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Nahrungsmittelunverträglichkeit - aber welche, Diagnostik?

AQpyyrexna


Du musst halt die richtige Dosis auspendeln. Das dauert sicher eine Weile.

mFuhk-uhx2k


Es ist schon komisch. Je mehr ich über den Säure-Basen Haushalt lese, bzw. über Azidose, desto besser passt es.

Mein bisheriger Verdacht war ja:

??? (unbekannter Auslöser) ==> zu wenig Magensäure + zu wenig Darmperistaltik ==> zu viele Blähungen und Dünndarmfehlbesiedlung ==> starkes Völlegefühl, Schmerzen beim tiefen Einatmen aufgrund der Blähungen ==> Verspannung im Nackenbereich ==> Schwindel und Benommenheit

Ich konnte mir jedoch nie erklären, warum ich manchmal noch während des Essens Probleme mit dem Schwindel bekam. Oder warum ich bspw. auf Aspirin so heftig reagiert habe. Oder auch Essiggurken nicht vertragen habe.

Wenn ich für die ??? eine latente und ggf. sogar akute Azidose eintrage passt quasi alles. Bspw. auch, dass sich die Symptome bereits bei einer Veränderung der Atmung so massiv ändern. Warum ich auf starken Sport so stark reagiert habe.

Bleiben für mich aber noch ein paar Fragen:

- Wie bekomme ich das weg? Setze momentan bei der Ernährung, ich denke ein erster Schritt wird es sein, die Eiweißaufnahme deutlich zu reduzieren und die Menge an Kartoffeln noch weiter zu erhöhen (ironisch weil ich mal dachte ich vertrage Kartoffeln gar nicht, ich glaube es war damals nur die große Menge mit der ich es getestet habe, die dann ein gefundenes Fraß für die DDFB war).

- Mache ich mir die Mühe das ärztlich diagnostizieren/bestätigen zu lassen? Geht das überhaupt halbwegs zuverlässig? Wurde das nicht vielleicht sogar bei meinen Krankenhausbesuchen ausgeschlossen? Mir ist aufgefallen, dass ich bei meinem ersten Krankenhausbesuch fast schon Bilderbuchmäßig die Symptome einer akuten Azidose beschrieben habe (war da, nachdem ich so heftig auf eine Aspirin reagiert habe). Da ich direkt auf der Orthopädie wegen des Schwindels gelandet bin, glaube ich aber nicht dass da was gemacht wurde.

A8pyrexna


Ich würde erst mal eine Weile bei der Beobachtung bleiben, dann erst zu einem Arzt gehen und als letztes über eine Behandlung nachdenken.

Und Achtung: Wenn du Läuse und Flöhe hast (Azidose und DDFB), dann musst du auf beides Rücksicht nehmen.

pPelztiqer86


Eine metabolische Azidose kann man zweifelsfrei nachweisen oder ausschließen. Eine kapilläre BGA am Ohr genügt für diese Indikation.

Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass du eine dekompensierte metabolische Azidose gehabt hast. Nur die macht Symptome - eine durch die Ventilation kompensierte Azidose macht kaum Beschwerden, jedenfalls keine, die durch eine Azidose entstehen. Allenfalls merkt man vielleicht etwas von der Hyperventilation.

puelzBtieTr86


die Symptome einer akuten Azidose beschrieben habe (war da, nachdem ich so heftig auf eine Aspirin reagiert habe).

So schnell geht das nicht bei ASSS, selbst wenn man wie ich eine vorbestehende leichte, teilkompensierte metabolische Azidose hat.

Wenn bei ASS die Möglichkeit einer akuten metabolischen Azidose angegeben ist, dann geht man dabei von sehr hohen Dosen oder Überdosen.

Ich konnte mir jedoch nie erklären, warum ich manchmal noch während des Essens Probleme mit dem Schwindel bekam

Auch eine metabolische Azidose liefert keine Erklärung dafür. Der pH-Wert im Blut reagiert nicht derart auf die Ernährung, schon gar nicht ad hoc auf das, was man gerade zu sich nimmt.

Selbst wenn du eine leichtgradige teilkompensierte metabolische Azidose hast, kannst du Essiggurken in normalen Mengen essen, ohne dass dein pH während des Essens oder auch erst danach abrutscht. Alles andere ist eine völlig verquere, rational nicht begründbare Vorstellung!

