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Vegane Ernährung mit 13/14?

FKe.


@ Namja,

hankshrader

Das sind jedenfalls sehr klare Aussagen von euch, die ich respektiere. Aber ich würde evtl. anders entscheiden (verdammt schwere Entscheidung).

Was die hypothetische 15-jährige Drogenabhängige angeht: Wenn sie Kinder will und keine Chance sieht, dass sich ihre Lage jemals verbessert, dann gäbe es keinen Grund, lange zu warten. Im Gegenteil, je länger sie wartet, desto höher evtl. das Risiko, dass sie das Aufwachsen der Kinder nicht mehr erlebt.

"Kriege keine Kinder" könnte ein Rat sein, der eher den Interessen des Ratgebers entspricht als denen des Beratenen.

Toll find ichs auch nicht wenn "so eine" Kinder bekommt, aber aus ihrer Sicht könnte das anders sein.

C~om5r&an


Warum sollte man alle lebenden Schweine schlachten müssen, nur weil alle auf einmal Veganer werden?

Wegen der Futterknappheit und den dadurch höheren Preisen. Der Mensch kann nun mal kein Gras essen, also werden die Weiden für das Vieh dem menschlichen Agraranbau weichen. Weidefutter wird damit verteuert, die Tiere machen wirtschaftlich keinen Sinn und für eine Entdomestizierung wird der Platz nicht reichen.

NXam|ja


Du hast das Konzept von Veganismus nicht verstanden Comran. Es geht hier um sehr viel mehr als nur um "Keine Tierprodukte essen". Wenn alle auf einmal aus ethischen Gründen Veganer würden(was ein sehr hypothetischer Fall ist) würden sie auch entsprechend über ihre Verantwortung den Tieren gegenüber nachdenken. Und sie dann eben nicht aus wirtschaftlichen Gründen umbringen. Der Besitzer der Schweine wäre ja dann per Definition auch Veganer.

N-a^m0ja


Aber wie gesagt, dass alle auf einmal Veganer werden ist sowieso Unsinn. Und ein Industrieschweineleben dauert 6 Monate. Dh wenn die Entwicklung auch nur ein bisschen länger dauern würde als das (und sie wird/würde viel länger dauern) stellt sich durch geringere "Nachproduktion" die Frage gar nicht.

Clomrxan


Wenn alle auf einmal aus ethischen Gründen Veganer würden(was ein sehr hypothetischer Fall ist) würden sie auch entsprechend über ihre Verantwortung den Tieren gegenüber nachdenken.

Auch Veganer wollen überleben.

Es gibt ca. 600000 Veganer in Deutschland. Würden wir alle vegan leben, wären es 82 Millionen. Die Auswirkungen auf Landwirtschaft und freilebende Arten wären enorm. Da kannst du ganz viel über Verantwortung gegenüber Tieren nachdenken. Du kannst als Mensch Gras nicht essen. Weidetiere schon. Als Veganer musst du Kalorienträger, Eiweiße und entsprechende Elemente kompensieren über eine entsprechend zusammengestellte und für Menschen verwertbare pflanzliche Ernährung. Der Bedarf ist fast doppelt so hoch wie bei einem Omni. Du kannst dir die Katastrophe an drei Fingern abzählen, denn das bedeutet, dass über 80 Millionen Menschen doppelt so viele Landwirtschaftsprodukte konsumieren wie vorher. Das ist so, als müsste unsere Landwirtschaft die doppelte Bevölkerungszahl ernähren.

Ein Wahnwitz. Du kriegst nicht einmal die Menschen satt, geschweige denn, dass du noch an die Tiere denken kannst.

Ckomrxan


Präzisiere "Landwirtschaftsprodukte": natürlich sind nur noch Agrarprodukte gemeint.

Nba;mjxa


Der Großteil dessen was die Tiere heute essen ist (mit etwas anderer Zubereitung und Qualitätskontrolle) für Menschen essbar. Was glaubst du denn wie viele Kühe (von Schweinen ganz zu schweigen) tatsächlich Gras zu fressen kriegen bei uns?

Langfristig wäre der Bedarf an Agrarprodukten in einer veganen Gesellschaft wesentlich geringer. Und ein kurzfristig gibt es, wie ich in meinem zweiten Beitrag erläutert habe ohnehin nicht.

CPomxran


Der Großteil dessen was die Tiere heute essen ist (mit etwas anderer Zubereitung und Qualitätskontrolle) für Menschen essbar.

