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Vegane Ernährung mit 13/14?

NBamjxa


Zu den weltfremden Städtern möchte ich übrigens sagen, dass ich auf dem Dorf aufgewachsen bin. Und grade weil ich Kühe und Schweine kenne, finde ich es nicht ok sie umzubringen nur damit man sie aufessen kann.

Auch habe ich an keiner Stelle behauptet es würde allen Tieren so gehen wie in den Videos. Aber den meisten eben schon (annähernd). Der Anteil der Schweine die mal ihren Rüssel in die Erde stecken durften ist verschwindend gering. Und deckt niemals den Bedarf all der Omnis ab die immer behaupten sie würden ja nur Bio vom Bauernhof essen.

E/hemaliger NQutze>r (#35L3655)


Was verstehst du an "in diesem Aspekt" nicht? Bezüglich deines Engagements bist du dann halt besser, als jemand der sich nicht engagiert.

Ich würde erst gar nicht damit beginnen Dinge anzurechnen, aufzurechnen und gegenzurechnen. Das war die Intention des Beitrages. Ich bekomme genug Bestätigung aus meinen Tun heraus, als dass ich mir jetzt Gedanken machen müsste, wo ich besser oder schlechter als Person xy bin. Außerdem bin ich mir bewusst, dass ich im weltweiten Vergleich absolut privilegiert bin (im nationalen Vergleich eher nicht: relativ schlecht gestellt). Ich habe die Zeit und Mittel mir Gedanken zu machen und umzusetzen sowie die dafür notwendigen Strukturen (wobei wir da auch Strukturen verändern, um unsere Ziele zu erreichen). In einem fast beliebigen afrikanischen Land sähe das anders aus..

Aber ich würde mir nicht anmaßen zu behaupten, dass ich in bestimmten Aspekten jetzt ein besserer Mensch wäre.

N#amj\a


Ich würde erst gar nicht damit beginnen Dinge anzurechnen, aufzurechnen und gegenzurechnen

Aber genau das hast du doch getan. Du hast dein Engagement als Aufrechnung gegen deine omnivore Ernährung verwendet um damit zu begründen, dass der Veganer nicht besser ist. Und dabei das "in diesem Aspekt" komplett ignoriert.

Eben weil man nicht aufrechnen kann, ist dein Engagement auch kein Grund, dass es für dich weniger falsch wäre Fleisch zu essen. Und mein Veganismus berechtigt mich nicht, mich in anderer Hinsicht schlechter zu verhalten als andere.

MHalib5u Buay


Er berechtigt dich aber genau aus dem Grund auch nicht dich für besser zu halten und auf "Omnis" und ihr "Bullshit-Bingo" wie du das so schön nennst herabzublicken.

Nuamja


Es ist Bullshit-Bingo. Es ist immer wieder der gleiche Unsinn, und wenn man ein "Argument" widerlegt hat (siehe Weidehaltung), kommt das nächste.

Auf Omnis generell blicke ich keineswegs herab. Ich mag nur keine Leute, die unreflektierten Blödsinn reden, übrigens auch wenn sie Veganer sind nicht. Beispielsweise nerven mich Veganer die erzählen, dass es egal ist, wie ein Tier gelebt hat, wenn es zum Essen getötet wurde. Das macht den Unsinn den du geschrieben hast aber nicht besser.

Eehemalig%er NutzerK (#353x655)


Aber genau das hast du doch getan.

Nein, ich habe das Beispiel genannt, um deine Implikationen zu erfragen ("und nun?"). Du hast es in einer anderen Schublade gesteckt, aber es wieder in einer vertikalen Rangfolge gesteckt.

Ich habe mit meinem letzten Beitrag deutlich gemacht, dass ich davon nichts halte. Ich wünsche mir zwar manchmal mehr Engagement, aber verurteile nicht diejenigen, die "nichts tun", indem ich sie als schlechtere Menschen betitel, auch wenn es nur in einem Aspekt ist. Letztendlich liefe es auch auf ein Aufrechnen hinaus, da sich Menschen verschiedenen Aspekten zusammensetzen.

F>ex.


Ich will niemandem ausreden, vegetarisch oder vegan zu leben.

Abraten möchte ich nur davon, auf Zeit vegan leben zu wollen, also für ein paar Monate oder Jahre. Nein, wenn man sich für vegan entscheidet, dann besser für immer - oder eben gar nicht.