Wie bekomme ich das weg? Setze momentan bei der Ernährung, ich denke ein erster Schritt wird es sein, die Eiweißaufnahme deutlich zu reduzieren

Insofern ist das völlig unsinnig - was willst du damit bezwecken bzw. auf welche Annahme stützt du die Eiweißreduktion?

pwelzDtierx86


Ach jetzt sehe ich, woher du den Unsinn mit der "Übersäuerung" hast. Vermutlich von solchen Seiten wie der hier:

[[http://www.netdoktor.at/gesundheit/gesunde-ernaehrung/latente-azidose-5930?page=2]]

Das, was da steht, ist bestenfalls umstritten; in jedem Fall aber nicht wissenschaftlich.

Es gibt keine Übersäuerung des Körpers, die mit einer völlig normalen BGA einhergeht, und man nur mittels Urinuntersuchung feststellen kann. Richtig ist, dass eine chronische metabolische Azidose nicht zwangsläufig mit einer pH-Erniedrigung einhergehen muss, wenn sie vollständig über eine Hypokapnie (niedriges pCO2) infolge einer Hyperventilation kompensiert werden kann. Häufiger ist jedoch der Fall, dass bei einer chronischen metabolischen Azidose infolge einer schwerwiegenderen Grunderkrankung der pH leicht erniedrigt und nur eine Teilkompensation vorhanden ist.

Aber eine "latente Azidose", die in der BGA kein Basendefizit (erhöhte BE) macht und nur über den pH im Urin nachgewiesen werden kann, gibt es wissenschaftlich gesehen nicht. Die Übersäuerung, die hier gemeint ist, entspricht also nicht der wissenschaftlichen Definition einer Azidose. Wenn du deine Ernährung trotzdem umstellen willst, kannst du das natürlich machen. Nur solltest du nicht von Zusammenhängen, die so nicht existieren, ausgehen.

mWuhk@uh22xk


Ich lese mich ja erst seit ein paar Tagen in das Thema ein, weiß mittlerweile aber, dass Urintests nicht wirklich hilfreich sind. Da kann man alles und nichts reininterpretieren und nein, die von dir genannte Quelle sehe ich nicht als hilfreich an. Denn wenn es danach geht, hätte ich nicht zu viel Säure im Körper sondern viel zu viel Basen, weil der Urin immer stark basisch ist.

Die Übersäuerung, die hier gemeint ist, entspricht also nicht der wissenschaftlichen Definition einer Azidose. Wenn du deine Ernährung trotzdem umstellen willst, kannst du das natürlich machen. Nur solltest du nicht von Zusammenhängen, die so nicht existieren, ausgehen.

Ehrlich gesagt ist mir das mittlerweile vollkommen egal. Ich habe rund um die klinische Diagnostik der Dünndarmfehlbesiedlung so viel wissenschaftlichen Unsinn gelesen, dass ich ohnehin bei nicht-lebensgefährlichen Krankheiten absolut null Vertrauen in die Schulmedizin habe (und nein, das heißt nicht, dass ich ALternativen mehr vertrauen würde). In Deutschland hat man da einfach absolut null Ahnung von und es tut mir für die hunderttausenden Reizdarm Patienten echt leid, denen es mit geringem Aufwand so viel besser gehen könnte.

Ich orientiere mich nur an den empirischen Beobachtungen. Und wenn es mir mit säurearmen Essen besser geht (das probiere ich ja gerade erst) dann ist die Sache für mich klar. Mir egal ob die Schulmedizin dafür ne Erklärung auf Lager hat, ist nicht mein Job das zu validieren.

Im übrigen ist meine Eiweißreduktion nicht wirklich wild, es ist eher so, dass ich über viele Jahre in denen ich Kraftsport betrieben habe, deutlich zu viel davon gegessen habe.

mXuhqku$hx2k


Soweit ich bisher weiß, spielt Kalium offenbar eine wichtige Rolle im Säure-Basenhaushalt. Daher wollte ich mir in der Apotheke Kalium kaufen, mir wurde jedoch empfohlen zunächst den Blutwert bestimmen zu lassen bzw mit dem Arzt zu sprechen ob es wirklich notwendig ist.

Habe jetzt vorhin mal in der Praxis angerufen und nach dem Kaliumwert gefragt, da ja vor kurzem noch Blut abgenommen wurde. Er lag bei 3,9. Die Grenze ist laut Praxis von 3,8 bis 5. Laut Helferin also voll im Optimalbereich ;-)

Ich sehe es als ein weiteres Puzzleteil an das passt :)z

Ammarixlia


muhkuh2k

Du wirst so gut wie keinen normalen Allgemeinmediziner finden, der dir bezüglich einer "Übersäuerung des Körpers" helfen wird. Es gibt, soweit mir bekannt ist, gerade mal eine Handvoll Mediziner die sich damit auseinandersetzen oder gesetzt haben und das sind Privatärzte oder welche die eine zusätzliche Heilpraktikerausbildung haben. Mann muss auch unterscheiden, ob der Säure-Basen-Haushalt nicht in Ordnung ist oder der Ph-Wert des Blutes sich verändert. Letzteres ist gefährlich und endet wohl eher tödlich als mit Magen-Darm-Beschwerden.

