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Wieviel Fleisch wird realistisch noch gegessen?

T-hrxud


Als ich 2007 anfing zu studieren, gab es im Mensa-Angebot bereits täglich mindestens eine vegetarische sowie zwei fleischige Hauptkomponenten.

Das gab es auch schon, als ich angefangen habe und das war einige Jahre eher ;-)

aber täglich Salami esse ich täglich, es fällt mir einfach zu schwer darauf zu verzichten.

Die böse Salami ist auch mein Problem ]:D Wir haben unseren Fleischkonsum fast eingestellt. Ist im Laufe der Jahre immer weniger geworden, irgendwann schmeckt es auch nicht mehr. Hier in der Gegend (traurig bei 30.000 Einwohnern) gibt es nur Supermärkte, wo man Fleisch und Wurst bekommen könnte. Auf dem Wochenmarkt stehen mittwochs und sonnabends dann die Schlachter vom Land und verkaufen Fleisch und Wurst. Leider für arbeitende Menschen nicht erreichbar.

Bei meinen Eltern hat der tägliche Fleischkonsum abgenommen, nachdem ich ihnen dieses [[http://www.gu.de/media/media/51/53830214089202/9783833822018.jpg Kochbuch]] geschenkt habe. ]:D Ansonsten essen sie viel Fleisch und Wurst, immer vom Discounter. Und wenn sie dann ganz stolz erzählen: heute Mittag gab es kein Fleisch! Was dann? Möhreneintopf. Aha, aus einem Stück Rind gekocht :=o

p7ink=nicox75


Wir essen auch nur sehr selten Fleisch. Wenn wir Fleisch essen, dann achten wir darauf woher es kommt und es muss einfach hochwertiges Fleisch sein.

In meinem Kühlschrank gibt es so gut wie nie Fleisch oder Wurstware. Falls am Sonntag mal einer von uns Lust auf Wurst hat, wird diese Scheibchenweise beim Metzger gekauft. Meist nur so 4 Scheiben... meist nicht mehr. Falls wir Besuch haben etwas mehr.

Zuletzt waren meine Mutter und Stiefvater in unserer Wohnung, als wir im Urlaub waren. Sie haben Wohnung und Haustier gehütet in unserer Abwesenheit.

Jetzt haben wir leider Fleischberge in unserem Kühlschrank. Wir essen und verarbeiten es - aber wir ekeln uns vor so viel Fleisch. Ich weiß gar nicht, wie ich das alles verarbeiten soll. Leider konnten die Eltern das nicht wieder mitnehmen, weil sie nun ihrerseits im Urlaub sind.

Man gewöhnt sich an wenig und gutes Fleisch, so dass man von dem billigen Fleisch und der billigen Wurst aus dem Discount total angewidert ist.... Von Tag zu Tag riecht es mehr nach Fleisch da drin. Die offenen Sachen muss ich leider heute entsorgen und das macht mich echt traurig.....

Meine Mutter weiß, dass ich eine Abneigung gegen diese Fleisch- und Wurstwaren und Eier aus Bodenhaltung habe... sie argumentiert aber damit, dass sie nicht das Geld für Bio und Metzgerei haben. Ich habe es auch aufgegeben verstehen zu wollen, warum man sich dann täglich diesen "Müll" reinschaufeln muss.

Jeder muss das für sich alleine ausmachen.....

LXeChfatNxoir


Als ich 2007 anfing zu studieren, gab es im Mensa-Angebot bereits täglich mindestens eine vegetarische sowie zwei fleischige Hauptkomponenten.

Das gab es auch schon, als ich angefangen habe und das war einige Jahre eher ;-)

Hier hätte ich vllt ausholen sollen, dass in sämtlichen umliegenden Mensen anderer Hochschulen keine Komponenten angeboten werden, sondern fertige Gerichte auf einem Teller: will heißen nicht so wie bei uns in der Essensausgabe ein Teller mit z. B. einem veg. Nudelgericht, separat ein Teller mit Geschnetzeltem und separat 4-5 Schälchen mit unterschiedlichen Beilagen, was man miteinander kombinieren könnte, sondern ein großer Teller mit Nudeln und Fleisch und (Gemüse-)Beilage drauf. Schöner ist es doch flexibel zu entscheiden, wie man kombinieren will. Auf diese Weise wird auch weniger weggeworfen, weil man nicht gezwungen wird gleich ALLES zu nehmen. ;-)

