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Wieviel Fleisch wird realistisch noch gegessen?

Lvittlse-mit-$Lottte hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community,

ich habe mich heute mit einer Kollegin darüber unterhalten dass wir beide den Eindruck haben dass wir wenige Menschen kennen die täglich Fleisch und Wurst essen.

Beim Abendessen kochen habe ich nochmal darüber nachgedacht und mir scheint es wirklich so zu sein - während ich von meinen Großeltern weiß dass es dort weiterhin fast täglich irgendwas fleischiges gibt und sie auch immer Wurst im Kühlschrank haben ist es schon bei meinen Eltern anders.

Bei uns und auch bei fast allen unseren gleichaltrigen Freunden (Ende 20, Anfang 30) ist Fleisch etwas dass es höchstens 2x die Woche gibt, Wurst gibt es bei vielen häufiger, bei uns dagegen gar nicht. Im Freundeskreis haben wir auch einige Veganer und Vegetarier.

Allerdings sehe ich an der Supermarktkasse auch immer wieder Menschen die massig Wurst und Fleisch, oft auch Billigware, aufs Band laden und dies ja dann vermutlich auch essen ;-D. Aber grundsätzlich, habt ihr auch den Eindruck dass der Fleischkonsum deutlich nachlässt?

Antworten
c+lairxet


Zahlen kann man leicht ergoogeln. Da steht, dass der Verzehr zurückgegangen ist, allerdings immer noch auf recht hohem Niveau (im Vergleich zur Nachkriegszeit oder den Entwicklungsländern). Sogar in den USA ist der Konsum gesunken.

Bei uns und auch bei fast allen unseren gleichaltrigen Freunden (Ende 20, Anfang 30) ist Fleisch etwas dass es höchstens 2x die Woche gibt, Wurst gibt es bei vielen häufiger, bei uns dagegen gar nicht. Im Freundeskreis haben wir auch einige Veganer und Vegetarier.

Ja, das ist die Gruppe, die genau im Trend liegt und bei Hans im Glück Walnussbratlinge bestellt. ;-D

Ich esse nicht jeden Tag Fleisch. Aber wenn ich Fleisch esse, dann etwas Teureres und es schmeckt mir wirklich gut. Grillen am Wochenende, das tolle Steak vor kurzem im Restaurant. Würd ich nicht drauf verzichten.

S`caro


Ich bin seit etwas mehr als einem Jahr Vegetarierin und symphatisiere mit dem Veganismus. Vorstellen könnte ich es mir derzeit aber noch nicht.

Demnach gibt es bei mir weder Wurst, noch Fleisch, noch Gelatine.

Meine Eltern essen täglich Fleisch. Entweder zum Mittag oder zumindest morgens und/oder abends aufs Brot. Ich schätze, dass den meisten Konsumenten weniger bewusst ist, wie viel Fleisch sie am Tag verzehren. Da wird dann nur an die Hauptmahlzeit gedacht und die anderen Mahlzeiten werden oft unter den Tisch gekehrt.

Seit der Umstellung geht es mir erheblich besser.

N*ordi684


Die Frage dürfte halt immer sein "Wer und wo ?". Bei einem 30jährige Großstadtbewohner wird die Wahrscheinlichkeit das er viel Fleisch ist geringer sein als bei einem 60jährigen Dorfbewohner. Allgemein denke ich also das auf dem Land mehr Fleisch gegessen wird als in der Stadt (man hat einfach ein anderes Verhältnis dazu und weiß das Tiere zum essen gehalten werden) und das ältere Menschen aus Gewohnheit und weil sie weniger Alternativgerichte kennen mehr Fleisch essen als jüngere.

hRatsch'ipxu


Ich esse nur einmal die Woche Fleisch, aber täglich Salami esse ich täglich, es fällt mir einfach zu schwer darauf zu verzichten.

Früher habe ich mehr Fleisch gegessen, aber ich habe da immer weniger Lust drauf. (vor allem weil man ja weiß, wo das her kommt)

h^atscJhipu


Oh, doppelt hält besser.

