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Wieviel Fleisch wird realistisch noch gegessen?

LXeChaOtNxoir


Klar ist Bio nicht der Garant für ein heiles Tierleben. Aber im Vergleich zu dem Horrorleben, konzentriert mit abertausenden anderen Artgenossen zu vegetieren, finde ich die Abmilderung des Ganzen durch Biohaltung, auch wenn sie erstmal klein ist, besser als den Ausgangspunkt.

In meiner Nähe gibt es mehrere Bauern, die z. B. ihre Hühner draußen halten - dort kaufe ich lieber Eier als im Supermarkt. Aber wenn es schnell gehen muss, greife ich im Supermarkt auch zu den Bioeiern. Nicht mit ganz reinem Gewissen, aber einem nicht ganz so schlechten, wie bei der Bodenhaltung.

Aber ich gebe mir bereits Mühe nicht so viele Produkte/Gerichte mit Ei zu essen...oder ich werde mir in Zukunft selber Hühner anschaffen, die ich dann möglichst artgerecht halte und von denen ich weiß, dass sie keinen Mist zu fressen kriegen.

L;eni|Kruegexr


Ich esse kaum Fleisch, Milchprodukte, Eier oder Honig. Fleisch eigentlich nur mal alle paar Monate, wenn mein Wursthunger in der 2. Zyklushälfte so überhand gewinnt, dass einfach ein paar Debreziner oder Käsekrainer her müssen. Oder wenn ich irgendwo auswärts esse, wo die fleischlose Alternative total furchtbar ist. Wie neulich in einem Restaurant, als das einzige vegetarische Gericht "Überbackenes Gemüse" war, welches ganz grauenvoll war und es auch keine Möglichkeit gab sich irgendwas selbst zusammenzustellen. Leider scheinen viele bayerische Gasthäuser das mit dem Gemüse überhaupt nicht drauf zu haben, denn auch die Gemüsebeilage zum Fleischgericht war das Grauen. Als hätten sie Tiefkühlgemüse aufgetaut, zu lange in Wasser gekocht und komplett ungewürzt serviert.

In meinem Umfeld hab ich aber auch den Eindruck, dass tendenziell weniger Fleisch gegessen wird. Besonders im Studiengang von meinem Freund (Soziale Arbeit) scheint schon jeder zweite auf tierische Produkte zu verzichten und es gibt sogar eine vegane Mensa in der Stadt.

In meinem eigenen Umfeld scheint es noch mehr regelmäßige Fleischkonsumenten zu geben, aber auch die werden weniger.

pfiInkni<c\o,75


oder ich werde mir in Zukunft selber Hühner anschaffen

das stell ich mir total witzig vor bei uns.... auf dem Balkon / Dachterrasse

Nee, das käme einer Käfighaltung ziemlich nahe. ;-D

w'hitei magic


Ich bin ein Fleischesser und esse es gerne. Ich versuche beim Einkauf darau fzu achten, dass es eben nicht das Billigste ist, aber für reines Bio aus dem NIO-Ladne haben auch wir nicht das Geld.

Ich stehe dazu das ich gerne Fleisch esse und das e smir damit gut geht. Im gegenteil, wenn ich einige Tage kein Fleisch essen, dann bekomme ich sogar Heißhunger darauf.

Ich ag Wurst nicht so gerne, aber die wiederum ißt mein mann gerne.

Ich denke grundsätzlich wird der Fleischkonsum weniger, da viele Menschen sich dem Vegetarismus und Veganismus zugewandt haben. Alleine dadurch schon. Auch dadurch, dass wir heutzutage im Überfluß lebe. es gibit immer und zu jeder zeit alles was mach braucht.

Ich komme noch aus den neuen Bundesländern und weiß wie es ist sich anzustellen und zu hoffen, dass der Rinderbraten nicht schon alle ist oder man mal ein Stück tollen Schinken unter der Ladentheke bekommen hat.

Genauso kann ich mir vorstellen, wie es für Nachkriegsgenerationen schwer ist auf Fleisch zu verzichten, da diesen den Mangel noch kennen.

Wenn ich aber aktuell keinen Mangel habe, dann fällt es mir leicht auf etwas zu verzichten, da ich es ja jederzeit bekommen kann.