Dann probier mal Silage und Rohfaser (die Hauptanteile von Viehfutter). Mahlzeit.

Langfristig wäre der Bedarf an Agrarprodukten in einer veganen Gesellschaft wesentlich geringer.

???

Die Logik erschließt sich mir nicht.

Nfamjxa


Massentierhaltungstiere bekommen Kraftfutter das zu großen Teilen aus Mais und Soja besteht.

Für 100kcal Fleisch frisst ein Schwein ca. 800kcal Futter. Davon sind deutlich mehr als 100kcal für den Menschen auch direkt essbar. Wenn der Mensch also langfristig, statt Schwein zu essen lieber den essbaren Futteranteil isst, und es all die Schweine in Massentierhaltung nicht mehr gibt, kannst du mit der aktuellen Agrarproduktion deutlich mehr Menschen ernähren.

Dass auch bzgl vom Menschen verwertbaren Futters die Produktion von Fleisch nicht sinnvoll ist kannst du, gut mit Quellen belegt, auch ne Wikipedia (oder direkt in den dort referenzierten Primärquellen) nachlesen.

CNom~rxan


das zu großen Teilen aus Mais

Maispflanzen - nicht die leckeren Kolben, die du isst. ]:D

Du musst die Tiere ja nicht essen, aber bisschen mehr Information über die Aufzucht schadet nicht.

N+amjAa


Nein, nicht nur den Pflanzen. Auch den Kolben. Ich zitiere an der Stelle mal Wikipedia "Monogastrier werden hauptsächlich mit Getreide gefüttert, das auch für den Menschen direkt verwertbar ist".

Lies dir doch bitte mal ein bisschen was zur Fütterungseffizienz durch, bevor du hier Unsinn schreibst.

C7omra4n


[[https://de.wikipedia.org/wiki/Maissilage]]

Die Maissilage ist eine Silage aus der ganzen Maispflanze, die als Grundfutter für Wiederkäuer

Jetzt vergiss doch mal deine Schweine als Monogastrier-Exot, die machen maximal 50% des Fleischverzehrs aus (kannst du bei statista.com nachlesen) und stehen in Futterkonkurrenz zum Menschen.

Die meisten gegessenen Tierarten sind aber Wiederkäuer. Kälber & Rinder, Wild, Schafe, Ziegen, Hasen, Kaninchen. Diese stehen nicht in Futterkonkurrenz zum Menschen. Das Futter für diese kann den Fleischverzicht nicht ersetzen, insofern brauchst du erheblichen Mehrbedarf an Agrarprodukten, wenn du die Tiere nicht mehr isst.

Mensch, du willst aber auf Biegen und Brechen Recht behalten... ich bin mal raus, das bringt nichts. %-|

NzaNmja


Hühner, Puten hast du jetzt einfach mal außer Acht gelassen. Passen nicht in deine Argumentation?

Auch bei Rindfleisch ist die Futtereffizienz bzgl vom Menschen verwertbaren Futters immernoch unter 100%.

Siehe wieder Wikipedia: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tierproduktion

In der Summe ist man sehr deutlich unter 100%. Womit ich nicht Recht behalten will, sondern Recht habe. Die Aussage dass ohne Fleisch für Menschen weniger Nahrung zur Verfügung stehen würde ist schlichtweg falsch.

Npaxmja


Ach übrigens: Aus der ganzen Pflanze bedeutet: Auch aus den Kolben. Was meine Aussage sogar bestätigt. Es ist nämlich im Gegensatz zu dem was du anscheinend denkst nicht so, dass üblicherweise bei uns aus den Kolben Menschenessen wird und aus den Pflanzen Tierfutter. Der bei uns angebaute Futtermais wird nicht von Menschen gegessen.

sxcZhnecNke1_985


Ich glaube, dass es sehr, sehr viele Grünflächen gibt, die nicht zum Pflanzenanbau geeignet sind. Siehe z.B. die ganzen Almflächen in den Alpen, Steillagen usw. Da ist Viehwirtschaft die einzig sinnvolle Landwirtschaft. Das darf man auch nicht außer Acht lassen.

Zwar verarmt auch bei Grünflächen die Artenvielfalt der Pflanzen, aber sie ist immer noch deutlich größer, als bei Monokulturen. Problematisch beim Pflanzenanbau sind auch die Pestizide und Spritzmittel (und keiner kann mir sagen, dass das für den Boden, das Grundwasser, Tiere usw. gut ist). Zumindest Pestizide und Herbizide entfallen bei der Weidenutzung.

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