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Kann Laktoseintoleranz schlimmer werden?

EKhema)liger N^utzer (#4+17903x)


So, ich denke, ich habe nun eindeutig die Hefe als weiteren Übeltäter identifizieren können. Habe eine Weile im Großen und Ganzen immer das gleiche gegessen und dann letzte Tage mal wieder Knabbergebäck mit Hefe probiert. Volltreffer. :-(

A&py`rXena


Schade und auch nicht. Hefe ist leider fast überall drin. Richtiges Brot geht dann aber wieder vom Bioladen, oder? Oder gibt es dafür noch andere Ausschlusskriterien? Und wie war das nochmal Kuchen (nur das Laktosethema)?

Mit Histamin hast du kein grundsätzliches Problem, oder? Das habe ich bestimmt schon mal gefragt, weil Hefe ein Histaminthema ist.

E>hemalig4er Nutzetr (#4x17903)


Brot vom Biobäcker habe ich noch nicht probiert. Meist esse ich zum Frühstück Roggenknäckebrot, da ist keine Hefe drin.

Ich könnte nächste Woche mal in dem Nachbarort fahren und schauen, was der Biobäcker dort so im Angebot hat.

Andere Ausschlusskriterien gibts bei Brot und Gebäck dann ja eigentlich nicht, außer halt Laktose.

Ich hatte ja auch erst noch Weizen in Verdacht, aber da ich Nudeln, Couscous usw. vertrage, scheint es daran ja nicht zu liegen.

Kuchen oder Süssgebäck esse ich eh wenig, von daher brauche ich da nicht großartig nach Alternativen suchen.

Höchstens mal Waffeln oder ein paar Kekse, da kann ich z.B. ja die Butter gegen Margarine oder Öl tauschen.

Über Histamin hatte ich mich schon informiert, das meiste, wo viel Histamin drin ist, macht keine Probleme.

Avpyrexna


Kuchen gäbe es auch genug ohne Laktose oder Hefe.

Im Bioladen gibt es viele Brot-Sorten ohne Hefe.

EKhRemalig<er NutZzYer (#`41n7903x)


Der einzige Kuchen, den ich wirklich vermisse ist Käsekuchen. Auf alles andere wie Obstboden, Sahnetorte, Rührkuchen, usw. kann ich ganz gut verzichten, so wahnsinnig lecker fand ich das alles nie.

Waffeln mag ganz gern mal, da kann ich versuchen, die Milch durch Hafer- oder Mandelmilch zu ersetzen. Mal sehen, ob das geht bzw. schmeckt.

Axpy&renxa


Käsekuchen kannst du auch vergan backen.

Und Waffeln mit Ersatzmilch sind sicher lecker. Es gibt auch Rezepte nur mit Butter, ich weiß nicht mehr, ob das bei dir geht. Evtl. Margarine? Das kriegst du sicher hin.

E.hemal)igekr NFutzer] W(#4179103)


Tatsächlich, bei Chefkoch gibts Rezepte für veganen Käsekuchen. Da werde ich doch beim nächsten Einkauf mal so einen Becher Sojaquark besorgen und testen, ob der was taugt.

Margarine kann ich essen, wenn keine Molke oder Joghurt mit drin ist. Waffeln dürften also machbar sein.

Vielen Dank für die Vorschläge! @:)

A)pyYrenxa


Na dann bin ich gespannt, ob du es auch wirklich verträgst!

Bei mir gibt es eine neue Fährte. Es gibt eine Mastzellerkrankung, deren Symptome und Auslöser wie meine sind. Das ist eine Knochenmarkserkrankung, bei der mutierte Mastzellen gebildet werden. Da meine Leukozyten auch immer sehr sehr niedrig sind, könnte das passen (grundsätzlich schlecht funktionierendes Knochenmarkssystem). Auch das EINZIGE Medikament, das mir Linderung bringt, ist eines zur Unterstützung der Mastzellen. Ich habe den Tipp von meiner Mediatorin aus meinem Nahrungsmittelallergieforum bekommen. Ende Januar bin ich wieder bei meiner Ärztin und werde das mit ihr besprechen.

EPhemalikger NutzFer (#4x17903)


Guten Morgen und ein frohes neues Jahr!