Mich haben auch schlimme Magen-Darm Beschwerden und eine chronische Übelkeit vor Jahren zum Heilpraktiker getrieben. Niemand konnte mir sagen, was bei mir nicht stimmt. Er hat eine Dunkelfeldmikroskopie gemacht und das Ergebnis war auch ein gekippter Säure-Basen-Haushalt. Wenn du zu viel Säure bildende Lebensmittel isst , dann muss der Körper die überschüssige Säure irgendwie los werden. Über die Haut, über Organe und so weiter. Üblicherweise funktioniert das von selbst ganz gut. Aber bei einigen Menschen führt z.B. eine häufige Antibiotika Einnahme zu Veränderungen. Bei mir wars so arg, dass ich ständig Übelkeit hatte, extrem viel Magensäure und ständig Durchfälle. Mir kams von oben oder von unten. Und ich hatte einen furchtbaren Geschmack im Mund und auch der Schweiß hatte sich verändert. Zusätzlich kamen Schmerzen im ganzen Körper und in den Armen. Zudem hat er bei mir eben festgestellt, dass ich Milch überhaupt nicht vertrage, sowie Schweinefleisch und Eier.

Ich hab dann eine 6wöchige Kur gemacht mit ausleitenden Mitteln und einer radikalen Ernährungsumstellung und einem Darm-Aufbau. Mir gings nach der ersten Woche schon deutlich besser. Die Durchfälle, die Übelkeit, die Schmerzen und und und alles war weg.

Bei mir ist es jedoch so, dass ich dazu neige viel Mist zu essen und das ganze auch so wieder ins negative fallen kann. Aber ich weiß ja was zu tun ist und man hat es selber in der Hand :-)

mluhk1uh2xk


Da dürftest du Recht haben.

Hui, das hört sich heftig an, so weit geht es bei mir nicht. Aber danke für deine Erfahrungen :)* .

Ich vermute bei mir ja "nur" eine latente Übersäuerung, durch den jahrelangen Verzehr von quasi ausschließlich säurehaltigen Lebensmitteln und deutlich zu wenig Bewegung. Durch die Verschiebung der pH-Werte habe ich zu wenig Magensäure und/oder bin zu sauer im Dünndarm, wodurch die Enzyme nicht richtig wirken, es kommt zu Blähungen, welche die Verdauung noch weiter verlangsam und die Atmung einschränken (toller Teufelskreis, weil somit das Abatmen des CO2 eingeschränkt ist). Als Reaktion der langsamen Verdauung dann vermutlich noch eine Dünndarmfehlbesiedlung durch Bakterien die aus dem Dickdarm hochgewandert sind. Aufgrund von persönlichem Pech strahlt das ganze dann in den HWS-Bereich (habe da den rechten/vorderen Vagusnerv im Verdacht)- et volai... Völlegefühl, Atembeschwerden, Schwindel, Benommenheit.

In letzter Zeit ist übrigens der Schwindel ein wenig zurückgegangen und die Benommenheit rückt dadurch in den Vordergrund. Die Scaleni sind nach wie vor knochenhart, entspannen sich aber sofort merklich, wenn ich es mal selten schaffe, durch die richtigen Mahlzeiten zur richtigen Zeit nur geringe Magen-/Darmbeschwerden zu haben.

A\ma\rxilia


Das hört sich auch nicht unbedigt toll an. Und erinnert mich mehr an eine Histaminunverträglichkeit bzw. Glutenunverträglichkeit. Du könntest ja einen Selbstversucht machen bezüglich Histamin. Ich hab keine diagnostizierte Unverträglichkeit aber hatte öfter mit Schwindel nach Mahlzeiten zu tun, nach Absprache mit einem Hautarzt /Allergologe habe ich nach dem Verzehr von Histaminhaltigen Produkten auf meine Reaktion geachtet und ein Antiallergikum eingeworfen. Und siehe mir ging es mit Antiallergikum besser, diese haben nämlich eine ähnliche Wirkung wie Histaminblocker. Kosten nur wesentlich weniger und haben weniger Nebenwirkungen als ein Aspirin ;-) Und Blähungen, Übelkeit und ein Völlegefühl können zahlreiche Ursachen haben. Hast du es mal versucht einfach nach und nach gewisse Lebensmittel wegzulassen die eben genau das auslösen? Derzeit sind ja Milchprodukte oft Auslöser für Blähungen und Co, genaus wie Getreidehaltige Lebensmittel und Obst. Also Lactose, Gluten, Fructose? Genaus vertragen aber Menschen oft Paprika nicht, Zwiebeln, Hülsenfrüchte usw. ? Mir hat der Arzt geraten einfach mal Woche für Woche ein Ernährungstagebuch zu schreiben und dann immer wieder was wegzulassen oder dazu zu tun. Klar kann der Fehler im inneren liegen aber manchmal kommt es auch von außen.