Sicherlich ist es schön , wenn man auf den Preis nicht achten muss, aber es leben zu viele Menschen an der Armutsgrenze und auch diese wollen mal ein Stück Fleisch auf dem Teller haben. Denen dann damit zu kommen.

Esst einfach nicht so viel, dann könnt ihr auch 50 Euro für das Kilo Bio-Rind bezahlen finde ich höchst unfair und unrealistisch.

Des weiteren finde ich auch bedenklich, das ein Vegetarier die Augen verdreht weil die Mutter sagt, es gab Möhren eintopf ohne Fleisch. für die Mutter ist es ein Schritt in die richtige Richtung, aber hier wird nur das Negative gesehen.

Ich esse gerne auch vegetarisch, aber eben nicht als "vegetarsiches" Essen, sonder weil ich eben gerne Kartoffeln und Quark esse. Mich strengt es an, dass man sich als normaler Fleischesser sclecht fühlen soll, weil man Fleisch ißt. Genauso kann ich nachvollziehen, dass man als Veganer genervt ist, sich dauernd zu rechtfertigen.

Schöner wäre es, wenn jeder essen dürfte was er will ohne sich rechtfertigen zu müssen.

hLatscdhipu


Sobald wir ein Haus haben, stehen Hühner auch ganz oben auf der Liste. Wie hab ich das als Kind geliebt im Hühnerstall nach Eiern zu suchen. x:)

gmreenKie0x7


Was mir auffällt, dass viele ihren Fleischkonsum klein reden und dann betonen, dass wenn schon Fleisch dann nur ein gutes/hochwertiges Stück. Und genau das ist in meinen Augen noch schlimmer als die Leute die viel Fleisch und zwar alles (fr)essen...denn auch für ein Filetstück oder ein ähnliches 'gutes Stück' muss ein ganzes Tier geschlachtet werden! Dann seid doch bitte auch so konsequent und esst auch vom nicht so feinen Rest.

Das klassische Beispiel (mal weg jetzt von den Grosstieren) sind ja die Hähnchen. Hier wird mit Vorliebe die Hähnchenbrust gekauft/gegessen und der Rest? (Da war doch die Geschichte, dass diese teilweise nach Afrika exportiert würden?)

Ich finde man sollte aus dem Ganzen nicht soviel Religion machen, warum muss jeder so betonen Ich bin Fleischesser, Ich bin Vegetarier, Ich bin Veganer...essen und essen lassen sollte doch die Devise sein.

*:)

E\hemaligelr Nutzert (#4#79013x)


@ gato

Mit steigendem Einkommen steigen gewöhnlich auch die Ansprüche und der Fleischkonsum ändert sich.

Eher nein. Bildung/Intelligenz und Einkommen korrelieren nicht zwangsläufig miteinander. Wir haben hier beispielsweise so ein Achte-Klasse-Abgangszeugnis-ran-ans-Band-VW-Werk um die Ecke.

LJeChatQNoixr


@ DoN

Danke für deine Erklärung!

@ pinknico

Ich hoffe nicht, dass der Faden auseinandergenommen wird...finde das hier gerade so interessant und bisher lief es auch einigermaßen gemäßigt ab.

@ gato + DoN

Der ganze Eindruck hängt denke ich sehr vom sozialen Umfeld ab.

Da mögt ihr wirklich recht haben. War am Freitag auf einer Feier mit 90% alten Menschen (ehemals Bauern). Von denen wird keiner Vegetarier sein und sofort unterschreiben, dass sich in ihrem Umfeld in Bezug auf Vegetarismus nichts verändert hat.

wQhitAe ma!gixc


Dann seid doch bitte auch so konsequent und esst auch vom nicht so feinen Rest.

Ja gerne. Schweinefüßchen :-q , Zunge. Leber. Mein Mann x:) saure Nieren.

Der Hund bekam Pansen und bei ganzen Hühnchen kloppt sich die Familie um Hals, Herz und Magen. Mama liebt Lunge und Poloch.