Also, Sojaquark hab ich nicht bekommen, aber Joghurt und ich bin überrascht, wie sehr der nach normalem Joghurt schmeckt. Gut, ist alles mögliche Zeugs und auch Zucker drin und teuer ist er auch, aber mal für ab und zu ist das ok, denke ich.

Und man kann daraus selber Quark herstellen. Das werde ich mal versuchen und dann einen Käsekuchen backen.

Müsste eigentlich klappen, zumal ich ja nicht auf Eier verzichten brauche und dann die Masse ganz normal nach meinem Rezept zusammenrühren kann. Bin gespannt!

Den Begriff "Mastzellen" habe ich bisher in Verbindung mit Allergien und Histamin gehört. Weiter habe ich mich damit aber nicht beschäftigt. Was bewirken diese Zellen und wie kann man Erkrankungen behandeln?</p>
<p>Ich wünsche dir, dass deine Krankheit gut behandelbar ist und dass du dich bald besser fühlst und auch wieder arbeiten kannst und im Alltag "belastbarer" bist.</p>
<p>Gut, dass es heutzutage so viele Internetforen zum Erfahrungsaustausch gibt. Auf vieles würde man oft selber gar nicht kommen und auch Ärzte wissen ja nicht immer alles, besonders, wenn Krankheiten nur selten vorkommen.

M(rs-_DarCcxy


Ich schleich mal kurz rein:

Biskuitboden ist normalerweise laktosefrei! Auch die gekauften für Obstkuchen.

Pfannkuchen und Waffeln schmecken sehr gut mit Mandelmilch, als Butterersatz fand ich die Margarine von Alsan immer sehr gut.

AEpy"rena


Joghurt aus Milch könnte ich auch herstellen, aber Quark aus Joghurt... wie geht denn das?

Mastzellen haben mit Histamin, Unverträglichkeiten und Allergien zu tun, das stimmt. Es ist aber im Gegensatz zu Laktose, Fruktose und Sorbit millionenfach komplizierter. Mastzellen werden im Knochenmark aus Stammzellen gebildet und wandern von dort durch den Körper, bis sie sich in einem Organ niederlassen, um dort ihre Aufgabe zu erfüllen. Ihre Aufgabe ist es, nach Fremdem, Bedrohlichem (insbesondere Parasiten, Allergene, Fremdstoffe) Ausschau zu halten und gegebenenfalls die umliegenden Zellen über die drohende Gefahr zu informieren, indem die in ihnen gespeicherten Mediatoren und Botenstoffe freigesetzt werden. Dieser Alarm mobilisiert dann Abwehrprozesse. Einer der wichtigsten auslösenden Botenstoffe ist Histamin. Histamin versetzt als Signal­überträger den Körper bei Infektionen und allergischen Reaktionen in Alarmbereitschaft. Bestimmte Genmutati­onen in Mast­zellen führen dazu, dass die Mastzellen leichter aktivierbar (empfindlicher) werden, oder dass sie sogar dauer­aktiviert sind. Diese krankhaft veränderten Mast­zellen setzen verstärkt Histamin und andere Media­toren frei, schon bei völlig harmlosen äusseren Reizen oder auch spontan, ohne äussere Einflüsse, was zu zahllosen Fehl­regulatio­nen und Fehlalarmen im Stoff­wechsel führt. Mit der Zeit kann dadurch der ganze Körper, das ganze Immunsystem in einen schweren Krankheitszustand versetzt werden.</p>
<p>Behandelbar ist das mit mehr oder weniger gutem Erfolg mit Medikamenten, die die mutierten Mastzellen aus dem Knochenmark unterdrücken sowie mit Medis, die die gesunden Mastzellen stärken sollen. Der Rest muss symptomatisch behandelt werden. Geheilt werden kann das nicht, aber in einem günstigen Fall wenigstens gelindert

oqnotdisexp


Mit der Laktoseintoleranz ist es so, dass ich mich an manchen Tagen von Milchprodukten ernähren kann und an anderen Tagen kein bisschen Milch vertrage. Heute wird die Laktoseintoleranz zunehmend wie eine echte Allergie verstanden und auch so behandelt. Solange es noch Milchzucker als mildes Abführmittel zu kaufen gibt, gibt es wohl keinen erwachsenen Menschen, der Milchzucker wirklich verträgt. Eine wirkliche Erkrankung ist es genau deshalb aber auch nicht, sondern es steckt oft was anderes dahinter, z.B. eine sonstige Darmreizung. Gute Besserung!

