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Wie lange kann man mit 800-900 kcal/Tag auskommen?

A*mal(iaa


Denkt ihr, es hängt mit meiner Ernährung, dass mir nachts kalt ist? Tagsüber geht's eigentlich, nur kalte Hände und Füße. Aber nachts ist mir am ganzen Körper so kalt, dass ich mir eine Extradecke hole, Pullover noch rüberziehe und dicke Socken anziehe. Gestern war mir trotzdesen so kalt, dass ich lange gebraucht habe um einzuschlafen. Ich denke die Temperatur liegt nachts bei 18 Grad, daran liegt es nicht, oder?

SjunflDoweir_x73


Genau das sind die ersten subtilen Anzeichen für Mangelernährung... Frieren ist sooo typisch dafür. Der Körper braucht halt auch Energie, um überhaupt seine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Das ist aber im Gegensatz zu anderen Dingen (Muskeltätigkeit Herz & Atmung, Hirnfunktion,...) zweitrangig, also wird ggf. daran gespart = Du frierst.

Sdunflowier_73


Google übrigens mal "Lanugo" oder "Lanugo-Behaarung"...

B#enitxaB.


Es gab eine Zeit in Deutschland, wo Menschen mit so wenigen Kalorien auch noch knüppelhart in Steinbrüchen oder sonstwo Knochenarbeit leisten mußten. [...]

ACl-exZandrxaT


Benita... bitte nicht so. Die junge Dame braucht Hilfe und keinen Zusammenschiss.

S+unfRloWwer[_7x3


@ Benita:

:(v :|N

Amaliaa LEIDET SELBER. Da ist es egal, ob woanders "offensichtlicheres" Leid herrscht. Punkt. Wir leben HIER, wir haben unsere "Wohlstandsnöte". Und psychische Probleme sind nun mal KRANKHEITEN.

p}eti,t Ryucca


Nützt sowieso alles nichts.

Wir können uns hier die Finger wund schreiben - es wird nichts bei der TE ändern. Jeder geht halt seinen Weg. Hilfe will sie nicht, wie sie deutlich bekundet hat.

Übrigens hat unsere Gesellschaft mittlerweile eine kollektive Essstörung. Arm dran ist unsere Jugend damit.

A!malAiaa


Die Vergleiche mit Entwicklungsländern sind genauso dämlich, wie der Satz 'Iss deinen Teller leer auf, andere Kinder müssen hungern!!'. Was haben Hungernde davon, dass ich meinen Teller leer aufesse oder eben nichts esse? Das ist doch nur dazu da, sich selber besser zu fühlen und sein Gewissen zu beruhigen.

Also liegt es an der Ernährung, obwohl ich kein Untergewicht habe?

AMlexaJndxraT


Noch hast Du kein Untergewicht... aber mit dieser Kalorienzahl bald... und nicht nur Untergewicht sondern auch die Probleme der Mangelernährung wie zb. Haarausfall, Hautunreinheiten etc.

S@unflrower._7x3


Ja, die Ernährung ist ein sehr wahrscheinlicher Grund. Entweder der Energiemangel. Oder schon eingetretene Mangelerscheinungen (z.B. Eisenmangel).

lnuomaareQn


Ja, es liegt an der Ernährung. Ich kenne das Problem mit dem Frieren von einer Bekannten, die gerne mehr wiegen würde. Der wünsche ich es, dass sie es hinbekommt, zuzulegen.

Ich bin gerade am Überlegen, inwieweit Definitionen zu Unter- bzw. Übergewicht nicht mehr als Anhaltspunkte sein können. Es gibt ja auch noch ein Gewicht, das für Deinen Körper mit seiner spezifischen genetischen Disposition richtig ist. Ich bewege mich momentan in einer Gewichtsklasse, die als übergewichtig gilt. Bei meinem Urgroßvater wäre so etwas noch als normal durchgegangen.

Es sollten auch ein paar Pfunde herunter, aber ich hoffe, das kommt dann von alleine, weil ich ahne, was ich verändern muss, damit das passiert. Allerdings ist das früher propagierte Idealgewicht von 10% unter Körpergröße minus 100 mit meinem Körperbau nicht machbar. Für mich persönlich wäre momentan ein Zustand von Körpergröße minus 100 plus 5% ein gutes Ziel. Das weiß ich, weil ich gelernt habe, auf meinen Körper zu hören.