Grund dafür ist die Lactase, die man im Darm produziert. Sie erlaubt einem, Milch zu konsumieren. Ursprünglich stellte der Darm die Lactaseproduktion nach dem Säuglingsalter ein, aber eine in Mitteleuropa weit verbreitete Mutation hat diesen Zeitpunkt der Einstellung der Lactaseproduktion weit nach hinten verlegt, so dass viele Zeit ihres Lebens Milch vertragen.

Das muss aber nicht so sein, es gibt Leute, die irgendwann keine Lactase mehr produzieren und damit lactoseintolerant werden und keine Milch mehr vertragen. Das kann spontan passieren, ohne erkennbaren Anlass. Insbesondere aber passiert es dann, wenn man keine Milch mehr zu sich nimmt. Wenn man dann später wieder Milch zu sich nimmt, ist es zwar denkbar, dass die Lactaseproduktion wieder anfängt, aber so wirklich sicher scheint mir das nicht zu sein.

Daher halte ich es für Mist, mal probehalber oder aus sonst irgendwelchen Gründen für eine Weile auf Milch zu verzichten.

Wenn es allerdings eine Entscheidung fürs ganze Leben ist, dann kann man meine Bedenken getrost in die Tonne treten. Wer eh keine Milch konsumieren will, braucht ja auch keine Lactase.

Ebenso kann man meine obigen Bedenken natürlich komplett vergessen, wenn man eh schon lactoseintolerant ist.

Zum Topic: Bei 14-Jährigen habe ich Zweifel, ob die schon genug Lebenserfahrung haben, um die Folgen einer Entscheidung für das ganze Leben abzuschätzen und das vernünftig abzuwägen.

NVam4ja


Ich habe keine Ahnung wie man Veganismus gegen Flüchtlingshilfe gegen eine Plan-Patenschaft oder whatever aufrechnen sollte. Trotzdem finde ich, dass jemand der eine Patenschaft hat, in der Hinsicht besser handelt als jemand, der keine hat (ich habe keine). Und jemand der sein Kind nicht zusammenbrüllt handelt in der Hinsicht besser als jemand, der es tut. Wieso sollte man das so nicht sagen dürfen?

F[e.


Wenn 50% der Leute Veganer wären, wäre 50% weniger Bedarf da und es würden 50% weniger Tiere gequält.

Stimmt.

Diese Tiere hätten dann kein Leben, in dem sie gequält werden. Sie hätten dann statt dessen gar kein Leben.

Ist das wirklich besser?

Ich weiß es nicht.

Was meinen denn die Vegetarier dazu?

EXhemTaligcer NutmzerN (#3w53x655)


Ich habe keine Ahnung wie man Veganismus gegen Flüchtlingshilfe gegen eine Plan-Patenschaft oder whatever aufrechnen sollte. Trotzdem finde ich, dass jemand der eine Patenschaft hat, in der Hinsicht besser handelt als jemand, der keine hat (ich habe keine). Und jemand der sein Kind nicht zusammenbrüllt handelt in der Hinsicht besser als jemand, der es tut

Du hast nicht nur vom besserem Handeln gesprochen, sondern von besseren Menschen (in Aspekt x).

Wieso sollte man das so nicht sagen dürfen?

Weil man nicht jedes Handeln objektiv als richtig oder falsch einordnen kann. Das ist häufig auch von bestimmten Bedingungen abhängig. Und für den einen mag eine Bedingung ausreichend erfüllt sein, für den anderen nicht. Zum Beispiel: Sterbehilfe. Ich glaube nicht, dass jemand uneingeschränkte Sterbehilfe wollen würde, wenn sich dann auf einmal Teens mit Liebeskummer umbrächten. Man würde es also an Bedingungen knüpfen. Eine könnte Alter sein: das wäre objektiv. Aber auch vermutlich unzureichend, da man auch in jungen Jahren leiden kann. Deswegen hätte man wohl auch die Bedingung Leid und da wird es schwierig objektiv zu urteilen.

Zu allerletzt sei noch angemerkt, dass viele Betrachtungsweisen kulturell geprägt sind. Aber welche ist richtig? Welche ist falsch? Ich glaube zwar auch, dass es universelle Maßstäbe geben sollte, aber die beziehen sich eher auf Mindeststandards (Menschenrechte). Viele Dinge sind aber auch einfach Fragen des Geschmacks, die man nicht objektiv beantworten kann.

ENhemal[igeVr Nutzezr (#x353655)


Wenn 50% der Leute Veganer wären, wäre 50% weniger Bedarf da und es würden 50% weniger Tiere gequält.

