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Wie lange kann man mit 800-900 kcal/Tag auskommen?

pWetipt yuxcca


Ich bin übrigens sehr froh, wie hier die Moderation verfährt, indem sie Beiträge entfernt, mit denen das verkehrte Essverhalten noch unterstützt wird.

AUlexMandrxaT


Ich ebenfalls... und ich gestehe auch offen, dass ich das Thema gemeldet habe.

s)chnTecke1K9x85


PS: Bei mir war es definitiv so! Ich war unsichtbar, viele Jahre lang, ein Nichts. Meine Eltern haben weggeschaut, nein, meine Mutter hat mich gedrängt, noch weiter abzunehmen bzw. ja nicht zuzunehmen.

Egal, wer dir was sagt: Du bist nicht nichts, du bist nicht unsichtbar! Und wie du schon selber erkannt hast: Da ist niemand, der dir helfen kann (nicht: helfen will!), außer du selbst.

Mich hat viele, viele, viele Jahre lang der Gedanke am Leben erhalten, dass mein Tod ein Sieg für die Arschlöcher ist, die mir über Jahre schlimme Dinge angetan haben.

pRetitN yuBcca


Ja, finde ich auch richtig.

Mir fällt auf, dass sogar sonst klug schreibende User bei diesem Thema den Blick dafür verlieren, was angebracht ist und was nicht.

pfetit 8yucca


Alexandra, ich meinte dich mit meinem letzten Beitrag.

äGpfe0lcWhxen


Klar, bei mir fing es mit SVV an, parallel dazu direkt die Essstörung bis ich letztendlich über Medikamentenmissbrauch gefährlich nah an die Grenze zur Drogensucht gerutscht bin.

Ich kann so gut nachvollziehen, wie schwer es ist, sich einzugestehen, dass man es alleine nicht schafft, an vielen Punkten hänge ich noch immer sehr in meinem Denkmuster fest, aber ich glaube, das liegt auch viel daran, dass ich ich gar nicht mehr weiß, wie man lebt, weil das alles schon so viele Jahre zurückliegt (dabei bin ich erst Anfang 20).

Und natürlich ist dann die Angst davor loszulassen riesig, wenn man sich ständig fragt: Was bin ich? Wer bin ich? Was kann ich?

Amaliaa, du kannst mehr als Hungern. Ja, beim Hungern hat man die Kontrolle, die Macht und wasweißich für Gefühle, aber mit der Zeit schwindet die Kontrolle über Dein Leben immer mehr.

Ich war irgendwann nurnoch bedingt schulfähig, mein Abi war nicht das, was ich mir erhofft hatte und mein jetziges Leben habe ich mir auch ganz anders vorgestellt, aber ändern kann ich es nicht mehr, so gern ich das auch würde. Sososososo gern!

Lass Dich nicht von den dunklen Gedanken bestimmen, sie sind es nämlich nicht wert.

Ich denke immer, dass ich mir durch das Hungern selbst beweisen muss, dass ich zu etwas fähig bin, dass ich stark bin und etwas erreichen kann, aber das, was bei einem selbst diese Euphorie auslöst, wenn die Zahl weniger wird, das beweist anderen tatsächlich nichts. Da denkt niemand, wie stark man doch ist, wie toll.

Ich werde mit mitleidigen und traurigen Augen angesehen, meine Mitbewohnerin hat momentan Angst, dass sie eines morgens in mein Zimmer kommt und ich tot bin.

Als meine damaligen Freunde sich von mir verabschiedet haben, weil sie das nicht mehr ertragen und mich nicht sterben sehen wollten, da wurde mir bewusst, dass die Abnehmerei nur bei mir positive Gefühle auslöst, anderen Menschen dagegen macht sie einfach nur eine Riesenangst.

pHejtibt yuxcca


Natürlich nur mit der Zustimmung. ;-)

Schnecke, ein bisschen Trotz, wo er hilft, aus der Essstörung auszusteigen, finde ich gut.

pfetit tyucxca


Äpfelchen, ich finde deine Zeilen berührend.

Warum nur lösen solche Beiträge von denen, die es erlebt haben, in denjenigen, die es betrifft, oft nicht das aus, was sie vermitteln möchten?

Stevent.of.Nxine


Ich gebe nicht auf

Ich auch nicht ;-D

Du hast doch gerade etwas sehr wichtiges gesagt:

Mein Humor ist auch schwärzer als schwarz und über mich selbst lachen, kann ich immer, egal wie scheiße die Situation gerade ist. ;-D

Und das ist genau der Schutzpanzer, den Du nicht zu haben glaubst. :)^

Magst Du mal ein paar Beispiele Deines Humors geben?

AglexUandrxaT


Warum nur lösen solche Beiträge von denen, die es erlebt haben, in denjenigen, die es betrifft, oft nicht das aus, was sie vermitteln möchten?

Weil man dann zugeben muss, dass man ein Problem hat.

pZetiEt y-ucxca


Damit magst du wohl Recht haben.

Das Leugnen ist auch sehr typisch und scheint dazuzugehören. Erst, wenn es gar nicht mehr anders geht, wenn bspw. der BMI schon sehr weit unten angekommen ist, wird sich eingestanden, dass es ein Problem gibt. Womit das eintritt, was Äpfelchen schreibt: es ist oft schon zu spät. Ein Teufelskreis.

