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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

M$urytel


Ich (Fleischesser) lebe seit Jahren in einer Ehe mit einer Veganerin. Trotz dieses Gegensatzes leben wir ganz friedlich unter einem Dach. Jeder lässt den anderen seine Ernährung und seine Ideologien die dahinter stehen. (Einen kleinen Vorteil hat meine Ernährung dann allerdings doch. Ich kann problemlos auch ihre Gerichte essen.)

Ich habe jetzt die 18 Seiten hier durchgelesen. Warum kann man den anderen nicht einfach so respektieren, wie er ist.

N=yxis


Wie sagt der Engländer so schön: "Einigen wir uns darauf, uneinig zu sein und gehen gemeinsam einen Trinken." :)z

b0ehlluagxia


Für mich ist es ein Unterschied, ob es um mein Überleben geht oder nur um ein evtl. aktuell leicht erhöhten Genuss.

Ist auch in Ordnung, wenn du das so siehst. @:)

Was ich sagen wollte ist, dass ein reiner Pflanzenfresser (eine Kuh zum Beispiel?) niemals Fleisch essen würde, sie würde eher verhungern.

Von daher sehe ich den Verzehr von Fleisch für den Menschen als natürliches Verhalten an, dem man natürlich nicht nachkommen muss.

Ich persönlich würde sofort zugreifen, wenn es gelingen würde Fleisch im Labor zu produzieren.

Auch wäre ich bereit das doppelte zu zahlen für gutes Fleisch, wenn es im Supermarkt besser verfügbar wäre.

SXiolk,Pearxl


Ich bin ganz Eurer Meinung.

Und Pocketmouse, es ist gar nicht nötig, dass Du so spitz zu mir wirst. Das "man" habe ich genommen, weil es hier und da als allgemeingültig so gesehen wird, wie von mir angeführt. Darüber hinaus, sei Jedem seine Ansicht unbenommen.

P~ouc4ke.tMousxe


Ich meinte das überhaupt nicht spitz.

Neulich führte ich nämlich genau diese Diskussion um die "natürliche" Lebensweise. Dort merkte ich, wie unterschiedlich das zeitlich eingeordnet wird und dass man wirklich nicht sagen kann, dass "man" damit die Zeit des Jäger und Sammlers meint.

Ackerbau und Viehzucht hatten die meisten durchaus als natürlich eingestuft.

Das ging also gar nicht gegen dich sondern war wirklich nur eine Anmerkung, dass die Sichtweise von Paleo Anhängern geteilt wird aber nicht von den meisten Leuten.

S3iglkP3earl


ok.

JYeze_bexl


Was ich sagen wollte ist, dass ein reiner Pflanzenfresser (eine Kuh zum Beispiel?) niemals Fleisch essen würde, sie würde eher verhungern.

[[http://diply.com/different-solutions/herbivores-caught-eating-meat/112322 Den Satz solltest Du noch einmal überdenken.]] Es gibt eine ganze Menge Tiere, die als reine Pflanzenfresser gelten, aber bei Gelegenheit (und damit meine ich nicht aus Versehen) auch Fleisch zu sich nehmen. Zumal es auch für Pflanzenfresser schwer sein sollte, wirklich ausschließlich pflanzliche Kost zu fesseln. Niemand wäscht vorher das Gras auf der Weide und sucht es penibel nach Wirbellosen ab. ;-D

PwockeitMo}usxe


Nun driftet es aber auch wirklich weit ab.

Die Gründe für Veganer sind ja nunmal auch eher moralische und ökologische. Einige vielleicht auch aus gesundheitlichen.

Ich habe absolut gar kein Problem mit Fleischessern. Ich tue es gelegentlich selbst. Aber der Konsum von Unmengen an konventionellem Fleisch aus Massentierhaltung erschreckt mich doch immer wieder.

Wie kann man das moralisch vertretbar finden? Das finde ich auch ökologisch so katastrophal, dass es mir nicht egal ist, dass andere das so machen. Ich würde da persönlich niemandem rein reden aber gut finden muss ich das ja nicht.

Gerade die Belastung des Trinkwassers durch Medikamentenrückstände und Gülle ist ein Thema, was einen ja selbst betrifft.

iJrgend}wie_Zandxers


Fakt ist, ein gesunder Mensch BRAUCHT heutzutage kein Fleisch um gesund zu bleiben.

Das war vor ein paar Generationen anders. Man kann das aber gar nicht mit dem heutigen Massenkonsum vergleichen. Das Leben war eher ländlich, bäuerlich geprägt (konkrete Erzählungen meiner Großmutter). Da hatte man halt 2 Kühe im Stall stehen und 2 Schweine. Die Kühe wurden vor den Pflug gespannt und halfen so bei der Arbeit. Wenn die Kuh kalbte gab sie Milch, und zwar genug Milch sodass die jeweilige Familie da auch noch mittrinken konnte. Vor dem Winter wurde ein Schwein geschlachtet, um die Familie gut über den Winter zu bringen. Man wusste wo das Fleisch herkam und wusste es auch zu schätzen. Fleisch war meistens nur Sonntags auf dem Tisch, da es so kostbar und knapp war, und auch die Kinder wussten, dass dafür ein Tier sein Leben geben musste (laut meinen Großeltern sahen die Kinder früher auch beim schlachten zu), was zu einer entsprechenden Wertschätzung führte.