Tiere werden nicht immer gequält zwecks Nahrungsproduktion. Ich würde "einfach" Massentierhaltung und den Verkauf solcher Fleischwaren verbieten. Also extrem hohe Standards einführen. Dadurch würde der Preis enorm steigen und der Markt würde Angebot und Nachfrage regeln.

NCamjea


Daraus, dass Verhütung erlaubt ist, Folter und Mord aber verboten, folgere ich, dass die meisten Leute der Ansicht sein müssten, dass es weniger schlimm ist nie zu existieren, als ermordet zu werden. Wieso das dann für Tiere auf einmal nicht gelten soll, verstehe ich nicht. Also ja, es wäre besser wenn man Tiere nicht zur Zeugung weiterer Tiere künstlich befruchten würde, und es ihre Nachkommen dann nicht gibt, als dass diese Nachkommen nur gezüchtet werden um dann als Jungtiere umgebracht (und in den allermeisten Fällen vorher absolut tierquälerisch behandelt) zu werden.

Fxe.


Daraus, dass Verhütung erlaubt ist, Folter und Mord aber verboten, folgere ich, dass die meisten Leute der Ansicht sein müssten, dass es weniger schlimm ist nie zu existieren, als ermordet zu werden.

Interessanter Gedanke. Aber das Verbot von Folter und Mord am Menschen führt nicht dazu, dass wesentlich mehr verhütet würde, es wird die menschliche Population nicht schmälern, eher im Gegenteil.

Wenn aber die Hälfte der Menschen Veganer werden, dezimiert das die Bestände diverser Haustiere glatt um die Hälfte, würden sogar alle Veganer, so wären diese Tierarten wohl (fast?) vom Aussterben bedroht.

Also etwas anders ist das schon.

Aber ich frag mal anders: Nimm an, du wärst ein Schwein in einem Stall, gehalten zwecks Fleischproduktion. Nun fragen dich die Menschen, ob sie alle Veganer werden sollen. Wenn du "ja" sagst, werden du und alle deine Artgenossen geschlachtet, die Ställe abgerissen und es wird nie wieder Schweine geben. Sagst du "nein", so bleibt alles, wie es war.

Wie würdest du entscheiden? Sollen die Menschen alle Veganer werden?

Echemaligerr zNut$zer (#578x581)


Diese Tiere hätten dann kein Leben, in dem sie gequält werden. Sie hätten dann statt dessen gar kein Leben.

Ist das wirklich besser?

Natürlich ist das besser. Stell dir vor, du stehst dein ganzes Leben auf einem Fleck, bist krank, siehst kein Licht, wirst mit Medikamenten und schlechtem Futter zugeballert und am Ende elendig geschlachtet. Was hat so ein Leben an sich, das es lebenswert macht? Nichts!

EZhemaliger^ NutzLer! (#578581)


Tiere werden nicht immer gequält zwecks Nahrungsproduktion. Ich würde "einfach" Massentierhaltung und den Verkauf solcher Fleischwaren verbieten. Also extrem hohe Standards einführen. Dadurch würde der Preis enorm steigen und der Markt würde Angebot und Nachfrage regeln.

Das wäre ein riesiger Schritt in die richtige Richtung und ich würde ihn voll und ganz unterstützen. Zwar würde ich kein Fleisch von "glücklichen" Tieren essen, aber es würde zumindest die Qualen deutlich reduzieren.

Aber ich frag mal anders: Nimm an, du wärst ein Schwein in einem Stall, gehalten zwecks Fleischproduktion. Nun fragen dich die Menschen, ob sie alle Veganer werden sollen. Wenn du "ja" sagst, werden du und alle deine Artgenossen geschlachtet, die Ställe abgerissen und es wird nie wieder Schweine geben. Sagst du "nein", so bleibt alles, wie es war.

Wie würdest du entscheiden? Sollen die Menschen alle Veganer werden?

Interessanter Ansatz, aber leider ist da ein kleiner Denkfehler drin ;-) Es werden nicht alle Menschen auf einmal Veganer! Es dauert, bis sich der Veganeranteil erhöht und zwar viele Jahre / Jahrzehnte. Das heißt, die "Produktion" würde einfach verringert werden und man müsste nicht auf einmal alle Tiere "notschlachten".

Außerdem: Warum sollte man alle lebenden Schweine schlachten müssen, nur weil alle auf einmal Veganer werden?

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