AXlexaZndraT


Manche gestehen es sich nie ein, dass sie ein oder mehrere Problem(e) haben. Manchmal braucht es den Arschtritt von aussen. ;-)

p0eztit y@ucca


Ich weiß. Manche sterben eher.

spchne\cIke1"9'8x5


Warum nur lösen solche Beiträge von denen, die es erlebt haben, in denjenigen, die es betrifft, oft nicht das aus, was sie vermitteln möchten?

Ich würde das eher eine fortschreitende Blindheit nennen. Man hat ja irgendwie keinen Vergleich, was "normal" ist und so gewöhnt man sich im Laufe der Zeit an die Gefühle, die Muster, die schädigenden Verhaltensweisen. Die Panzergeschichte kommt ja nicht von ungefähr, man kann selbst nur den Panzer angucken und das weiche, verletzliche Innere nicht, weil dann gefühlt alles kollabieren würde, man zerbrechen würde. Das Verdrängen, das Wegschieben ist ein Mechanismus der Psyche, um irgendwie Überleben zu können und nicht schlapp zu machen. Nur: Auf Dauer entfernt man sich so immer mehr vom eigenen Ich und von dem Leben der anderen.

Warum nur lösen solche Beiträge von denen, die es erlebt haben, in denjenigen, die es betrifft, oft nicht das aus, was sie vermitteln möchten?

Und natürlich ist es ein unglaubliches Wagnis, das Vertraute loszulassen. Wenn ich dir von der Karibik vorschwärmen würde, dir alle Vorteile aufzählen würde und dich dann auffordern würde, morgen deine Sachen zu packen und dahin zu ziehen, dann würdest du dich auch unglaublich sperren. So in etwa fühlt man sich, wenn man im Teufelskreis drin steckt - er ist zwar scheiße, aber vertraut und sicher.

ä(pfexlchen


Das ist eine gute Frage.

Theoretisch müsste ich sie traurigerweise selbst beantworten können.

Man gesteht sich die Wahrheit einfach nicht ein, weil es unglaublich wehtut.

Oder man ist noch nicht bereit loszulassen.

Ich denke heute noch allzu oft, dass ich es alleine schaffen kann. Mein Verstand sagt mir dabei aber klipp und klar: Kannst du nicht.

Vielleicht ist es Trotz, dass ich immer aufhöre zu essen, wenn mein leben nicht so verläuft, wie ich es mir wünsche. Wenn es schwierig wird, dann esse ich nicht mehr, weil es mir eben genau dann das Gefühl gibt, zumindest über etwas die Kontrolle zu haben.

Auch hier sagt mein Verstand: Hast du nicht.

Ganz oft dachte bzw. denke ich, dass andere übertreiben, sie können mich schließlich nicht sehen. Dass ich dabei hier im Forum viel ehrlicher und aufrichtiger bin, als in meinem realen Umfeld - ich würde niemals aussprechen, was ich schreibe - , dass weiß ich tief in meinem Innersten, aber ich klammer mich mit allerletzter Kraft noch immer an dieses Bild, dass es mir gut geht.

Und auch hier wieder ganz klar: Mir geht es überhaupt nicht gut.

Sich das einzugestehen, nein, sich das zu verinnerlichen, das ist so schwer.

Manchmal passiert es, dann würde ich am Liebsten sofort meine Koffer packen und einfach nur ganz weit weg will, ohne Rechtfertigungen gegenüber meiner Umwelt, warum ich mein Leben schon wieder nicht auf die Reihe bekomme, aber dann bin ich zu feige oder es kommt ein kurzer Lichtblick, den ich krampfhaft festhalte und mich weiterlüge, dass ich das kann.

Ja, letztendlich kann man sich nur selbst helfen, aber ich muss dazu sagen, dass ich das so unfair finde. Mir ist schon klar, dass jeder die Verantwortung für sich und sein Leben selbst trägt, aber was ist, wenn ein Mensch dazu nicht bereit ist?

Für mich war und ist die Essstörung ganz oft ein Hilferuf, aber mir wird keiner mehr helfen. Wie oft wünsche ich mir, dass mich jemand an die Hand nimmt und mich ermutigt - auch, wenn ich weiß, wie anstrengend das und ich sein kann.

*

Amaliaa, hast du jemanden, der Dich an der Hand nehmen kann und Dich begleitet?

Wenn ich dir von der Karibik vorschwärmen würde, dir alle Vorteile aufzählen würde und dich dann auffordern würde, morgen deine Sachen zu packen und dahin zu ziehen, dann würdest du dich auch unglaublich sperren. So in etwa fühlt man sich, wenn man im Teufelskreis drin steckt - er ist zwar scheiße, aber vertraut und sicher.

:-( :)z Genau so ist es leider wirklich.

Man weiß, dass es irgendwo einen besseren Ort gibt, die Möglichkeit, ein besseres, glücklicheres Leben zu führen, aber hat man den Mut all das aufzugeben, was einem Sicherheit gibt.

Amaliaa, ich wünsche es Dir so sehr. So sehr! Aber du musst es Dir auch für Dich selbst wünschen. Sich helfen lassen bedeutet nicht automatisch, dass man stationär in eine Klinik muss. Oft macht das Sinn, es kann aber auch anders passieren. Den ersten Schritt hast du schon gemacht, in dem du hier schreibst. Tief in Deinem Inneren wird Dir bewusst sein, dass das, was du tust, nicht gesund ist, zumindest lese ich das aus Deiner Fragestellung heraus. :)*

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