LweCMhaHtNoir


Ich bin seit gut meinem 6. Lebensjahr Teil-Vegetarier (esse inzwischen Krabben, Muscheln und sonstiges Meeresgetier). Ich bin nicht dazu gezwungen worden, kein Fleisch zu essen, im Gegenteil: habe lange bei meinen Fleischessenden Großeltern gelebt. Die haben das akzeptiert, auch wenn sie es komisch fanden. Im Prinzip war ich damit die Erste in meiner Familie. Nachgezogen sind meine Mutter und anschließend meine Tante - wobei meine Mutter hin und wieder, in seltenen Fällen doch nochmal etwas Fleischiges isst (meist irgendein Würstchen %:| ). Wurst findet sich in Muttis Kühlschrank nur in dem Fach ihres Lebensgefährten. Meine Tante und ich sind von "warmblütigem" Fleisch gänzlich entwöhnt und können es uns in etwa genauso vorstellen, Fleisch zu essen, wie an einem Stuhlbein zu lecken. ;-D

Worauf ich aber hinauswollte, ist, dass ich somit über viele Jahre die Haltung zum Vegetarismus mitbekommen habe. Grob anberaumt, wurde ich 1994 Vegetarier, und damals noch weitgehend belächelt, à la: "Kind, du weißt nicht, was gut ist. Aber du wirst schon wieder auf den rechten Pfad finden, wenn du erstmal größer bist."

Für mich wurde (meist) nicht extra gekocht, und in Restaurants oder bei Gastgebern gab es keine/kaum vegetarische Gerichte. Ich bin also damit großgeworden, das Fleisch aus dem Essen herauszusortieren und den Rest zu essen. Was für mich auch okay war.

Im Jahr 2002 war ich mit meinem Jahrgang auf Klassenfahrt, wo wir in einer ganz guten Jugendherberge unterkamen. Dort durften wir angeben, ob wir vegetarisch oder fleischig essen wollten. Von den ca. 60 Schülern meldeten sich höchstens 5-6, die vegetarisches Essen wollten, und der Rest johlte hämisch dazu.

2004 wechselte ich von der Realschule auf's Gymnasium und siehe da, dort war der Prozentsatz an Vegetariern etwas höher - was sicher auch mit dem aufkommenden Trend zusammenhing. In der 11. Klasse war die Anzahl an Veggies noch (deutlich) geringer als in der 13. Klasse. Dennoch waren wir eine Minderheit. Hierzu muss ich erwähnen, dass ich aus einem stark landwirtschaftlich-/massentierhaltungsgeprägten Landkreis komme, und die meisten meiner Mitschüler traditionell mit Fleischkonsum aufwuchsen.

Als ich 2007 anfing zu studieren, gab es im Mensa-Angebot bereits täglich mindestens eine vegetarische sowie zwei fleischige Hauptkomponenten. Dazu konnte man verschiedene Beilagenkomponenten wählen. Im Laufe der Zeit merkte ich, dass auch an der Uni die Zahl der Veggies anstieg: war ich anfangs oft einsamer Veggie am Tisch und wurde in die Situation gebracht, mich "rechtfertigen" zu müssen, so kommt es inzwischen (seit ca. 2012/2013) öfter vor, dass 5 Veggies und 2 Fleischesser am Tisch sitzen. :)_ Ebenfalls auffällig ist der Trend in der Mensa-Cuisine, dass zunehmend auch auf Bio und inzwischen sogar Vegan geachtet wird. Finde ich gut!

Insofern JA, es gibt einen Trend zum geringeren Fleischkonsum und ja, man merkt es schon! :)= :)=

LMuisk0x8


Ich habe, leider, den Eindruck, dass nach wie vor zu viel Fleisch gegessen wird. Und besonders schlimm finde ich, dass viele nicht drauf achten, wenn es denn schon Fleisch sein muss, dass es wenigstens von vernünftig behandelten Tieren kommt.

Ich kriege irgendwie ständg mit, dass Leute grillen z.b. und dafür die Billigware nehmen :-/

L,uixs08


Ach so, ich esse seit Jahren gar kein Fleisch. Gesundheitlich geht es mir sogar noch besser als vorher.

N`ordi8O4


Ich kriege irgendwie ständg mit, dass Leute grillen z.b. und dafür die Billigware nehmen :-/

Mein letztes Steak hat fast 15€ gekostet, also für ein Stück Fleisch. ;-) Aber die Frage ist halt auch ob die Leute da ne Alternative habe. Wenn um mich rum nur Discounter und Supermärkte sind und ich die guten Fleischer vielleicht garnicht kenne dann kann ich mir auch nichts ordentliches kaufen.

cNlai~ret


In der Mensa oder Kantine ess ich auch fast ausschließlich vegetarisch, obwohl ich keine Vegetarierin bin. Denn wenn ich Fleisch esse, dann möchte ich, dass es gut zubereitet ist und wirklich gut schmeckt. Bei Massenessen ist das selten der Fall.

