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Das Sulfit im Rotwein

J<a%n:74 hat die Diskussion gestartet


Rotwein ist ja oft geschwefelt.. gerade mit einem Kollegen diskutiert, der meinte, dass diese Stoffe sehr schädlich wären. Die Lobby der Weinproduzenten sagt hingegen, vollkommen harmlos. Aber wie ist denn das nun?

Antworten
n~em1ue


ob es schädlich ist....weiß ich nicht genau.....ich bin allergisch, mir tropft dann immer die nase oder verstopft.....darum nehme ich oft bio-wein....die sind weniger geschwefelt und ich hab weniger nasenprobleme ]:D :[]

n~emuxe


ps: die sind auch nicht teurer als die "normalen weine"

A9lYexa}n8draxT


Sulfite sind bekannt für Kopfschmerzen bei empfindlichen Leuten oder wie bei mir auch noch für Durchfall. Weil es anscheinend Allergene sind müssen sie deklariert werden. Man sagt, dass sie einen Einfluss auf die Darmflora haben. Die Sulfite sind da um den Wein soviel ich weiss haltbarer zu machen. Sulfite sind nicht nur im Wein zu finden.... in den USA bei Früchten und Gemüsen in der Zwischenzeit verboten.

Alles in allem kommt es auf die Menge an und wie empfindlich jemand reagiert.

t6he-Xcavxer


Nicht nur Rotwein - fast jeder Wein ist geschwefelt, auch Schaumweine u.s.w. Das ist übrigens keine moderne Erfindung, das haben die alten Römer auch schon so gemacht. Der Schwefel hemmt nicht nur Bakterienwachstum, sondern verhindert auch die vorzeitige Oxidation des Weins.

Es gibt tatsächlich Winzer, die völlig ungeschwefelte Weine anbieten - ich mache eher einen Bogen darum, meine bisherigen geschmacklichen Erfahrungen damit waren - sagen wir: Interessant. Ber ich hab mir schon vorgenommen, dem Thema noch mal eine Chance zu geben.

Aber gute Winzer versuchen, möglichst wenig Schwefel einzusetzen, macht sich ab einer gewissen Menge ja auch am Geruch/Geschmack bemerkbar. Es muss also nicht unbedingt "bio" sein . Die Grenzwerte für Schwefel im Biowein liegen übrigens nur ungefähr ein Drittel unter denen für anderen Wein (ich denke mal, da bleiben gute Erzeuger sowieso drunter). Ganz ohne Schwefel ist Wein übrigens nie, der wird auch auf natürlichem Weg gebildet, nämlich durch die Hefe bei der Gärung.

Übrigens entsteht auch im menschlichen Stoffwechsel Sulfit - und zwar täglich ungefähr so viel wie in 10 Litern Wein drin sein darf.

Sorgen mache ich mir da also keine drum - lästig finde ich es schon: Wenn ich mal auf einer Verkostung oder messe viele junge Weißweine probiere (das können dann schon mal 30 bis 50 im Lauf eines Tages sein sein), brauche ich fast immer mein Asthmaspray. Die Menge des aufgenommenen Schwefels kann es nicht sein (man spuckt den Wein ja wieder aus), aber durch das intensive Riechen kommt anscheinend einiges direkt in die Lunge. Ich kann natürlich auch nicht sicher sagen, ob das wirklich vom Schwefel kommt, aber ich wüsste jetzt keinen anderen Grund.

Jwan|74


Ich mag Bio-Weine auch nicht so, auch ungeschwefelter (Hilgert) war schonmal dabei, aber irgendwie ist das nix.. ich steh ja auf die großen, schweren Bordeaux. Dummerweise vertrag ich die wohl auch mit am schlechtetsen, und Sulfit war da eine Spur. Allerdings glaub ich auch, dass da wenig dran ist, zumal ich so gut wie nie Kopfweh und Übelkeit von Wein bekomme, dafür eher Kreislaufprobleme. Aber auch nicht immer. Noch am rätseln, was das genau ist.

Wenn im menschlichen Körper eh viel mehr Sulfit vorkommt als in Wein drin ist, dürfte es, sofern kein Allergen, wirklich egal sein, oder?

t4he-c avexr


Naja, dass bio schlechter wäre als konventionell, kann man so auch nicht sagen - möglicherweise im unteren Preisbereich, da haut ein geringerer Ertrag durch Bio-Bewirtschaftung wahrscheinlich schon rein. Aber bei höherwertigen Weinen dürfte das keinen großen Unterschied mehr machen - da wird sowieso viel mit Ertagsreduzierung und schonenden Anbaumethoden gearbeitet. Es gibt meines Wissens nach auch Erzeuger, die die Vorgaben für Bio-Anbau ohnehin so ziemlich erfüllen und sich einfach nicht zertifizieren lassen, um den Papierkram zu sparen (beim hochpreisigen Wein ist dem Kunden das Bio-Label eh wurscht, da geht es um den Ruf des Winzers, die Lage, die Bewertungen durch Kritiker u.s.w.).

Bei Rotweinen könnte man natürlich auch an ein Histamin-Problem denken - aber es sind einfach so viele verschiedene Substanzen drin, dass es schwer sein dürfte, da was dingfest zu machen. Aber ist ja auch egal - die Preise für große Bordeaux sind sowieso derartig in den Himmel geschossen, dass man sie sich nicht mehr leisten kann. Andere Mütter haben auch schöne Töchter...

J+an74


ich glaub, einiges kommt banalerweise auch einfach vom Alkohol ;-).

Naja, für 20 EUR gibts auch schon nette Bordeaux.

Hoorror]v}izbe


Wenn Ihr schon bei dem Thema seid:

Ist das mit dem Sulfit nur im Rotwein? Und wenn ja; warum?

Liegt es am Sulfit, dass manche Menschen nach Rotweinkonsum nicht richtig schlafen können?

Denn mir geht es so.... ein Rose oder ein Weißwein machen mir überhaupt nix, aber der Rotwein.....das lässt mich die ganze Nacht hin und her wälzen....

Jpan7x4


Schwer zu sagen. Dachte, die Schlafprobleme kommen auch direkt vom Alkohol. In Rotwein ist ja jede Menge Zeug drin, viel mehr als in Weisswein. Histamin, Tannine, Sulfit..

HsybroidX9x9


@ Horrorvibe

Generell hemmt alkohol allgemein den schlaf. Wenn du zuviel hattest, pennst du zwar vom rausch ein, aber eigentlich putscht alkohol eher auf als das er müde macht.

H?olrrorvixbe


Okay, interessant. Also ihr wisst da jetzt auch nicht explizit, was den Unterschied macht?

Denn da merke ich wirklich, bei Rotwein habe ich Probleme überhaupt erst in die Tiefschlafphase zu kommen. Was mir mit anderen Weinen und anderem Alkohol nicht passiert. Dabei reicht ein Gläschen Rotwein, und zack, die Nacht ist durch. (Wir reden hier auch wirklich nur von ein/zwei Gläschen, die ich sowieso spüre, da ich kaum trinke.....alle paar Wochen halt, wenn ich Abends Lust habe "es mir besonders gut gehen zu lassen")

Meiner Oma geht es übrigens genauso...... Die verzichtet lieber auf Rotwein, und trinkt gar keinen Wein, wenn es keine Alternative zum Roten gibt.....

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