L)eChtatNLoxir


@ DoN

Der ganze Eindruck hängt denke ich sehr vom sozialen Umfeld ab. Es geht dabei auch nicht darum, ob Fleischkonsum oder Vegetarismus nun besser sind, sondern dass die verschiedenen Alternativen gar nicht erst hinterfragt werden. Seitens der Proleten wird meines Erachtens noch genauso viel Fleisch gegessen wie eh und je. Ich bin es so Leid, mich für Dinge zu rechtfertigen, die angeblich nicht normal sind, nur weil andere geistig zu zurückgeblieben sind, um die Gesamttendenz überhaupt zu bemerken.

Ich glaube, ich verstehe deinen (hitzigen) Beitrag nicht ganz, möchte aber gerne. Daher ein paar Fragen. @:)

1.)

Es geht dabei auch nicht darum, ob Fleischkonsum oder Vegetarismus nun besser sind, sondern dass die verschiedenen Alternativen gar nicht erst hinterfragt werden.

Meinst du damit, die verschiedenen Alternativen werden von vielen nicht hinterfragt, oder sollen sie von keinem hinterfragt werden, im Sinne von "Man soll unbedacht leben (können)"?

2.)

Ich bin es so Leid, mich für Dinge zu rechtfertigen, die angeblich nicht normal sind, nur weil andere geistig zu zurückgeblieben sind, um die Gesamttendenz überhaupt zu bemerken.

Interpretiere ich richtig, wenn ich annehme, du bist Vegetrarier und musst dich Fleischessern gegenüber in Bezug auf deinen Vegetarismus, der in ihren Augen "abnorm" ist, rechtfertigen?

ODER

Du bist ein Fleischesser, der Vegetarier als geistig zurückgeblieben bezeichnet, weil diese den Mainstream (also die "Gesamttendenz"), nämlich das regelmäßige Fleischessen, ignorieren?

Tendenziell ziehe ich zwar eher erstere Variante in Betracht, aber ich will es nunmal genau wissen. ;-)

L.uis!08


Aber die Frage ist halt auch ob die Leute da ne Alternative habe.

Naja Biofleisch gibt es ja inzwischen schon bei Ald. Und wegen des Preises: Da kann man dann ja weniger essen, dafür gute Qualtät. Das bekommt der Gesundheit nun auch nicht gerade schlecht. ;-)

NXord>i8$4


Sorry, aber "Bio" heißt nicht zwangsläufig gut. Nur weil Discounter mittlerweile Bio Fleisch anbieten muss das noch lange nicht gute Qualität sein und den Tieren muss es dadurch auch nicht besser gehen. Massentierhaltung ist da genau so an der Tagesordnung wie beim Billigfleisch. Dann lieber Fleisch aus guter Herkunft und ohne Biosiegel weil ein oder zwei Kriterien nicht eingehalten werden.

LyeChantNxoir


Sorry, aber "Bio" heißt nicht zwangsläufig gut. Nur weil Discounter mittlerweile Bio Fleisch anbieten muss das noch lange nicht gute Qualität sein und den Tieren muss es dadurch auch nicht besser gehen. Massentierhaltung ist da genau so an der Tagesordnung wie beim Billigfleisch. Dann lieber Fleisch aus guter Herkunft und ohne Biosiegel weil ein oder zwei Kriterien nicht eingehalten werden.

Boah, bin ich froh, dass ich mir in der Hinsicht keinen Kopf mehr machen muss. ;-D

pTinkRnico7x5


Bio-Eier aus dem Supermarkt...

ich müsste sonst irgendwo einen Hof finden, der frische Eier verkauft. Sogar auf dem Wochenmarkt verkauft man Eier aus dem Supermarkt.... höchstens Bio.

Ich weiß, ich geb auf Bio auch nicht mehr viel.... trotzdem geht's mir irgendwie besser, wenn ich wenigstens Bio Eier kaufe und nicht diese furchtbaren Bodenhaltung-Eier (zum Glück gibt es die Käfig-Eier nicht mehr)...

