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Vegane Ernährung mit 13/14?

N3amjxa


Och Malibu Bay, der Artikel ist nicht wirklich dein Ernst oder?

Der Artikel vergleicht eine in der Praxis zumindest bei uns (nahezu) nicht existente Form der Tierhaltung mit der tatsächlich existenten Form der Erzeugung pflanzlicher Nahrung und kommt dann zu dem Ergebnis, dass die Idealform der Tierhaltung möglicherweise "besser" ist.

Wenn man schon vergleichen will, müsste man für die Gemüseerzeugung dann bitte schön das handgepflückte Gemüse im eigenen Garten annehmen.

Wieso es immer wieder Fleischesser, die absolut nicht nur Fleisch aus extensiver Weidehaltung essen, als Argument für ihre (Massentierhaltungs-)Ernährung verwenden, dass Fleisch aus extensiver Weidehaltung ja gar nicht so schlimm wäre (oder Wildfleisch bei einem Wildfleischkonsum von ca. 2% des Gesamtkonsums) ist mir unklar. Das was IHR esst, müsst ihr für euch als Maßstab nehmen, nicht das was ihr idealerweise essen KÖNNTET.


Zu Sarah Wiener: Wer ernsthaft behauptet, Sojamilch (Zutaten: Wasser, Sojabohnen) sei so natürlich wie Cola, hat entweder von Sojamilch oder von Cola keine Ahnung oder versucht sich absichtlich mit grobem Bullshit Publicity zu verschaffen.


Zu Fertignahrung: Fertigessen ist generell nicht so super. Woher allerdings die Einbildung kommt, Veganer würden sich auf einmal nur noch von hochverarbeiteten Fertigprodukten ernähren, ist mir schleierhaft. Die Veganer, die ich kenne essen wesentlich weniger Fertigprodukte als der Durchschnitt.


Zu den Nährstoffen:

Klar sollte man darauf achten, genug Nährstoffe zu sich zu nehmen, und ja, es gibt Nährstoffe, die mit veganer Ernährung schwieriger sind. Insofern würde ich der TE, deren Vorhaben ich erstmal toll finde, durchaus raten sich gut zu informieren. Wer allerdings der Meinung ist, die TE würde sich durch vegane Ernährung, wenn sie sich, und so sieht es für mich aus, ein bisschen damit beschäftigt, ungesünder ernähren als der durchschnittliche 14-jährige, der redet m.E. eher ziemlichen Unsinn. Als ob da irgendjemand auf seine Nährstoffversorgung achten würde, und nein, mit der durchschnittlichen Teenie-Omniernährung deckt man garantiert nicht alle relevanten Nährstoffe ab.


@ Ausrotten:

So ein Blödsinn. Wenn wir die Tiere nicht essen, weil wir der Ansicht sind, dass das falsch ist, dann werden wir sie garantiert nicht ausrotten, weil sie ein bisschen was von unserem Essen essen.


@"Veganeressen wird um die halbe Welt gekarrt, Omni-Essen ist regional". Neue Abwandlung von "für euer Tofu wird der Regenwald abgeholzt". Wie regional ist denn die Milch für die die Kuh mit südamerikanischem Soja gefüttert wurde? Das Soja für vegane Produkte wird übrigens zum allerüberwiegendsten Teil in Europa, großteils Österreich und Deutschland angebaut.


@B12 und "wenn ich Nahrungsergänzungsmittel nehmen muss ist das ja unnatürlich". Beim üblicherweise im Handel käuflichen Fleisch (jaja ich weiß, hier essen natürlich alle nur Bio vom Hof nebenan wo die Tiere totgestreichelt werden) hat das Tier vorher ein Vitamin B12 Nahrungsergänzungsmittel gefressen. Ist das jetzt besser als es selber essen?

CSomr~an


Preisfrage an die Veganer aus moralischen Gründen:

Wäre [[https://en.wikipedia.org/wiki/Roadkill_cuisine Roadkill Cuisine]] was für euch, oder ist das dann auch nichts?

Ich meine, das Tier ist eh schon tot und das ohne Absicht... ":/

Spricht doch dann eigentlich nichts gegen den Verzehr, oder?

5dvorx6


ch kann dir nur abraten.