L]eCha^tNoixr


Wenn um mich rum nur Discounter und Supermärkte sind und ich die guten Fleischer vielleicht garnicht kenne dann kann ich mir auch nichts ordentliches kaufen.

Oder man geht online, recherchiert sämtliche "Fleischquellen", schnappt sich das Fahrrad und grast alles ab bis man das Richtige gefunden hat. Ist zwar umständlich, aber das sollten einem Gesundheit, Tier und Umwelt ruhig wert sein. ]:D

Ich habe, leider, den Eindruck, dass nach wie vor zu viel Fleisch gegessen wird.

Ich finde auch, dass noch zu wenige Menschen auf Fleisch verzichten - oder wenigstens ihren Konsum hinterfragen und anschließend schrittweise reduzieren. Es ist ja schon geholfen, wenn jemand seinen täglichen Fleischkonsum auf nur 2-3mal pro Woche einschränkt. Ein Anfang ist ein Anfang, auch wenn er nur laaangsam Fahrt aufnimmt. Versuche das gerade mit Zucker und Weizenmehl, also eine deutliche Reduktion. Wobei ich schon vor einer halben Stunde wieder rückfällig geworden bin, und mir einen Billig-Kinder-Pingui-Verschnitt reingezogen habe.... :-/ Seufz, mit der Fleischreduktion wird es wohl ähnlich sein...

EAhemaJliger LNutmzer (#47x9013)


Der ganze Eindruck hängt denke ich sehr vom sozialen Umfeld ab. Es geht dabei auch nicht darum, ob Fleischkonsum oder Vegetarismus nun besser sind, sondern dass die verschiedenen Alternativen gar nicht erst hinterfragt werden. Seitens der Proleten wird meines Erachtens noch genauso viel Fleisch gegessen wie eh und je. Ich bin es so Leid, mich für Dinge zu rechtfertigen, die angeblich nicht normal sind, nur weil andere geistig zu zurückgeblieben sind, um die Gesamttendenz überhaupt zu bemerken.

TMexa5s79


In einer Kantine würde ich auch kein Fleisch essen, aus mehreren Gründen (Zubereitung, Herkunft)

Ich selber esse ca 2-3x in der Woche ein gutes Stück Fleisch, dass ich aber selber zubereite (grilliere zB auch im Winter). Wurst udgl esse ich nicht. Ausser bei der herbstlichen Metzgete eine feine Blutwurst x:)

Jedoch schaue ich woher das Fleisch kommt. Bei uns gibt es doch einige Bauern, die Fleisch im Direktverkauf haben und an deren Weiden (Mutterkuh-Haltung) ich täglich vorbei fahre. Der Dorfmetzger hat auch nur Fleisch aus der Region. Zudem gibt es bei uns jetzt einen Bauer, der die Bewilligung erhalten hat, seine Rinder direkt auf der Weide zu schiessen.

Bei Fisch achte ich auch darauf, woher dieser kommt. Wir haben sogar noch eine Forellenzucht in der Region.

Meine Verwandten essen aber mehr Wurstwaren als Fleisch und denen ist es auch egal woher die Wurstwaren stammen, hauptsache günstig. Meine Mutter nähert sich jedoch langsam meiner Einstellung an.

N;oKrdi8x4


Ach ne gute Wurst ist auch was feines, gerade vom Grill. Dann darfs aber auch nicht die billige Discounter Bratwurst sein die bloß von der Tunke lebt sondern die Wurst ansich muss nen Eigengeschmack haben. :-q Und von nem schönen Schinken oder ner guten Salami will ich erst garnicht anfangen.

Noch ein Vorteil bei Ware direkt vom Metzger: Man muss nicht diese riesen Packungen kaufen. Aufschnitt ausm Supermarkt fliegt bei mir leider immer wieder weg, einfach weil die Packungen viel zu groß sind und ich nicht drei Tage lang immer die gleiche Wurst oder den gleichen Aufschnitt drauf haben will. Dann lieber nur drei Scheiben beim Metzger geholt und es landet nix im Müll.

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