E!hem0alinger NutzeWr (#41c7903)


@ Mrs_Darcy

Die Margarine würde ich gerne mal probieren. Wo bekomme ich die? Im normalen Supermarkt oder im Reformhaus?

Waffeln oder Pfannkuchen mit Mandelmilch oder Hafermilch werde ich demnächst ausprobieren!

@ Apyrena

Dankeschön für die ausführliche und gut verständliche Erklärung! Hoffentlich findest du/deine Ärztin ein geeignetes Medikament, was dir eine Linderung deiner Beschwerden verschafft.

Auf einer Internetseite habe ich gelesen, dass man den Joghurt für ca. einen Tag lang durch Filtertüten abtropfen lassen soll, dann wird da was Quark-ähnliches raus.

@ onodisep

Ist bei mir auch so. Manchmal passiert nichts, auch wenn ich z.B. was milchhaltiges abschmecke oder irgendwo eine Kleinigkeit probiere. An anderen Tagen brauche ich im Supermarkt nur in die Nähe des Milchprodukte-Regals kommen und bekomme schon Bauchschmerzen. ;-D

Aber Unverträglichkeit und Allergie ist nicht dasselbe. Eine Unverträglichkeit kommt meines Wissens daher, dass die Verdauungsenzyme für bestimmte Stoffe im Körper fehlen und eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems.

Daher kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die beiden Probleme mit gleichen Mitteln behandelt werden können.

Da könnte man ja dann, wenn man von einer Allergie ( die es bei Milchprodukten natürlich auch gibt ) auf Milch ausgeht eine Hyposensibilisierung durchführen und das Problem wäre gelöst. Aber die ständige Zufuhr von Laktose machts doch eigentlich dauerhaft eher schlimmer, oder? Ist jedenfalls bei mir so.

Aber eine anderweitige Darmreizung kann natürlich gut sein, ich vermute das auch bei mir, weil es auch andere Dinge gibt, von denen ich Beschwerden bekomme. Das ist auch abhängig vom Zyklus, von der Kombination verschiedener Lebensmittel und der Tagesform, Stress, usw.

MZrs_kDaFrcy


Alsan gibt es normalerweise in jedem gut sortierten Supermarkt, in Discountern habe ich sie noch nicht gesehen. Ist verpackt wie ein Stück Butter, ein halbes Pfund. Ich hatte immer die in der dunkelgrünen Verpackung.

Meine Laktoseintoleranz kam irgendwann mit Anfang 20. Kurz nach der Geburt vom ersten Kind habe ich dann festgestellt, dass ich wieder alles vertrage und es ist bisher auch so geblieben. Scheint bei mir irgendeine Darmgeschichte gewesen zu sein.

A,pyrKena


Heute wird die Laktoseintoleranz zunehmend wie eine echte Allergie verstanden und auch so behandelt.

Das habe ich noch nie gehört. Weder das eine noch das andere. Das sind zwei völlig unterschiedliche Bereiche.

Unverträglichkeit kommt meines Wissens daher, dass die Verdauungsenzyme für bestimmte Stoffe im Körper fehlen und eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems.

Eine Allergie ist immer eine Immunreaktion, das ist richtig. Bei jeder Unverträglichkeit ist es allerdings schon ein anderer Mechanismus, z.B. bei Laktose ein Enzym, bei Fruktose ein "Transportproblem", bei Histamin sind ca. drei verschiedene endogene und exogene Faktoren beteiligt. Und Salicyl ist wieder anders. Das ist alles ziemlich kompliziert.

Und natürlich wird es schlimmer, je mehr ich dem Körper Nahrungsmittel zuführe, die er nicht verträgt, egal ob Unverträglichkeit oder Allergie.

Bei Laktose ist es fraglich, ob es eine Erkrankung ist, das stimmt. Man geht davon aus, dass das eher normal ist. Aber dass sozusagen Anpassungen stattgefunden haben und dass viele Laktose daher vertragen. Die normalen sind eigentlich die, die Laktose nicht vertragen.

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