Dein Körper ist noch in der Entwickelung und braucht viele Stoffe, die du mit einer veganen Ernährung nicht zu führen kannst. Du kannst dir da dauerhafte Schäden zuziehen.

(Knochen brauchen Calzium... Milchprodukte oft der Lieferant, sonst bekommst du später Osteoporose und auf den Eisengeahlt deiner Nahrung musst du besonders achte...wenn du dich schlapp fühlst, Haarverlsut hast sind das erste Anzeichen für Mängel)

wintersonne01

:)^ :)^ :)^

Obwohl mir die Tiere ebenfalls leid tun, auch wie sie gequält werden, nur damit homo sapiens genug zu fressen hat. Ich hatte auch schonmal mit dem Gedanken gespielt, aber letztendlich wird das Ernähren dann hochkompliziert und es fehlem einen dann doch noch Nährstoffe, die wichtig sind.

5jvnor6


Dir ist vermutlich klar, dass Pflanzen auch Lebewesen sind?

Sie verfügen über eine Sprache, die wir erst zu verstehen beginnen (Informationsübermittlung bzw. Kommunikation per Botenstoffe). So kann man anhand dieser Botenstoffe nachweisen, dass Pflanzen Schmerz empfinden. Und sie merken sich auch, wer ihnen Schmerz zufügt. Wenn ihnen jemand nahe kommt, der ihnen schon mal weh getan hat, geht da ein Feuerwerk ab.

Mit der Argumentation dürfte man nix mehr essen, außer Steine. Wobei, meiner Weltsicht nach nicht mal die. Aus meiner Sicht hat Alles, was existiert, ein Bewusstsein.

Ich persönlich fände es das bessere Ziel, hochwertige Lebensmittel - ob nun tierisch oder pflanzlich - zu erwerben, für die die Lebewesen möglichst wenig leiden mussten und möglichst gut behandelt wurden. Aber auch das ist ein schwieriges Ziel, wenn man noch kein Geld verdient.

Cinnamon4

:)^ :)^ :)^

Genau DArüber habe ich auch schon nachgedacht, dass mir nicht vielleicht auch die Kartoffeln beim Essen leid tun sollten, oder das Gras, über das ich drüberlatsche. Tut das dem Gras weh? Oder wenn es gemäht wird. ":/

Es gibt irgendwie keine Grenze. Man wird es wohl nie schaffen, die Dinge bzw. Lebewesen komplett unverletzt zu lassen. :-(

CQo<mrxan


oder das Gras, über das ich drüberlatsche

Nicht nur Pflanzen. Mit jedem dritten Schritt durch Fauna und Straße zertritt man Spinnen, Ameisen, Käfer und sonstiges Kleingetier. Massentötung, nur weil wir unbedingt von A nach B wollen. Ließe sich vermeiden, wenn wir uns sichere Wege über die Natur bauten

Moralisch fragwürdig fände ich jetzt die Argumentation, dass das Leben eines Kalbs mehr wert ist, nur weil es hübscher aussieht als ein Insekt. Oder dass Insekten eh so zahlreich sind, dass es auf ein paar nicht ankommt. Oder dass unser Fußweg viel wichtiger sei als unsere Ernährung.

Nramja


Ein Kalb ist deutlich intelligenter als eine Ameise. Und wenn Intelligenz nicht das Thema ist, dann könnten wir auch Menschen essen. Der andere Punkt ist Absicht. Ich töte absichtlich auch keine Ameise. Aber hey, wenn ein Kalb höher zu werten als eine Ameise moralisch fragwürdig ist, dann ist es moralisch noch viel fragwürdiger einen Menschen höher zu werten als ein Schwein - die Ähnlichkeit ist sehr viel größer.Kartoffeln und ein Schwein gleichzusetzen finde ich a) relativ schwachsinnig (da wäre eine Gleichsetzung von Schwein und Mensch deutlich naheliegender) und b) fressen die Tiere die ein Omni isst jede Menge Pflanzen. Für Veganer sterben also auch weniger Pflanzen als für Omnis. Aber jetzt sind wir wieder bei Punkt 7 im Bullshit-Bingo: "Der Brokkoli hat auch Gefühle."

@ Comran und die Roadkill Cuisine:

Nein würde ich nicht essen. Fände ich eklig. Ich würde auch keinen verunfallten Menschen essen, und du vermutlich auch nicht.

fIou<ntnain=mmoxss


Irgendwie habe ich gerade ein inneres Bedürfnis, mich hier einzuklinken...