LJeChRatNoxir


Zumindest, was meine Belange angeht. Manchmal, wenn ich schräg draufkomme, mache ich mir auch um die Belange anderer Gedanken, aber für den Moment bin ich da äußerst liberal, auch wenn es mir schwerfällt. ;-)

LFe:Cha6tNoxir


trotzdem geht's mir irgendwie besser, wenn ich wenigstens Bio Eier kaufe und nicht diese furchtbaren Bodenhaltung-Eier

:)^

N`ordi8O4


Na ich mein ja nur, "Bio" ist nicht das Allheilmittel. Die Discounter Bio Schweine, Kühe oder Hühner werden genau so wenig Tageslicht, Wiese und Auslauf haben wie die nicht-Bio Tiere, es werden nur bestimmte Kriterien eingehalten und die Viecher haben z.B. etwas mehr Platz im Stall.

Wenn ich die Wahl hab nehm ich dann doch lieber nen Rind ohne Biosiegel bei dem ich weiß das es irgendwo im Umkreis auf der Wiese gestanden hat. Die Wahl hat nur nicht jeder, deswegen ist es schon gut wenn man nen echten Metzger hat dem man vertraut oder bei dem man auch mal mitfahren kann wenn er seine Kühe holt.

LCuisx08


Wenn ich die Wahl hab nehm ich dann doch lieber nen Rind ohne Biosiegel bei dem ich weiß das es irgendwo im Umkreis auf der Wiese gestanden hat. Die Wahl hat nur nicht jeder, deswegen ist es schon gut wenn man nen echten Metzger hat dem man vertraut oder bei dem man auch mal mitfahren kann wenn er seine Kühe holt.

Ja. Mir ging es auch eher darum, dass, so wie ich das mitbekomme, extrem vielen Leuten das scheissegal ist, wie es den Tieren geht. Die kaufen irgendwo was, das gut aussieht und günstig ist.

E!hePmaliger NuCtzer (#q47x9013)


@ LeChatNoir

Meinst du damit, die verschiedenen Alternativen werden von vielen nicht hinterfragt, oder sollen sie von keinem hinterfragt werden, im Sinne von "Man soll unbedacht leben (können)"?

Sie werden nicht hinterfragt bzw. wird die eine Alternative als selbstverständlich und die andere als abnorm hingestellt.

Interpretiere ich richtig, wenn ich annehme, du bist Vegetrarier und musst dich Fleischessern gegenüber in Bezug auf deinen Vegetarismus, der in ihren Augen "abnorm" ist, rechtfertigen?

ODER

Du bist ein Fleischesser, der Vegetarier als geistig zurückgeblieben bezeichnet, weil diese den Mainstream (also die "Gesamttendenz"), nämlich das regelmäßige Fleischessen, ignorieren?

Tendenziell ziehe ich zwar eher erstere Variante in Betracht, aber ich will es nunmal genau wissen. ;-)

Ersteres, denn wenn Argumente aus bloßem Unwissen als invalide abgetan werden, kann man Diskussionen auch gleich abbrechen. Es geht da auch teilweise um harmlose Sachen wie "Du isst meinem Essen das Essen weg.", aber das wird eben für bare Münze genommen, ohne die Ironie und Unlogik dahinter zu verstehen. Wenn das der allgemeine intellektuelle Durchschnitt sein soll, dann gute Nacht.

pCinkMnico7x5


Ich befürchte ab jetzt wird dieser Faden wieder komplett auseinander genommen %-| ;-D

g{ato


Aber grundsätzlich, habt ihr auch den Eindruck dass der Fleischkonsum deutlich nachlässt?

DoN_ sagt es:

Der ganze Eindruck hängt denke ich sehr vom sozialen Umfeld ab.

Ob und was für Fleisch gegessen wir, hängt stark mit dem Einkommen und der Lebensweise zusammen.

Wer weltoffen und interessiert ist, isst auch mal Avocado auf Brot oder Hummus. Wer das nicht kennt, wählt wahrscheinlich nur zwischen Wurst und Käse. Mit steigendem Einkommen steigen gewöhnlich auch die Ansprüche und der Fleischkonsum ändert sich.

Gerade vom Umfeld wird man ja auch oft beeinflusst. Da fragt eine Mutter nach einem Rezept für selbstgemachte Dinkelkekse und schon überdenkt man vielleicht, welche Kekse man seinem Kind gibt. Oder man denkt sich seinen Teil und reduziert den Kontakt. ;-D

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