Aber im Westen kriegst du das kaum. Das muss die Oma immer ausm Osten mitbringen. ;-D

E,h/emalige_r0 NutzeZr (}#4790x13)


Der Hund bekam Pansen und bei ganzen Hühnchen kloppt sich die Familie um Hals, Herz und Magen. Mama liebt Lunge und Poloch.

Hmm, aaah, Pansen :-q

poinknnico75


Was mir auffällt, dass viele ihren Fleischkonsum klein reden und dann betonen, dass wenn schon Fleisch dann nur ein gutes/hochwertiges Stück. Und genau das ist in meinen Augen noch schlimmer als die Leute die viel Fleisch und zwar alles (fr)essen...denn auch für ein Filetstück oder ein ähnliches 'gutes Stück' muss ein ganzes Tier geschlachtet werden! Dann seid doch bitte auch so konsequent und esst auch vom nicht so feinen Rest.

Ich glaube da verstehst Du etwas falsch. Mit hochwertig und gut meine ich nur die Herkunft und die Haltung des Tieres. Wo ist es aufgewachsen, was hat es zu fressen bekommen. Wie viel Antibiotika musste das arme Tier in der Nahrung aufnehmen.... (was auch bei uns Menschen immer mehr zu Resistenzen bei Antibiotika führt).

Ich esse sicherlich nicht nur Filet...... und ich kenne Leute, die kaufen auf dem Hof das ganze geschlachtete Tier. Da wird alles eingefroren und die Familie isst daran monatelang.... Bis sie dann wieder zum Hof fahren.

DAS ist für mich die allerbeste Weise, Fleisch zu konsumieren...

Hühnchen esse ich seit Jahren nicht mehr. Weder Flügel noch Schenkel noch als Brühe.... ....

LOeniKruxeger


Hört auf über Innereien zu reden, ich krieg Hunger. Schlachtschüssel ist ja schon auch was geiles.

Aber für mich gibt's jetzt das Gemüse im Backteig. :-q

LheCh6atXNoxir


Ich finde man sollte aus dem Ganzen nicht soviel Religion machen, warum muss jeder so betonen Ich bin Fleischesser, Ich bin Vegetarier, Ich bin Veganer...essen und essen lassen sollte doch die Devise sein.

Vom reinen Ideal her würde ich bei dir unterschreiben. Aber da ist leider noch der Umweltaspekt sowie die Ausbeutung ärmerer Länder (z. B. Sojaanbau in Südamerika) damit wir in den Industriestaaten unserem Hunger fröhnen können.

Natürlich hilft es schon, wenn jeder sein Möglichstes tut, also z. B.

- wenn derjenige, der das Land dazu hat, sich eigene Tiere anschafft und diese gut hält.

- wenn derjenige, der nicht viel Geld zur Verfügung hat, das Fleischessen "zelebriert", indem er "besseres" aber weniger davon kauft (man muss ja nicht gleich übertreiben und 50 Euro pro Kg zahlen, wie white magic darstellte)

- wenn derjenige, der gerne täglich Fleisch isst, versucht nur noch alle zwei Tage Fleisch zu essen

- wenn derjenige (z. B. ich), der es nie mochte, weil es ihm nicht schmeckt, oder aus ethischen Gründen das Fleischessen ablehnt, gänzlich darauf verzichtet

g1ato


DoN_

Bildung/Intelligenz und Einkommen korrelieren nicht zwangsläufig miteinander.

Ich habe dabei auch gar nicht an Bildung gedacht, sondern an Möglichkeiten. Wer Geld hat, fährt in den Urlaub und lernt da andere Dinge kennen als Kinder an der Armutsgrenze. Wer Geld hat, geht mal in ein richtiges Restaurant anstatt nur zur Fastfoodkette. Aber vielleicht sagen Statistiken auch was anderes. ":/

h3elhix poomatixa


Aber grundsätzlich, habt ihr auch den Eindruck dass der Fleischkonsum deutlich nachlässt?

Nein. Wenn ich mir die Teller meiner Kollegen in der Pause ansehe, so ist immer Wurst auf dem Brot, eher zwei Scheiben. Wie häufig sie Fleisch abends essen, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber aus Gesprächen weiß ich, dass sie es sich fleischlos nicht vorstellen können.

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