ä}pfe ltchexn


Denkt ihr, es hängt mit meiner Ernährung, dass mir nachts kalt ist? Tagsüber geht's eigentlich, nur kalte Hände und Füße. Aber nachts ist mir am ganzen Körper so kalt, dass ich mir eine Extradecke hole, Pullover noch rüberziehe und dicke Socken anziehe.

Frieren kann schon von der Mangelernährung kommen. Ich bin selbst seit vielen Jahren essgestört und kenne das zu gut. Bei mir liegt es unter anderem daran, dass ich eine geringere "Normaltemperatur" (das Wort passt irgendwie nicht, normal ist das schließlich nicht) habe, so knapp 35 Grad. Das kommt auch von der Mangelernährung, ich hatte das früher nicht.

Der Sinn hinter dieser ganzen Sache ist, dass ich abnehmen möchte. Ich weiß auch, dass es anders geht (habe schließlich schon von starkem Üg ins Ng abgenommen). Jedoch will ich so abnehmen bis ich mich wohlfühle und dann werde ich vermutlich weiter so essen oder etwas mehr.

Meine Vorredner werden das schon in Frage gestellt haben, aber bist du Dir sicher, dass die Methode die richtige ist? Das ist eine rein rhetorische Frage.

Man denkt immer, dass man das nur so lange praktizieren will bis man zufrieden ist, aber wann ist man das schon? Man will weniger und weniger und merkt dabei gar nicht (oder vielleicht doch?), dass man langsam dabei ist zu sterben.

Davon abgesehen katapultierst du Deinen Körper so immer weiter in den Hungerstoffwechsel, das erschwert dann nochmal zusätzlich die "Genesung des Essverhaltens".

*

Ich kann Dir nur raten, Dir Hilfe zu suchen. Ich habe viel zu lange dafür gebraucht, trotz Ermutigung, auch hier durch das Forum und so oft wünsche ich mir, dass ich es rückgängig machen könnte, aber es ist zu spät.

Ich habe mich durch die Essstörung so sehr definiert, sie zu meinem Lebensinhalt gemacht, dass ich nicht mehr weiß, wie mein Leben ohne sie aussehen soll oder wer ich überhaupt noch bin.

Wahrscheinlich denkst du, ich rede nur so dahin - das dachte ich auch immer, ich wäre ja viel zu dick zum Sterben oder um mir Hilfe zu suchen, alle übertreiben - aber das ist ein Trugschluss.

Vielleicht weißt du auch tief in Deinem Innersten, dass die Menschen, die hier schreiben, Recht haben.

Ich wünsche Dir so sehr, dass du es Dir selbst eingestehen und Dir Hilfe holen kannst, weil es - im Nachhinein betrachtet - so unheimlich wehtut, wenn man zurückschaut und sieht, was man im Leben alles verpasst hat. Und das Wenigste davon kann man sich irgendwie wieder zurückholen... es ist tatsächlich verlorene Zeit.

@:) :)*

äHpfWelMchxen


P.S. Man muss übrigens nicht stark untergewichtig sein, um sterben zu können.

Jeder Körper steckt diese Strapazen unterschiedlich weg, meiner hat mit mittelstarkem Untergewicht schon angefangen aufzugeben. Und auf gewisse Weise gibt es oft kein Zurück, das ist ein Spiel mit dem Leben auf Zeit, die man nicht zurückdrehen kann.

pvetitI yBucca


Ich habe mich durch die Essstörung so sehr definiert, sie zu meinem Lebensinhalt gemacht, dass ich nicht mehr weiß, wie mein Leben ohne sie aussehen soll oder wer ich überhaupt noch bin.

Eben das! Hierhin tendiert die TE auch, sie schrieb es selbst sehr klar und deutlich weiter vorn: Früher drehte sich alles um SSV und nun alles um das Essen bzw. Nichtessen.

Ausweichhandlungen werden so zum Suchtverhalten. Und es ist viel, viele früher zu spät, als viele wahr haben möchten.

s=chne?cke19x85


@ Amaliaa

Huhu!

Ich gebe nicht auf: Also, was kannst du gut? Welche Hobbies hast du AUSSER Svv und Hungern? Meinst du nicht, dass gerade das der Knackpunkt an der ganzen Geschichte ist: Dass du das Gefühl hast, nichts zu sein, sofern du dich nicht selbst verletzt (und ich rechne hier mal das Hungern auch zur Selbstverletzung)?

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