Erstmal zum eigentlichen Thema:

Vegane Ernährung sollte auch im jugendlichen Alter kein Problem sein, sofern versucht wird, genügend Hülsenfrüchte, Gemüse, Getreidearten, Nüsse und Saaten zu essen. Lediglich Vit. B sollte supplementiert werden.

Zum Randthema "aber auch andere Tiere und Pflanzen werden ja gequält/getötet...":

Ja, durchaus. Aber ich halte es für äußerst normal, dass Tiere sich fortbewegen. Das machen wir, das machen Schafe, das machen Käfer, das machen Löwen, das macht jeder. Und dass da ein Tier zertreten wird, passiert und ist traurig - aber normal. Für mich ist kein Tier nichts wert, Abstufungen mache ich auch, aber ich töte nicht bewusst von Hand und Fuß mit der Intention zu töten.

Dass Pflanzen auch Empfindungen haben, ist mir durchaus klar und auch das tut mir leid. Ich versuche mein Möglichstes, keinem Lebewesen ohne wichtigeren Zweck zu schaden. Das heißt : ich esse keine Tiere, ich fahre Schneckenslalom, ich gucke Mücken zu, wie sie mich aussagen... Aber ich bin nicht perfekt, und werde es nie sein.

Im Gegensatz zu Omnivoren, die hauptsächlich mit der Argumentation "aber Pflanzen, aber Insekten, dies und das an Deinem Lebensstil ist nicht perfekt" ins Feld ziehen, versuche ich da anzusetzen, wo ich bewusst töten lasse. Omnis essen meist Tiere UND Pflanzen UND andere tierische Produkte. Sie fügen also Tieren UND Pflanzen Leid zu. Ich versuche mich nach und nach auf pflanzliche Kost zu begrenzen.

Und dennoch verstehe ich das Verlangen nach Fleisch bei anderen, es ist ja natürlich. Und ich verstehe den Genuss, die Kultur und den Willen. Aber ich für mich denke mir, dass sich die Menschheit, die sich für moralisch und intellektuell hoch entwickelt hält, sich aber benimmt wie andere Tierarten über die sie sich so gerne stellt - zumindest mal mit dem Thema auseinander setzen könnte. Vor allem hier in der westlichen Welt, in der Fleisch seltenst was mit Überleben zu tun hat.

M<alibu; Bday


@ Namja

Nein aber ich finde wir müssten da ansetzen. Die Leute die kein Fleisch mehr kaufen haben keinen Einfluss auf die Fleischindustrie. Wenn aber mehr Nachfrage nach Fleisch von Weideschweinen da wäre würde sich vielleicht schrittweise was ändern. Und was gibt es schöneres als Schweinen auf der Wiese zuzusehen. Meiner Meinung nach ist es für das Tierwohl viel sinnvoller gezielt solches Fleisch zu kaufen als aus Protest gar kein Fleisch mehr zu kaufen.

N7amxja


Und was für Fleisch kaufst du? Isst du im Restaurant Fleisch? Wenn du tatsächlich nur Tiere aus extensiver Weidehaltung isst, würde es mich doch sehr interessieren wo du das Fleisch herbekommst.

Abgesehen davon finde ich es besser, keine Schweine zu Nahrungszwecken zu züchten als welche zu züchten, auch wenn sie dann ein paar Monate ein akzeptables Leben haben, um sie dann umzubringen. Und auf die Massentierhaltungsindustrie habe ich in beiden Fällen gleich wenig Einfluss, da ich ihre Produkte in beiden Fällen nicht kaufe.

M2iRoxLi


Eines vorweg – es mag jeder essen was er will.

Folgendes gebe ich jedoch zu bedenken: Der Mensch, wie er heute existiert, ist das Ergebnis einer Millionen von Jahren währenden Evolution. Seit wir von Hominiden sprechen, hat deren Nahrung immer zu erheblichen Teilen aus tierischen Produkten bestanden. Der Effekt dieser Nahrungszusammensetzung auf die Gehirnentwicklung kann als bewiesen gelten.