mJuh\kuh2xk


Jepp,habe ich alles bereits probiert, hatte auch mal Histamin stark im Verdacht :-). Aber da ist nix.

Ja, habe auch mal eine Zeit lang nur sehr wenige Dinge gegessen, die am wenigsten Beschwerden gemacht haben, aber beschwerdefrei werde ich damit nicht. Und Milchprodukte machen mir keine wirklichen Problem, sind sogar recht gut verträglich. Gluten geht in geringen Mengen gut, Fruktose ebenfalls. Zwiebeln gehen gar nicht, Hülsenfrüchte sind auch so eine Sache (Erdnüsse ausgenommen). Ernährungstagebuch habe ich ebenfalls für Monate gemacht.

Dennoch danke für die Anregungen! :)^

mpuhk^uh2xk


So, mal wieder nach etwas längerer Zeit (war unter anderem ne Woche gesperrt, ist immer toll, wenn einem die Beteiligung in anderen Fäden so gedankt wird) eine Rückmeldung von mir:

- War für 1,5 Wochen im Urlaub. War ganz gut um das Schlafdefizit mal wieder ein wenig auszugleichen

- Habe mir da unter anderem als das Wetter wieder besser wurde ne Erkältung eingefangen und lag für zwei Tage im Bett, hatte aber keinen negativen Einfluss auf Benommenheit/Schwindel/völlegefühl. Da ich leichtes Fieber hatte wurde wohl auch mein gesamter Kreislauf etwas beschleunigt und somit auch die Vedauung, das was gar nicht so schlecht.

- Habe wieder einmal bemerkt, dass größere Mengen Weizen mir recht starke Probleme mit dem Schwindel machen, obwohl ich vom Magen her keine Probleme habe und auch die Blähungen wohl erst verzögert auftreten. Habe es ja jetzt wochen-/monatelang wieder morgens und abends in Form von Toast gegessen. Ich denk ich werde Gluten jetzt wieder ne Zeit lang komplett weglassen. Ich überlege, ob ich stattdessen mal Kartoffelpuffer oÄ. als Brotersatz nehmen kann. Probiere es derzeit bereits und es klappt ganz gut. Auf Dauer sollte ich mir da aber wohl ne fettfreiere Variante suchen, bzw. eine wo besseres Fett drin ist (kaufe mir momentan die fertigvariante Kartoffelpuffer im Spermarkt)

- Bin noch weiterhin an dem Thema Säure-Basen dran

- Heute hätte eigentlich der H2/CH4 Laktulose-Atemgastest in Bochum sein sollen. Aufgrund der Erkältung habe ich den Termin jedoch abgesagt und gehe stattdessen nächste Woche hin.

m'uOhku=h2k


So, morgen steht dann der H2/CH4 Atemtest im Bergmannsheil an.

Die letzten Wochen waren recht unspektakulär. Es war auszuhalten, hat aber auch noch gut Verbesserungspotential. Etwas merkwürdig war es gestern, als es plötzlich ohne wirklich für mich erkennbaren Auslöser schlechter wurde. Gut es könnte Zitronensaft gewesen sein, aber dass ich da erst 3h zeitverzögert drauf reagiere glaube ich irgendwie nicht. Glaube eher, dass es etwas psychisches war in Richtung latente Hyperventilation oder so. Habe jedenfalls gemerkt, dass ich nicht richtig atme, ohne dass es dafür nen wirklichen körperlichen Auslöser gab.

Naja ist ja nicht das erste Mal, dass das passiert ist. Ich versuche da einfach nicht all zu viel Gewicht drauf zu geben und setze darauf, dass diese Übersensibilität auch aufhört, wenn ich das Grundlevel der Beschwerden verringere/beseitige.

A2pyrsexna


Machst du was Richtung Entspannungsverfahren? Psyche spielt ja bei dir eine nennenswerte Rolle.

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