Irgendwann, ich schätze so in den letzten 30-40 Jahren, begann sich alles sehr stark zu verändern. Heutzutage muss man ja aber Kinder vor allem Bösen in der Welt fernhalten. So darf man Kindern doch nicht sagen, dass das, was in ihren Chickennuggets drin ist, Reste von toten Tieren sind. Man erzieht sie dann lieber in dem Glauben, dass das Fleisch und die Wurst aus der Kühltheke des Discounters kommt, und da gibt es ja schließlich immer mehr als genug davon. Ich könnte kotzen wenn ich so etwas mitkriege! Das führt dann auch dazu, dass man sich lieber gleich mal 5 Burger kauft, kosten ja schließlich nur 1 Euro, wenn man nach 3 schon satt ist, kann man die anderen ja immer noch wegschmeißen, waren ja nur 2 Euro.

Ich bin selber Vegetarier seit vielen Jahren (aber leider nicht ganz vegan), und ich versuche es mittlerweile auch, wie hier schonmal jemand geschrieben hat, so gut wie es geht zu verheimlichen. Ich bin es einfach leid, mir ständig ins Gewissen reden lassen zu müssen. Vor allem verstehe ich nicht WARUM! WARUM muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich etwas NICHT tue ??? Bin ich in irgendeinem Restaurant mit "fremden" Menschen, versuche ich möglichst was zu bestellen, dass es nicht so sehr auffällt, am besten sowas wie Pizza Funghi, Kartoffelgratin, aber bloß nichts, was das Wort "vegetarisch" enthält. Ich musste mir dann einfach schon zu oft während des gesamten Essens so intellektuelle Witze wie "Vegetarier heißt zu blöd zum Jagen" "Gell, du guckst aber schon ein bisschen neidisch auf meinen Teller" anhören und ich habe schlicht und einfach keine Lust mehr drauf.

Ich weiß ja, dass sich zwangsläufig in den nächsten Jahrzehnten hinsichtlich Fleischkonsum etwas verändern wird, da das aktuelle Konsumlevel bei einer so ineffizienten Produktion bei steigender Weltbevölkerung einfach nicht zu halten ist.

Es wurde ja hier auch schon manchmal angedeutet: Viel schlimmer als Fleischkonsum an sich ist das verloren gegangene Bewusstsein und die Wertschätzung für ein Stück Fleisch und der daraus resultierende Überkonsum.

Achja, noch was am Rande: Ich bekomme regelmäßig Brechreiz, wenn ich die Frauen mit (oftmals) einfach zu viel Freizeit sehe, die sich zu "Tierhilfe-Gruppen" zusammenschließen, sich über Facebook selber in den Himmel loben für ihre guten Taten, indem sie Spenden sammeln um armen traurigen Straßenhunden oder armen halbverwilderten Katzen teure OPs zu ermöglichen, während sie selber massenhaft Billigfleisch (über)konsumieren!

Pqlane-tenwinxd


Fakt ist, ein gesunder Mensch BRAUCHT heutzutage kein Fleisch um gesund zu bleiben.

Auf den letzten Seiten hier wurde sehr ausfürhlich erklärt, warm das kein Fakt sondern ein sehr strittiger Punkt ist.

bkeJetleju5ice2x1


Und wenn man sich den Fadentitel ansieht, geht es ja vor allem darum, warum ich verzichten sollte, nur weil ich es nicht zwingend brauche ;-)

P}lanFet*enwinxd


Wie es zu diesem Titel kam, wurde im Eröffnungsbeitrag ausführlich erklärt. Es ging mehr darum, dass den Befragten spontan nichts sinnvolles einfiel. Trotzdem kann ich es nur schwer stehen lassen, wenn ich immer wieder lesen muss, es sei Fakt. Das stimmt einfach nicht.

sqchnec.ke1x985


Vor allem verstehe ich nicht WARUM! WARUM muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich etwas NICHT tue

Diese Borniertheit verstehe ich auch nicht, genauso wie andersrum die militanten Tierschützer oder militanten Veganer. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich wohl ein sehr vegetarier-freundliches Umfeld habe, im Allgemeinen weiß ich halt, wer Veggie ist und es wird dementsprechend gekocht. Letztes Jahr gab es zu Silvester z.B. Raclette, abgesehen von einer Thunfisch-Soße war alles vegetarisch und es war suuuuperlecker :-q

m,uhkhuhx2k


Vor allem verstehe ich nicht WARUM! WARUM muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich etwas NICHT tue

Das mag für Vegetarier gelten, für Veganer sehe ich das aber anders. Da sehe ich eine Rechtfertigung genauso notwendig an wie auch bei Rauchern. Denn gesundheitsfördernd ist es nicht, sondern eine rein ethische Sache.

Was ich wirklich als sehr sinnvoll ansehe, sind Pescetarier, also Vegetarier die auch Fisch essen. Aus meiner Sicht die sinnvollste Kombination von Gesundheit und Ethik.

sTchneckke1x985


@ muhkuh

Was ich wirklich als sehr sinnvoll ansehe, sind Pescetarier, also Vegetarier die auch Fisch essen. Aus meiner Sicht die sinnvollste Kombination von Gesundheit und Ethik.

Das ist z.B. für mich ein sehr streitbarer Punkt. Ich esse aus ethischen Gründen sehr wenig Fisch (Frischfisch / Meeresfrüchte vielleicht ein- bis zweimal im Jahr), weil insgesamt aus dem Ozean so viel Biomasse entnommen wird (ein Vielfaches dessen, was wir vom Land gewinnen), weil fast alle gängigen Fischbestände gefährdet sind, weil das Ökosystem Ozean erst in Bruchteilen erforscht ist, weil Schleppnetze ganze Ökobestände kaputt machen usw. usw. .

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