Nun gibt es seit wenigen Jahren – von Jahrzehnten kann man ja noch gar nicht sprechen – Menschen, die ihre Ernährung radikal umstellen und vegan leben. Abertausende von Biomolekülen, die den hochkomplizierten menschlichen Organismus am Laufen halten oder an die er wenigstens gewöhnt war, stehen nicht mehr zur Verfügung. Was das mittel- und langfristig für deren Gesundheit und die Gesundheit ihrer Nachkommen bedeutet, kann heute beim besten Willen niemand abschätzen. Veganer sind Teil eines gigantischen Menschenversuchs mit ungewissem Ausgang.

Jetzt behaupten die meisten Veganer: Es geht mir gut, ich fühle mich blendend. Dieses Argument ist ungefähr so stichhaltig, wie die Behauptung, dass der Verzehr von pestizidhaltigem Obst aus konventionellem Anbau nicht zu akuten Vergiftungen führt. Wohl wahr – aber warten wir es mal ab.

M[alibVu Baxy


Es ist heutzutage noch nicht möglich, nur Fleisch aus Weidetierhaltung zu kaufen, wenn man auch Essen gehen möchte. Ich behaupte oben auch nicht, dass ich das tue. Ich sage lediglich, dass man langfristig durch bewusstes Kaufen von Fleisch mehr Einfluss auf die Hersteller hat als wenn man gar keines kauft. Vegetarier können den Fleischproduzenten egal sein. Die kaufen nirgends Fleisch, da kann man auch weiter bei Massentierhaltung bleiben. Aber die Leute die Fleisch kaufen können durch ihre Nachfrage auch das Angebot steuern.

EIhe_maliger7 Nu$tzer (#&5726x61)


Es ist heutzutage noch nicht möglich, nur Fleisch aus Weidetierhaltung zu kaufen, wenn man auch Essen gehen möchte..

Na klar geht das. Eines meiner lieblingsrestaurants hät eigne Angus Rinder auf der Weide, die nur für das Restaurant geschlachtet werden!

EXhem^aligEer NPutzer (#5&7441x3)


Probiers erst mal aus, aber bleibe bitte auch regelmäßig mit einem Arzt in Kontakt. Da du dich für das Thema interessierst wirst du ja wohl auch Seiten finden wo man bzgl. seines Nährstoffumsatzes beraten wird. Und bitte höre nicht auf irgendwelche Pseudoernährungswissenschaftler die plötzlich aus dem Boden sprießen wenn man sich als Veganer outet. Diese Leute wissen in der Regel selber nicht wodurch sie welche Nährstoffe bekommen.

Sieht man ja hier im Fred schon wieder wenn Leute Milch als wichtigen Calziumlieferanten anpreisen. Wo seid ihr stehen geblieben mit der Forschung? 1970 oder doch eher 1960? Kein Mensch braucht nach dem Kindesalter noch Milch um sich gesund zu ernähren, tatsächlich bildet sich das Enzym dafür mit dem Alter wieder zurück und ist Grund für die immer häufiger werdende Lactoseintoleranz in westlichen Ländern und auch vielen Verdauungsproblemen bei älteren Menschen.

Wenn jemand nichts zu seinen Essgewohnheiten sagt, aber alle paar Tage sich Fastfood reinknallt interessiert das keinen Menschen, sobald sich jemand bewusst mit seiner Ernährung auseinandersetzt mutieren alle zum Oberlehrer. Lass dir nichts einreden :) Die einzige Warnung könntest du von einem Arzt durch ein katastrophales Blutbild bekommen. Passiert allerdings auch recht selten.

Msalibux Bay


@ Zahlenbitte

Ok. Ich korrigiere: wenn man in viele verschiedene Restaurants essen gehen möchte. Aber so ein Restaurant kenne ich auch. Ich finde sowas klasse.

NBa|mjSa


Es gibt reichlich Gesellschaften die sich bis auf kleine Mengen von Eiern seit Jahrtausenden vegan ernähren (der Konsum von Milch ist eine evolutionär ziemlich neue "Erfindung"). Große Teile der indischen Brahmanen-Kaste ernähren sich beispielsweise schon sehr lange vegetarisch.

Es ist keineswegs so als wäre fleischlose Ernährung eine Erfindung der Gegenwart, der Konsum von nicht-menschlicher Milch hingegen ist so neu dass große Teile der Weltbevölkerung sie im Erwachsenenalter nach wie vor nicht vertragen.

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