch immer so oft meine Augen vor der Realität.

Ich glaube, mein Leben hätte wirklich ganz anders verlaufen können, wenn ich Hilfe zugelassen hätte und das kann ich mir nicht verzeihen.

Wahrscheinlich bringen meine Zeilen gar nichts, ich schreibe es trotzdem. Vielleicht versuche ich die Leere dadurch zu füllen, anderen Menschen Rat zu geben, anstatt mir an die eigene Nase zu packen und mir selbst zu helfen.

Hm, traurig.

p1etit "yuUcca


Das ist aber vermutlich zu wenig für jemanden, der die Esskontrolle -und damit auch die Manipulation damit - zu seinem Lebensinhalt gemacht hat. Hier ist das natürliche Verhältnis zum Essen ja schon verloren gegangen, die Nahrungsaufnahme längst zweckentfremdet.

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